Diagnose Lebertumor - Aber Tierarzt gibt keine Ratschläge

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Kiiwii83

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Hallo,

eins vorweg. Wir werden gleich morgen einen Termin bei einem weiteren Tierarzt in unserer Nähe machen um die Diagnose des ersten Tierarztes überprüfen zu lassen. Es geht um folgendes:

Bei unserem Kater Jules (7 Jahre) haben wir seit ein paar Wochen eine Veränderung seines Verhaltens festgestellt. Er faucht z.B. unsere Katze Amy an, nur weil sie an ihm vorbei geht. Außerdem ist er im Vergleich zu früher sehr träge geworden und hat kaum Motivation beim Spielen.

Appetit hat er jedoch immer noch. In den letzten Tagen kam es jedoch häufiger vor, dass er sich direkt nach oder ein paar Stunden nach dem Essen erbrochen hat. Durchfall hat er jedoch nicht.

Also waren wir am Freitag (29.07.) beim Tierarzt und haben ihm unsere Beobachtungen geschildert. Er hat daraufhin Jules abgetastet und eine Umfangsvermehrung im hinteren Bauchbereich festgestellt. Daraufhin hat er Jules geröntgt.

Auf dem Röntgenbild war unterhalb der Leber eine große helle Blase zu erkennen, welche der Arzt sofort als Tumor ausmachte. Er meinte zu uns, dass Aufgrund der Größe und der Struktur von einem bösartigen Tumor auszugehen ist.

Dies war für uns erstmal ein riesen Schock. Ich habe trotzdem versucht ihm ein paar Informationen zu entlocken, da er irgendwie so gar nicht mit Ratschlägen zum weiteren Vorgehen rüber kam. Das einzige was er uns sagte war, dass wir das Essen in mehrere Mahlzeiten am Tag einteilen sollten. Das machen wir jedoch sowieso schon immer (4 mal täglich).

Ansonsten meinte er nur noch, dass eine Operation oder eine Chemotherapie kaum Sinn macht, da die Erfolgschancen bei sowas eher gering sind.

Ich muss sagen, dass wir zu diesem Zeitpunkt wirklich am Boden zerstört waren und natürlich immer noch sind. Daher kam uns kein richtig klarer Gedanke mehr, was wir noch alles fragen konnten. Alles in allem waren die Infos des Arztes aber wirklich mau. Und ohnehin wirkte er auf mich mit dieser Diagnose irgendwie überfordert.

Unser Kater ist 7 Jahre und hat außer der fehlenden Motivation beim Spielen und dem hin und wieder Erbrechen nach dem Essen (nur wenn man ihn mit Futterkörnen jagt) keine Beschwerden. Macht es aus Sicht der Arztes dann Sinn ihn quasi jetzt schon aufzugeben?

Hier noch die Dinge die uns später stutzig gemacht haben:

- Der Tierarzt hat KEIN Blut abgenommen, obwohl unser Kater betäubt war
- Er hat KEIN Ultraschall der Leber gemacht um sich das genauer anzusehen
- Er hat uns keine Ratschläge zur weiteren Fütterung gegeben
- Er hat ihn NICHT gewogen, obwohl er uns vorher gefragt hat wie schwer er ist und wir es ihm nicht genau sagen konnten, da wir ihm zuletzt vor 3 Monaten gewogen haben

Was haltet ihr davon? Wie gesagt, gleich morgen wird ein Termin bei einem anderen Tierarzt gemacht. Wir werden ihm das auch nochmal genau so erklären wie ich das hier getan habe.

Sind unsere Bedenken gerechtfertigt? Natürlich greifen wir grad nach jedem Stohhalm, jedoch sind diese Sachen doch wirklich ein bisschen merkwürdig oder?

Ich danke euch schonmal für das lesen.

Lieben Gruß
Adrian
 
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coinean

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Hallo Adrian,

das tut mir sehr leid um Euren Kater. :(

Ich selber habe letztes Jahr im März einen lieben Kater an einem Adenokarzinom (Drüsenkarzinom) verloren.

Ich möchte Dir seine Geschichte erzählen, weil ich denke, daß das die richtigen Schritte waren.

Auch mein Kater wurde ruhiger, wurde etwas appetitloser und saß eines Tages mit gesträubtem Fell auf dem Bett.
Da bin ich gleich in die Tierklinik, wo sie ihn abtasteten und einen Knoten fühlten.
Daraufhin folgte ein Ultraschalltermin mit Punktion, die aber nur Gewebsflüssigkeit brachte.
Da es so aussah als säße die Geschwulst nur an der Leber, wollte man den/die betroffenen Leberlappen (gibt wohl 5) entfernen und eine Biopsie machen. Leider hatte der Tumor aber auch Magen, Bauchspeicheldrüse und Galle in Mitleidenschaft gezogen, so daß er nicht mehr entfernt werden konnte.
Die Biopsie ergab ein Karzinom. Wäre es ein Lyphom gewesen, hätte man eine Chemotherapie versuchen können und das Leben zumindest noch um einiges verlängern.
So aber lebte er noch 4 Monate mit Cortison bis er uns zeigte, daß es Zeit war zu gehen.

