Chico und Nachbars Auto

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IngaSheelaChicoundSweety

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Hallo Foris!
Ich habe ein riesiges Problem!
Unser 7 kg Maine-Coone Kater Chico wandert Nachts auf dem gelben, erst im Februar gekauften Neuwagen meines Nachbarn rum.
Das Auto ist morgens übersäht von Katzenpfötchen, was vor allem bei Matschwetter nicht so hübsch aussieht...
Außerdem scheint er Kratzer zu hinterlassen, was allerdings zu beweisen wäre...
Was mache ich nun?
Der Typ war eben hier und hat sich beschwert, er müsse ständig in die Waschstrasse fahren und wir müssten dafür geradestehen!

Ich habe überlegt, ihm vorzuschlagen, eine Autohaube zu kaufen, die ich Abends aufs Auto lege...

Habt ihr sowas schonmal erlebt? Kann er mich rechtlich was?:confused:
 
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Pierre

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Ich finde die Idee mit der Haube fürs Auto nicht schlecht. Hast Du dies den Nachbarn schon vorgeschlagen?
 
Hexi

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Ich bin zwar kein Anwalt - würde mir aber mal folgende Fragen stellen:

Sind das 100%ig die Pfoten eures Katers? - und verklagt dann der Typ auch die Stadt (wg. Staub), Lkw`s auf der Autobahn (Steinschlag) und den Regen (weil Matsch)???

Außerdem kriegt keine Katzenkralle Kratzer in einen Autolack - und auch hier wäre zu beweisen, dass es EUER Kater ist.

Soll er sein Auto vernünftig abdecken oder sich eine Garage mieten. Solange es offen auf der Straße oder auf einem Stellplatz steht, muss er mit Dreck auf dem Auto rechnen

Manche Leute haben echt Probleme :rolleyes:
 
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IngaSheelaChicoundSweety

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Ich weiß... Dass es Chico ist, wissen wir alle, weil das Auto auf dem Hof auf einem angemieteten Parkplatz steht...
Ich verstehe ja sein Problem, wäre ich auch sauer, aber was soll ich denn machen? "Chico, hör mal zu: Du darfst nicht auf das Auto springen, wenn es schön warm und kuschelig auf der Motorhaube ist....:oha:
 
=^..^= peekaboo

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Das gleiche Problem haben wir auch mit unserem Nachbarn. Moritz setzt sich gerne mal auf Autos und letztens hat ihn unser Nachbar so erschreckt, dass er schnell vom Auto gesprungen ist. Dabei stößt er sich sehr kräftig ab und er hat ziemlich lange Krallen. Das gab wohl leichte Kratzer. Meine Mum hatte keine Lust sich da weiter mit auseinander zu setzen und hat es halt der Versicherung gemeldet. Nachbar hat das aber nicht nachlackieren lassen sondern das Geld behalten. Hat jetzt einen neuen Wagen.
Über die Pfötchenabdrücke regt er sich nicht mehr auf, das hat keinen Sinn :D Den Vorschlag mit der Haube hat er auch nicht angenommen, da hatte er dann wohl keine Lust mehr. So lange keine Kratzer in den heiligen Wagen kommen ist es wohl in Ordnung. Wobei die Gefahr dass er da selber welche reinfährt wesentlich höher ist als das mein Kater da seine Pfötchen im Spiel hat :D Einparken ist nicht so seine Stärke.
 
Catyra

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Also ich habe mal ein bisschen gestöbert und ich würde ihm ein Anti-Katzen-Spray kaufen, was er sich auf die Motorhaube sprühen soll jeden Tag ein paar Stüber. Ausserdem hieß es im Inet Pfeffer würde helfen.
Ansonsten schenk ihm so eine Überziehplane für das ganze Auto (vorher nachfragen, ob ers annimmt :rolleyes:).
LG
 
Paulone

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Die Idee mit der Autohaube finde ich super - vor allem um des lieben Nachbarfriedens willen. Und dass Du ihm die Haube abends drüberspannen würdest, finde ich auch gut. Allerdings hast Du damit bereits bewiesen, dass es Dein Kater ist - sonst würdest Du das ja auch gar nicht tun. Sollte es zu einem Rechtstreit kommen, hättest Du da halt Minuspunkte und müsstest den Gegenbeweis antreten. Deshalb gut nachdenken, was zu tun ist und eventuell mal bei frag einen anwalt.de stöbern. Ich hätte ihm den Vorschlag gemacht, sich selbst eine solche Plane zu kaufen und mich dumm gestellt bezüglich meines Katers.

Allerdings stimmt es, dass er in der Beweispflicht ist, dass es Dein Kater ist. Hier stehst nicht Du in der Beweispflicht, dass es nicht Dein Kater ist, sondern Dein Nachbar, dass es Dein Kater ist. Und das wird teuer für ihn, weil es zu einem Rechtsstreit kommen würde. Und ob er das tut, ist fraglich.
 
