Eine Katze wird immer aggressiver - die andere immer ängstlicher.. was tun? :(

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AnnaMolly

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7 Oktober 2014
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Hallo liebe Katzenfreunde!!

Erst einmal muss ich sagen, dass mir beim lesen vieler Beiträge schon oft geholfen wurde! Jetzt komme ich aber allein damit nicht mehr weiter und schreibe selbst einen Beitrag mit unserem eigenen Problem und hoffe, dass mir vielleicht jemand helfen kann bzw irgendwelche Tipps geben kann.

Seit zwei Jahren haben wir eine Katze (Lupita - 5ein halb J.). Wir haben sie von einer Freundin genommen, weil sie nicht mehr die Möglichkeit hatte sie optimal zu versorgen. Lupita ist eine kleine Prinzessin und genießt es vollste Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie ist sehr menschenbezogen und möchte auch immer bei uns in der Nähe sein.. allerdings hatten wir manchmal das Gefühl, dass sie sich allein fühlt, weil sie manchmal maunzend durch die Gegend gelaufen ist und wir nicht so recht wussten wie wir das deuten sollen.
Da Katzen auch keine Einzelgänger sind, haben wir uns nach längerem Überlegen dazu entschieden, Lupita eine zweite Katze zu holen. Wir wussten nicht wie das wird, weil Lupita nicht wirklich viel Kontakt zu anderen Katzen hatte (bis zu ihrem 6 Lebensmonat viel, danach nur ab und zu). Uns wurde von allen gesagt, dass man nie sagen kann wie sie reagiert, man müsse es ausprobieren.
Wir haben gesucht und uns informiert und haben bei uns im Tierheim schließlich eine Katze gefunden, von der wir gedacht hatten, dass es gut passen würde. Es ist auch ein Mädel, heißt Kitty, ist ca. 4 und auch kastriert. Sie ist relativ ruhig, sehr verschmust. Im Tierheim saß sie oft auf einem Plätzchen oder hatte sich im Kratzbaum 'versteckt', wenn zu viel los war. Mit anderen Katzen hatte sie sich soweit gut verstanden.

Vor ca 7 Wochen haben wir sie dann zu uns geholt. Die ersten zwei Tage hatten wir eine Gittertür zwischen Wohnzimmer und Küche, Kitty war im Wohnzimmer und Lu hatte den Rest der Wohnung für sich. Kitty war von Anfang an sehr neugierig, hatte keine Angst und wäre auch am liebsten sofort zu Lupita gerannt, als sie sie gesehen hat. Lupita hat am Anfang mit extremer Angst und Ablehnung reagiert.. ist aber auch klar. Noch nie war eine Zweite Katze in ihrem Reich. Nach zwei Tagen haben wir die Gittertür weggenommen und Kitty hat neugierig die ganze Wochnung angeschaut.. Lupita war immer auf Distanz und hat viel geknurrt, gebrummt, gefaucht etc etc. Kitty hat alles immer über sich ergehen lassen und man hatte das Gefühl, dass es sie nicht sonderlich juckt, so ganz nach dem Motto 'jaja tob du dich erstmal aus'. Kaum Anzeichen von Angst! Es gab nach zwei Wochen aber schon die ersten Annäherungsversuche und sie haben Näschen an Näschen geschnuppert, da dachte ich echt, dass es was werden könnte!!!

Es war immer mal etwas besser, mal etwas zickiger. Seit zwei Wochen wirds allerdings irgendwie immer schlimmer.. Lupita jagt Kitty durch die Gegend, manchmal macht es den Anschein, als ob es aus Langeweile wäre, manchmal sieht man aber auch den Aggressiven Blick in ihren Augen und sie schnappt mit den Pfoten richtig nach ihr. Da Kitty am ersten Tag schon die Ablage unter dem Wohnzimmertisch zu ihrem Lieblingsplatz erklär hat, rennt sie immer sofort dahin. Für Lupita eine super Einladung sich auf den Tisch zu legen und nach unten zu Boxen. Sonst legt Lupita sich immer gerne so hin, dass sie Kitty immer im Blick hat und Kitty auch ganz genau weiss, dass sie beobachtet wird.. Mobbing?!?
Kitty wird seitdem immer ängstlicher, traut sich nicht mehr viel durch die Wohnung zu laufen, nur im Wohnzimmer und der Küche, am liebsten ist sie aber unterm Tisch. Gespielt wird auch nicht mehr, nur mit uns. Von dem anfanglichen 'das juckt mich nicht' und der Ruhe merkt man nichts mehr..

Ins Schlafzimmer kommt Kitty garnicht mehr, obwohl sie am Anfang gerne im Bett geschlafen hat und vorallem auch da schlafen durfte!!
Das schlimmste ist aber, dass Lupita Kitty nicht aufs Klöchen gehen lässt. Wir haben extra eins im Wohnzimmer für Kitty hingestellt. Wenn Kitty drauf war, ist Lupita immer hingerannt und hat sie nicht in Ruhe ihr Geschäft machen lassen.. seit kurzem geht sie NUR noch nachts auch Klo, damit sie Ruhe hat. Vor 3 Tagen hat sie uns dann auf die Couch gekackt. Da haben wir die Gittertür wieder rausgeholt und sie zwischen Flur und Küche gepackt, sodass jede Katze nachts die halbe Wohnung für sich hat, damit Kitty da wenigstens Ruhe hat.. In der ersten Nacht war alles gut, heute Nacht hat sie uns dann voll auf die Couch gepieselt..
Das ist ja schon ein Zeichen dafür, dass die Katze protestiert/sich nicht wohl fühlt..

