Bengalen

Polayuki

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  • #3.121
Soweit ich mich belesen habe, gelten die Hybridzuchten vor allem deshalb als Qualzuchten, weil eine Wildkatzenart mit einer Hauskatze verpaart wird.

Ein in Deutschland relativ neuer, aus der Sicht des Tierschutzes unverantwortlicher Trend ist die Haltung von Hybridkatzen. Kater wilder Katzenarten werden dafür mit weiblichen Hauskatzen verpaart - z. B. Savannah (Servalkater mit z. B. Siam-Katze), Bengale (Bengal- oder asiatische Wildkatze mit Hauskatze) und Caracat (Karakalkater mit z. B. Maine-Coon-Katze).

Bei der Verpaarung kommt es häufig zu Verletzungen des Muttertieres durch den Nackenbiss. Dadurch dass die Nachkommen einiger Wildkatzen (z. B. Savannah, Caracat) drei bis viermal so groß sein können wie normale Katzenwelpen, kommt es in der ersten Generation fast immer zu Schwergeburten, Notkaiserschnitten oder Totgeburten. Die Muttertiere überleben diese Tortur oft ebenfalls nicht.

Die Rasse wird aber schon so lange gezüchtet dass Bengalen eigentlich nur noch untereinander verpaart werden dürfen, damit hat das Argument m.E. nicht mehr soviel Gewicht. Auch die Generationen F1-F4 kenne ich eher von der Savannah.
Ich find die Bengalen ja auch einfach wunderschön, aber bei aller Tierliebe, mir persönlich sind sie zu aktiv und intelligent um sie selbst halten zu wollen. Erst recht ohne Freigang, der ja wieder andere Probleme bereithält, von denen das Diebstahlrisiko durchaus auch eines ist. Ich glaub schon dass man 80 qm Bengalengerecht einrichten kann, aber man sollte schon tief in sich gehen ob man die nächsten 15+x Jahre mit ausgeräumten Schränken, zerkratztem Mobiliar, hohem Zeitaufwand und genervten Nachbarn leben möchte. Wenn ja - warum nicht ? Andere Hobbys kosten auch Zeit,Geld und Platz. Und können noch nicht mal schnurren :D

hmm ich hab mal ein wenig gegoogelt und in meiner oberflächigen suche fand ich nur folgendes:
"Verbot von Qualzuchtkatzen wie der Bengal, der Savannah und der schottischen Faltohrkatze beschlossen. Darunter fällt auch ein Verbot des Verkaufs, des Handels und der Zucht mit den Vierbeinern." (https://www.peta.de/erfolg-fuer-den-tierschutz-region-bruessel-verbietet-zucht-von-qualzuchtkatzen andere seiten neben peta schreibne ähnliches)
Soweit ich damals gelesen hatte lag es nicht daran, dass bengal per se ne qualzucht ist, sondern dass die haltungsbedingungen oft unterschätzt wurden von den Haltern und somit viele Bengalen unte rihren Haltungsbedingugen leiden mussten.

lg
 
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Razielle

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  • #3.122
Ich bin da wahrlich kein Experte, und ich kann mir durchaus vorstellen, dass Hybridrassen einen größeren Bewegungsdrang und ein größeres Freiheitsbedürfnis haben und entsprechend mehr unter falscher Haltung leiden. Ich persönlich empfinde den Anblick einer Savannah in der Wohnung, einem kleinen Gehege oder an der Leine eher als traurig. Bei Bengalen frag ich mich aber, wo - außer der Verpaarung mit der wilden Urform mit den erwähnten Komplikationen - die „Qual“ ist. Bei Folds, Kurznasen/-Bein/-Schwanzzüchtungen oder haarlosen Katzen ist es offensichtlich. Bengalen werden seit fast 60 Jahren gezüchtet und schon lange nicht mehr mit der Wildform verpaart und gelten m.W. als robust, agil und nicht überdurchschnittlich mit Erbkrankheiten belastet. Aber wie gesagt, ist nur ein bisschen angelesene Info ohne Anspruch auf Vollständigkeit.:)
 
CasaLea

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  • #3.123
Die Bengalen einer Freundin haben mal vor lauter Langeweile den Einhebelmischer (Wasserhahn) in der Küche bedient und einen Wasserschaden von 30.000 € verursacht :oops:
:eek: :eek: ... wobei Wasserhahn öffnen vermutlich auch bei agilen Orientalen passieren könnte.

