Epilepsie? Benötige dringenden Rat

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
lisilinka

lisilinka

Neuer Benutzer
Mitglied seit
24 Oktober 2012
Beiträge
2
Hallo ihr Lieben,

vorne weg ich bin eigendlich in einem anderen Katzenforum unterwegs und habe mich soweit noch nicht vorgestellt. ( kann aber gern noch nachträglich kommen :oops:) )

der Grund für meinen Post in diesem Forum bezieht sich auf meinen Kleinen Kater Ace.
Er hat seit einer Woche neurologische Auffälligkeiten und ich wollte einmal schauen ob es hier Jemanden gibt der mir ein Feedback oder einen Denkanstoß geben kann.

Nun zur gesamten Geschichte:
ACHTUNG langer Text

Mein kleiner Bengalkater Ace ist nun fast 8 Monate alt und wurde am 10.10.2012 in meiner Stammpraxis kastriert. Bis dato war alles mit Ihm i.o.
sowohl körperlich als auch psychisch.
Der Routineeingriff erfolgte lt. TA schnell und komplikationslos und ich konnte meinen Kleinen am selben Tag wieder mit nach Haus nehmen.
Natürlich war er ein bisschen torkelig doch fingen schon da diese neuen " Auffälligkeiten" an.

Ace begann sich permanent am Maul zu schlecken als hätte er einen Fremdkörper im Maul oder eine taube Zunge. ( sieht bisschen aus als würde er Katzengras fressen + diese typischen Geräusche ) Dazu kratzt er sich am Mundwinkel , mal mit einem Pfötchen , dann mit beiden sodass er sogar vorn weg rüberkippt :oops:(.
Ich muss ehrlich sagen dass ich mir zu diesem Zeitpunkt noch keine Gedanken gemacht habe da er es nur sehr selten getan hat und noch mitten in der Aufwachphase war.
Leider konnte ich par Tage nach der OP dieses Verhalten immernoch an Ihm beobachten.
Zu diesem Zeitpunkt bin ich noch davon ausgegangen dass er etwas im Maul hat.
Kater geschnappt und wieder zum TA. Nach Schilderung der Problems konnte der Arzt im Maul von Ace nichts feststellen. Da seine Kastra-Wunde durch Schlecken äußerlich leicht entzündet war bekam der kleine Mann Antibiotikum und Kortison gespritzt.
Am Anfang war das atypische Verhalten kaum noch zu sehen doch nach par Tagen ging es erneut in extremerer Form weiter. Er schleckte ununterbrochen und fing an so doll am Mäulchen zu kratzen dass er dabei seine Augen weit aufriss und zu würgen begann:sad:
Ich natürlichen meinen Kater erneut geschnappt und dem TA vorgestellt. Zu dem Zeitpunkt sind wir immernoch davon ausgegangen dass er einen Fremdkörper im Maul hat. Ich muss anmerken dass mein Kater ein totales Mamikind ist und super auf mich fixiert ist. Er liegt abends /nachts immer an meinem Hals und schleckt mich und meine Haareab was eher nicht so schön ist da meine Haare 1m lang sind und er auch gerne mal drauf rum kaut :D
jedendfalls kam da der Gedanke nahe dass er vlt ein Haar am Zungengrund hat und deswegen so energisch schleckt.
Daher habe ich meinen Kater in der Praxis gelassen und unter Narkose wurde mit einem Endoskop genau geprüft ob sich etwas im Rachen , Maul , Luftröhre und Speiseröhre befindet.
Noch während der Behandlung bekam ich dann den ersten Anruf vom TA. Sie konnten nichts finden sodass der erste Schock vom TA ausgesprochen wurde:
" Wir würden gern ein großes BB durchführen um nachzuschauen ob Ihr Kater an einem Anfallsleiden leidet , sprich Epilepsie."
Da musste ich natürlich schlucken habe aber sofort der Blutuntersuchung zugestimmt.
Als ich dann meinen Süßen abgeholt habe hat mir der TA Metacam und MCP mitgeben ( MCP da Ace ja auch ab und zu würgt) und in 10 Tagen wiederkommen.
Für die Blutwerte sollte ich nach dem bevorstehenden Wochenende anrufen.
Übers We verschlechterte sich sein Verhalten sehr was das Schlecken betrifft.
Am Montag dann die Ergebnisse : " Ihr Kater ist kerngesund , alle Werte im Normbereich , es weißt nichts auf ein Anfallsleiden hin" .......
Aber dass er sich abnormal Verhält stand außer Frage. Ich die Tierätzin gefragt ob es mit der Narkose zusammenhängen kann ?! Sie mir dann die Antwort gegeben dass sie unter gegebenen Umständen nichts mehr auschließen möchte...... NATOLL
Jedenfalls bin ich den nächsten Tag erneut mit Ace zum TA.
Das war Gestern.
Dort wollten sie Ace auf einen Lebershunt untersuchen. Da ich mich dazu belesen hatte wusste ich dass durch einen Lebenshunt die Leber das Blut nicht vollständig Entgiften kann und diese Substanzen durch den Kreislauf in das Gehirn zuückgelangen und dort Anfälle verursachen können.
Einher geht aber auch meist dass diese Tiere apathisch und teilnahmslos sind , unterentwickelt sind und oft unter Durchfall und Appetitlosikgkeit leiden.
Das trift allerdings kein Stück auf meinen Kater zu der quietschfidel durch die Wohnug flitzt und Appetit hat wie ein Mann :D
Der TA meinte allerdings auch dass so ein Shunt auch unentdeckt sein kann bis ein Tier sich nach einer Narkose anders verhält.
An den Punkt gab mein TA aber auch zu im Trüben zu fischen und mit seinem Rat am ende zu sein. Er habe soetwas noch nie erlebt. Das Ganze kann eben eine Vorstufe von Epilepsie sein ( petit mal ) was durch eine Narkose ausgelöst wurde weil in jedem Narkosemittel Substanzen vorhanden sind die Epi " erwecken" können aber dafür muss die Veranlagung im Tier stecken.

