chronischer Katzenschnupfen - was tun?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Snow hat ja leider seit dem Herbst chronischen Schnupfen, der sich durch tränende Augen, zeitweise auch etwas Nasenausfluss, eine "verschnupfte" Atmung und gelegentlich vermehrtes Niesen äußert. Snow ist gegen Schnupfen und Seuche regulär geimpft worden, weitere Impfungen (Tollwut usw) gibt es nicht. Snow hat einen positiven Corona-Titer, so dass ich Medikamente, die das Immunsystem stimulieren, nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung und nur durch einen mit Katzenschnupfen sehr erfahrenen, kompetenten Tierarzt geben lassen würde.

Abstriche gegen die gängigen Erreger wurden mehrfach gemacht (aus Augen, Nase und Rachen), allerdings war sie da schon mit einer antibiotischen Augensalbe anbehandelt.
Die Salben, L-Lysin und auch eine mehrwöchige "Kur" mit einem Vitamin-Echinacea-Präparat haben keine wirkliche Besserung erbracht. Snows Augen tränen zwar nicht mehr so schlimm, dass sie tropft, sind aber immer etwas entzündet. Sie hat ziemlich starken Augenausfluss und "schnupft" im Moment auch wieder.

Und inzwischen scheint es auch Indigo erwischt zu haben, am Wochenende haben beide Katzen sehr wenig gefressen, und auch Indi hat jetzt vermehrt Augenausfluss (vermute ich, da sie auch vermehrt Krusten in den Augenwinkeln bekommen hat).

Inzwischen fressen beide Katzen wieder gut und scheinen sich insgesamt wohl zu fühlen (spielen, futtern, toben und wirken bis auf die o.g. Symptome nicht krank).

Trotzdem überlege ich, nochmal mit beiden Katzen zum Tierarzt zu gehen, entweder zu meinem oder einer Augenspezialistin (an der Tierklinik der Uni Hohenheim scheint es eine gute zu geben*). Ich würde gern bei beiden Katzen nochmal Abstriche machen lassen, um ggf. doch einen Erreger zu identifizieren und eine entsprechende - und hoffentlich wirksame! - Therapie einleiten zu können. Ich möchte nicht so gerne, dass meine Katzen ständig krank sind, auch wenn es nur leichte Symptome sind.

Dagegen spricht, dass die Tiere nicht zu leiden scheinen. Ich möchte ihnen unnötigen Stress ersparen. Andererseits ist eine chronische Krankheit ja auch eine Belastung, sowohl durch die Symptome (man denke nur an jemanden mit Heuschnupfen - banal, aber der leidet auch) als auch durch die ständige Belastung des Körpers.

Was meint ihr? Was wäre hier das sinnvollste Vorgehen?


*EDIT diese Tierärztin ist wohl nicht mehr da, aber es gibt in der Tierklinik am Hasenberg (?) eine "Augenabteilung". Kennt die jemand? Wer ist in Stuttgart noch empfehlenswert?
 
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So, ich habe mich entschieden. Ich werde einen Termin in der Tierklinik am Hasenberg machen, Abstriche bei beiden und dann sehen wir weiter.
 
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carloS

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ups, wollte grade was dazu sagen :).
viel hätte ich ohnehin nicht beitragen können, ausser dem rat, doch die beiden nochmal in der uniklinik vorzustellen. sicher keine schlechte adresse für eine zweitmeinung. die andere klinik kenne ich nicht, bin aus einer ganz anderen ecke.

ein positiver corona-titer, wenn er nicht ausgesprochen hoch ist bzw. andere spezifische symptome vorliegen, besagt eigentlich m.w. noch nicht sehr viel.

alles gute!
marion
 
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So, ich habe jetzt einen Termin am 11.04.13 mit beiden Katzen in der Tierklinik am Hasenberg Stuttgart, bei einem Tierarzt, der sich wohl auf Augenerkrankungen spezialisiert hat. Ich hoffe, dass man dann herausfinden kann, was Snow hat, und dass es eine Möglichkeit gibt, ihr zu helfen.

Ich reinige die Augen jeden Tag mit 0,9%iger NaCl-Lösung, trotzdem hat sie ständig Krusten unter den Augen, die Tränenflüssigkeit tropft z.T. sogar auf den Boden. Sie schnieft im moment auch wieder mehr. Sie bekommt seit Ende Januar ein Vitamin-Echinacea-Präparat und Indigo bekommt Vitaminpaste. L-Lysin kriege ich in beide Katzen nach 2 Tuben einfach nicht mehr rein, das wird komplett verweigert.

