Diagnose FORL, OP in zwei Monaten, 23 Zähne

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Bauchflausch

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Hallo,

dies ist mein erster Beitrag hier, also seid bitte nachsichtig, falls ich etwas falsch mache.
Ich hoffe auf eure Erfahrungen und hoffentlich auch etwas Beruhigung, weil ich nach der Diagnose FORL gestern Abend und der ersten Schmerzmittelgabe heute langsam am durchdrehen bin. Ich hoffe, dass es mir hilft, hier mal alles niederzuschreiben und von euch ein Feedback zu bekommen.

Im Sommer haben mein Partner und ich zwei fünf Jahre alte Maine Coon Katzenschwestern bei uns aufgenommen, weil sich die Vorbesitzer aus persönlichen Gründen nicht mehr um sie kümmern können. Diese persönlichen Gründe sind uns bekannt und der Kontakt war sehr freundlich, ist aber dann zwei Monate später abgebrochen. Ich möchte ungerne Vermutungen anstellen (lassen), ob die Vorbesitzer mit böser Absicht gehandelt haben oder aus Unwissenheit - Fakt ist, dass die beiden Katzen Zecken hatten und die letzte Impfung 4 Jahre zurücklag. Und Zahnstein wurde auch festgestellt mit dem Hinweis, dass wir uns mal über FORL erkundigen sollen. Nachdem die Katzen einen Monat bei uns waren kam noch Durchfall und damit die Diagnose Würmer dazu. (Sie haben eine Zeit lang draußen gelebt, bei uns jetzt Wohnungshaltung)

Um Zecken, Würmer und Impfungen haben wir uns natürlich gekümmert. Leider wussten wir (bis gestern) nicht, wie schlecht es wirklich um die Zähne steht. Die Tierärztin hat es nicht mehr erwähnt und wir haben uns letzten Monat schließlich selber eine auf Zahnheilkunde spezialisierte Tierärztin rausgesucht und gestern endlich die Tiere vorgestellt.
Leider haben sich die Befürchtungen, die man halt durch ratlose FORL-Suchmaschinenbefragung angesammelt hat, alle bewahrheitet.

Die Äußere Beurteilung wird natürlich erst durch das Zahnröntgen kurz vor der OP gefestigt, aber hier das, was gestern festgestellt wurde:

Bei Maus müssen wahrscheinlich 23 Zähne raus, die oberen Backenzähne sind alle hin und dadurch erübrigt sich ja auch die Funktion der unteren Zähne.
Bei Jules werden voraussichtlich erst mal nur 8 gezogen und viel Zahnstein bei den anderen entfernt (aber ich denke, das wird nach dem Röntgen auch mehr werden, FORL ist ja überhaupt nicht gnädig)
Außerdem haben beide Katzen vorne einen leichten Überbiss und die Schneidezähne schaben an den Fangzähnen, die kleinen müssen wohl auch raus.

Bei Maus kann man auf jeden Fall ein schmerzgeprägtes Verhalten erkennen, sie tunkt die Pfote oft ins Essen und leckt sie ab, sie kaut kein Trockenfutter mehr, sie speichelt viel, sie "lauert" ab und zu geduckt in Ecken... Ich hoffe sehr, dass das Schmerzmittel ihr schnell hilft, bis die erleichternde OP kommt.

Jules ist eher das Gegenteil:kommuniziert gerne laut und fröhlich gurrend, ist am Futterkauen und Fell-glänzend-Putzen und allgemein macht sie überhaupt keinen kranken Eindruck. (Ich weiß natürlich, dass das täuschen kann)
Da die beiden erst seit einem halben Jahr bei uns sind, mussten wir alle uns natürlich auch erst mal ordentlich kennenlernen (und von Zecken und Würmern befreien) und seit letztem Monat sind mein Partner und ich auf jeden Fall der Meinung, dass die Katzen komplett bei uns angekommen sind.
Sie haben sogar Tricks gelernt (Sitz und High Five), suchen aktiv unsere Nähe und liegen mittlerweile natürlich auch nachts im Bett.
Die Tierarztbesuche oder Medikamentengabe machen ihnen nichts aus, über Besuch von Freunden freuen sie sich und allgemein sind sie vom Wesen her echt traumhaft und einfach nur lieb.

