Benny beisst und kratzt uns....

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Hunnymaus

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Hallo...seit einem halben Jahr haben wir unsere beiden Kater (beide ca. 2 Jahre alt und kastriert) Tucker und Benny aus dem Tierheim zu uns geholt. Tucker hat sich nach und nach schon ganz gut eingelebt und seine Scheu und Angst gut im Griff...er kommt auch von alleine schmusen...aber hochnehmen ist noch nicht drin....wir üben das schon mal, und hin und wieder merken wir klitzekleine Fortschritte.:pink-heart:
Benny dagegen war/ist immer frech wie sonstwas, aufsässig, forsch und ungestüm. Leider ist es uns allen noch nicht gelungen, ihn etwas zu zähmen, nämlich im hinblick auf sein ständiges kratzen und beissen. Das tut er immer, wenn man ihn über einen längeren Zeitraum streicheln will...plötzlich beisst er richtig fest drauflos, fährt seine Krallen aus...:confused:
Trotzdem sucht er unsere Nähe, indem er sich mit gut einem halben Meter abstand zu uns zum dösen und schlafen hinlegt...kaum steht man auf...dauert es nicht lange und Benny kommt nach:pink-heart:...er gibt auch kurz Köpfchen zur Begrüßung und tobt mit Tucker wie wild durch die Wohnung...sie raufen sich, sie vertragen sich...spielen sehr gerne mit uns.....alles eigentlich gut...sie kommen gut miteinander aus...:smile:

Da ist eben nur Bennys aggressives Verhalten zu seinen Dosenöffnern....gibt es da Tricks oder Erklärungen für sein Wesen....:confused::confused::confused:
Wir denken, dass er sich bedoht fühlt, obwohl wir eigentlich nur das Bedürfnis haben, auch ihm die nötige Aufmerksamkeit zu geben...genau wie Tucker. Über Bennys Vorgeschichte wissen wir nichts. Wir wissen auch dass Katzen ihren eigenen Dickschädel haben, trotzdem würden wir es gerne verstehen.
Kann man das Verhalten von Katzen nachhaltig beinflußen...und wenn ja wie:confused:

LG Hunnymaus & Dosi KG
 
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curie

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Hallo und erst mal: Wie schön auf Leute zu treffen, die sich Zeit nehmen und den Katzen Zeit geben! :)

Ich finde die Antwort jetzt nicht SO schwer:

Das tut er immer, wenn man ihn über einen längeren Zeitraum streicheln will...plötzlich beisst er richtig fest drauflos, fährt seine Krallen aus...:confused:

Einfach früher aufhören und gut ist es.

Wenn er es nicht länger will, muss er doch nicht. Alles andere liest sich doch wunderbar! :)

Kann von allein kommen, dass er es später mal länger mag, gestreichelt zu werden, muss aber nicht.
Wenn du ihn gut beobachtest, kannst du eigentlich am unruhigen Schwanz oder den Augen sehen, wenn es anfängt, ihn zu nerven. Dann solltest du aufhören BEVOR es ihm zuviel wird.
 
DragonIce

DragonIce

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Ich würde die Streichelintervalle zu Anfang kurz halten.Vielleicht mal 1 Minute erstmal nur.

Wenn er zubeisst oder sich festkrallt,still halten aber ruhig mal laut "AUA" sagen und ihn runtersetzen.Er muss lernen das ihr nicht so behandelt werden dürft.

Legt er die Ohren an wenn er zubeisst?Dann würde ich es als Abwehr einstufen,so nach dem Motto "Nu hab ich die Schnautze voll,lass mich in Ruhe".
Sind die Ohren nach vorne,dann eher "Haaaaaach ich hab dich zum fressen gerne und will wild mit dir raufen".
 
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Hunnymaus

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Danke...das ist gut zu lesen...Bennys Schwanz ist eigentlich immer in Bewegung:aetschbaetsch2: und trotzdem werd ich mal genauer hinschauen:smile: und was mir noch aufgefallen ist...Benny schnurrt nie...jedenfalls haben wir es noch nie bei ihm bemerkt....was kann das bedeuten? LG Hunnymaus
 
DosGatos

DosGatos

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Kann mich da nur anschließen:
Bedrängt den Kater nicht, lasst ihn ganz allein entscheiden, ob er von euch gestreichelt werden möchte oder nicht. Der kommt schon, wenn er Streicheleinheiten haben will.