Falls jemand noch Ideen hat, sind diese sehr willkommen.

Allerdings hoffe ich, dass sich am 11.04. eine genaue Diagnose stellen lässt und Snow dauerhaft symptomfrei werden kann.

Btw., findet ihr es übertrieben, beide Katzen mitzunehmen? Ich möchte auch Indi untersuchen lassen (auch wenn sie nur minimale Krusten und Tränenflecken in den Augenwinkeln hat - allerdings hat es bei Snow auch so angefangen), damit ich weiß, ob beide behandelt werden müssen. Nicht, dass es eine Art "Pingpongeffekt" gibt und sich beide gegenseitig immer wieder neu anstecken.
 
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FrauFreitag

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Snow hat ja leider seit dem Herbst chronischen Schnupfen, der sich durch tränende Augen, zeitweise auch etwas Nasenausfluss, eine "verschnupfte" Atmung und gelegentlich vermehrtes Niesen äußert.

zuerst einmal zitiere ich mich einmal selbst zum thema:

du solltest dich grundlegend über katzenschnupfen informieren.

siehe z.b. wiki:
"Katzenschnupfen ist eine Sammelbezeichnung für ansteckende Erkrankungen der Atemwege und der Schleimhäute des Kopfes bei Katzen. Synonym verwendet werden die Bezeichnungen infektiöse Katzenrhinitis, Katzenpneumonitis, cat flu und Rhinotracheitis infectiosa felis.

Es handelt sich hierbei also um einen Symptomkomplex, der durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen wird, und Nase, Maulhöhle und Augen betrifft. Beteiligte Erreger sind verschiedene Viren (Herpes- und Caliciviren) und Bakterien (Chlamydien, Bordetellen und Mykoplasmen). Da die Erreger sich gegenseitig begünstigen und damit parallel auftreten können und Behandlung und Bekämpfung dieser Erkrankungen etliche Gemeinsamkeiten aufweisen, ist diese Sammelbezeichnung dennoch berechtigt."

das heißt: so gut wie ALLE atemwegserkrankungen, die viraler und/oder bakterieller natur sind (und nicht z.b. physische ursachen haben), werden von viren/bakterien aus dem katzenschnupfenkomplex ausgelöst! sprich: so gut wie jede erkältung ist eben katzenschnupfen, punkt.

geimpft werden katzen im idealfall nur gegen calici- und herpesviren - das ist die normale katzenschnupfenimpfung. diese verhindert aber weder ansteckung noch ausbruch der krankheit, sie mildert lediglich die krankheitssymptome. nichtsdestotrotz sollte man natürlich dagegen impfen lassen, es ist eine wichtige impfung. von chlamydienimpfungen, die ansonsten angeboten werden (chlamydien sind eine von vier potentiellen bakteriellen erregersorten des ksk - neben mykoplasmen, bordetellen und ferner pasteurellen), wird vor allem in den in impfsachen fortschrittlicheren usa dringlichst abgeraten - absolut mangelhafte wirksamkeit bei hohem risiko von fiesen impfnebenwirkungen.

herpes und calici stellt man im übrigen, wenn überhaupt (es gibt auch falsch-negative tests), NUR bei einem akuten schub fest - kann also sein, dass deine katzen auch virusträger sind und du es nur nicht weißt.

zoonosen, also krankheiten, die vom mensch auf das tier gehen können und umgekehrt, sind nur chlamydien und mykoplasmen. aber auch hier sollte man nicht übertreiben: korrekte hygiene sollte eine ansteckung verhindern. ich selbst habe auch ein tier, das beides schon mehrfach hatte - und es hat sich nie eine andere katze oder ein mensch hier im haushalt angesteckt.

"chronischen" katzenschnupfen in dem sinne gibt es also NICHT.

der katzenschnupfenkomplex, der in verschiedener gestalt auftreten kann und unterschiedliche krankheitsbilder haben kann - die atemwege inklusive nase sowie die augen betreffend -, wird, wie oben erklärt, von VIREN oder BAKTERIEN oder VIREN UND BAKTERIEN ausgelöst. es können also unterschiedliche erregerkombinationen auftreten.