So langsam sind wir ratlos, wir wissen nicht, was wir machen sollen, um es beiden Katzen gut gehen zu lassen.
Feliway und Zylkene waren schon im Einsatz.. im Momemt probieren wir es mit Bachblüten.. aber irgendwie will es nicht so richtig!!
Dass Lupita extrem eifersüchtig ist, kann man verstehen. Beide kriegen aber viiiiiel Aufmerksamkeit, werden bespielt und bespaßt. Man merkt aber, dass beide extrem unruhig sind..

Die vorletzte Option wäre für uns, einen Tierpsychologen hierhin zu holen, es gibt sicherlich etwas was auch wir falsch machen. Man weiss es aber selbst manchmal nicht. Je unruhiger die Katzen sind, umso unruhiger werde auch ich.. vorallem wenn ich weiß, dass jetzt schon auf die Couch gemacht wird.

Die allerletzte Option wäre Kitty wieder abzugeben.. es würde mir das Herz brechen!!!! Deswegen möchten wir alles probieren, was wir sonst tun können.

Ich weiß, dass das hier ein mega langer Text ist und ich hoffe es wird Leute gebe, die sich das hier durchlesen und uns evtl helfen können. Über jede Hilfe sind wir dankbar!!

Grüße von, Diana, Birthe, Lupita und Kitty!!
 
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AnnaMolly

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7 Oktober 2014
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Achja.. beide Katzen sind Wohnungskatzen. Lupita war immer in der Wohnung. Bei Kitty weiss man es nicht so genau, zumindest ein halbes Jahr hat sie nur draussen gelebt, bevor man sie ins Tierheim gebracht hat.
Laut TH und TA soll sie aber nicht raus, da sie nur noch ein Auge hat und eine große Bauch OP hatte, bevor sie vermittelt wurde.
Wir wohnen auf 65 Quadratmetern.
 
J

Jessue

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Huhu!

Freigängerkatzen plötzlich in die Wohnung zu pferchen geht in 99% der Fälle völlig daneben.. logischer Weise... stell dir vor du dürftest ab heute nie wieder deine Wohnung verlassen, obwohl du weißt, wie schön es auch draussen ist... könnt ihr denn Freigang gewähren? ZB im eingezäunten Garten? Das ist für diese Katze sicherlich absolut nötig.

Zur Vergesellschaftung: Da habt ihr ja ziemlch viel ziemlcih falsch gemacht...
Die Gittertür muss auf jeden Fall drin bleiben, bis die Katzen isch freundlich an der Tür annäheren. So hatten die zwei Tage ja null Effekt.

Deshalb würd ich die Tür nn auch nun drin lassen und zwar den ganzen Tag und das ganze langsam wieder versuchen ins Lot zu bringen. Erstmal ein paar Tage in getrennter Lage in Ruhe lassen, das futter und Klo für beide so stellen, dass sie sich dabei nicht nah kommen müssen usw..

Dann langsam anfangen zu arbeiten.. mal mit den Katzen in der Nähe der Tür spielen, Leckerlies füttern (natürlich bei beiden gleichzeitig) und so weiter. Wenn das gut klappt das Futter meterweise näher zur Tür rücken.

Protest gibt es bei Katzen übrigens nciht.. dass sie wildgepinkelt hat hat eine andere Ursache... was es aber sehr wohl gibt sind Blasenentzündungen, gern auch mal begünstigt durch großen Stress, wie ihr ihn da ja habt.

Ihr solltet also auf jeden fall mal mit der Katze zum Arzt.

Ansonsten kann es auch Ausdruck tiefer Verunsicherung udn Angst sein, Protest ist es aber auf jeden Fall nicht.

Eure Mietz hat halt das Problem, dass sie sehr lange isoliert leben musste und dadurch Verhaltensauffälligkeiten entwickelt und Sozialverhalten verlernt hat. Das geht nun nur mit sehr sher viel Geduld und Arbeit.
 
M

mrs.filch

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Düsseldorf
Oh je, da scheint sich ein breitgefächertes Problemfeld zu zeigen, und man weiß kaum, wo man anfangen könnte...

auf jeden Fall ist es klug, die Katzen wieder zu trennen, ich würde also wieder die Gittertüre setzen und zusätzlich zu Mitteln wie Feliway greifen, damit erst mal wieder Ruhe einkehrt - Zylkene wäre auch nicht schlecht....



und dann solltet ihr euch schnellstmöglich auf die Suche nach einer/m Tierpsychologe/in begeben, die vor Ort mal schauen kann, was da ist mit Mobbing bzw. Aggressionsverhalten, damit wäret ihr am besten beraten...


Trotz allem: Willkommen im Forum :)
 
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