Maus wirkte von Anfang an etwas kränklicher, und da der Vorbesitzer knapp von einem Unfall und einem Aufenthalt in der Tierklinik erzählt hatte, sind wir davon ausgegangen, dass sie damit immer noch zu kämpfen hat. Die beiden Katzen sind am Anfang auch nicht so eng gewesen und haben eher etwas Abstand gehalten und sich ordentlich gefetzt, aber seit nem Monat putzt Jules fröhlich an Maus rum und sie suchen gegenseitig Nähe.
Maus hat einen leicht röchelnden Atem, allerdings hört man davon nichts, wenn sie entspannt ist. Sie miaut auch sehr selten und wenn, klingt es heiser. In der Tasso-Karte steht, sie habe eine OP-Narbe am Rachen, aber wir wissen ja leider kaum was über ihre Vergangenheit. Wir wollen sie auf jeden Fall noch weiter untersuchen lassen.

Ja, die weiteren Untersuchungen:
Da der nächste OP Termin erst Ende Februar frei war, müssen wir uns ja leider zwei Monate gedulden.
Eine Woche vor der OP sollen wir die Lunge röntgen lassen plus Blutuntersuchung.
Dann hat uns die Ärztin einen Termin beim Kardiologen empfohlen, wegen HCM. Den Termin werden wir noch machen, wir wollen ja kein Risiko eingehen. Wie genau das dann beim Kardiologen abläuft, muss ich noch nachfragen - hat da jemand Erfahrung?
HCM hatte ich bis gestern gar nicht auf dem Schirm und ich habe mich ehrlich gesagt noch nicht getraut, mich weiter darüber zu informieren.

Uns wurden auch Medikamente mitgegeben, einmal Metacam 0,5mg/ml Suspension (Meloxicam), 14 Tage lang für beide Katzen.
Und Buprenovet (Buprenorphin) 0,1ml bis zum Eingriff, also 2 Monate lang, beide Katzen.
Das Metacam ist ja ein Schmerzmittel und das Buprenovet soll, wenn ich das richtig verstanden habe, gegen das Schmerzgedächtnis helfen?
Es war irgendwann dann doch zu viel Input und ich habe ehrlich gesagt nicht erwartet, dass mich die Gabe von Medikamenten so sehr mitnimmt und in Sorge versetzt. Metacam ist ja wohl schädlich für die Nieren? Und ich weiß ja nichts über die Nieren von Maus oder Jules!
Soll ich Jules (wie angewiesen) auch beide Medikamente so lange geben? Sie hat schließlich keine (deutlichen) Anzeichen für starke Schmerzen?
Ist es in Ordnung, den beiden zwei Monate lang ein Opioid zu geben??

So, das liegt mir gerade alles schwer auf dem Herzen.

Ich hoffe, ihr steigt einigermaßen durch, mein Kopf hat gestern beim Gespräch auf jeden Fall angefangen zu rauchen und nun ja, tägliche Schmerzmittelgabe ist etwas, womit ich mich bis heute noch nie beschäftigt habe. Ich habe ein bisschen Angst und Sorge, aber ich denke auch, dass die Tiere bei der Ärztin in fähigen Händen sind. Alles, was sie über den OP-Ablauf erzählt hat, klang in meinen Ohren sehr gut und gewissenhaft.
Über eure Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen, vor allem, was die Termine vor der OP betrifft und evtl. auch, auf welche Probleme ich mich noch einstellen sollte.

Ach ja, ich werde nach den Feiertagen nochmal versuchen, die Vorbesitzer zu kontaktieren. Wir müssen mehr Klarheit über den Unfall von Maus haben und über vergangene Ops. Da können wir keine Rücksicht auf deren persönliche Gründe nehmen, wenn die so lange keine Rücksicht auf die Gesundheit ihrer Katzen genommen haben.
 