ALLE bakteriellen erreger lassen sich mit der richtigen antibiose bei einer ansonsten gesunden katze im regelfall ohne weitere große probleme elimineren.

bei viren ist es nicht ganz so einfach, weil es gegen viren nicht "das" patentrezept gibt. ABER: im regelfall lässt sich herpes gut behandeln und auch gegen calici ist ein kraut gewachsen, auch wenn es in dem fall manchmal etwas schwieriger werden kann. dafür ist calici auch seltener.
was herpes angeht ist es so - ähnlich wie beim menschen! -, dass, einmal angesteckt, der virus bei vielen katzen (NICHT ALLEN!) lebenslang im körper bleibt, quasi schlafend. das heißt aber nicht, dass er überhaupt zum ausbruch kommen muss (!). und wenn er einmal ausgebrochen ist und der akute schub behandelt wurde, MUSS auch kein weiterer schub mehr vorkommen, lebenslang - es KANN aber natürlich sein... stress, schlechte konstitution etc. können auslöser sein, ganz ähnlich also wie schon erwähnt wie beim menschlichen lippenherpes.

damit dürften sich einige deiner fragen schon beantwortet haben.

jetzt zu deinen angaben:

Abstriche gegen die gängigen Erreger wurden mehrfach gemacht (aus Augen, Nase und Rachen), allerdings war sie da schon mit einer antibiotischen Augensalbe anbehandelt. Die Salben, L-Lysin und auch eine mehrwöchige "Kur" mit einem Vitamin-Echinacea-Präparat haben keine wirkliche Besserung erbracht. Snows Augen tränen zwar nicht mehr so schlimm, dass sie tropft, sind aber immer etwas entzündet. Sie hat ziemlich starken Augenausfluss und "schnupft" im Moment auch wieder.

Und inzwischen scheint es auch Indigo erwischt zu haben, am Wochenende haben beide Katzen sehr wenig gefressen, und auch Indi hat jetzt vermehrt Augenausfluss (vermute ich, da sie auch vermehrt Krusten in den Augenwinkeln bekommen hat).

Inzwischen fressen beide Katzen wieder gut und scheinen sich insgesamt wohl zu fühlen (spielen, futtern, toben und wirken bis auf die o.g. Symptome nicht krank).

Trotzdem überlege ich, nochmal mit beiden Katzen zum Tierarzt zu gehen, entweder zu meinem oder einer Augenspezialistin (an der Tierklinik der Uni Hohenheim scheint es eine gute zu geben*). Ich würde gern bei beiden Katzen nochmal Abstriche machen lassen, um ggf. doch einen Erreger zu identifizieren und eine entsprechende - und hoffentlich wirksame! - Therapie einleiten zu können. Ich möchte nicht so gerne, dass meine Katzen ständig krank sind, auch wenn es nur leichte Symptome sind.

Dagegen spricht, dass die Tiere nicht zu leiden scheinen. Ich möchte ihnen unnötigen Stress ersparen. Andererseits ist eine chronische Krankheit ja auch eine Belastung, sowohl durch die Symptome (man denke nur an jemanden mit Heuschnupfen - banal, aber der leidet auch) als auch durch die ständige Belastung des Körpers.

Was meint ihr? Was wäre hier das sinnvollste Vorgehen?

*EDIT diese Tierärztin ist wohl nicht mehr da, aber es gibt in der Tierklinik am Hasenberg (?) eine "Augenabteilung". Kennt die jemand? Wer ist in Stuttgart noch empfehlenswert?

1.) einen katzenschnupfen sollte man tunlichst NICHT auf sich beruhen lassen - der kann auch bei geimpften tieren schnell mal lebensgefährlich werden, z.b. wenn er auf die lunge geht (lungenentzündung!) oder auf die ohren.

einen behandlungstermin für beide tiere erst mitte april finde ich persönlich fahrlässig bis gefährlich. unbehandelte oder falsch behandelte augenerkrankungen können zu schweren schäden führen - und das dauert nicht unbedingt lange...