Arikus,
also gut aufpassen, dass in der Hausrat-Versicherung Schäden, die die Katzingers verursachen, inkludiert sind.

Und was die Hybridzucht-Diskussion anbelangt, werden wir grad ein bissel zuviel OT ... wir sind doch hier im Rassekatzen-Bengalen-Tröt ;).

Aber prinzipiell sehe ich das mit der Bengalzucht wie Razielle.
Ich seh da noch nicht mal die erwähnten Komplikationen, weil die ALC ja größen- und Tragzeit-technisch prinzipiell mit Hauskatzen zusammenpassen (wäre bei Verpaarung der europ. Wildkatze mit Hauskatze vermutlich nicht anders) ... vielleicht sind die "Wilden" beim Deckakt rauher ...
Für mich ist halt Hybridzucht generell ethisch nicht vertretbar.
 
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Rickie

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  • #3.124
Das ist ein Serval oder eine F1 Savannah.
Bekannte hatten 2 in den Staaten. Nur in manchen Bundesstaaten sind da leider große Freigehege Vorschrift. Andere können sie leider auch einfach im Haus halten. Sehr traurig.

Also ich bin ein Gegner von Wildtierhybriden.
Die Vorschriften in den USA sind sehr unterschiedlich, da kocht jeder Staat sein Süppchen.
Ich hab mal eine Doku gesehen, in Arizona züchtete eine Familie aus der Schweiz Savannahs, natürlich haben die alles total beschönigt.
Unterschiedliche Tragzeit (bei Serval und Hauskatze; nicht jedoch bei Bengalkatze und Hauskatze!) der Servale und Hauskatzen ist ein Problem, die männlichen Nachkommen sind nicht ohne Grund der Natur nicht zeugungsfähig; Totgeburten, Kaiserschnitte sind die Norm in den ersten 2 Generationen, sogar die F1-Savannahs sind die ruhigesten Schoßkätzchen, blablabla.

In anderen Staaten, wie NY, sind Hybriden aller Tiere (also auch Maultiere und Maulesel) bis einschl. F4 verboten, in NYC bis F5. Schade, daß das nicht in den gesamten USA so ist, denn dieses Haltungsverbot beruht ja auf Gründen.

Die Bengalen, die es jetzt in D gibt, sollen schon so weit durchgezüchtet sein, daß sie vom Verhalten wie Perser sind, glaubt man einigen im Bengalen-Faden. So richtig kann ich das nicht glauben, werde es aber in meinem Haushalt nicht auf ein Experiment ankommen lassen. Unser TH ist in der mehr als glücklichen Lage, bisher von Bengalen verschont geblieben zu sein, andere sind um den Kelch nicht immer herumgekommen.

Ich glaube nicht, daß bei Bengalen nur die Optik noch Bengale ist; ein wenig Verhalten wird da auch noch drin sein.

Ja, OK, wir sind hier bei den Bengalen und nicht bei den Savannahs. Aber ich neige immer dazu, den Hybriden insgesamt nicht so zugetan zu sein und hoffe, daß da nicht noch mehr hirnlose Egomanenkreuzungen den Markt unsicher machen.
 
norab

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  • #3.125
Ich finde aktive EKHs, egal ob aus Deutschland, Spanien, Griechenland oder Ägypten, können einem die Bude genauso umkrempeln wie Bengalen. Ich hatte hier ein neues Wandbettchen angebracht und mein Bengalkater hatte nichts besseres zu tun als reinzuspringen und es mit den Zähnen zu zerreißen :sad: . Das ist aber kein Bengaltypisches Verhalten. Ich denke wenn man es mit seiner Einrichtung nicht so eng sieht und auch bereit ist vielleicht zu klickern oder ein Laufrad anzuschaffen, wenn kein Freigang möglich ist, sind Bengalen eine schöne Rasse (und mit schön meine ich jetzt nicht allein die Optik!). Es sind halt keine Perser oder BKHs, die einfach ruhig sind und "hübsch" aussehen.
 
