Birma Kater möchte unbedingt nach draußen...

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Jamie08

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Hallo,
ich bin ratlos was ich tun soll... Ich habe einen 3-Jährigen Birma Kater und eine gleichaltrige EKH-Dame. Beide sind seid ihren Geburten in der Wohnung. Der Kater hat irgendwann damit angefangen vor der Wohnungstür zu stehen und zu miauen.. Wenn die Tür aufgeht versucht er immer raus zu rennen (was erstmal nicht so schlimm ist weil wir im 2.Stock wohnen und er dann erstmal nur im Treppenhaus ist). Ich lasse ihn dann auch immer mal im Treppenhaus rumlaufen, damit er ruhe gibt. Wir haben einen katzengerechten Balkon auf den die zwei auch immer können wenn wir zu Hause sind. Mein Freund geht jetzt auch immer mal mit ihm an der Leine raus. Man merkt richtig wie der Kater dann aufblüht. Heut bin ich nachdem er an einer Tour gejammert hat auch mit ihm raus gegangen. Ich bin dann ein kleines stückchen mit ihm gerannt und da hat er Luftsprünge gemacht... Trotz alle dem traue ich mich nicht ihn alleine raus zu lassen.. Es heißt ja Birma´s hätten zuchtbedingt nicht so den Urinstikt und würden durch ihre menschenbezogenheit sicherlich auch mit jedem mitgehen... Hat jemand Erfahrungen damit gemacht eine Birma raus zu lassen oder kann mir einen Rat geben?
Grüße
 
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Miomomo

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Ist er gekennzeichnet - Chip bzw. Tätowierung? Manchmal wird das bei Wohnungskatzen ja vernachlässigt und ich fände es wichtig.

Damit, dass ihr mit ihm rausgegangen seid, habt ihr in meinen Augen die Büchse der Pandorra geöffnet sozuagen. ;)
Jetzt ist er auf den Geschmack gekommen und ich denke kaum, dass ihr ihn künftig nur noch in der Wohnung halten könnt. Und ob er sich auf Dauer mit Spaziergängen zufrieden geben wird?
Ich denke auch, dass ihr von nun an wohl regelmässig mit ihm raus gehen müsst, damit er euch nicht wahnsinnig macht.

Speziell mit Rassekatzen kenne ich mich nicht aus, das bei uns bislang immer nur "normale" Hauskatzen lebten, die immer Freigang genossen haben.
Ich denke aber, dass Freigang immer Gefahren mit sich bringt. Wobei bei einer hübschen Rassekatzen wohl eher ein Diebstahlrisiko besteht.

Mir persönlich wäre wichtig, dass der Kater glücklich ist. Auch wenn das viele nicht verstehen und wütend macht: Ich denke, dass selbst ein (kürzeres) -glückliches- Leben in Freiheit und Zufriedenheit besser ist, als ein langes sicheres -und dafür unglückliches- Leben in der Wohnung.......
 
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Jamie08

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Nein, gechipt oder tättowiert ist er nicht, aber das würden wir vorher auf jeden fall machen... Ich denke auch dass wir selbst dran schuld sind das er raus will, andererseits hätten wir garnicht erst damit angefangen wenn er nicht immer vor der Tür gestanden hätte und gejault hätte..
Das ist das Problem was mir auch angst macht, das "klauen". Wir wohnen zwar in einem Dorf in einer ruhigen Straße (allerdings ist eine Hauptstraße auch nicht sooo weit entfernt) aber auch in einem Dorf können solche Katzen geklaut werden..
Aber wie du schon sagst, was nützt es mir wenn er uns die Ohren voll jammert und unglücklich ist..?! Das will ich ihm auch nicht antun.. Aber so richtig anfreunden kann ich mich mit dem Gedanken noch nicht ihn raus zu lassen... ist echt schwierig..
 
