Blutung 3 Wochen nach Katzen-Kastration

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Sepp

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Moin!

Ich habe schon im Anfänger-Forum über die Probleme mit unserer Lilly gepostet, hätte jetzt aber doch gerne noch mal den einen oder anderen Rat von den Fachleuten hier.

Wir haben unsere Lilly am 14.06. (also vor fast 3 Wochen) kastrieren lassen. Möglicherweise war sie da rollig und evtl. auch trächtig, was die TÄ nicht genau sagen konnte, da die Gebärmutter nur ein kleines bisschen geöffnet wurde.

Nach einigen Tagen hat Lilly begonnen, aus der Scheide Blut zu verlieren, alles andere (Appetit, Verdauug etc.) war normal. Beim erneuten TA-Besuch bekam sie zunächst für 4 Tage, und bei einem weiteren Besuch ein paar Tage später dort, weil die Blutungen anhielten und sie sich auch in selbstgebaute Höhlen (in unserem Kleiderschrank) zurückgezogen hatte, dann nochmal für 6 Tage Antibiotikum.

Sie blieb aber lieb und anhänglich und wollte, dass ich sie zu ihrer Höhle begleite. Kein Fieber.

Die Diagnose lautete evtl. Scheinschwangerschaft, die TÄ hatte dann bereits die Uni-Klinik Hannover angerufen, die aber meinten, das wäre sehr selten und man müsse noch abwarten.

Letzte Woche hat sie nicht mehr geblutet, und wir haben sie Freitag impfen lassen. Am Samstag jedoch verlor sie wieder einige Blutstropfen und zwei Kidney-Bohnen-grosse Gewebestücke. Die TÄ, die wir dann sofort wieder (Samstag) konsultiert haben, meinte nun, dass, wenn es nicht besser wird, eine Entfernung der Gebärmutter erforderlich sei.

Nun war gestern Ruhe, und heute hat Lilly wieder ein bisschen geblutet und sich wieder eine neue Höhle auf einem Stoß Handtücher im Schlafzimmer im Obergeschoß gebaut, wohin ich sie auch immer begleiten soll.

Als ich im Erdgeschoß sah, dass sie wieder blutet, habe ich mir die Höhle genauer angesehen und dort war das oberste Handtuch schon wieder voller Blutsflecken und es lag auch wieder ein Gewebestück gleicher Größe wie zuvor darauf. Leider hat Lilly dies gefressen, als ich es einpacken (für den TA) wollte.

Nun mache ich mir so langsam wirklich Sorgen. Ich habe kein Problem mit weiteren TA-Besuchen, aber das Ganze muss ja nun mal auch ein Ende haben. Lilly kommt mir heute auch ruhiger vor als sonst, sie hat auch ein paar Mal, wie ein Hund, gehechelt. Appetit und Verdauung nach wie vor ok, Fieber messen wir nachher, wenn wir das kleine Digi-Thermometer gefunden haben (unsere Tochter hat nur ein Schläfen- und ein Ohr-Thermometer). Lilly fühlt sich aber nicht heiß an.

Da ich eine größere OP aber nicht mit Begeisterung machen lassen möchte, hätte ich gerne noch den einen oder anderen Tip. Hat jemand Erfahrung mit solchen Problemen?

Danke vorab und Gruß, Sepp
 
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Sahayes

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Ich habe diesbezüglich zum Glück keinerlei Erfahrungen. Habe so etwas aber auch noch nie gelesen.

Daher kann ich Dir auch nur raten dringend wieder zum Tierarzt zu gehen und dann eben ggf. das machen zu lassen, sofern es keinen anderen Grund für die Blutungen gibt, was die Tierärztin Dir geraten hat.


Die TÄ, die wir dann sofort wieder (Samstag) konsultiert haben, meinte nun, dass, wenn es nicht besser wird, eine Entfernung der Gebärmutter erforderlich sei.
 
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HaMau

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die_ananas

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Wir haben unsere Lilly am 14.06. (also vor fast 3 Wochen) kastrieren lassen. Möglicherweise war sie da rollig und evtl. auch trächtig, was die TÄ nicht genau sagen konnte, da die Gebärmutter nur ein kleines bisschen geöffnet wurde.