Catyra

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Also das Überspannen soll der mal schön selber machen, sonst heisst es nachher noch man habe dabei auch den Lack verkratzt! :eek::rolleyes:
Wenn der Fellpopo den ganzen Tag auf dem Auto (was wie sie ja schon sagte in einem abgesperrten Hof steht) liegt, wird es aber schon genug Zeugen und ggf auch Fotos von ihm dabei geben - Abstreiten würde also nichts bringen..
 
Paulone

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Hab grad noch was gefunden: Muss es kopieren, da der Link zu viele weitere Rechtsurteile beinhaltet:

Gericht: Amtsgericht Celle, Az: 16 C 187/97
Katze gegen Autolack
Kann eine über ein Autodach spazierende Katze tiefe Kratzspuren im Lack hinterlassen? Das zumindest behauptete ein Porschefahrer. Er sah, wie eine Nachbarskatze über sein geparktes Auto spazierte. Tiefe Kratzspuren im Dach verursachten Reparaturkosten von fast DM 4.000. Diese wollte er von den Katzenhaltern einklagen. Das Amtsgericht Celle schaltete einen Sachverständigen ein. Der kam zu dem Ergebnis es sei unmöglich, dass eine Katze solche Kratzspuren hinterlässt. Es sei überhaupt nicht plausibel, dass die Katze mit ausgefahrenen Krallen über die glatte Lackierung läuft. Dadurch gehe ihr nämlich der Halt verloren, den sie durch die Haftung der Ballen an der glatten Oberfläche habe. Selbst wenn die Katze die Krallen ausfährt könnten auch dann nur geringe Schleifspuren durch zwischen den Ballen und der Pfotenbehaarung anhaftende Sandkörner entstehen. Die tiefen Kratzspuren stammen also mit Sicherheit nicht von der Katze. Der Porschefreund muss sich also nach einem anderen Zahler umsehen.
 
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  • #10
Also das Überspannen soll der mal schön selber machen, sonst heisst es nachher noch man habe dabei auch den Lack verkratzt! :eek::rolleyes:
Wenn der Fellpopo den ganzen Tag auf dem Auto (was wie sie ja schon sagte in einem abgesperrten Hof steht) liegt, wird es aber schon genug Zeugen und ggf auch Fotos von ihm dabei geben - Abstreiten würde also nichts bringen..

Stimmt.

Bezüglich des Fotos: Da ist er wiederum in Beweispflicht, dass das auch wirklich die Katze vom Foto ist. Wenn die TE einen Anwalt einschaltet, wird dieser sich bemühen, den Kläger in die Ecke zu drängen und sagen, dass viele Katzen so aussehen und man das durch eine Untersuchung (Analyse der Fotografie plus Untersuchung der Katze) beweisen müsste. Bei einem solchen Prozess zahlt der Kläger im Nachhinein mehr, als wenn er seinen Lackschaden selbst zahlen würde.

Weiter oben habe ich noch ein Gerichtsurteil angehängt.
 
Paulone

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  • #11
und für diesen Preis kann er sich ja fast schon eine Garage bauen.
 
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IngaSheelaChicoundSweety

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  • #12
Danke für eure Tipps. Ich glaube es geht ihm hauptsätzlich um die Pfotenspuren und da bin ich mir ziemlich sicher, da kann ich nichts gegen machen... Ich werde ihm die Abdeckplane vorschlagen und ihm auch sagen, dass er rechtlich überhaupt keine Handhabe hat (natürlich gaaanz lieb)...
Werde mich aber vorher mal bei einem Anwalt absichern...

LG
Inga
 
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  • #13
..hi, hi! Sorry aber ich fahre einen kleinen Sportwagen mit schwarzem Stoffverdeck. Er steht in einer offenen Tiefgarage, auf dem Firmenparkplatz, auf dem Parkplatz beim Einkaufen.... ich habe keine Woche ohne dass ich eine Katze auf meinem Verdeck sehen würde. Die Haare "entlarven" dann auch das Schätzchen welches gerade drauf gelegen hat.....Ich finde es nicht wirklich schlimm. Die ganz frechen drehen sich auf den Rücken und lassen sich sogar kuscheln.
Ist aber auch süß wenn man die Drecktatzen auf der Motorhaube sieht. Ich finde es manchmal richtig schick wenn eine so richtig schön gelegt Spur zu sehen ist:aetschbaetsch1:
Sag dem Kerlchen einen Gruß von mir und es heißt nur das sein Auto deinem Kater gefällt!
 
