Cryptosporidien

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
nikita

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  • #41
Danke, dass du uns auf dem Laufenden hältst.
Ich drücke euch die Daumen, dass die Therapie erfolgreich ist und der Durchfall endlich Geschichte wird.
 
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jette&onyx

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jette&onyx

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Hey, hier schreibt diesmal der Papa von Jette & Onyx. Wie versprochen posten wir hier alles an Neuigkeiten und nun gibt es einiges zu berichten:


Nach etlichen ratlosen Tierarzt-Gesichtern entschlossen wir uns, es doch nocheinmal zu versuchen und ich rief bei der städtischen Uniklinik an. Ich wurde zu einer sehr kompetent wirkenden Ärztin weitergeleitet die einiges über die Kryptos zu wissen schien - meine Freude war grenzenlos. Wir machten einen Termin aus um eine eventuelle Behandlung zu besprechen.

Einige nützliche Dinge die ich dort von den Ärzten und der Parasitologie erfuhr:


-------------------------------------------
Kryptosporidien sind mit handelsüblichen Desinfektionsmitteln nicht unschädlich zu machen. Es gibt lediglich ein Mittel das Wirkung zeigt: "Neopredisan" Mit diesem Mittel muss alles desinfiziert werden mit dem die Katzen Kontakt haben/hatten, nicht zu desinfizierende Gegenstände, Kratzbäume.. Spielzeug... Matratzen.. usw. müssen ausgelagert/entsorgt werden.

Zur genaueren Anwendung dieses Mittels werde ich nochmal die Parasitologie anrufen, man findet dazu aber auch einiges im Internet (Konzentration, Dosierung, Nachbehandlung usw)

Der Parasit ist generell äußerst beständig, unter Temperaturen von -20° bis +65° ist er lebensfähig, bei Zimmertemperatur bleibt er 3 Monate nach Ausscheidung aktiv, bei ~5° und passender Luftfeuchte auch bis zu einem Jahr.

Heilung setzte also eine penible Desinfektion des Lebensraumes voraus.
Der Parasitologe sagte dazu: handelt es sich nicht um immunsuppressive Tiere geht man bei gründlicher Desinfektion davon aus, dass die Katzen die Kryptospordien von selbst loswerden und sich so nicht erneut damit anstecken. Eine Heilung scheint ohne medikamentöse Therapie also so schon möglich :)

Weiterhin käme das uns schone bekannte Antibiotikum "Paromomycin" in Frage, ein Humanpräparat, dass an Katzen nicht hinreichend getestet wurde... welches wir deshalb nicht in Betracht zogen. Die Nebenwirkungen Blindheit und renale Toxizität (Niereninsuffizienz) könnten dabei auftreten und eine 100%ige Eliminierung der Kryptosporidien ist eher unwahrscheinlich. Dennoch haben sie uns empfohlen, falls die Desinfektion nach 2-3 Wochen keine Wirkung zeigt, eine 5-tägige Therapie damit zu starten.

Nierenschäden oder eine FIV-Erkrankung würden eine Behandlung mit diesem AB ausschließen, deswegen ist eine Blutuntersuchung vor dem Beginn notwendig. Allgemein wird es wohl vor jeglichen Maßnahmen ratsam sein die Katze auf FIV untersuchen zu lassen...

Wie es für uns jetzt erstmal weiter geht:

-genaue Handhabung von Neopredisan in Erfahrung bringen & das Mittel kaufen
-oben genannte, nicht-desinfizierbare Gegenstände auslagern/entsorgen
-2-3 Wochen testen ob die Desinfektion mit dem Mittel die Symptome verschwinden lässt
-falls ja - Sammelkotprobe auf Kryptos testen lassen


Danke an alle die Anteil nehmen und ich hoffe unsere kleine Berichterstattung hier hilft anderen Katzenhaltern schneller herauszufinden, was man gegen Kryptosporidien tun kann.
 
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Ina1964

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  • #44
Ich habe mich durch alle Seiten gelesen und drücke Euch ganz fest die Daumen! Es ist unglaublich, was so ein kleines Dingelchen für Schaden im Körper anrichten kann ...
 
Bingo

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  • #45
Ich wünsche Euch, dass diese kleinen Kryptos-Mistviecher mit diesem Desinfektionsmittel vernichtet werden können.

Wäre es evtl. eine Möglichkeit den Kratzbaum und Liegeplätze damit zu besprühen?

So habe ich es bei den Giardien gemacht. Das Mittel Desifin habe ich nicht nur zum desinfizieren der glatten Flächen wie Boden genommen, sondern mit einer Blumenspritze Liegeflächen und Kratzbaum besprüht. Aber ich weiß nicht, ob es bei Euch auch was bringen würde.
 
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Ina1964

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  • #46
Wenn ich das gestern hier nicht gelesen hätte, wäre mir das im Fressnapf Journal gar nicht aufgefallen:

"Reptilienkrankheit schneller nachweisbar
Was beim Menschen in den allermeiste Fällen wenig spektakulär verläuft, ist für Reptilien hochgefährlich: eine durch Parasiten ausgelöste Entzündung des Verdauungstraktes, die Kryptosporidiose.
...

Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben eine auf Genanalysen aufbauende Methode entwickelt, mit der sich die Krankhiet schneller und in einem früheren Stadium als bisher nachweisen lässt.
..."


Vielleicht hat man in Wien auch weitere Erkenntnisse zur Behandlung!
 
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jette&onyx

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  • #47
Ich habe mich durch alle Seiten gelesen und drücke Euch ganz fest die Daumen! Es ist unglaublich, was so ein kleines Dingelchen für Schaden im Körper anrichten kann ...