Vllt trächtig? Wieso wurde die Gebärmutter denn nich gleich entfernt wenn der Verdacht auf Trächtigkeit besteht? Ich hätte ja Angst, dass sie jetz tote Kitten im Bauch hat... :sad:


Da ich eine größere OP aber nicht mit Begeisterung machen lassen möchte, hätte ich gerne noch den einen oder anderen Tip. Hat jemand Erfahrung mit solchen Problemen?

Nich fragen...ab zum Tierarzt...OP hin oder her...:verstummt:
 
Sepp

Sepp

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Moin.

Und danke für die Tips, aber wir hatten ja eh' vor, die TÄ zu kontaktieren.

Leider können wir sie erst ab 15:00 Uhr erreichen. Wegen der gleichen Thematik kommen wir dann nun zum 5. Mal...

Fieber war übrigens keins, 38,2 °C sind wohl völlig ok, soweit ich das weiß, und Appetit usw. ist auch alles ganz normal. Sie kann auch überall berührt werden, es scheint ihr nichts weh zu tun.

Mittlerweile überlegen wir aber auch, evtl. einen anderen TA zu konsultieren. Hier ist einer gleich ums Eck, der zwar menschlich keinen guten Ruf hat, aber der viel Erfahrung und auch entsprechende Bewertungen im Inet hat.

Leider weiß halt unsere bisherige TÄ, die sonst wirklich sehr nett ist und einen kompetenten Eindruck macht, nicht wirklich weiter, und auf's Geradewohl drauflosschneiden, das passt mir einfach nicht, zumal es unserer Maus ja nicht wirlich schlecht zu gehen scheint.

Wäre es nach 3 Wochen noch möglich, dass abgestorbene Früchtchen in der Gebärmutter sitzen und nach und nach abgestoßen werden? Das, was da an Gewebe herauskommt, ist ca. 1,5 bis 2 cm groß -Kidneybohne in Form und Größe eben.

Lilly ist 2 Wochen vor der Kastration bei uns eingezogen und hatte seitdem keinen Kontakt mehr zu irgendwelchen Katern.

Gruß, Sepp
 
superruebe

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Ok ich bring jetzt gerade Kastration und Sterilisation durcheinander....seht es mir nach.

Ich kenne es eigentlich nur so (falls keine anderen Gründe hinzukommen und deshalb die Gebärmutter raus muss), daß es einen 1 - 2 cm grossen Bauchschnitt gibt. Aus dem werden die Eierstöcke rausgeangelt, abgebunden, dann abgeschnitten und der Rest darf dann wieder zurückflupsen. Salopp beschrieben.

Äh... wie kommt man dabei an die Gebärmutter? Ich habe 3 meiner Katzen mit kastriert. Ich konnte einige Organe sehen, aber die Gebärmutter war nicht dabei.

Ich würde ehrlich gesagt auch vermuten, dass da irgendwas nicht richtig gelaufen ist und flux zu einem anderen TA gehen bevor schlimmeres passiert.
 
Sepp

Sepp

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Moin!

Eben erst gelesen, ups.

Wir haben gerade für Mittwoch vormittag einen OP-Termin für Lilly bekommen. Allerdings wird die OP sowieso von einem der älteren Inhaber der Gemeinschaftspraxis durchgeführt, so dass dabei eigentlich kein Risiko zu erwarten sein sollte...

Wobei ich bis jetzt eigentlich auch ein gutes Gefühl bei unserer TÄ hatte...

Ich hoffe, dass mit der Gebärmutter-Entfernung unserer Maus wirklich geholfen wird und alles wieder ins Lot kommt. GsD geht es ihr ja soweit gut, sie pennt nur viel, heute nachmittag.

Danke für die Tips.