2.) was für abstriche waren das? was waren die ergebnisse? auf was hat man getestet - nur bakterien, nur viren, kleines atemwegsprofil (herpes, calici, mykoplasmen, chlamydien) oder was?

eine antibiotische augensalbe beeinträchtigt nach 48 stunden keinen abstrich mehr - und erst recht keine abstriche im rachen. bei denen sollte die katze theoretisch sieben tage lang frei von systemischer antibiose sein...
ABER: bei beiden regeln zwecks der antibiosefreiheit gilt - zwar kann ein ergebnis wegen der antibiose verfälscht werden - wenn aber vorher ohnehin das medikament nicht richtig gewirkt hat bzw. resistente keime da sind, wird man trotzdem ein ergebnis erhalten.

die häufigste ursache für bindehautentzündungen sind herpesviren, gefolgt von mykoplasmen und chlamydien (beides bakterien). l-lysin wirkt nur wachstumshemmend gegen herpesviren, ist aber alleine angewendet auch meistens nicht wirklich erfolgreich in der eliminierung von herpes.

3.) die ärztin oben in hohenheim ist in rente. die hasenbergklinik hat einen semiguten ruf, ich selbst war noch nicht dort. eine weitere augenspezialistin ist frau dr. mitra/müller - allerdings ist sie, wie viele andere, für die weitere behandlung von katzenschnupfen in form von atemwegerkrankungen (aus sehr leidvoller eigener erfahrung) NICHT geeignet.
 
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FrauFreitag

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ach ja: l-lysin gibt es auch als pulver sehr günstig und lässt sich unters futter mischen. pro katze 2x täglich 500 - 600mg, überdosieren ist schwer machbar, ergo muss es nicht auf das mg genau abgewogen sein.

ansonsten würde ich:
- sehr bald zu einem augenarzt gehen; im normalfall wird sowieso ein präparat gegen herpes UND bakterien gegeben (bzw. mehrere präparate). am besten wirkte triflumann (wirkstoff: trifluridin) gegen herpes, das leider aber auf dem deutschen markt nicht mehr erhältlich ist. viele tierärzte wissen aber nicht, dass man aus frankreich das "baugleiche" virophta bestellen kann - geht in stuttgart ganz einfach mit rezept bei der internationalen apotheke. als antibiotikum nimmt man meist gent-opthal (wirkstoff: gentamicin) oder oxytetracyclin - das deckt sowohl chlamydien als auch mykoplasmen im regelfall ab.

- einen rachenabstrich machen lassen und auf VIREN UND BAKTERIEN untersuchen lassen.
oder eben gleich ein antibiotikum geben, das bei allen bakterien, die als primärerreger für atemwegserkrankungen in frage kommen, greift.
1. wahl ist hier doxycyclin laut lehrbüchern, 2. wahl wäre azithromycin. veraflox ist auch eine option.
vollkommen ungeeignet und ständig gegeben wird/ist: convenia. ebenfalls ungeeignet sind amoxicillin-clavulansäure-präparate (amoxiclav, clavaseptin, synulox, duphamox etc.) - wieso habe ich in diesem thread erläutert.
 
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Getestet wurde damals auf Herpes, Calici, Mykoplasmen und Chlamydien, die Katze war mit Gentamicin-Augensalbe anbehandelt. Es wurden Nasen-, Rachen- und Augenabstriche gemacht, ein Erreger wurde nicht nachgewiesen.

Der einzige Augentierarzt, zu dem ich schnell gehen könnte, ist die Kollegin meines TA, mit der er sich eine Praxis teilt und die damals die Abstriche gemacht hat.
Ich könnte versuchen, dort heute oder nächste Woche einen Termin zu bekommen und die Abstriche wiederholen zu lassen. Ein Erregernachweis (welcher Erreger, ggf. Antibiogramm) wäre mir wichtig, denn das ist meiner Meinung nach die Voraussetzung für eine vernünftige Therapie, v.a., nachdem diverse Therapieversuche nichts gebracht haben.

Allerdings haben die ja schon einmal nichts herausgefunden und "doktoren" schon eine Weile mit mäßigem Erfolg an Snow herum. Wenn ich da hingehe, machen sie vielleicht Abstriche und drücken mir dann eine antibiotische Salbe in die Hand. Und dann wäre ich wieder in der gleichen Situation wie oben beschrieben - anbehandelte Katze, Aussagekraft der Abstriche möglicherweise eingeschränkt (Stichwort Hemmstofftest, auch der Nachweis von Erregern, die gegen ein AB nicht sensibel sind, kann durch eine vorangegangene oder laufende antibiotische Therapie eingeschränkt sein). Und ich möchte, dass es jetzt wirklich richtig gemacht wird... ich möchte herausfinden, was Snow hat, und das dann ganz gezielt und mit allen sinnvollen Mitteln behandeln. Kriegt ein Feld-Wald-Wiesentierarzt das hin?
 