Katzenvieh

Katzenvieh

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Speziell mit Rassekatzen kenne ich mich nicht aus, das bei uns bislang immer nur "normale" Hauskatzen lebten, die immer Freigang genossen haben.
Ich denke aber, dass Freigang immer Gefahren mit sich bringt. Wobei bei einer hübschen Rassekatzen wohl eher ein Diebstahlrisiko besteht.

Mir persönlich wäre wichtig, dass der Kater glücklich ist. Auch wenn das viele nicht verstehen und wütend macht: Ich denke, dass selbst ein (kürzeres) -glückliches- Leben in Freiheit und Zufriedenheit besser ist, als ein langes sicheres -und dafür unglückliches- Leben in der Wohnung.......

Wir haben 4 Katzen, 2 Straßenkatzen vom Bauernhof und 2 "von und zu, auf und davon" Edelkatzen.
Eine ist eine BKH mit verflixt langem und glorreichen Stammbaum, die andere eine Perser.
Ich merke keinen Unterschied, ausser dass der Perser (unser Killerplüsch) die meisten Kleintiere killt.
Ich sehe das mit dem kurzen aber gücklichen Leben genauso, ein Perser ist mitnichten dazu geschaffen nur Sofadekoration zu sein, das habe ich nun gelernt.:)
Chippen und grundimmunisieren und dann raus mit ihr.;)
 
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Jamie08

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was mir auch noch sorgen macht, ist dass er das erste mal dann einfach los rennt und dann gleich weit weg ist.. aber die sorge ist wahrscheinlich unbegründet, oder? Außerdem ist er schon ein kleiner tollpatsch.. da denk ich mir dann auch, wie soll das draußen werden?!
 
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Miomomo

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Ich würd ihn auf jeden Fall jetzt schon kennzeichnen lassen. Nicht, dass er sich aus irgendwelchen Gründen aus der Leine windet und dann weg ist...

Dass ihr dörflich wohnt, sehe ich eher von Vorteil. Da passt eher jeder auf jeden auf und wenn ihr euerer Kater bei den Nachbarn bekannt macht, dann weiß auch gleich jeder wo er hingehört. Und kann mit ein Auge auf ihn haben. Das ist immer gut.


@ Katzenvieh

Da sieht man mal wieder, dass man keine Vorurteile haben darf: Ich hätte nie gedacht, dass ein Perser auch ein Jäger sein kann. Vielleicht denken die Mäuse das auch und das ist dann sein Vorteil..;-)
 
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Jamie08

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Durch die Spaziergänge mit ihm kennen unsere Nachbarn ihn schon und schwärmen immer.:) zum glück haben wir viele Tierfreunde in der Nachbarschaft, von daher dürfte das in der Tat von Vorteil sehen.. Ich schätze je mehr ich mir das grad ernsthaft überlege werden wir ihn wohl wirklich raus lassen (müssen).. Er soll ja nicht unglücklich sein, das will ich auch nicht..
 
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Jamie08

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Mit dem Kennzeichnen hast du recht.. das werden wir schnellstmöglichst machen..
 
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Miomomo

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Ich denke nicht, dass er gleich meilenweit weg läuft. Er wird wahrscheinlich ohne Leine zunächst vorsichtig sein und die Spaziergänge nach und nach ausdehnen.

Von Vorteil ist sicher auch, dass ihr - wenn ihr euch dafür entscheidet - den Freigang jetzt zur kälteren Jahreszeit startet. Da wird er schon von alleine wieder ins Warme wollen.

Anfangs kann man ja auch mit ihm rausgehen und ihn sozusagen in Rufweite lassen und dann so nach und nach loslassen. Dass das schwer ist, kann ich gut verstehen. Man macht sich ja doch ständig Sorgen als Freigängerdosi.

Sicherlich kann man ihn auch zeitlich etwas beschränken. Mo darf z. B. nur tagsüber raus und muss die Nächte im Haus verbringen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass ihr ihn nur abends ein paar Stunden rauslassen könnt. Auf jeden Fall solltet ihr ihm angewöhnen, dass er auf Pfiff oder Rascheln mit der Leckerliedose kommt.
 