Schön, dass es noch Menschen mit Interesse und ehrlichem Mitgefühl gibt! :)
Danke!!!:pink-heart:

Ich wünsche Euch, dass diese kleinen Kryptos-Mistviecher mit diesem Desinfektionsmittel vernichtet werden können.

Wäre es evtl. eine Möglichkeit den Kratzbaum und Liegeplätze damit zu besprühen?

So habe ich es bei den Giardien gemacht. Das Mittel Desifin habe ich nicht nur zum desinfizieren der glatten Flächen wie Boden genommen, sondern mit einer Blumenspritze Liegeflächen und Kratzbaum besprüht. Aber ich weiß nicht, ob es bei Euch auch was bringen würde.

"Kleine Krypro-Mistviecher"- treffender kann man es nicht ausdrücken!
Das mit der Blumenspritze hatte ich auch überlegt, allerdings wird das Desinfektionsmittel dafür zu "scharf" sein- alle Böden und Flächen die damit gereinigt werden,sollen ja auch noch einmal nachbehandelt werden.
Aber wir haben letzte Woche noch mal eine Nachricht an die Ärztin aus der Tierklinik weiterleiten lassen mit verschiedenen Fragen und diese war auch dabei: bzw eher die, dass man den Kratzbaum drei Monate auslagert, die meisten der Viecher dabei sterben und man ihn danach -sozusagen zur Absicherung- nochmal damit besprüht oder ob wir nun alles wirklich komplett wegschmeißen müssen (ist ja auch ein kleines Vermögen!).
Andere Fragen, die wir so gestellt haben, waren die nach der Dosierung, Konzentration, Andwendungssdauer und -rhythmus und ob es besser wäre Jette und Onyx in verschiedenen Wohnungen oder Bereichen zu behandeln Mal schauen, was so zurückkommt. Will auch endlich mal mit der Behandlung starten!
Danke :verschmitzt:

Wenn ich das gestern hier nicht gelesen hätte, wäre mir das im Fressnapf Journal gar nicht aufgefallen:

"Reptilienkrankheit schneller nachweisbar
Was beim Menschen in den allermeiste Fällen wenig spektakulär verläuft, ist für Reptilien hochgefährlich: eine durch Parasiten ausgelöste Entzündung des Verdauungstraktes, die Kryptosporidiose.
...

Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben eine auf Genanalysen aufbauende Methode entwickelt, mit der sich die Krankhiet schneller und in einem früheren Stadium als bisher nachweisen lässt.
..."


Vielleicht hat man in Wien auch weitere Erkenntnisse zur Behandlung!

Ich hoffe es! :)
 
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Ina1964

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  • #48
Gibt es denn inzwischen schon etwas Neues zu berichten?
 
KaterMiezi

KaterMiezi

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  • #49
Wie geht es den beiden Pelzen denn?

Ich hoffe ihr hattet Erfolg im Kampf gegen diese winzigen Monster.

LG
 
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helene1

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  • #50
hallo liebe katzenfreunde!

wollte mich der diskussion anschließen, da meine beiden strolchis (ebenfalls aus dem tierheim) dasselbe problem haben :-(

nach rücksprache mit der uni wien war der plan meiner tierärztin, die beiden mit baycox zu therapieren. der versuch ist allerdings gescheitert, da dies ein präparat für großtiere darstellt und dementsprechend eklig ist. aus diesem grund haben meine zwei die (mittels Spritze in den Mund) verabreichte Flüssigkeit sofort wieder erbrochen oder rausgespeichelt.

fazit der tierärzte: auf diesem weg macht das keinen sinn.

nun versucht meine tierärztin herauszufinden, wie den beiden dieses präparat wirkungsvoll verabreicht werden kann. der vanillezucker-trick hat leider nicht funktioniert. auch unters futter gemischt verweigern sie die einnahme. (scheint also wirklich eklig zu sein)

die info müsste ich (hoffentlich) bis mitte der woche bekommen.

in den raum gestellt wurde auch die eingabe des humanpräparates.

wollte mich auf jeden fall auch für eure infos bedanken: wir reinigen seit gestern jeden abend das kisterl und haben bereits das genannte desinfektionsmittel via apotheke bestellt.

für jede weitere info von euch wäre ich wirklich sehr dankbar und ich werde natürlich auch euch immer auf den letzten stand bringen!!!

diese blöden viecher müssen doch irgendwie zu besiegen sein :-(

alles liebe,
helene aus graz
 
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helene1

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  • #52
das dürfte wahrscheinlich das humanpräparat sein, von dem meine tierärztin gesprochen hat.

danke fürs post, werde ihr das vorlegen!
 
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helene1

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  • #53
war gerade beim TA, ist ein (primär antibiotikumhaltiges) präparat für tauben.
; lediglich der zweite wirkstoff wäre zur bekämpfung der cryptosporiden tauglich.

mit den in österreich zugelassenen präparaten (pulver und sirup) kommen wir nicht weiter, da wird davon täglich 22g oder 22ml bräuchten :-(

hat jemand damit erfahrung schon erfahrung gesammelt?
 
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helene1

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  • #54
An sämtliche Leidensgenossen:

Wir scheinen das Problem mit Baycox für Schweine (! - und nicht für Rinder) in den Griff bekommen zu haben.

Zumindest hat sich der Durchfall bei meinem Junior (5 Jahre) gelegt. Bei meinem Senior (17 Jahre) zwar leider nicht, aber bei einer weiteren Stuhlprobe waren zumindest die Cryptosporidien nicht mehr nachzuweisen.

Ich wünsch euch allen viel Glück :smile:
 

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