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CasaLea

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  • #3.126
Ich finde aktive EKHs, egal ob aus Deutschland, Spanien, Griechenland oder Ägypten, können einem die Bude genauso umkrempeln wie Bengalen.
Bitte EHK (Europäische Hauskatze) alias FWW (Feld-Wald-Wiesen-Katz) alias Lastrami (Landstraßenmix) ! ... und nicht EKH (Europäisch Kurzhaar), letztere ist nämlich tatsächlich eine seit 1982 als eigenständige Rasse anerkannte Katz, die allerdings nur von wenigen Züchtern gezüchtet wird.

Ansonsten mag es sehr gut möglich sein, dass EHKs genauso aktiv sind wie Bengalen ... ich kenne nur leider keine Bengalen persönlich, um das beurteilen zu können.
Wir stehen ja eher auf die Gemütlich-Fraktion ... und sowohl unsere Bauernhofkatzen, als auch unsere TH-EHK- und Rassemixe, wie auch unsere Stammbaum-Coonies fallen/fielen darunter ... Glück gehabt, es gibt ja wohl immer solche und solche, egal welche Rasse ... wobei wir nie Katzen mit Orientalen-Einschlag (aka umtriebige Plaudertaschen) hatten, was ja bei den "Südeuropäern" oder "Nah-Ostlern" gerne mal der Fall ist :).
 
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Polayuki

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  • #3.127
Entschuldigt, meine Absicht in diesem thread war es nie eine Diskussion über Hybride oder Rassekatzen loszutreten. Ich hatte das mit dem Verbot von bengalzuchten nur erwähnt um zu verdeutlichen, dass viele Leute die Haltung so unterschätzt hatten, dass sich ein Land genötigt sah dem ein Riegel vorzuschieben. Bengalen sind eben super aktiv, brauchen viel Platz und Beschäftigung.
 
Razielle

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  • #3.128
Deswegen find ich das auch völlig berechtigt und keinesfalls off topic, und jemand der sich diese Rasse zulegen möchte wäre m.E. gut beraten auch diesen Aspekt zu berücksichtigen. Im Tierheim landen auch „anstrengende“ Tiere. :(
 
Cats maid

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  • #3.129
Meine älteste Katze ist Bengalin und bis letztes Jshr hatte ich noch 2 weitere Bengalen die leider inzwischen verstorben sind.
Ich habe hier auch Burmesen und eine Lastrami.
Im Tierheim habe ich die letzten 8 Jahre ein paar Hundert Katzen kennengelernt.

Meine nüchterne Zusammenfassung.

Bengalen sind aktive Katzen, aber nicht aktiver als andere aktive Rassen (Meine Burmesen sind bekloppter, meine Lastrami Strassenkötermixkatze steht denen in nichts nach hat aufgrund von weniger Muskelmassehalt nur nicht deren Sprungkraft).

Meine Bengalen sind/waren alle ein Müh sensibler auf Umweltreize als die meisten anderen Katzen...
Erschreckten z.B. schneller bei lautem Geräuschen, waren aber trotzdem immer sehr aufgeschlossen und neugierig.
Ich habe mir immer eingebildet, dass ihre Instinkte noch etwas dichter unter der Oberfläche lagen als bei meinen anderen Mäusen.

Mit zunehmendem Alter werden/wurden sie sehr territorial. Meine verbliebene alte Bengal-Lady wäre durchaus einverstanden, wenn das ganze andere Katzenpack hier ausziehen würde. Die Zusammenführung war lang und mühsam. (ja, mit Gittertüre usw.....) Dabei ist sie super sozialisiert und hat in ihrem Leben keinen Tag ohne andere Katzen verbracht. Dieses Verhalten der älteren Bengal habe ich so auch von vielen anderen Bengalliebhabern gehört.

Ich bin generell der Meinung, nicht nur bei Bengalen, dass jeder der Katzen halten möchte überlegen muss, "welche passt den zu meinem Leben".

Zum "nebenbei halten und nur ab und zu mal spielen und schmusen" sind Bengalen komplett ungeeignet.

Man muss Lust haben sich jeden Tag mit ihnen beschäftigen zu wollen. Das gilt allerdings auch für meine drei nicht Bengalen.