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Okay, ich habe jetzt am Samstag Vormittag einen Termin in der Praxis Dr. Mitra. Bis dahin werde ich mich nochmal gründlich in die Therapie einlesen und dann mit ihr gemeinsam schauen, wie man Snow am besten helfen kann.

Danke für die Links und Tipps, Frau Freitag!
 
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FrauFreitag

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Getestet wurde damals auf Herpes, Calici, Mykoplasmen und Chlamydien, die Katze war mit Gentamicin-Augensalbe anbehandelt. Es wurden Nasen-, Rachen- und Augenabstriche gemacht, ein Erreger wurde nicht nachgewiesen.

Der einzige Augentierarzt, zu dem ich schnell gehen könnte, ist die Kollegin meines TA, mit der er sich eine Praxis teilt und die damals die Abstriche gemacht hat.
Ich könnte versuchen, dort heute oder nächste Woche einen Termin zu bekommen und die Abstriche wiederholen zu lassen. Ein Erregernachweis (welcher Erreger, ggf. Antibiogramm) wäre mir wichtig, denn das ist meiner Meinung nach die Voraussetzung für eine vernünftige Therapie, v.a., nachdem diverse Therapieversuche nichts gebracht haben.

Allerdings haben die ja schon einmal nichts herausgefunden und "doktoren" schon eine Weile mit mäßigem Erfolg an Snow herum. Wenn ich da hingehe, machen sie vielleicht Abstriche und drücken mir dann eine antibiotische Salbe in die Hand. Und dann wäre ich wieder in der gleichen Situation wie oben beschrieben - anbehandelte Katze, Aussagekraft der Abstriche möglicherweise eingeschränkt (Stichwort Hemmstofftest, auch der Nachweis von Erregern, die gegen ein AB nicht sensibel sind, kann durch eine vorangegangene oder laufende antibiotische Therapie eingeschränkt sein). Und ich möchte, dass es jetzt wirklich richtig gemacht wird... ich möchte herausfinden, was Snow hat, und das dann ganz gezielt und mit allen sinnvollen Mitteln behandeln. Kriegt ein Feld-Wald-Wiesentierarzt das hin?

nun ja, wie schon erwähnt - die hauptursache für bindehautentzündungen ist herpes... wenn es herpes war oder ist, dann kann man das nur bei einem AKUTEN SCHUB nachweisen. das heißt - wenn keine keime gefunden wurden kann es eben durchaus ein aufkeimender oder abklingender herpesschub gewesen sein.

viele tierärzte, auch und gerade vet-med-augenärzte, behandeln gleich mit virostatika UND antibiose bei bindehautentzündungen - und zwar ohne abstriche. weil man im falle von herpes ohnehin beides gibt - um bakterielle sekundärinfekte zu vermeiden.

und was das niesen und schnupfen angeht: man WEIß einfach, welche bakterien und viren normalerweise für derlei erkrankungen verantwortlich sein können. abgestimmt darauf gibt es "blinde" antibiosen, die durchaus sinn ergeben: z.b. wirkt doxycyclin in so gut wie allen diesen fällen gegen mykoplasmen, chlamydien und bordetellen sowie pasteurellen, ist somit in der vet-med-literatur 1. wahl bei den ersten drei bakterien.

was den feld-wald- und wiesentierarzt angeht: ich war schon in diversen kliniken und praxen hier im gesamten kreis und umland in stuttgart. und ich war noch mit keinem arzt zufrieden, zumal gerade bei meiner katze wahnsinnig viel falsch gemacht wurde von unterschiedlichsten ärzten. im übrigen alles fehldiagnosen und -medikationen betreffs des eigentlich so trivialen und häufigen katzenschnupfens. sie hat es einen großteil ihres lungenvolumens gekostet, weil sich aufgrund der fehlbehandlungen eine fette lungenentzündung bilden konnte. außer dem zahntierarzt dr. eickhoff in weissach kann ich leider niemand hier im umkreis empfehlen, von denen ich ausprobiert habe...
 
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  • #10
Hey,

brauche ich für Virophta ein Rezept vom Tierarzt oder vom Humanmediziner (letzeres könnte ich mir selber ausstellen).