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Puh, ich finde es natürlich schwierig, dass sie nun unter Medikamentgabe 2 Monate auf die OP warten müssen, aber wenn ihr mit dem TA zufrieden seid, ist natülich auch ein positiver Punkt. Schwierig! Nehmen sie die Medikamente denn? Wie geht es ihnen damit?
Wieso ist das Lungenröntgen notwendig? Und mit HCM kenne ich mich leider nicht aus.
Da habt ihr ja einen Weg vor Euch. Ich wünsche gute Nerven und viel Geduld und Durchhaltevermögen! Schön, dass Ihr Euch kümmert!
 
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GroCha

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Ich denke nicht, dass die Vorbesitzer da groß Kenntnis hatten, dass die Katzen FORL haben.
Trotz dem jede zweite Katze über fünf Jahren daran leidet ist die Zahl der Halter, die davon wissen und sich dann auch noch drum kümmern, erschreckend gering.
Es ist schon erfreulich, dass Ihr davon überhaupt wisst. Die meisten, die sich hier neu anmelden, erfahren von FORL erst durchs Forum.

Ob die Schmerzmittelgabe notwendig ist, kann man Euch aus der Ferne nicht sagen.
42675536yl.jpg
So sah einer der Zähne von meiner Kleinen aus bevor sie im Oktober ihre erste FORL-OP hatte.
Wie man sieht ist der Zahn mehr als beschädigt und sie muss unglaubliche Schmerzen gehabt haben. Sie hat sich NICHTS anmerken lassen. Gar nicht.
Wenn sie nicht ausm Mäulchen gerochen hätte und vorher bereits mit ZFEs zu kämpfen hatte, wäre ich in ihrem Alter wahrscheinlich noch nicht zur FORL-Vorsorge gegangen.
Will heißen: Ob Schmerzmittel notwendig sind oder nicht, könnte Euch nur ein Röntgen sagen.


Zum Herzschall: Ich kenn nur die Vorgehensweise, wenn schon ein Verdacht auf HCM besteht. Ob das die Gleiche ist, wie wenn man ohne Verdacht zum Schallen geht, weiß ich nicht.
Bei Verdacht wird normalerweise erst geröntgt und dann der Schall gemacht. Das Röntgen erfolgt, um etwaige andere Ursachen für z.B. schwere Atmung zu finden. Da zum Ausschließen aber ein Verdacht da sein muss, weiß ich eben nicht, ob das auch beim einfachen Schallen, weil man ne anfällige Rasse hat, zur Routine gehört.
Dann solltet Ihr Euch noch über die Untersuchung schlau machen. Ich bin im Thema HCM net drin, aber da gibt es wohl verschiedene bildgebende Verfahren. Ich werf jetzt einfach mal den Farbdoppler als Stichwort ein, aber mehr Infos kann ich da grad auch net zu geben, ohne mich nochmal schlau machen zu müssen.

Ich würde aber an Eurer Stelle zu einem zertifizierten Kardiologen gehen, auch wenn der weng weiter weg ist und nicht zum nächstbesten. Einer der auf dieser Seite zu finden is https://www.pawpeds.com/cms/index.php/en/health-programmes/hcm/listofveterinaries
Zertifikat ist nicht gleich Zertifikat. Wenn da einer sein COVID-Zertifikat aushängt, isser auch zertifiziert, nur halt net die Richtung, die für nen Kardiologen von Wert is ;)


F O R L

Tierarzt von Harlessem über FORL


Und falls Ihr bei Euren Recherchen noch nicht drüber gestolpert seid:

FORL - Die Geißel der Katze

Ein echtes Groschengrab: Die Katze mit FORL
 
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Cloverleave

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Willkommen in der Reihe der FORL-Katzen-Besitzer. Unsere 3jährige Ragdoll hat seit vorletzter Woche jetzt nur noch 2 Zähne (die unteren 2 Canini). Das war jetzt die 3. Zahn-OP für uns. 2 davon für die Ragdoll, eine für unsere andere Katze. Da steht aber absehbar auch die zweite an. Bisher wurden alle OPs gut überstanden und die Katzen danach relativ schnell wieder fit.

