Eingewöhnung sehr schüchterner Kater

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QueenZelda

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Ein ganz liebes Hallo an alle Forenmitglieder!
Ich würde gerne zu meinem kleinen Neuling ein paar Fragen stellen, Meinungen hören und mich im Allgemeinen etwas austauschen.
Am Sonntag habe ich den 2jährigen Kater Neo zu uns nach Hause geholt. Er ist nun Einzelkater ohne Freigang. Laut der Vorbesitzerin hatte er sich mit der anderen Katze grundsätzlich in der Wolle (deswegen wurde er auch abgegeben) und trotz der Möglichkeit die besteht, möchte er ungern nach draußen.
Er ist sehr schüchtern, da er sich nach der Ankunft in seinem neuen Zuhause prompt unter die Kommode verzog und stundenlang nicht hervorkommen wollte. Mitten in der Nacht blühte er allerdings auf, fraß, trank und legte sich dann friedlich neben mich in mein Bett. Es ist ein sehr verschmuster Kater, nachdem er sich mit mir "angefreundet" hat, kommt er immer angelaufen und möchte seine Streicheleinheit. Trotzdem ist er bisher nicht weit gekommen, er traut sich nur zaghaft aus seinem Zimmer und sobald er einen Ton hört ist er ganz schnell wieder im Raum, im "schlimmsten" Fall verschwindet er dann wieder unter der Kommode.
Auch bei meinen anderen Familienmitgliedern ist er noch sehr zaghaft. Kann es sein, dass er sich zu sehr auf einen Menschen fixiert?
Es ist ja etwas gegensätzlich:
Einerseits schon sehr verschmust und anhänglich mir gegenüber,
andererseits traut er sich dann nicht aus dem Zimmer und ist schnell verschreckt.
Was kann man tun, um ihm den Rest des Hauses schmackhaft zu machen und sich auch dem Rest der Familien offen zu verhalten?
Sonst ist er auch sehr genügsam und sehr ruhig.
 
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Catma

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Was kann man tun, um ihm den Rest des Hauses schmackhaft zu machen und sich auch dem Rest der Familien offen zu verhalten?
Ihn machen lassen, sein eigenes Tempo finden lassen. Er ist ja neugierig und schaut umher, dann wird seine Neuigier bald siegen.
Lasst ihm sein eigenes Tempo, also nicht locken (das könnte ihn skeptisch machen) oder rufen, sondern dann, wenn er von alleine kommt, ihn schön loben - mit ruhiger Stimme reicht, oft wollen sie in der Erkundungsphase gar nicht so angefasst werden, weil sie eben noch skeptisch sind - eins nach dem anderen ;) Am besten ganz wenig Aufhebens um ihn machen :)
Schafft eine ruhige, entspannte Atmosphäre um ihn und achtet auf Regelmäßigkeiten beim Tagesablauf und den Futterzeiten, das gibt ihm insgesamt Sicherheit.
Ansonsten Geduld - so wie du es beschreibst, glaube ich aber, dass er schnell auftaut.
 
Quasy

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Hallo QueenZelda

Ich habe heute ebenfalls ein neues Familienmitglied begrüßt: Einen zwei jährigen Kater, der sein Leben lang Einzelkater war. Bisher läuft die Zusammenführung super. Ich würde nicht immer darauf vertrauen, was die Menschen erzählen. Ggf. wurde er nur immer mit unpassenden Katzen vergesellschaftet oder die Zusammenkunft falsch gestaltet.

Lasst ihn erst nach einem Zeitraum von 6 Wochen nach draußen.
Er braucht noch Zeit. Gebt ihm diese. Vielleicht ist es eine Katze, die sich auf Menschen fixiert...Er kennt die ganze Umgebung nicht, die Menschen nicht, die Geräusche nicht, die Gerüche nicht...
Vielleicht kannst Du ihn etwas mit Leckerchen oder Baldrian locken. Vielleicht geht er darauf ein, vielleicht erkundet er aber auch lieber selbst.

Ich wünsche Euch noch viel Erfolg :)
 
Q

QueenZelda

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Bezüglich Zweitkatze wurde mir nur vermittelt, dass er sich wohl immer gleich verzog, wenn er durchs Fenster eine andere Katze gesehen hat. Daher ist wohl auch nicht gern raus. Ich konnte das leider bisher nicht beobachten, wie er auf eine andere Katze reagiert, da er sich ja leider noch nicht aus dem Zimmer entfernt hat.
Für mich ist es eher schwierig mit anzusehen. Es ist schade, dass er sich bisher nur in einem Raum bewegt, obwohl er doch so viel mehr Platz hat hier.
 
Muhkuh

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Aber er kann das in diesem Fall ja selber bestimmen... Also das Tempo, in dem er sich das angucken möchte, was ihm zur Verfügung steht! :) Du sperrst ihn ja nicht ein! Wenn er sich eben gerade sicherer fühlt, in diesem einen Raum, dann lass ihn! :)
 
Katzenpack

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Wie schon geschrieben, die Eingwöhnung einer Katze braucht Zeit. Manche Katzen fühlen sich vom ersten Tag an heimisch, andere brauchen Wochen, Monate, manchmal sogar Jahre bis sie richtig "ankommen".
Ich finde es wichtig, dass man seinen normalen Tagesablauf beibehält, das Katze den gleich kennenlernt. Also kein auf Zehenspitzen durch die Wohnunglaufen oder so, weil man Angst hat, das Katertier zu erschrecken.
Bedränge ihn nicht. Er wird schon kommen. :)

Nachts ist übrigens bevorzugte Erkundungszeit bei Neuankömmlingen. Nachts ist ja auch die Gefahr geringer, jemanden auf der Entdeckungstour zu treffen und man wird selbst nicht so gut gesehen.

Das der Kater sich aufregt, weil er eine andere Katze am Fenster sieht, ist für mich noch kein Indiz dafür, dass er ein Einzelgänger ist. Die fremden Katzen dringen ja schließlich in sein Revier ein, wir als Menschen finden das ja auch doof, wenn fremde Leute auf unserem Grundstück rumlaufen, oder? :D

Ich würde ihn aber erst in Ruhe eingewöhnen lassen, bevor man sich über einen passenden Kumpel Gedanken macht. Soll Neo denn später Freigang bekommen?
 
Q

QueenZelda

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Hi!
Danke für die bisherigen Antworten!
Das Thema Zweitkatze ist ja längst nicht abgehakt! Ich bin auch immer dafür mindestens 2 oder mehrere Tiere zu halten. Ich werde ihn erstmal richtig einleben lassen und dann werden wir mal weitersehen. Bisher läuft es auch nicht schlecht, die anderen "Hausbewohner" hat er immerhin schon kennengelernt und sich sogar schon kraulen lassen.
Wir werden ihm die Möglichkeit geben, dass er auch nach draußen geht. Wenn er mag, kann er also gerne raus. Wenn nicht, dann halt nicht. :)
 

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