Ruhige Katzen sind nichts für mich, ich liebe halt die bekloppten, aber solche Katzen brauchen halt viel Aufmerksamkeit, sonst sind Probleme wie Unsauberkeit, Aggression, Depression usw. vorprogrammiert.
 
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  • #3.130
Huhu,

also bei Bengalen..uff...da holst du dir was. Das ist nicht vergleichbar mit Katzen die schon 10 jhare alt und ruhig sind. Und auch nicht mit deinem Kater, der früher ab und gern aufs Bett kam. Ich habe einen Coon, der auch recht aufgedreht ist und sehr gesprächig. Am anfang denkt man sich "oh wie toll, ich mag das" und für manche leute mag das auch zutreffen. Aber viele unterschätzen das. Mein Coon fegt hier durch das Haus und macht regelmäßig Sachen kaputt. Er miaut ununterbrochen, am allerliebsten auf dem balkon so dass es auch ja die ganze Nachbarshcaft hört. Im sommer renne ich hier regelmäßig mit Eis rum, um mich bei den Nachbarn zu entschuldigen. Und er macht das eifnach so, aus spaß! Er ist nicht doof und hat gelernt Schränke zu öffnen um zu bekommen was er will. Ich habe gehört Bengalen sind da nochmla ein ticken härter drauf. Da musst du viel absichern. Und die Tiere ständig auslasten. NIcht umsonst haben die meistne Bengalhalter einen sehr großen auslauf oder die Tiere sogar im Freigang. 80qm halte ich persönlcih für sehr wenig, könnte mir vorstellen, dasss das nicht genügt. Aber vlt habe ich auch Unrecht und es könnte perfekt passen. Ich selbst habe ja auch keine Bengalen. Ich kann das nur ein wenig mit meinem teils aufgedrehten Coon vergleichen, der ja nicht annähernd so aktiv ist wie bengalen.

In Belgien glaube ich, wurden Bengalzuchten sogar verboten nebst Qualzuchten wie Scottish Fold etc. Ich glaube es lag daran, dass viele Leute sich Bengalen in zu kleinen Wohnungne holten und nicht wussten wie anspruchsvoll diese Tiere sind. Aber da müsste ich nochmal nachlesen.

Ich rate dir: lass dir das gut durch den Kopf gehen. Denke realistisch darüber nach, ob du notfalls alles sichern kannst und willst (Herd, Wasserhähne, Schränke, Türen usw usf). Ob du die Zeit hast um mit ihnen stundenlang zu spielen. Ob du den Platz hast für ein Laufrad aber auch noch anderes hast(Catwalk, große, geeignete Kratztonnen/bäume). Ob du wirklich (mit viel pech) ein dauermaunzen auf dem balkon ertragen kannst und ob deine nachbarn damit leben könnten?
Wenn ja... go for it. aber vlt melden sich ja nochmal bengalbesitzer, die da viel mehr wissen haben als ich :)
lg


Jetzt musste ich wirklich kurz schmunzeln.... deine arme Nachbarschaft... :pink-heart::yeah: wobei ich das ja schon irgendwie lustig finde... auch wenn es natürlich für die Betroffen alles andere als das ist...
 
Cats maid

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  • #3.131
Hallo zusammen,

ich bin noch neu hier und habe direkt eine Frage zu den Bengalen, aber kurz ein kleiner Hintergrund:
Ich hatte die letzten 6 Wochen 2 Katzen (beide 10 Jahre alt) für eine Überbrückung aus einer Trennung bei mir. Die beiden haben sich bereits nach 3 Tagen sehr wohl gefühlt, allerdings sind sie mir etwas "zu ruhig" gewesen.

Die Katze hatte zwar immer wieder ihren Schmusedrang und kam zu mir auf den Sessel/ins Bett und der Kater lag Stundenlang mit Körperkontakt neben mir, aber wirklich aktiv waren beide leider nicht. Nach 15 Minuten spielen wollten sie wieder einfach nur da liegen. (der Vorbesitzer hatte beide auch so beschrieben)

Da ich aber beide wieder abgeben musste (war ja eben nur zeitlich begrenzt bei mir), habe ich mal die nahegelegenen Tierheime angeschaut.
Bei einer Pflegerin sind 2 je 2 Jahre alte Bengalen abzugeben, nur als Wohnungskatzen und beide zusammen (versteht sich).