Eine gutes Schmerzmanagment finde ich dabei sehr wichtig, da Katzen es sich eben kaum anmerken lassen. Mein Rat wäre erstmal die 14 Tage Metacam zu geben und zu beobachten, ob sich Jules Verhalten vielleicht doch verändert. Wenn ihr den Eindruck habt, dass sie wirklich keine Schmerzen zeigt, könnt ihr immernoch über die Medikation für die nächsten 2 Monate nachdenken.
Ich persönlich denke aber, dass ihr beiden Katzen einen großen Gefallen damit tut, wenn ihr die Schmerzen reduziert.
Natürlich haben alle Medikamente Nebenwirkungen und sie sollten nicht leichtfertig verschrieben werden. Aber die Beiden können sich ja nicht melden, dass sie Schmerzen haben. Und deshalb würde ich lieber sicher gehen wollen.

Was das Herz angeht, wurde bei uns bisher nur abgehört, aber womöglich will der TA sicher gehen, weil HCM bei Main Coon öfter vorkommt.
Ansonsten wurde bei unserer 6jährigen Katze auch ein Blutbild gemacht. Wir haben das gleich für ein geriatrisches Blutbild genutzt, das sollte man ohnehin mal gemacht haben.
 
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fairydust

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Ich hab nen FORL-Kater hier. Naja, eher nicht-mehr-FORL-Kater. Er hat keine Zähne mehr. Er ist 9 Jahre alt und die OP war vor einigen Jahren. Kann mich nicht genau erinnern, ich sag mal vor 4 Jahren.
Ein Grossteil seiner Zahnwurzeln war bereits verflüssigt, TA hat kurzerhand die paar, die noch "gut" waren auch gleich gezogen. Katerchen hatte es echt schlimm und hätte alle paar Monate wieder zum Zahn/Zähne ziehen gemusst. Also einmal Rundum-Schlag und fertig.
Er war wie ausgewechselt! Noch am selben Tag! Er versuchte mit seinem zahnlosen, blutigen Mäulchen den Verband vom Bein zu zuppeln wo die Kanüle gesteckt hat während der OP. Hat natürlich nicht geklappt. 😼
Futter bekam er für ein paar Tage püriert und verdünnt zum schlecken/trinken. Er ging freiwillig ans Futter der anderen nach 2 Tagen oder so und kaute fröhlich auf seinen zahnlosen Felgen herum.
Stand heute: er knuspert Trofu wie vorher und findet es total super wenn es rohes Hühnchen gibt. Da wird halt drauf rumgelutscht.

Deine Mieze zeigt Dir dass sie Schmerzen hat übers Fressverhalten was Du beschrieben hast.
War dasselbe mit meinem Kater. Es tat MIR weh ihm beim fressen zuzugucken.....
Er bekam damals 10 Tage vorher Antibiotika, Kortison und Schmerzmittel.
Nach der OP dann weiter mit Antibiotika für ne Woche und natürlich Schmerzmittel.
Der damalige TA war kein Spezialist wie Deiner, also würde ich den Deiner Katze verschriebenen Medikamenten vertrauen.
Ja, Metacam geht auf die Nieren, bzw wird über die Nieren verstoffwechselt und wenn Katz CNI (chronische Niereninsuffizienz, sehr häufig bei älteren/alten Katzen) hat, kann das Metacam natürlich zusätzlichen Schaden an den ohnehin schon schlecht arbeitenden Nieren anrichten.
Wenn Du auf der sicheren Seite sein willst, lass ein Blutbild machen und die Nierenwerte checken.
Würd ich eh machen vor OP.
CNI ist ne Kontraindikation für diverse Narkosemittel und Katz muss permanent "gewässert" (Infusion) werden während OP.
Ich hab ne alte Mieze mit CNI hier. TA traut sich nicht an ihre Zähne dran. Nötig wäre es....