Ansonsten war ich gestern noch beim Tierarzt, weil Indi auf einmal ein Auge nicht mehr geöffnet hat. Also habe ich beide Katzen eingepackt, bin zu meiner "Haustierärztin" gefahren (ich hatte Glück, die AÄrztin, die sich mit Augenerkrankungen etwas auskennt, war da). Bei Indi wurde geschaut, ob sie einen Hornhautschaden hat, und bei Snow wurden Augen- und Rachenabstriche auf Herpes (ich denke, sie hat gerade einen akuten Schub, es ist definitiv schlimmer als sonst), Calici, Chlamydien und Mykoplasmen (und hoffentlich auch Bordetellen usw - ich habe sie gebeten, auf alles zu testen, was üblicherweise Katzenschnupfen auslösen kann) gemacht. Ein Nasenabstrich wäre lt. TA sinnvoll gewesen, aber Snow hat sich einfach zu sehr gewehrt.
Die Ergebnisse werden Mitte nächster Woche da sein.

Wenn es Herpes ist, werde ich das umsetzen, was du mir empfohlen hast (Virophta, L-Lysin), bei anderen Keimen werde ich mich genau in die Behandlung einlesen und schauen, dass sie dann die optimale Therapie bekommt. Danke für die Hilfe!
 
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FrauFreitag

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  • #11
Hey,

brauche ich für Virophta ein Rezept vom Tierarzt oder vom Humanmediziner (letzeres könnte ich mir selber ausstellen).

Ansonsten war ich gestern noch beim Tierarzt, weil Indi auf einmal ein Auge nicht mehr geöffnet hat. Also habe ich beide Katzen eingepackt, bin zu meiner "Haustierärztin" gefahren (ich hatte Glück, die AÄrztin, die sich mit Augenerkrankungen etwas auskennt, war da). Bei Indi wurde geschaut, ob sie einen Hornhautschaden hat, und bei Snow wurden Augen- und Rachenabstriche auf Herpes (ich denke, sie hat gerade einen akuten Schub, es ist definitiv schlimmer als sonst), Calici, Chlamydien und Mykoplasmen (und hoffentlich auch Bordetellen usw - ich habe sie gebeten, auf alles zu testen, was üblicherweise Katzenschnupfen auslösen kann) gemacht. Ein Nasenabstrich wäre lt. TA sinnvoll gewesen, aber Snow hat sich einfach zu sehr gewehrt.
Die Ergebnisse werden Mitte nächster Woche da sein.

Wenn es Herpes ist, werde ich das umsetzen, was du mir empfohlen hast (Virophta, L-Lysin), bei anderen Keimen werde ich mich genau in die Behandlung einlesen und schauen, dass sie dann die optimale Therapie bekommt. Danke für die Hilfe!

sorry, war beruflich im ausland und hatte keinen vernünftigen internetzugang...

ja, du kannst das rezept auch von irgendeinem hum-med ausstellen lassen bzw. selbst ausstellen - viroptha ist, wie die meisten anderen augenmedikamente auch, ein hum-med-präparat. die internationale apo in stuttgart ist am ende der königstr. auf der rechten seite (also nicht am bahnhof sondern das andere ende) - sie bestellen meist innerhalb eines tages.

im übrigen: herpes am auge kann, aber muss keine keratitis verursachen. d.h.: auch ohne das vorhandensein von hornhautschäden kann es herpes sein! wissen viele ärzte nicht.

wenn es herpes ist, dann würde ich auf jeden fall noch ein antibiotikum, ein lokales (!), geben, um sekundärinfektionen zu vermeiden. meist gibt man gent-ophtal oder oxytetracyclin (auch hum-med) - diese wirken im regelfall beide gegen die beiden häufigsten bakteriellen erreger am auge, chlamydien und mykoplasmen.

bei wirklich schlimmen herpesfällen kann man auch auf famvir 125 zurückgreifen.
 
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  • #12
Danke!

Gestern kamen die Ergebnisse, lt. meiner Tierärztin alles (Herpes, Calici, Mycoplasmen und Chlamydien) negativ. Da jetzt zweimal getestet wurde und die Entzündung schon eine Weile bestand und gerade auch nicht am Abklingen ist, gehe ich davon aus, dass Snow wirklich keinen Infekt mit den o.g. Erregern hat.

Immerhin etwas...

Um ganz sicher zu sein, könnte ich den Termin in der Tierklinik am 11.04.13 trotzdem wahrnehmen und die ganze Diagnostik wiederholen lassen, aber ist das nötig?

