Einzelprinzessin oder doch nicht?

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elenayasmin

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Ich habe momentan eine 12 Jahre alte Katze in Pflege (Luna, dazu gibt es auch einen Vermittlungsthread, siehe meine Signatur). Freigängerin und Einzelkatze seit 12 Jahren. Sie ist eine ganz bezaubernde Maus, sehr menschenbezogen, aber eben nicht katzenbezogen. Sie war vorher für ca. 1 Woche in einer anderen Pflegestelle (mit 7 (?) weiteren Katzen), die die Katzen relativ schnell zusammen gelassen hat, also ohne langsame Zusammenführung oder so. Anfangs hatte Luna Angst, nach ein paar Tagen war sie dann auf Krawall gebürstet, ist auf die anderen los gegangen und hat sie verkloppt. Daher ist sie zu mir gekommen, weil ich sie hier von meinen Katzen separieren kann.

Jetzt frage ich mich aber, wieviel ich darauf geben soll? Lag es an der zu schnellen Zusammenführung? An der Konstellation der Katzen (mit dabei ein paar Scheuchen, die sich nicht anfassen lassen)? Oder doch an 12 Jahren Einzelhaltung und es wäre hoffnungslos, sie zu vergesellschaften? Mein Mann hat sich total in sie verknallt und das will bei ihm schon was heißen. Hat das schon mal jemand erfolgreich gemacht? Ich hätte die Möglichkeit, sie hier erst einmal in unser Gästezimmer zu setzen und dafür eine Gittertür zu bauen.

Meine eigenen Katzen sind 9 Jahre alt und eher ruhig. Wie sie auf andere Katzen reagieren, weiß ich nicht, sie kennen das nicht, da ich bisher die Pflegis immer strikt getrennt habe. Ich weiß halt nicht, ob ich mir dadurch weitere Probleme ins Haus hole und es lieber so lassen soll, wie es jetzt ist, oder ob Luna sich hier gut einfügen würde. Ungesicherten Freigang kann und möchte ich hier nicht anbieten, aber wir haben ein Gehege im Garten, in das die Katzen jederzeit Zugang haben. Sehr zu vermissen scheint sie den Freigang sowieso nicht, sie drängt nicht nach draußen und macht einen zufriedenen Eindruck.
 
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Pitufa

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Ich rufe mal, aus meiner Sicht, "Senioren Einzelkatze Zusammenführungs-Profi" @Quilla auf den Plan.😃

Hier noch einen Beitrag von ihr:
Ich gehe jetzt noch mal auf die Vergesellschaftung ein.

Bis auf 2 Ausnahmen habe ich hier die letzten 28 Jahre immer ältere Katzen miteinander vergesellschaftet, die vorher lebenslange Einzelkatzen waren.
Der älteste der eingezogen ist, war vor sechs Jahren Buddy mit damals 11 Jahren.
Lebenslang Einzelkater in Wohnunghaltung zuvor.

Buddy kam bei uns zu einer Katzendame (damals 12) und einem Kater (damals 10).
Beide waren (bevor sie zu mir kamen) auch jeweils Einzeltiere in Wohnungshaltung.

Die Einzelkatzen kamen immer zu Katzen dazu, die zwar früher ebenfalls Einzeltiere waren, aber bei mir dann schon mehr oder weniger lang andere Katzen als Gesellschaft kannten.

Klar braucht man Geduld, Erwartungshaltung auf null schrauben, Zeit einplanen, paar Tricks parat haben und locker bleiben.

Komischerweise hat es bei uns bis jetzt immer geklappt.

:)

(ich persönlich glaube auch nicht, dass Katzen die sogenannte "Katzensprache" irgendwie komplett "verlernen" .... ich kann eher beobachten, dass sie zwar unsicher auf andere Katzen reagieren (was sich auch durch Rückzug, Fauchen, Knurren äussern kann am Anfang), aber durchaus in der Lage sind, verschüttete Erinnerungen auszugraben und anzuwenden - oder es neu lernen - und so lange haben sie bei mir immer alle Zeit der Welt gehabt und ihren eigenen Raum - höchstens Sichtkontakt und Duftaustausch, wenn's sein musste nur dosiert, mit den Ureinwohnern)
 
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Dann bin ich gespannt, scheint es ja doch nicht ganz hoffnungslos zu sein...
 
Razielle

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Ich drück die Daumen und würde der Sache eine Chance geben. Ihr habt ja nun nicht den Druck dass es unbedingt klappen MUSS. Allein so eine reduzierte Erwartungshaltung hilft, finde ich.
Ich bin kein Profi, habe aber auch meine angebliche Einzel(Freigänger)katze vergesellschaftet und sie hat sehr davon profitiert. Sie war und ist introvertiert, nicht unsozial.
 
elenayasmin

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Ich drück die Daumen und würde der Sache eine Chance geben. Ihr habt ja nun nicht den Druck dass es unbedingt klappen MUSS. Allein so eine reduzierte Erwartungshaltung hilft, finde ich.
Ich bin kein Profi, habe aber auch meine angebliche Einzel(Freigänger)katze vergesellschaftet und sie hat sehr davon profitiert. Sie war und ist introvertiert, nicht unsozial.
Danke, stimmt - das nimmt den Druck etwas. Ich weiß halt nicht, wie sozial meine Katzen zu anderen tatsächlich sind, da sie ja sonst keinen Kontakt haben. Aber es würde mir die Arbeit mit den Pflegis schon enorm erleichtern, wenn ich sie irgendwann hier mitlaufen lassen könnte. Wie lange hat die Vergesellschaftung bei dir gedauert und wie alt war deine Katze?
 