Unterm Strich: Mieze wird aufblühen wenn die OP rum ist, versprochen.
Meiner fing nach ein paar Tagen an zu spielen und durchs Haus zu galoppieren. Hat er nicht mehr gemacht seit seiner Kitten-Zeit....
Mäuse fangen geht übrigens auch ohne Zähne. Maus umbringen und fressen allerdings nicht.
Er kommt immer stolz mit seiner Beute heim und ich kann austauschen gegen Leckerlie und unbeschadete Maus wieder laufenlassen. :omg:
 
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Odenwälderin

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Willkommen hier im Forum.
Da habt ihr aber ein großes Päckchen mitbekommen. Aber das werdet ihr und die Katzen schon schaffen. Die erste Diagnose ist da und es geht weiter.
FORL haben unsere zwei Mädels auch. Schmerzen haben beide nicht gezeigt und erst nach der OP war es klar das sie welche hatten.
Ihr kennt euch erst seit dem Sommer, sprich die Katzen hatten die ganze Zeit Schmerzen und ihr kennt sie nicht anders. FORL kommt langsam, lange, schleichend. Das Verhalten beim Essen sagt vieles.
Ich würde das Metacam geben. Zusätzlich zur Schmerzlinderung ist es ja auch entzündungshemmend. Und dann beobachtet die Unterschiede im Verhalten.
Zu Buprenovet kann ich nichts sagen. Wir bekamen Meloxidan und Antibiotika.
Zwei Monate sind zwar lang, aber wenn es geht könnt ihr ja mit Absprache mit dem TA die Medikamentation verändern.
 
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Puh, ich finde es natürlich schwierig, dass sie nun unter Medikamentgabe 2 Monate auf die OP warten müssen, aber wenn ihr mit dem TA zufrieden seid, ist natülich auch ein positiver Punkt. Schwierig! Nehmen sie die Medikamente denn? Wie geht es ihnen damit?
Wieso ist das Lungenröntgen notwendig? Und mit HCM kenne ich mich leider nicht aus.
Da habt ihr ja einen Weg vor Euch. Ich wünsche gute Nerven und viel Geduld und Durchhaltevermögen! Schön, dass Ihr Euch kümmert!
Die Tierärztin hat einen kompetenten und gründlichen Eindruck gemacht, aber nach nur einem Termin hängt mein ganzes Herz jetzt noch nicht unbedingt an ihr.
Ich werde morgen von einer weiteren Ärztin zurückgerufen, die voraussichtlich im Januar einen Termin hat.
Beide Ärztinnen wurden im Forum schon erwähnt und scheinen hier bei einigen schon gute Arbeit geleistet zu haben, es geht um Dr. Hemmes (Termin Februar) und Dr. Leopold-Temmler (Termin vielleicht Januar). Wegen der guten Rezensionen mache ich mir da fachlich wenig Sorgen, Hauptsache es dauert nicht mehr so arg lang für die Katzen.
(Ich mache mir ja momentan eh schon riesige Vorwürfe, dass es für die Katzen so lange gedauert hat. Aber wir dachten, erst mal "Ankommen", Entwurmen und Impfen hat Priorität. Hätten wir mal lieber die Zähne schon im Herbst professionell begutachten lassen... aber gut, jetzt gehts ja bald voran.)
Die Medikamente nehmen sie super, Maus schnurrt dabei sogar! Gut, ich unterstütze das auch ein bisschen mit Snacks, damit sie ihren Spaß dran hat, aber dass ein Tier schnurrend auf diese Plastikspritze zuläuft, ist schon ein bisschen beeindruckend. Ich habe das Gefühl, ihr Fell ist heute nicht mehr ganz so struppig, aber das bilde ich mir wahrscheinlich ein. Die Wirkung der Schmerzmittel merkt man wohl eh erst nach einer längeren Gabe.
Lungenröntgen hatte sie (glaube ich) erwähnt wegen den Atemgeräuschen bei Maus... aber wie gesagt, das war so viel Input, die hätte mir am Ende wohl auch ne Waschmaschine verkaufen können :)
 