Ich selbst bin 20 Jahre mit Katzen aufgewachsen und mein damaliger Kater war auch sehr gesprächig, was ja bei den Bengalen auch so zu sein scheint.

Meine Wohnung ist 80qm groß, alles für die Katzen nutzbar und ich störe mich auch nicht, wenn sie Nachts aufs Bett springen (das erfreut mich eher, hatte mein Kater auch gerne gemacht).
Eine 5x2.5m große, teilweise überdachte Dachterrasse habe ich, diese wird auch noch mit einem Katzennetz vom Profi gesichert. Bei schlechtem Wetter oder wenn es zu kalt draußen wird, kann ich die Tür leider nicht immer auflassen. Bei langfristig gutem Wetter kann ich sie dafür auch tagsüber, wenn ich nicht da bin, auflassen (natürlich gegen zufallen gesichert).

Bislang ist nur ein großer Kratzbaum im Wohnzimmer aufgestellt, aber für aktive Katzen scheue ich mich nicht, in jedem Raum (inkl Terasse) einen Kratzbaum oder eine erhöhte Klettermöglichkeit einzurichten. Und das Badezimmer hat eine Badewanne, die von mir viel zu selten genutzt wird ;)

Da Bengalen sehr aktiv sind, frage ich mich, ob sie ein Laufrad nutzen würden?
2 Bengalen in 80qm + Dachterasse, reicht das aus?

Ich freue mich schon auf Antworten und werde hier auch noch weiter durch die Beiträge blättern :)

Eigentlich habe ich ja schon meine Meinung abgegeben, aber nochmal ganz konkret.

2 gut sozialisierte Bengalen lassen sich sehr gut in einer 80 qm halten, wenn sie keinen Freigang gewöhnt sind, man die Wohnung vernünftig für aktive Katzen einrichten und sich gerne jeden Tag auch für mehr als nur 20 Minuten um die Tiere kümmern mag.

Hier wird immer und immer wieder auf die "Wildheit" von Bengalen hingewiesen und das wird immer wieder mit dem Hinweis getan, dass es Hybride sind.

So gesehen sind wir Homo Sapiens auch Hypride, weil es inzwischen als gesichert gilt, das sich unsere Vorfahren doch immer mal wieder mit dem Homo neanderthalensis verpaart haben.

Ich weiss das ist sehr plakativ, aber mal ehrlich...die Rasse ist 50 Jahre alt. Der normale Bengalzüchter hat verpaart schon lange nur noch Bengal mit Bengal und hat weder Interesse noch die Möglichkeit eine ALC zu halten und zu verpaaren. Die heutigen Bengalen sind inzwischen auch extra auf gute Hauskatze verpaart, eben weil ihnen ein bestimmter Ruf voraus eilt.

Ich hatte und habe Bengalen. Klar gibt es Eigenschaften die bei dieser Rasse gehäuft auftreten, genau wie auch bestimmte Erkrankungen, aber das gilt deshalb noch lange nicht uno sono.

Mein Yulchen z.B ist mit ihren bald 9 Jahren zwar immer noch verspielt, aber noch viel mehr liebt sie es zu kuscheln und zu schmusen. Sie liebt es herumgeschleppt
zu werden und klebt auf meinem Schoss sobald ich mich setzte. Ich liebe sie, aber für mich dürfte sie sehr gerne um einiges aktiver sein.

Sirius war extrem aktiv, - extrem - aber Henry sein Burmesen Freund hat ihn immer um Längen in seinen Aktivitätsgrad geschlagen.

Ich kenne Devon Rexe und Spinxe die mindestens so aufgedreht sind, wie es den Bengalen nachgesagt wird.

Es gibt dominante Perser usw.

Sicher Bengalen haben alleine durch ihren Körperbau das Potential zur Bewegungsfreude.

So eine Plüschbomberkatze mit jeder Menge Unterwolle, schwacher Muskulatur, kürzeren Hinterbeinen als Vorderbeinen usw. hat gar nicht die körperlichen Möglichkeiten der Katzen die den eher orientalischen Körperbau haben.

