Catsitting - eine gute Betreuung der Samtpfote

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Mieze muss nicht die Koffer packen

Andrea Rothfuß

Katzenbetreuung auf Gegenseitigkeit bietet der Freundeskreis Katze - Punktesystem statt Kosten

S-MITTE/NORD - Wer noch keine Urlaubsbetreuung für seine Katze hat, sollte sich an den Freundeskreis Katze und Mensch wenden. Gegenseitiges Catsitting, das durch den als gemeinnützig anerkannten Verein organisiert wird, ist das Erfolgskonzept für über 2 400 Mitglieder. Während sich Frauchen und Herrchen im Sommerurlaub erholen, können die Katzen in ihrem gewohnten Zuhause bleiben und werden mit Futter, Wasser und Streicheleinheiten von einem erfahrenen Katzenbetreuer versorgt. Denn wenn der Mensch verreist, dann trauert die Katze.

Sie vermisst ihren geliebten Menschen, und sie
weiß ja nicht, dass er schon bald wieder da sein wird. Den Trennungsschmerz sollte man seiner Katze daher so erträglich wie möglich machen. Bedeutungsvoll ist es für die Katze, nicht noch zusätzlich aus der gewohnten Umgebung herausgerissen zu werden. In ihrem Revier fühlt sie sich sicher. Einfacher ist es auch, wenn man zwei Katzen hat. Dann hat keine den Eindruck, ganz alleine zu sein. Wenn nun zur Fütterungszeit ein fremder Mensch kommt, der ihr das gewohnte Futter in der bekannten Schale an derselben Stelle anbietet, dann wird sie mehr oder weniger rasch Zutrauen zu dem Fremden gewinnen und dafür Streicheleinheiten bekommen. Der Fremde ist ja ein Katzenfreund.

Er hat Erfahrung im Umgang mit Katzen und weiß die Körpersprache der Katze zu deuten. Notfalls erkennt er auch frühzeitig eventuelle Krankheitssymptome und weiß, was zu machen ist. Wenn man außer Ihrer Katze noch andere Tiere im Haus haben, zum Beispiel ein Kaninchen oder Fische im Aquarium, so wird der Betreuer sich auch um diese Tiere kümmern. Natürlich werden nebenbei die Blumen gegossen und der Briefkasten geleert. Damit das Prinzip der gegenseitigen Betreuung nicht einseitig missbraucht wird, gibt es ein Punktesystem. Für jede Mitgliedschaft, die aus einer oder zwei Personen bestehen kann, wird im Verein ein Betreuungspunkte-Konto geführt. Das Startguthaben beträgt plus zehn Punkte. Für jeden Tag, an dem die Hilfe eines anderen Mitgliedes in Anspruch genommen wird, wird diesem Konto ein Punkt abgezogen und dem Konto des anderen Mitglieds ein Punkt gutgeschrieben.

So hat das Konto zum Beispiel nach einem zweiwöchigen Urlaub den Stand minus vier. Wer nur verreist, aber nie "Zeit" hat, um die Katze eines anderen Mitgliedes zu betreuen, dessen tief ins Minus fallender Kontostand wird dies offenbaren. Das Mitglied wird sich bemühen müssen, die Gegenseitigkeit wieder ins Lot zu bringen. Inzwischen gibt es 47 regionale Gruppen, in denen sich die Katzenfreunde zusammenfinden. Wer gelegentlich eine Betreuung für seine Samtpfote braucht, kann beim Freundeskreis Hilfe finden. Die Betreuung der eigenen Katze kostet keine Cent, denn als Gegenleistung betreut man auch mal die Katze eines anderen Mitgliedes.

Ansprechpartner für die Gruppe Stuttgart-Mitte ist Dr. Jörg Hähner. Er ist erreichbar unter Telefon 787 88 22 oder per E-Mail an: katzen@joerg-haehner.de. Für Stuttgart-Nord ist Cornelia Grigo unter Telefon 07154 - 27 568 zuständig. Weitere Infos findet man auch auf: Freundeskreis Katze und Mensch e.V.

STUTTGARTER WOCHENBLATT | Mieze muss nicht die Koffer packen

14.08.2008
 
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