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Ich würde aber an Eurer Stelle zu einem zertifizierten Kardiologen gehen, auch wenn der weng weiter weg ist und nicht zum nächstbesten.
Bei Dr. Hemmes ist ein Kardiologe im Haus, Dr. Tobias, der scheint bekannt zu sein. Dr. Leopold-Temmler kann die Untersuchung aber wohl auch durchführen, ich werde das morgen nochmal genauer erfragen.

Danke für die FORL-Informationen. Irgendwie will ich gar nichts mehr drüber wissen, weil es mich so mitnimmt, was für Schmerzen die beiden haben müssen. Aber gleichzeitig will ich alles wissen, damit ich genau weiß, was Sache ist und mich von den Fakten "beruhigen" lassen kann.

Eine emotionale Achterbahnfahrt, vor allem wenn manche aus dem Umfeld bei der Höhe der Kosten dumme Kommentare ablassen müssen...
 
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Hallo,

auch hier wohnt ein FORL-Katerchen und wir haben schon einige OP's durch. Solange auf eine OP zu warten bei FORL ist meinem Gefühl nach eine Zumutung... Das tut so weh... Ich denke, da würde ich unbedingt schauen, ob ein Termin vorher gehen würde...

Für nach der OP würde ich dir raten, einen Stabmixer bereit zu haben, Schlecksnacks und eine Aufziehspritze zu besorgen, sollten sie nicht gut fressen. Es gibt Katzen, die fressen zügig wieder los und dann gibt es andere (wie mein Kater), die brauchen eine ganze Weile um sich an das neue Mundgefühl zu gewöhnen, eventuell auch die Nähte noch etwas störend finden oder auch einfach ein wenig mäkelig sind danach. Dobby wollte zum Beispiel einfach nicht mehr aus dem Napf fressen am Anfang... Aus der Spritze ja, vom Finger lecken ja, aber nichts, wo man den Kopf runter halten müsste. Aus welchem Grund auch immer. Da also eine "Notfallausrüstung" parat zu haben kann helfen.

Ich hoffe sehr, dass du bald einen Termin kriegst!
 
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  • #10
Ansonsten wurde bei unserer 6jährigen Katze auch ein Blutbild gemacht.
Also ist ein Blutbild gar nicht Pflicht vor so einer OP? Für mich hat es sich so angehört, dass unbedingt eins gemacht werden muss, das auch nicht älter als zwei Wochen sein darf. Wir werden auf jeden Fall eins machen lassen, ist ja sowieso sehr aufschlussreich, aber interessant, dass es eigentlich nicht getan werden müsste.

>>Oh ich kann auch auf alle in einer Nachricht antworten! Das ist ja praktisch. Foren sind Neuland für mich, sorry <<

Er war wie ausgewechselt! Noch am selben Tag!
Das klingt sehr gut und gibt mir echt Hoffnung für Maus :) Die hat manchmal auch sehr verspielte Phasen, aber bald hoffentlich viel mehr davon.

Er bekam damals 10 Tage vorher Antibiotika, Kortison und Schmerzmittel.
Nach der OP dann weiter mit Antibiotika für ne Woche und natürlich Schmerzmittel.
Gut, dass wir die Medikamentengabe jetzt schon trainieren, da kommt ja noch einiges auf uns zu

Das Verhalten beim Essen sagt vieles.
Das ist uns auch sehr deutlich bewusst, jetzt wo die Diagnose steht. Aber davor haben wir oft gerätselt, woran es liegen könnte - von Napf auf Teller umgestellt, von einem Frischfutter auf das andere gewechselt, Napfunterlage besorgt, weil der Boden vollgeschmiert wurde, etc. Aber jetzt ist der Grund natürlich glasklar.
 