Eine geschmeidige 3,5 kg Abby gegen einen breiten 8 kg BKH... wer wird wohl den Kletterwettbewerb gewinnen?

Meine kleine Gracie, eine Promenadenmischung aus dem Tierheim, ist hier die verspielteste ... jagt jeder Spielzeugangel hinterher, aber sie kann mit ihrem eher gedrungenen Körperbau und der schwächeren Muskulatur nicht mal ansatzweise mit meinen Burmesen und meiner Bengalin mithalten. Von Temperament und Kleverness dafür aber locker.

Wenn die TE am liebsten Kuschelkatzen hat, die nur gelegentlich spielen wollen, dann sind die ganzen kurzhaarigen Atleten generell die verkehrte Wahl.

Mir persönlich machen kleine Kaoten Freude. Ich finde es toll, wie schnell sie lernen und versuchen zu manibulieren :grin:.

Für mich wäre z.B. eine super verkuschelte, eher einfach zufrieden zu stellende Katze nichts.

Wähle was zu Deinem Leben passt, nicht was Dich durch Optik beeindruckt.
 
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Arikus

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  • #3.132
Ich bin auf die beiden Bengalen gestoßen, als ich die Seiten der örtlichen Tierheime und Pflegestationen angeschaut habe. Mir geht es bei Katzen weniger um die Optik, bis auf Langhaarkatzen und diese Züchtungen mit kurzer Nase oder eingeknickten Ohren, finde ich alle Katzen schön (wenn es um Favoriten geht, sind bei mir eigentlich schwarze Katzen ganz vorne :) )

Ich bin leider zeitlich noch nicht zu einem Besuch bei den beiden Katzen in der Pflegestation gekommen (Besuchszeit nur 14-16 Uhr). Mit den beiden schwarzen Tigern hatte ich mich Wochentags ca eine halbe Stunde aktiv beschäftigt, danach wollten sie nur noch schmusen. Gerade die kleine war da sehr ausdauernd und lag auch mal 2 Stunden auf meinem Schoß/Bauch während ich am PC saß (ich habe einen Sessel und sitze leicht zurückgelehnt, das fand sie ganz toll).
Am Wochenende konnte ich sie auch mal öfter am Tag begeistern etwas zu machen, z.B. mit dem Ball, der Angel oder dem Laserpointer quer durch die Wohnung.

Clicker Training hatte ich aber nicht ausprobiert, das Thema ist für mich neu, wobei ich es sehr interessant finde. Das einzige, was die beiden gelernt haben, war das Rascheln der Leckerliedose und das Kommando "rein kommen" wenn sie auf der Dachterasse waren.

Aber wie schon gesagt, muss ich selber erstmal vorbeischauen, wie die beiden so sind.
 
Markus1977

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  • #3.133
Ich hätte große Bedenken, Bengalen als Katzen aufzunehmen. Aus folgenden Gründen:

1) Bengalen sind (gleich wie Savannahs) eine Hybridrasse, konkret eine absichtliche Kreuzung zwischen der Hauskatze und der wilden und leider gefährdeten Bengalkatze. Durch Züchtung von Bengalen werden die wild lebenden Bengalkatzen noch stärker gefährdet.

2) Bengalen der Generationen F1-F4 sind in vielen Ländern verboten. Das hat auch damit zu tun, dass solche Katzen eben keine Hauskatzen (schon gar keine Wohnungskatzen) sind und in Gefangenschaft leiden. Es gibt auch noch viele andere Gründe für solche Verbote (Bedrohung der wildlebenden Tiere, Qualzuchten [jedenfalls bei Savannahs] etc).

3) Wildkatzen sollten Wildkatzen bleiben. Es gibt wahrlich genug Katzenrassen, aus denen man wählen kann.

Ab Generation F-5 und höher entschärft sich diese Problematik; dann wird der Bengale sozusagen zur reinen Hauskatze, gegen deren Haltung keine grundsätzlichen Bedenken bestehen. Manche wollen aber unbedingt eine möglichst wildnisnahe Katze und nehmen dafür, das Leid der Tiere in Kauf. Seriöse und am Tierwohl besorgte Katzenhalter sollten das nicht tun.
 