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Pierre

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  • #14
Muss es soweit kommen. Hat der Tierhalter denn nicht auch die Pflicht auf sein Tier aufzupassen und für Schäden die durch das Tier entstehen "Grade" zu stehen? Wie TE bereits sagte,weiss sie das es Ihr Kater ist und mit der Nachbarschaft sollte man doch miteinander leben, sonst wird es zum Kampf
 
Paulone

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  • #15
Muss es soweit kommen. Hat der Tierhalter denn nicht auch die Pflicht auf sein Tier aufzupassen und für Schäden die durch das Tier entstehen "Grade" zu stehen? Wie TE bereits sagte,weiss sie das es Ihr Kater ist und mit der Nachbarschaft sollte man doch miteinander leben, sonst wird es zum Kampf

Muss es soweit kommen, dass in einem Viertel, in dem auch Katzen leben (ich kenne keine Wohnviertel ohne Katzen), sich Halter von Autos über Halter von Katzen erbosen? Kauft man ein teures Auto, sollte auch gleich eine Garage für dieses vorhanden sein, um gegen Marderschäden, Hagelschlag, Beschädigungen durch Radfahrer und höhere Mächte abgesichert zu sein. ein teures Auto gehört in eine Garage oder unter eine Plane. Rücksichtnahme von denjenigen, die sich vor Katzenspuren auf dem Lack eindeutig schützen können durch Planen oder Garagen - das ist für mich Nachbarschaftlichkeit. Ansonsten muss man sich keinen Sportwagen anschaffen oder in eine katzenfreie Gegend ziehen.

Ich fahre auch ein nagelneues Auto und finde jeden Morgen Matschfüße von Katzen auf meinem Auto. Na und?
 
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Paulone

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  • #16
Ansonsten würde ich noch vorschlagen, dem Matschkatzenfuß-Geschädigten zum Geburtstag einen Gutschein für die Waschstraße zu schenken. Und damit sollte die Sache erledigt sein. Das wäre ja noch schöner, wenn man keine Katzen mehr halten dürfte, weil ein Sportwagenbesitzer nicht fähig ist, sein Auto sicher unterzustellen.

Und nein, ich muss nicht für alle Schäden, die meine Katze verbockt, aufkommen. Auch wenn eine Katze domestiziert ist, ist sie doch ein Tier. Und zwar keines, dem man Befehle beibringen kann wie einem Hund.
 
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Pierre

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  • #17
Man sollte auch aktzeptieren, das es Menschen gibt die das nicht mögen und wenn jeder nur auf SEIN Recht bewsteht und dieses nur sieht, kann das sehr schnell zum Nachbarschaftsstreit kommen und das möchte wohl niemand. wenn beide Parteien zu einer friedlichen Lösung kommen, wo jeder Kompromisse eingehen sollte, so wäre das perfekt
 
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  • #18
Der Autobesitzer kann aber was dagegen unternehmen. Der Katzenhalter nicht. Die Katze wird immer wieder auf das Dach des Autos und damit dem Autohalter aufs Dach steigen. Meine Vorschläge sind Gutschein für Waschstraße oder Plane, wobei die Plane die letzte Möglichkeit sein sollte. Ich bin der Überzeugung, dass das Sich-Aufregen über Katzenfüße auf dem Auto von anderen Problemen herrührt. Das sind Menschen, die sich oftmals grundsätzlich über das Leben aufregen resp. nur sich selbst in ihrem eigenen Umfeld ertragen können.

Man kann freundlich aber bestimmt mitteilen, dass man nichts dagegen tun kann, sich entschuldigen und einen Gutschein für die Waschanlage schenken. Juristisch kommt der Autobesitzer damit nicht durch. Und ich muss nochmals betonen: Es wäre ja noch schöner, wenn man sich für das Herumstreifen der Katze verantworten müsste. Das ist schlichtweg nicht möglich.
 
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Pierre

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  • #19
Das kommt irgendwie so rüber, dass es sich Katzenhalter von Freigängern auch sehr einfach machen.Der Halter ist für sein Tier verantwortlich, lässt man sein Tier unbeaufsichtigt und das Tier Schaden verursacht, so liegt es am Halter diesen Schaden zu regulieren.Eine Plane eine Entschuldigung un ein nettes Gespräch mit den Nachbarn halte ich für sinnvoller als gleich auf Stur zu schalten und auf sein Recht zu pochen
 
Paulone

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  • #20
Katzenfüße auf dem Auto sind aber kein Schaden. Selbstverständlich würde ich dafür aufkommen, wenn Paolo im Nachbarhaus durch die Terrassentür flitzen und eine Vase runterwerfen würde. Ich finde es allerdings absurd, wenn sich ein Mensch, der in einem Katzenviertel wohnt, sich über Katzenfüße auf dem Auto aufregt. Da müsste ich mich jeden Tag aufregen.

Ich finde die Haltung des Autobesitzers etwas lebensfremd. Wie gesagt: Der Autobesitzer kann etwas dagegen tun. Ich kann meine Katze draussen nicht rund um die Uhr kontrollieren. Hier ist vom Autohalter etwas mehr Nachsicht gegenüber der Natur gefragt.

Es ist auch nicht sehr nachbarschaftlich, bei der TE aufzuschlagen und ihr Angst einzujagen wegen Katzenfüßen auf dem Auto. Und diese Angst hat sie, sonst hätte sie diesen Thread nicht eröffnet. Er ist selbst dafür verantwortlich, wenn er sich ein neues Auto kauft und in einer Katzengegend lebt. Wenn die Katze jetzt den Rückspiegel aufgefressen hätte, durchs Fenster gestiegen wäre und die Sitze verrupft hätte, könnte ich das nachvollziehen, dass die Haftpflichtversicherung herbeigezogen werden müsste.
 
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