Ich habe mich dann an dem Punkt mit die TA geeinigt dass wir die Behandlung in dieser Praxis abbrechen und zur nächst höheren Ebene gehen damit meinem Kater SCHNELL geholfen wird. Denn auch wenn er wie jede junge Katze rumtollt und offensichtlich keine Schmerzen hat , so leidet er unter Zwangshandlungen die behandelt werden müssen :oops:(
So habe ich mir eine Überweisung zur Uniklinik geben lassen. Wir haben hier in Berlin eine ganz gute Klinik für Heimtiere wo ich natürlich hoffe an Spezialisten für neurologische Auffälligkeiten zu geraten.
Die können dort auch diesen Shunttest durchführen und ggfs ein MRT veranlassen.....

So nun zu Euch ( und danke fürs Lesen bis hier hin)
hat Jemand schon mal Ähnliches erlebt? Was vlt drauf hinweisen könnte was das sein könnte?? Kann es vlt auch an den "Giftsubstanzen" im Narkosemittel liegen , dass Ace das vlt erstmal abbauen muss?
Ich bin für jeden Rat und jedes Feedback sehr dankbar auch wenn ich weiß dass mir am Ende nur ein Spezialist helfen kann.
Vlt. habt ihr ja Ideen , meinem Freund und mir glüht auch schon das Gehirn.
Es ist natülich nicht leicht für uns ein gesunden Kater zum Arzt zu bringen und ein Tier zurückzubekommen was nach einem Routineeingriff solche Auffälligkeiten zeigt :oops:( Ich will niemanden unfähigkeit unterstellen , um Gottes Willen aber leicht umgehen kann damit auch nicht :oops:(

Vielen lieben Dank fürs Lesen und euch noch einen schönen Abend
Viele Grüße lisi
 
Werbung:
Karbolmaus

Karbolmaus

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
2 Juni 2009
Beiträge
853
Ort
46485 Wesel
Bisher haben all meine Tiere die Narkosen problemlos überstanden, aber wenn sich dein Kater nicht quält würde ich einfach abwarten, bis sich alle Narkosemittel aus dem Katzenkörper abgebaut haben, wäre deine Katze ein Pferd wüste ich super Entgiftungskräuter, aber so kannst du nur abwarten. Wobei sich mir schon die Frage stellt, ob es bei der OP Komplikationen wie Luftnot, Herzstillstand gegeben hat? aber welcher TA gibt das schon ehrlich zu ? :-(
 
lisilinka

lisilinka

Neuer Benutzer
Mitglied seit
24 Oktober 2012
Beiträge
2
Hey,

also quälen tut er sich nicht nur stören Ihn auch diese "Anfälle"
Die sind irgendwie an einem Tag mal sehr ausgeprägt und an einem anderen Tag hat er sich nicht so oft.
Ich werde Ihn aber aufjedenfall nochmal in der Uniklinik vorstellen..
Lt. Tierarztüberweisung und auch nach mündlicher Aussage war die Kastra schnell und komplikationslos , er wurde auch nicht Intubiert
aber wie du auch schon gesgat hast , welcher TA gibt sowas gerne zu :oops:/
Ein bitterer Beigeschmack bleibt aber man will ja auch Niemanden etwas unterstellen....

Im anderen Forum meinte ein User etwas mir Zahnwechsel. Können beim Zahnwechsel solche anfallsartige Attacken auftreten?

viele Grüße
 
Z

Zitronenminze

Benutzer
Mitglied seit
31 Juli 2015
Beiträge
32
Hallo,
ich muss den Faden mal nochmal hochholen: Falls du das liest, wie geht's deinem Kleinen?
Bella hat sowas ähnliches....
Ab und an hatte sie das aber nur nach dem Fressen, und es war max. 1 Minute...
Heute das erste Mal, das es quasi nur aufhört, wenn sie liegt.
Ich kann das kaum beschreiben, sie kratzt nicht richtig, sie hebt nur die Pfoten an ihr Mäulchen und reißt den Kiefer so auf als würde sie gähnen.... als hätte sie Haare im Mund oder ähnliches....
Sie ist eine Perser, insofern kommt das schon mal vor.

Laut TA vor 2 Wochen ist aber alles gut - war die Standardkontrolle sauch im Maul, waren nicht deswegen da.

Könnte es doch was mit dem Zähnen sein?
Sie hat nur noch wenige...
 
Werbung:

Ähnliche Themen

Antworten
17
Aufrufe
6K
Barbarossa
Barbarossa
Antworten
10
Aufrufe
11K
Dani die Katzenmami
D
Antworten
0
Aufrufe
155
16+4 Pfoten
16+4 Pfoten
Werbung:
Lucky Kitty Pets Nature

Über uns

Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzenforum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.
Oben