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  • #3.134
Ich hätte große Bedenken, Bengalen als Katzen aufzunehmen. Aus folgenden Gründen:

1) Bengalen sind (gleich wie Savannahs) eine Hybridrasse, konkret eine absichtliche Kreuzung zwischen der Hauskatze und der wilden und leider gefährdeten Bengalkatze. Durch Züchtung von Bengalen werden die wild lebenden Bengalkatzen noch stärker gefährdet.
2) ...
3) ...
Sag mal, liest Du die vorangehenden Beiträge eigentlich nicht?
Es wurde hier doch schon ausführlich geklärt, dass Bengalen heutzutage bzw. seit Jahrzehnten absolut durchgezüchtet sind ...
Und wieso soll die wild lebende ALC in ihrem Bestand durch Bengalzucht gefährdet werden? ... Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Horden von Bengalzüchtern in die natürlichen Lebensräume der ALC einfallen und die wild wegfangen? (bzw. für Zuchtzwecke wegfangen lassen) :D.

Nachtrag
Im Übrigen gilt die ALC auf der Roten Liste seit 2002 nicht mehr als gefährdet.
Zitat:
"Sie ist weit verbreitet und wird seit 2002 auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als LC (Least concern, nicht gefährdet) geführt. Das heißt aber nicht, dass die Bengalkatze völlig ungefährdet lebt. Der Mensch macht ihr Lebensraum streitig und sie ist von der Jagd bedroht."

Quelle:
https://bengalkatze-infos.de/herkunft/die-wildkatze/
 
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  • #3.135
Sag mal, liest Du die vorangehenden Beiträge eigentlich nicht?
Es wurde hier doch schon ausführlich geklärt, dass Bengalen heutzutage bzw. seit Jahrzehnten absolut durchgezüchtet sind ...
Und wieso soll die wild lebende ALC in ihrem Bestand durch Bengalzucht gefährdet werden? ... Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Horden von Bengalzüchtern in die natürlichen Lebensräume der ALC einfallen und die wild wegfangen? (bzw. für Zuchtzwecke wegfangen lassen) :D.

Nachtrag
Im Übrigen gilt die ALC auf der Roten Liste seit 2002 nicht mehr als gefährdet.
Zitat:
"Sie ist weit verbreitet und wird seit 2002 auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als LC (Least concern, nicht gefährdet) geführt. Das heißt aber nicht, dass die Bengalkatze völlig ungefährdet lebt. Der Mensch macht ihr Lebensraum streitig und sie ist von der Jagd bedroht."

Quelle:
https://bengalkatze-infos.de/herkunft/die-wildkatze/

War wohl etwas aus der Hüfte geschossen..... und ja, ich habe die vorherigen Beiträge nicht gelesen.

Ich habe auch nur von Bengalen F1-F4 gesprochen, hatte aber zugegebenermaßen keine Ahnung, dass fast alle Bengalen sowieso schon F5 oder noch viel weiter weg sind.

Ich habe mich einmal intensiv mit dem Thema bei Savannahs beschäftigt, weil ich an denen sehr interessiert war. Habe das aber aufgrund der von mir angeführten Argumenten (und anderen) bleiben gelassen und mich für Abessinier (sehen zumindest sehr ursprünglich aus) entschieden. Mein Wissen bezüglich Savannahs habe ich dann einfach auf Bengalen umgelegt; wohl zu holzschnitzartig.

Edit: Hier sind gute Gründe angeführt, warum Hybride der F1-F4 Generationen problematisch sind. Deren Haltung ist in Österreich offenbar sogar gänzlich verboten. http://www.noe.gv.at/noe/Naturschutz/Hybridkatzen.html
 
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  • #3.136
Ich habe mich einmal intensiv mit dem Thema bei Savannahs beschäftigt, weil ich an denen sehr interessiert war. Habe das aber aufgrund der von mir angeführten Argumenten (und anderen) bleiben gelassen und mich für Abessinier (sehen zumindest sehr ursprünglich aus) entschieden. Mein Wissen bezüglich Savannahs habe ich dann einfach auf Bengalen umgelegt; wohl zu holzschnitzartig.
Joo, war zu "holzschnitzartig" ... Savannahzucht ist noch mal eine ganz andre Nummer (Tragzeit etc., aber auch das wurde in den vorangehenden Beiträgen bereits diskutiert) ...
Abessinier finde ich superschön... aber noch schöner finde ich: die Abby-Langhaarvariante "Somali" ... da geh' ich in die Knie ...
Gibt es hier keinen Tröt für Abbys/Somalis? ... fände ich klasse, wenn ich da Deine Schönheiten sehen könnte (hier im Bengal-Faden würde das den Rahmen sprengen).
 