Katzenvieh

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  • #10
@ Katzenvieh

Da sieht man mal wieder, dass man keine Vorurteile haben darf: Ich hätte nie gedacht, dass ein Perser auch ein Jäger sein kann. Vielleicht denken die Mäuse das auch und das ist dann sein Vorteil..;-)

Das vermute ich auch. :D
Was mir der an Mäusen und Vögeln anschleppt ist unglaublich.
Er überläßt sie dann den anderen Katzen, die fressen das dann auf.
Alles in allem sind meine Kater die Jäger und die Katzen diejenigen die die Beute dann fressen.
Blöde ist nur das tägliche Kämmen um die Kletten aus dem Fell zu bekommen.
 
Gini

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  • #11
Ich würde mein Birmchen niemals ungesichert nach draußen lassen. Behütet aufgewachsen, immer in der Wohnung, kennt keine Gefahren, weiß nicht, was Autos sind und sie anrichten können - ich würde ihr keine zwei Tage dort draußen geben...sie kann es einfach nicht einschätzen, wenn Gefahr droht, Gefahr, die sie nie kennen lernen konnte
 
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Jamie08

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  • #12
Ja, das wär mir auch wichtig dass er auf rufen oder rascheln kommt.. Auch wäre mir lieb dass er nicht den ganzen Tag rausgeht sondern erst wenn wir von der Arbeit wieder kommen ( wie du schon sagst, nur für ein paar Stunden).. Wäre ja schön wenn man ihn daran gewöhnen könnte...
 
Katzenvieh

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  • #13
@ Gini.
War bei meinen Katzen nicht anders. Die Edlen sind ihr Leben lang nur drinnen gewesen, jetzt nach 4 Jahren Knast sehe ich wie sie aufblühen, dabei hätte ich früher geschworen dass sie nicht ungücklich sind. Sie sind sehr zutraulich, aber nicht draussen bei Fremden.
Auch Rassekatzen sind Katzen mit Instinkten.
Der Blödmann in unserer Truppe ist ein fetter, draussen geborener Bauernhofkater, der steigt in jedes offene Auto ein.:rolleyes:
 
Kater Carlo

Kater Carlo

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  • #14
Birmakatzen fallen auf. Sie sind auch was wert (sowieso, aber man könnte sie auch für teures Geld verkaufen). Daher möchte ich dir raten, den Kater mit allen Nachbarn bekannt zu machen, damit sie auch ein bißchen ein Auge auf ihn haben können. Wenn er in der Umgebung bekannt ist wie ein bunter Hund, ist er vielleicht etwas besser geschützt.
Ich würde ihn auch rauslassen an deiner Stelle.
 
sitzwurst

sitzwurst

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  • #15
letztendlich ist ne birma auch nur ne katz.

trotzdem würde ich es wohl auch nicht wagen.
wenn ich da an meinen gino denke, der da allerdings etwas anders tickt. der könnte raus (gesicherter garten) und tut es aber kaum. und wenn er draussen ist, dann ist ihm alles zu nass oder zu warm oder zu kalt, das gras zu hoch, die erde zu dreckig, die menschen zu laut, die bienen kommen zu nah etc.

aber bei deinem kater siehts ja anscheinend etwas anders aus.

trotzdem hätt ich die angst dass er geklaut werde würde.
egal wie gut er draussen zurecht kommt.

sucht euch ne wohnung mit garten den ihr absichern könnt ;)
 
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Jamie08

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  • #16
Da das Haus meinen Eltern gehört in dem unsere Wohnung ist kommt ein Umzug schonmal nicht in Frage... :) Mein Freund ist auch nicht für das rauslassen.. Erstmal wird er jetzt gechipt, das ist ja sowieso nicht verkehrt und dann sehen wir weiter... Mein Freund will jetzt täglich mit ihm spazieren gehen, er hofft dass er damit zufrieden ist.. Ich bin es gespannt....
 