Und falls ja, beobachtet ihn dabei ganz genau auf erste Anzeichen des "ich will nicht mehr - hör auf" (unruhiger Schwanz, Ohren nach hinten, Kopf dreht sich ruckartig zur Seite). Dann direkt aufhören, bei Unsicherheit eher zu früh als zu spät.

Mein Kater Gulliver war anfangs ganz genauso, er reagierte mit Kratzen oder sogar Beißen. Ich habe schnell gelernt: Das ist kein Kater, den man stundenlang gedankenverloren kraulen kann...
Mittlerweile habe ich seinen Code geknackt: Kopf ruckartig zur Seite, Ohren nach hinten: "Dosi, bitte hör auf!" (mittlerweile passiert auch das sehr relaxt, nur noch angedeutet)
Kopf nach hinten oben gestreckt, wenn er z.B. auf meinem Schoß sitzt: "Dosi, bitte weiterstreicheln" :D:)
Letzteres kann eine halbe Minute auf die erste Reaktion folgen ;)

Bitte denkt nicht, daß er zu kurz kommt, nur weil ihr ihn weniger streichelt als den anderen Kater. Das ist vermenschlicht gedacht - für den Kater ist viel wichtiger, daß ihr ihn in SEINEM Bedürfnis nach Nähe erstnehmt.
 
hamaris

hamaris

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Kerpen
Huhu :)

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen!

Meine Katze habe ich vor 2,5 Jahren aus dem Tierheim geholt (angeblich mochte sie andere Katzen nicht so gern, deswegen zunächst allein).
Es hat einige Zeit gedauert, bis sie zu mir kam und sich streicheln lassen wollte. Geschnurrt hat sie die ersten Tage (oder waren es Wochen?) auch nicht und ihr Schwanz (und sie selbst) ist auch heute nur still, wenn sie schläft, da kann ich dich auch gut verstehen :smile:
Das eurer nicht schnurrt kann ich mir nur so erklären: Er will bei euch sein, aber es ist ihm einfach noch nicht so geheuer. Deswegen ist er im Zwiespalt und eher noch in Erwartungshaltung.

Zum Beißen und Kratzen:
Bei ihr war es haargenau das Gleiche. Wir saßen irgendwo gemütlich und plötzlich BAMS, hab ich eine gelangt bekommen..
Zwischendrin hatte ich wirklich Angst vor ihr, weil ich nicht einordnen konnte, warum und woher das jetzt kam..
Deswegen: Beobachte ihn! Lass ihn beim Schmusen nicht aus den Augen. Meine Katze hat Stellen, an denen sie immer noch empfindlich reagiert. Sie legt leicht die Ohren an und wird aufmerksamer.. Dann heißt es: Stelle wechseln oder stoppen!
Manche Stellen mögen verschiedene Katzen eben nicht, vor allem, wenn die Vorgeschichte unbekannt ist.

Heute werden wir "nur noch" mit einem Warnbiß versehen: "Achtung, gleich wirds ernst!" Sie mag nur am Kopf (incl Wange) und Rücken gestreichelt werden. Ihre Pfoten darf ich nicht berühren, obwohl sie so weich aussehen :hmm:
Da hat die Zusammenführung mit dem Kater auch Wunder bewirkt!! Von wegen sie kann nicht mit anderen!!! Er hat ihr sehr geholfen, entspannter und gelassener zu werden. Sie hüpft auch nicht mehr sofort weg, wenn sich etwas neben ihr bewegt und schmußt mit mir, dass ich regelmäßig eine Gänsehaut und Nasenliebesbeißer bekomme :pink-heart:

Deswegen ist es super, dass ihr Zwei habt, die sich gegenseitig den Rücken decken :grin:
Seid ruhig und aufmerksam, dann könnt ihr einander besser verstehen.

Viel Erfolg!!
 