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  • #11
Für nach der OP würde ich dir raten, einen Stabmixer bereit zu haben, Schlecksnacks und eine Aufziehspritze zu besorgen, sollten sie nicht gut fressen.
Danke für den Tipp, so weit war ich in der Planung noch gar nicht. Sie sollen ja theoretisch nach der OP schon essen können, aber ist da nicht alles geschwollen? Ich vergleiche das bestimmt fälschlicherweise mit meiner Weisheitszahn-OP, danach war erst mal nicht an Essen zu denken und das waren ja nur vier Zähne, nicht dreiundzwanzig
 
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Odenwälderin

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  • #12
Besorge Dir Reconvalis für Katzen. Das ist Flüssignahrung und kann auch mit einer Spritze gegeben werden und enthält alles was eine Katze braucht. Für die erste Zeit nach der OP.
 
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  • #13
Danke für den Tipp, so weit war ich in der Planung noch gar nicht. Sie sollen ja theoretisch nach der OP schon essen können, aber ist da nicht alles geschwollen? Ich vergleiche das bestimmt fälschlicherweise mit meiner Weisheitszahn-OP, danach war erst mal nicht an Essen zu denken und das waren ja nur vier Zähne, nicht dreiundzwanzig
Ja, sie können essen, es ist halt einfach... Manche Katzen sind da ein wenig schneller unterwegs und andere brauchen länger. Und man ist halt besser vorbereitet, als dann im Stress die Sachen aufzutreiben :)
 
Bauchflausch

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  • #14
Zeit für ein Update:
Jules sollte gestern operiert werden, durch das Dentalröntgen haben wir aber erfahren: Jules hat kein FORL :D
Also keine Zähne raus! Nur sauber gemacht, zwei Ecken aufgefüllt und abends hat sie gegessen und geschnurrt als wäre nichts gewesen. Ich bin unfassbar erleichtert!

Letzten Freitag hatten die beiden Katzen ihre Vorstellung bei der anderen Ärztin, Dr. Leopold-Temmler. Der Termin für die OP gestern ist spontan frei geworden und ich habe ihn direkt genutzt. Wollte ja endlich Gewissheit haben, nach fast drei Wochen voller Sorgen.

(Ich versuche das hier mal unverfänglich zu formulieren...)
Es war für mich persönlich definitiv die richtige Entscheidung, eine zweite Meinung einzuholen. Ich habe mich bei der neuen Ärztin sehr viel besser aufgehoben gefühlt. Unter anderem, weil ich mit im Behandlungsraum sein konnte und gesehen habe, wie liebevoll und vorsichtig sie mit den Tieren umgegangen ist. Die neue Ärztin hat die Zähne der Katzen nicht sondiert und würde dies auch nicht tun, da es unnötige Schmerzen bereitet. Außerdem habe ich mich darin bestätigt gefühlt, dass es die richtige Entscheidung von mir war, den Katzen kein Buprenovet/Opioid mehr zu geben. Ich persönlich sehe es mittlerweile sehr, sehr kritisch, dass die Katzen das zwei Monate lang hätten nehmen sollen.
Blutbild und HCM-Check wurden bei Jules auch in einem Rutsch mitgemacht, ich bin rundum zufrieden.