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SaschaKH

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  • #17
Ich weis ich bin neu, hier im Forum und mit Katzen generell also gibt es hier sicher eine Menge Leute die mehr Ahung von Katzen haben als ich aber ich seh das so: Entweder ein wohl langes Leben in Gefangenschaft oder ein vieleicht kürzeres Leben in Freiheit, also ich wüsste was mir lieber wär.
Muss aber auch dazusagen das unsere zwei erst neu bei uns sind und v.a. auf Anraten des Tierheims wohl noch bis irgendwann im Oktober nicht raus dürfen und ich weis schon recht genau wer vor Sorgen fast sterben wird wenn sie dann das erste Mal länger nicht wiederkommt.
Übrigens falls noch nicht geschehen natürlich chipen, impfen und kastrieren lassen und vieleicht auch besser noch bei Tasso registrieren.
Das hatt übrigens bei mir eine Frage aufgeworfen: Ich hab von Tasso jetzt für beide eine Marke mit der Reg.-Nummer, www.tasso.net und deren Telefonnummer auf der Rückseite bekommen. OK Uli die ganz schwartz ist wird wohl besser ein reflektierendes Halsband bekommen aber zumindest Wotan (getiegert, weiser Bauch) wollt ich eigentlich kein Halsband umlegen. Halsbänder sind ja auch nicht ganz ungefährlich. Jetzt bin ich also in der Zwickmühle, reflektierendes Halsband ist ein Sicherheitsgewinn gegenüber Autos aber bringt auch die Gefahr das sie hängenbleiben und die Sicherheitsverschlüsse sind wohl auch nicht immer eine Garantie das nichts passiert und dann kommt auch noch die nicht ganz kleine Tassomarke dazu die das Risiko des Hängenbleibens wohl noch erhöht.
 
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Miomomo

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  • #18
Mein Kater Mo hat anfangs auch Halsbänder getragen. Die Tasso-Marke habe ich ihm aber nie umgebunden. So oft wie der Halsbänder verloren hat: Da wäre die Marke sowieso gleich weg gewesen....

Man muss einfach darauf vertrauen, dass ein evtl. Finder den Chip auslesen lässt und damit auch eine Benachrichtigung erfolgt.

Die Marke bringt glaube ich eher wenig.
 
Fibo

Fibo

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  • #19
Ich habe auch 2 Birmas. Im Leben würde ich die nicht ungesichert rauslassen!

Der Kater würde sofort unter dem ersten Auto liegen, oder mit jemandem mitgehen. Gerade eben ist er wieder mit dem Kopf gegen die Decke gedonnert, als er den Kratzbaum hoch wollte....

Und das Diebstahl Risiko ist bei Rassekatzen einfach nicht zu unterschätzen, gerade wenn sie so einen menschenfreundlichen Charakter wie Birmas haben!

Und ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass da noch viel von den "Urinstinkten" übrig ist. Wenn ich meine beiden Birmas mit meinem Freigänger-Sternchen vergleiche, ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht!

Kannst du nicht irgendwie den Garten sichern?

Und die Aussage "lieber ein kurzes glückliches Leben, als ein langes unglückliches" finde ich auch nicht so ganz treffend. Ich glaube nicht, dass eine Katze glücklich ist, wenn sie von einem Auto angefahren wird, Schmerzen leidet und dann qualvoll irgendwo stirbt :( Den Gedanken würde ich einfach nicht ertragen.
Versteht mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen Freigang, oder gegen Leute, die ihren Katzen das ermöglichen, ich hatte ja selbst einen Freigänger. Aber es gibt mE. Katzen die sich für Freigang "eignen" und Katzen, die eben nicht "geeignet" sind. Und mE. gehören Birmas zur letzteren Gruppe.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Die Entscheidung müsst ihr am Ende alleine fällen und egal wie sie ausfällt, ich drücke euch alle Daumen, dass alles gut geht!
 
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