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minna e

minna e

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Hallo...seit einem halben Jahr haben wir unsere beiden Kater (beide ca. 2 Jahre alt und kastriert) Tucker und Benny aus dem Tierheim zu uns geholt. Tucker hat sich nach und nach schon ganz gut eingelebt und seine Scheu und Angst gut im Griff...er kommt auch von alleine schmusen...aber hochnehmen ist noch nicht drin....wir üben das schon mal, und hin und wieder merken wir klitzekleine Fortschritte.:pink-heart:
Benny dagegen war/ist immer frech wie sonstwas, aufsässig, forsch und ungestüm. Leider ist es uns allen noch nicht gelungen, ihn etwas zu zähmen, nämlich im hinblick auf sein ständiges kratzen und beissen. Das tut er immer, wenn man ihn über einen längeren Zeitraum streicheln will...plötzlich beisst er richtig fest drauflos, fährt seine Krallen aus...:confused:
Trotzdem sucht er unsere Nähe, indem er sich mit gut einem halben Meter abstand zu uns zum dösen und schlafen hinlegt...kaum steht man auf...dauert es nicht lange und Benny kommt nach:pink-heart:...er gibt auch kurz Köpfchen zur Begrüßung und tobt mit Tucker wie wild durch die Wohnung...sie raufen sich, sie vertragen sich...spielen sehr gerne mit uns.....alles eigentlich gut...sie kommen gut miteinander aus...:smile:

Da ist eben nur Bennys aggressives Verhalten zu seinen Dosenöffnern....gibt es da Tricks oder Erklärungen für sein Wesen....:confused::confused::confused:
Wir denken, dass er sich bedoht fühlt, obwohl wir eigentlich nur das Bedürfnis haben, auch ihm die nötige Aufmerksamkeit zu geben...genau wie Tucker. Über Bennys Vorgeschichte wissen wir nichts. Wir wissen auch dass Katzen ihren eigenen Dickschädel haben, trotzdem würden wir es gerne verstehen.
Kann man das Verhalten von Katzen nachhaltig beinflußen...und wenn ja wie:confused:

LG Hunnymaus & Dosi KG

warum?

ernsthaft. die frage stelle ich mir. es gibt katzen, denen reicht die distanz, sie brauchen keine spezielle zuwendung durch kraulen und schmusen.

das ist das erste, was ihr euch klar machen solltet. und dann nach den bedürfnissen der katze agieren. nicht nach dem motto: gleiches streicheln für alle aus "gerechtigkeit"

katzen ticken da vollkommen anders. und wenn benny in der näge liegt und döst, dann WILL er das , aber NUR das.

gebt ihm zeit. kommt er näher, dann ist es gut, weil er will.

kommt er nicht näher, dann ist es auch gut, weil er eben NICHT will.

die beiden haben sich gegenseitig, toben miteinander, das reicht ihm im moment.

aber auch katzen verändern ihr verhalten, je nach eigenen bedürfnissen.

gebt ihm zeit und lasst ihm seinen freiraum.

würde mich im übrigen nicht wundern, wenn er dann die distanz reduziert ;)
 
H

Hunnymaus

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...Guten Morgen und nochmals ganz lieben Dank für eure Erfahrungen und Tipps...Auf alle Fälle werden wir jetzt noch genauer beobachten und ihm die Zeit geben, die er eben braucht....LG und schönes We Hunnymaus:yeah:
 
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NickKnatterton

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Hallo Hunnymaus,

ich kann mich den Anderen nur anschließen. Vllt. ist es aber nicht nur eine "Zeitfrage", sondern sein Bedürfnis nach Nähe einfach ein Anderes.

Kalle Wirsch war Zeit seines Lebens so! Wollte er Nähe, hat er sich immer irgendwo NEBEN einen gelegt! Dreimal Köpfle streicheln nach dem Motto: "Hallo, schön, dass Du da bist" und gut wars. Mehr wollte er auch meist nicht.

Lag ich mal auf dem Sofa mit einer Decke, kam er auch und legte sich immer zwischen die Beine oder, wenn ich seitlich lag, in die Kniekehlen. Bekuscheln: Bitte nicht! ;)

Zum Glück war er absolut deutlich und zeigte sofort, wenns ihm zuviel wurde. Akzeptieren und prima wars. Für uns Beide!

Mein Ex, der kein ausgemachter Katzenfreund war und daher auch nicht so der Tüddeltyp mit den Katzen, war von Kalle Wirsch heiß begehrt. Männerchillen; dazu brauchte es kein Begrabbeln! ;)

Wenn man seinen Distanzwunsch allerdings missachtete, wurde auch er heftig (deutlich z.B. beim Versuch, ihn zu bürsten :eek:)

Versuche mal, weniger nach Schema F (Katzen müssen/wollen schmusen, beide gleich behandeln etc.) vorzugehen, sondern nach den individuellen Vorlieben Deiner Herren.

Viel Glück dabei

Bea
 
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