Sorgenkind ist und bleibt allerdings Maus:
Das Buprenovet habe ich zwar nur zweimal gegeben, dafür das Schmerzmittel Metacam für eine Woche. Zwei Wochen waren ja angedacht und ich hatte so sehr gehofft, dass sich in ihrem verhalten Besserung zeigt. Hat sich leider nicht, dafür gab es dann nach einer Woche Durchfall. Also habe ich das Metacam weggelassen und der Durchfall ging weg.
An Silvester ist Maus vollkommen durchgedreht, wortwörtlich an den Wänden hochgelaufen. Dann saß sie hustend und keuchend (klang wie Raucherhusten) auf dem Bett und lies sich nach und nach beruhigen.
Einen Tag später hat sie angefangen, immer wieder den Kopf zu schütteln.
Den Tag danach war die Nase extrem verkrustet und dann auch die Ohren wund gekratzt.
Wir haben auf Tannenbaum-Allergie getippt und den rausgeschmissen.
Das Kopfschütteln lies nach, aber Ohren und Nase sahen echt schlimm aus, weswegen ich so froh war, dass wir Freitag den Termin bei der Ärztin hatten.
Sie hat die Ohren behandelt und Maus hat sich auch die Lunge röntgen lassen.
Für Maus gibt es drei Diagnosen, zwei davon viel dringender als die Zähne: Atemwegsinfekt und allergische Reaktion.
Das mit dem Röcheln bei Maus hatte ich ja bei der anderen Ärztin (und bei den Ärzten davor auch) schon erwähnt, das schien ihr aber nicht so dringend - jetzt ist es Priorität und darüber bin ich sehr froh.
Die Behandlung bei Maus schlägt schon gut an, Nase und Ohren sehen schon um einiges besser aus und sie frisst auch wieder motiviert.
Ich bin gespannt, was da noch kommt, aber auch ein bisschen hoffnungsvoll, dass das mit den Zähnen nicht ganz so schlimm ist wie zuerst befürchtet.
 
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  • #15
Bei Maus müssen wahrscheinlich 23 Zähne raus, die oberen Backenzähne sind alle hin und dadurch erübrigt sich ja auch die Funktion der unteren Zähne.

Diese Aussage der ersten Ärztin war übrigens vollkommen falsch - man darf keine gesunden Zähne ziehen, nur weil das Gegenstück gezogen wird. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat sie mir das nämlich genau so gesagt: Wenn die oberen gezogen werden müssen, müssen auch die unteren gezogen werden.
...bin jedenfalls sehr froh, dass ich meine Katzen da nie mehr hinbringe.
 
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  • #16
Diese Aussage der ersten Ärztin war übrigens vollkommen falsch - man darf keine gesunden Zähne ziehen, nur weil das Gegenstück gezogen wird. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat sie mir das nämlich genau so gesagt: Wenn die oberen gezogen werden müssen, müssen auch die unteren gezogen werden.
...bin jedenfalls sehr froh, dass ich meine Katzen da nie mehr hinbringe.
Das würde ich nicht ganz so unterschreiben... Bei Dobby mussten die unteren Fangzähne gezogen werden, da sie nach dem Ziehen der oberen Fangzähne in seine Lippen gestochen haben und da Entzündungen provoziert haben. Das sah dann so aus:

42811822lv.jpg


42811826xd.jpg


Aber gut, dass es kein FORL ist, da freue ich mich sehr für dich!
 
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  • #17
man darf keine gesunden Zähne ziehen, nur weil das Gegenstück gezogen wird.
Nur wenn die Reißzähne gezogen werden und dann auch nur wenn das Gegenstück in das Zahnfleisch kommt und es Verletzungen gibt. Alle anderen Gegenzähne sind vernachlässigbar.
Gut dass ihr einen kompetenten TA gefunden habt. Da sieht man mal wieder das dentales Röntgen wichtig ist. Gut das es kein FORL war.
Alles Gute der Maus damit es besser wird. Ohrgeschichten sind blöd.
 
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  • #18
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  • #19
oh :( Danke für den Hinweis! Bei Maus waren die Backenzähne im Gespräch.


Danke, zum Glück macht sie das alles ganz tapfer und geduldig mit.
Kein Ding :) Ich habe den Fehler auch gemacht... Also, dass ich das nicht wusste und dann durfte er keine zwei Wochen erneut operiert werden... War sehr mühsam für uns. Aber jetzt geht es ihm gut :)
 
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  • #20
@Bauchflausch Sehr gut, dass es kein FORL ist! Unsere Luna hatte eben auch gar kein FORL, obwohl die TÄ das gemeint hatte. Wollte einfach auf Verdacht 4 Zähne ziehen, die alle bleiben konnten! Und teurer wäre es auch noch gewesen! Deshalb rate ich auch unbedingt nur noch zum Dentalröntgen!
 
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