Eine BAL würde ich rein aus diagnostischen Gründen erstmal nicht machen wollen, da Snow nicht hustet und eine gute Kondition hat. Es scheint also wirklich auf die oberen Luftwege beschränkt zu sein.
 
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  • #13
Danke!

Gestern kamen die Ergebnisse, lt. meiner Tierärztin alles (Herpes, Calici, Mycoplasmen und Chlamydien) negativ. Da jetzt zweimal getestet wurde und die Entzündung schon eine Weile bestand und gerade auch nicht am Abklingen ist, gehe ich davon aus, dass Snow wirklich keinen Infekt mit den o.g. Erregern hat.

Immerhin etwas...

Um ganz sicher zu sein, könnte ich den Termin in der Tierklinik am 11.04.13 trotzdem wahrnehmen und die ganze Diagnostik wiederholen lassen, aber ist das nötig?

Eine BAL würde ich rein aus diagnostischen Gründen erstmal nicht machen wollen, da Snow nicht hustet und eine gute Kondition hat. Es scheint also wirklich auf die oberen Luftwege beschränkt zu sein.

die gleiche diagnostik in der teuren klinik würde ich, glaube ich, nicht mehr machen lassen.
problem bei oben genannten VIREN ist eben: es gibt auch falsch negative tests, da man sie nur in absolut akutem schub nachweisen kann.

also ICH an deiner stelle würde vermutlich mit meinem basispaket herangehen: meine katze hat sehr oft bindehautentzündungen (sie wird mit immunsuppressiva behandelt aufgrund einer anderen erkrankung) und ich lasse schon gar keine abstriche mehr machen - im falle von viren behandelt man ohnehin gegen viren und bakterien und im falle von bakterien habe ich dann eben lokale virostatika umsonst gegeben... ich gehe jedes mal wie folgt vor: 2x täglich 500-600mg l-lysin, das als kur auch noch ein paar wochen bis nach der erkrankung. virophta so oft wie möglich täglich, oxytetracyclin und meistens noch corneregel. jeweils immer so oft als möglich mit gewissem abstand (mindestens halbe stunde). prio hat bei mir viroptha - in deinem fall würde ich das auch so handhaben, weil ja keine bakterien gefunden wurden. ICH bin da ein absoluter pragmat und ziehe auch die potentiellen nebenwirkungen der medikamente dem verschleppen einer derartigen erkrankung ganz klar vor.

hat ansonsten noch wer irgendwas? kein husten, kein schnupfen, kein nichts?

eine bal würde ich in dem zustand überhaupt nicht machen lassen. das macht man im regelfall nur, wenn deutliche atemwegsgeräusche da sind bzw. die röntgenbilder auffällig sind. wir haben das alles schon mehrfach hinter uns - klar, der eingriff geht schnell, aber jede narkose ist eine belastung usw. blabla... du wirst es wissen, wenn du in dem bereich tätig bist :)
 
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FrauFreitag

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  • #14
Guten Morgen! Könnt ein bisserl Rat auch gebrauchen. Hab seit einem Monat 2 Kitten bekommen. Einer bekam leider immer mehr Schnupfen. War schon 2x beim TA aber weder die Spritzen noch die tabletten haben geholfen. Die letzten 2 Tage wurde es wieder schlimmer mit den tränenden Auge und von der Nase kommt auch wieder mehr runter. Bin am verzweifeln wenn ich dem kleinen nicht helfen kann. Heute werden wir wieder zum TA fahren. Geimpft sind die beiden ja!
Auch das Inhalieren hilft ihm nichts. Und mir wurde auch schon gesagt, dass vl ein chronischer Schnupfen bleibt!

Gruß

hallo bella,

wie alt sind die kitten?
was für medikamente haben sie bekommen?
seit wann sind sie geimpft?
was genau sind die symptome und wo? augen, nase, rachen?
 
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FrauFreitag

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  • #15
werden die augen separat behandelt?
ist ein abstrich gemacht worden?
WAS für ein antibiotikum musstest du ihnen geben? synulox? clavaseptin? amoxiclav?
und was wurde jetzt gespritzt? convenia etwa?

gelbe "patzen" sind ein deutliches zeichen für eine bakterieninfektion - das MUSS richtig (!) behandelt werden. diese kleinen miezen können dem noch nicht viel entgegensetzen! das kann im ernstfall auch lebensgefährlich werden!

im übrigen - lies bitte mal im thread weiter vorne, einen "chronischen schnupfen" im eigentlichen sinne gibt es nicht.
ganz abgesehen davon, dass sich eure behandlung eher so liest, als ob der tierarzt fehler macht...

bitte melde dich bezüglich meiner fragen - nur so kann man dir hier weiterhelfen!
 