Gruß, Sepp
 
P

Peikko

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Klingt, als wäre die Kleine tatsächlich trächtig gewesen und hätte nun abortiert.
Mit "die Gebärmutter wurde ein klein wenig geöffnet" meinte die TÄ wahrscheinlich das Abbinden und Entfernen der Eierstöcke. Meist bindet man auf dem Ende des Uterushorns ab, wodurch ein kleines Stückchen der Gebärmutter mit entfernt wird. Logischerweise entsteht dabei eine Art "offener" Stumof, der durch die Ligatur (das Abbinden) jedoch verschlossen ist. Das ist völlig normal. Da bei der Kastration mit diesen Miniöffnungen nur ein ganz kleiner Teil der Gebärmutter vorgelagert wird, sind Veränderungen der Gebärmutter kaum zu erkennen und eine Frühträchtigkeit kann sehr leicht übersehen werden. Durch das Entfernen der Eierstöcke kommt es entweder zur Resorption der Foeten (sehr frühe Trächtigkeit) oder zum Abort.
 
Sepp

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Moin.

Ja, das klingt in etwa wie das, was uns erzählt wurde... Wir sind halt Katzen-Neulinge und medizinische Laien sowieso.

Dazu würde, soweit ich das mittlerweile beurteilen kann, wohl auch das Verhalten des "Höhlen-Bauens" passen, oder?

Nun haben wir uns ja für die Komplett-OP entschieden, mit dem Hintergedanken, damit Lilly's Probleme zu lösen. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass bei Kastrationen von Katzen früher grundsätzlich die Gebärmutter entfernt wurde; damit denke ich, können wir nichts Schlimmes anrichten.

Gruß, Sepp
 
superruebe

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  • #10
Klingt, als wäre die Kleine tatsächlich trächtig gewesen und hätte nun abortiert.
Mit "die Gebärmutter wurde ein klein wenig geöffnet" meinte die TÄ wahrscheinlich das Abbinden und Entfernen der Eierstöcke. Meist bindet man auf dem Ende des Uterushorns ab, wodurch ein kleines Stückchen der Gebärmutter mit entfernt wird. Logischerweise entsteht dabei eine Art "offener" Stumof, der durch die Ligatur (das Abbinden) jedoch verschlossen ist. Das ist völlig normal. Da bei der Kastration mit diesen Miniöffnungen nur ein ganz kleiner Teil der Gebärmutter vorgelagert wird, sind Veränderungen der Gebärmutter kaum zu erkennen und eine Frühträchtigkeit kann sehr leicht übersehen werden. Durch das Entfernen der Eierstöcke kommt es entweder zur Resorption der Foeten (sehr frühe Trächtigkeit) oder zum Abort.

Bei meinen Katzen wurde am oberern Ende abgebunden und nur die Ovarien entfernt (mit durchtrennen der Eileiter). Das untere Ende also an der Gebärmutter wurde gar nicht berührt.
Interessant die verschiedenen Wege.:oha:
 
Sepp

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  • #11
Moin.

Klingt für mich aber zumindest so, als hätten sie bei der Kastration keinen Bockmist gebaut, was an sich ja auch wieder beruhigend ist.

Nunja, morgen sollte das Thema ja dann der Vergangenheit angehören, hoffe ich.

Danke für die hilfreichen Infos.

Lilly geht's übrigens nach wie vor sehr gut.

Gruß, Sepp
 
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  • #12
Moin!

Nach erneuter Rücksprache mit unserer TÄ haben wir uns dann doch dazu entschlossen, noch zu warten, in der Hoffnung, dass sich die Blutung von selbst legt. Das wäre, auch nach der Zeit und den Umständen, nicht absolut ungewöhnlich.

Wir beobachten Lilly genau und messen weiter Fieber. Bei den geringsten Anzeichen von Problemen kann sie jeden beliebigen Tag operiert werden, wenn das doch nötig werden sollte.

Ihr geht es, auch in den letzten Tagen, ganz prima und seit Montag hat sie nicht mehr geblutet. Temperatur heute 37,9 °C, unproblematisch.

Es überwiegt die Sorge, jetzt eine erneute OP mit den bekannten Risiken durchzuführen, wo ihr Körper erst unter der Kastration und dann der Impfung zu leiden hatte.

Da die TÄ, deren Aussagen ich schon vertraue, meiner Frau sagte, sie würde, wenn es ihre Katzen wären (sie hat zwei), ebenfalls noch nicht operieren, haben wir uns dann letztlich so entschieden.

Erstmal Gruß, Sepp (hoffend, sich hierzu nicht mehr melden zu müssen)
 

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