Ich halte eine sofortige US-Untersuchung und eine Biopsie für unumgänglich.
Ich verstehe den anderen TA nicht. Bei sowas ist schnelles Handeln angesagt, vor allem weil man nicht weiß, ob es nicht doch operabel ist.

Ich drücke Eurem Katerchen die Daumen.
 
Birgitt

Birgitt

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Das du dir eine zweite Meinung einholen willst finde ich eine gute Idee.

Zumindest ein Blutbild und einen Ultraschall würde ich machen lassen.

Bestimmt werden sich hier noch andere melden,die dir mehr dazu sagen können.
 
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Corry

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Dazu sagen kann ich gerade nur: :eek: Wie kam der zu seinem Dr-Titel?! :mad:
So etwas unfähiges! Es ist seine Aufgabe im Sinne des Tieres zu handeln und dazu gehört in meinen Augen auch, dass er Dir Ratschläge gibt, wie Du Deinem Kater die Last etwas erleichtern kannst!
Auf jeden Fall ist das beste, dass Du einen kompetenten TA aufsucht, wie Du es ja schon vorhast. Also zumindest hoffe ich, dass der andere TA kompettent ist! :oops: Ich drücke auf alle Fälle die Daumen und lasst Euch nicht unterkriegen - gibt leider genug Idioten unter Tierärzten!
 
Z

Zugvogel

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Ich würde keine Biopsie machen lassen, bevor nicht per Blutbild die Leberwerte erfaßt wurden.

Immerhin ist eine Biopsie ein Eingriff in ein Organ, das vielleicht schon krank ist, könnte somit eine Erkrankung noch verschlechtern.

Bitte keine Panik haben! Bei unserer Katze (die zum Zeitpunkt der Untersuchung schon wesentlich älter war) wurde auch 'Tumor' in den Raum gestellt, Biopsie dringend geraten. Die Biopsie wurde nicht gemacht, Tumor ist schon lange kein Thema mehr. Die Leberwerte vom Blut weisen nach wie vor auf eine Funktionsstörung hin, aber es ist zumindest bis jetzt kein Tumor.

Diese Diagnose wurde vor etwa vier Jahren gestellt.


Zugvogel
 
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coinean

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Ich würde keine Biopsie machen lassen, bevor nicht per Blutbild die Leberwerte erfaßt wurden.

Immerhin ist eine Biopsie ein Eingriff in ein Organ, das vielleicht schon krank ist, könnte somit eine Erkrankung noch verschlechtern.
Deswegen sollte vorher auch ein US gemacht werden, um auch den evtl. vorhandenen Tumor zu lokalisieren. ;)
Bei Bärli haben sie sich nicht lange mit Blutwerte herausfinden aufgehalten. Und das war gut so...
 
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Kiiwii83

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Hallo,

erstmal danke für eure lieben Antworten und das Mut machen.

Wir waren eben bei unserem vertrauten Tierarzt, bei dem wir bis vor einem Jahr immer hingegangen sind und haben ihm die Situation geschildert. Er hat uns sehr ausführlich aufgeklärt und ein Ultraschall gemacht und es zusammen mit uns analysiert.

Die Chancen stehen nun nicht mehr so schlecht wie Freitag angenommen. Auf dem Ultraschall sah man eine Gewebeveränderung. Es könnte sowas wie eine Kalkablagerung sein. Auf jeden Fall lässt sich nicht eindeutig sagen, ob es nun ein Tumor ist und erst recht nicht ob gut oder bösartig.

Der nächste Schritt ist nun, dass wir Mittwoch Nachmittag mit unserem Kater in die Tierklinik fahren werden und er dort nochmal untersucht wird. Da benutzen sie dann so ein moderneres Ultraschallgerät, mit dem sich sehr genaue Diagnosen treffen lassen. Die behandelnde Ärztin ist wohl auf Tomorpatienten spezialisiert und wir können uns da sicher sein, dass unser Jules in guten Händen ist.

Mittwoch wird dann auch entschieden ob er operiert wird. Auch das Blut wird dann untersucht. Seine Chancen stehen nach aktuellem Stand 50:50. Wenn wir ganz viel Glück haben, dann wird alles wieder gut. Wir hoffen also das Beste.

Drückt uns weiterhin die Daumen. Nochmal vielen Dank für eure lieben Worte. Ihr seid mir/uns eine große Unterstützung.

Lieben Gruß
Adrian
 
Birgitt

Birgitt

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Wart ihr in der Tierklinik?

Wenn ja,was ist beim Ultraschall rausekommen?
 

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