Razielle

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Sie war 6 Jahre, aber grundsätzlich sozial durch Tierheim und Freigang, nicht durch Wohnungseinzelhaltung sozial eingerostet. Das Tierheim selbst hat sie mit ca 4 Jahren und ihrem Wurf draußen eingesammelt. Von der Zeit davor weiß man nix.

Frage 2 kann ich leider nicht recht beantworten. Nach ca 6 Monaten haben wir einen Haken hinter die Zusammenführung gemacht, aber sie war völlig untypisch. Da lerne ich den idealen Ablauf praktisch auswendig und die frechen Biester halten sich einfach nicht ans Protokoll :rolleyes:

Anni hatte quasi einen Kulturschock durch den Ortswechsel und hat sich 2 Monate versteckt. Erstkatze Luzi hat es bald aufgegeben an der Gittertür zu gucken weil es nie was zu gucken gab. Bestimmt dachte sie da wohnt eine unsichtbare Katze. Man riecht sie, aber sieht sie nicht...
Die Phase „ Kennenlernen an der Gittertür“ musste ich schließlich überspringen und improvisieren. Gerüche tauschen, Reviere tauschen, und irgendwann hab ich sie einfach zunächst tagsüber zusammengelassen und noch 2 oder 3 Monate moderiert, wobei es nie kritisch war. Sicher hatte ich mit den Katzen auch Glück. Beide eher lieb und nicht (angst-)aggressiv, Luzi sozial ein bisschen unbeholfen aber nicht zu ängstlich oder fies, Anni extrem höflich, hartnäckig, deeskalierend aber auch kein Opfer.
Tut mir leid wenn dir das jetzt kein bisschen weiterhilft...
 
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Sie war 6 Jahre, aber grundsätzlich sozial durch Tierheim und Freigang, nicht durch Wohnungseinzelhaltung sozial eingerostet. Das Tierheim selbst hat sie mit ca 4 Jahren und ihrem Wurf draußen eingesammelt. Von der Zeit davor weiß man nix.

Frage 2 kann ich leider nicht recht beantworten. Nach ca 6 Monaten haben wir einen Haken hinter die Zusammenführung gemacht, aber sie war völlig untypisch. Da lerne ich den idealen Ablauf praktisch auswendig und die frechen Biester halten sich einfach nicht ans Protokoll :rolleyes:

Anni hatte quasi einen Kulturschock durch den Ortswechsel und hat sich 2 Monate versteckt. Erstkatze Luzi hat es bald aufgegeben an der Gittertür zu gucken weil es nie was zu gucken gab. Bestimmt dachte sie da wohnt eine unsichtbare Katze. Man riecht sie, aber sieht sie nicht...
Die Phase „ Kennenlernen an der Gittertür“ musste ich schließlich überspringen und improvisieren. Gerüche tauschen, Reviere tauschen, und irgendwann hab ich sie einfach zunächst tagsüber zusammengelassen und noch 2 oder 3 Monate moderiert, wobei es nie kritisch war. Sicher hatte ich mit den Katzen auch Glück. Beide eher lieb und nicht (angst-)aggressiv, Luzi sozial ein bisschen unbeholfen aber nicht zu ängstlich oder fies, Anni extrem höflich, hartnäckig, deeskalierend aber auch kein Opfer.
Tut mir leid wenn dir das jetzt kein bisschen weiterhilft...
Ja, die Voraussetzungen sind dann doch etwas anders. Luna war zwar Freigängerin (wobei sie das momentan überhaupt nicht zu vermissen scheint), aber eben 12 Jahre allein und wie sie sich draußen mit anderen Katzen gegeben hat, wissen wir nicht. Die Zusammenführung in der anderen Pflegestelle mit 7 anderen Katzen lief für meinen Geschmack zu holterdipolter, dass das wahrscheinlich in die Hose gehen würde, habe ich mir fast schon gedacht und habe daher zugesehen, dass ich meine Pflegis hier möglichst schnell gut vermittelt bekomme, um Platz für Luna zu schaffen. Dass es bei ihr länger dauern kann, ist mir klar. Da es bisher nicht eine Anfrage für sie gab, obwohl wir sie seit Anfang Dezember in diversen Portalen drin hatten, denke ich, dass wir Zeit haben werden, es zu versuchen, so schnell wird sie nicht vermittelt sein. Was ich überhaupt nicht verstehe, auch wenn die Maus 12 Jahre alt ist, ist sie topfit und wirkt mal so gar nicht wie eine Seniorin. Ich muss mal gucken, ob ich in ihrem Vermittlungsthread mal ein Video hoch geladen bekomme, von der kleinen Kampfschmuser-Pummelfee.

Edit: Videos hochladen hat geklappt, Link findet ihr unten :pink-heart:
 
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