B

Barbara Kaschel

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  • #16
Chronischer Katzenschnupfen

Hallo,- ich habe einen Kater mit 7 Jahren bekommen, der bereits den chronischen Katzenschnupfen hatte und hatte mich monatelang damit beschäftigt, diesem Übel Herr zu werden. Sowohl Homöopathie als auch Antibiotika brachten nicht den gewünschten Erfolg.
Womit mein Kater nun am besten zurecht kommt, ist "Kolloidales Silber". Dies ist ein Alternativ Antibiotika mit ausgezeichneter Wirkung, davon abgesehen auch wunderbar für den Menschen. Ich kaufe es bei der bio-apo.de, gleich die 1000ml mit 25ppm Stärke für ca. 40,00 €, das ist so am günstigsten.
Wenn es momentan viel erscheint, so ist man froh, die Menge greifbar zu haben, wenn man es selbst plötzlich braucht.
Für mein Katerchen hab ich eine kleine Flasche mit Pipette abgefüllt und gebe ihm ca. das halbe bis dreiviertel Röhrchen voll ins Schnäuzchen und dies nach Bedarf, den man fast schon nach Gefühl herausbekommen muß.
Ich gebe es ein bis zweimal täglich und wenn das Näschen zu ist, gebe ich einen Tropfen auf meinen Finger, heb sein Köpfen an und ab damit in ein Nasenloch. Dabei sein Köpfchen möglichst nach hinten halten, damit die Tropfen reinlaufen können. Dies dann immer in beide Nasenlöcher. Es macht die Nase wieder frei. Mitunter muß er dann sehr abniesen. Es macht absolut nichts aus, dieses Silber mehrere Wochen hindurch zu geben.
Auch wenn man damit aufhört und wieder ein Rückfall kommt,- sofort wieder damit beginnen.
Informieren Sie sich mal über Google über dieses Mittel,- es ist wirklich etwas sehr nützliches.
Ich selbst bin so froh, das über's Internet erfahren zu haben und auch wenn der Schnupfen einfach chronisch bleibt, geht es doch meinem Kater verhältnismäßig gut damit und ich brauche kein Antibiotika.
Viel, viel Glück und alles Gute für die Miezchen!
 
rlm

rlm

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  • #18
Ich würde dieses komische Zeug niemals einer Katze geben.

Habt ihr mal einen Abstrich machen lassen um zu wissen, um welchen Erreger aus dem Katzenschnupfenkomplex es sich handelt und um dann gezielt behandeln zu können?

Beim Calicivirus könnte man ggf. mit Feliserin und Antibiotikum behandeln.

Welches AB bekam er denn?
 
Jelly87

Jelly87

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  • #19
Ich würde dieses komische Zeug niemals einer Katze geben.

Habt ihr mal einen Abstrich machen lassen um zu wissen, um welchen Erreger aus dem Katzenschnupfenkomplex es sich handelt und um dann gezielt behandeln zu können?

Beim Calicivirus könnte man ggf. mit Feliserin und Antibiotikum behandeln.

Welches AB bekam er denn?
Grad durch die Suche auf dieses Thema gekommen...
Gegen Calici hilft leider KEIN AB:(
Ich hab nun viel über das kolloidale Silber gelesen und heut mit meinem TA besprochen das ich das bei meiner Leila ausprobieren werde und habs vorhin bestellt..bin seeehr gespannt:oops:
 
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knuddel06

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  • #20
Grad durch die Suche auf dieses Thema gekommen...
Gegen Calici hilft leider KEIN AB:(
Ich hab nun viel über das kolloidale Silber gelesen und heut mit meinem TA besprochen das ich das bei meiner Leila ausprobieren werde und habs vorhin bestellt..bin seeehr gespannt:oops:

Lies die FAQ von FrauFreitag.
Natürlich hilft AB nicht bei Calici.
AB wird gegeben das keine Sekundärinfektion entsteht.
Lies dich richtig ein!
Das Silber wird wenn es innerlich angewendet wird nicht abgebaut.
Lies dich vernünftig zu Calici ein.
 
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