Markus1977

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  • #3.137
Joo, war zu "holzschnitzartig" ... Savannahzucht ist noch mal eine ganz andre Nummer (Tragzeit etc., aber auch das wurde in den vorangehenden Beiträgen bereits diskutiert) ...
Abessinier finde ich superschön... aber noch schöner finde ich: die Abby-Langhaarvariante "Somali" ... da geh' ich in die Knie ...
Gibt es hier keinen Tröt für Abbys/Somalis? ... fände ich klasse, wenn ich da Deine Schönheiten sehen könnte (hier im Bengal-Faden würde das den Rahmen sprengen).

Es gibt einen (inaktiven) Aby-Thread. Aus irgendeinem Grund scheinen Abys nicht sehr beliebt zu sein und sind daher selten. Ganz verstehe ich es nicht, weil sie werden nicht zu unrecht als "Clowns der Katzenwelt" beschrieben.

Eine Somali Züchterin zu finden, ist nicht leicht.

So sieht einer meiner beiden Kater aus. Der andere ist extrem ähnlich.
 

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  • #3.138
Es gibt einen (inaktiven) Aby-Thread. Aus irgendeinem Grund scheinen Abys nicht sehr beliebt zu sein und sind daher selten. Ganz verstehe ich es nicht, weil sie werden nicht zu unrecht als "Clowns der Katzenwelt" beschrieben.

Eine Somali Züchterin zu finden, ist nicht leicht.

So sieht einer meiner beiden Kater aus. Der andere ist extrem ähnlich.
Dann aktiviere doch bitte den inaktiven Abby-Tröt!!! ... Abbys und Somalis sind halt recht selten (und teuer in der Anschaffung?), mit Beliebtheit hat das für mich weniger zu tun ... umso schöner wäre es, wenn Du diesen Tröt belebst!

Dein Katerle ist wunderschön! ... auch wenn ich persönlich mehr auf die (Halb-)Langhaarflusen stehe :).
 
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  • #3.139
Dann aktiviere doch bitte den inaktiven Abby-Tröt!!! ... Abbys und Somalis sind halt recht selten (und teuer in der Anschaffung?), mit Beliebtheit hat das für mich weniger zu tun ... umso schöner wäre es, wenn Du diesen Tröt belebst!

Dein Katerle ist wunderschön! ... auch wenn ich persönlich mehr auf die (Halb-)Langhaarflusen stehe :).

Abbys sind eigentlich gar nicht so selten. Als Clowns kenne ich eigentlich eher Devon Rexe. Abby's sind für mich eine sehr charakter- und willensstarke Rasse. Agil, klug, eher klein, sehr durchsetzungsfähig :grin: ich mag sie sehr. Aber auch hier gibt es wie immer solche und solche.

Die Rassethreats liegen auf Eis, weil es zig verbale Schlachten in den Threads der Rassekatzen gab.

Meine Güte, wie oft wurde ich wegen meinen Bengalen angefeindet. Eine Rassekatze bzw. der Besitzer dieser Katze wurde hier wer weiss wie oft an den moralischen Pranger gestellt. Besonders Bengalbesitzer rangierter hier unter Forumsmitglied unterster Kathegorie.

Irgendwann sind mehr und mehr abgewandert zu Facebook und in andere Foren.

Lange, lange war hier nur akzeptiert wer seine Katze aus aller schlimmsten Verhältnissen gerettet hat.

Ich schreibe das nicht anklagend, mir ist es inzwischen einfach nicht mehr wichtig, es war einfach so.

Über Bengalen wird nach wie vor so unglaublich viel Unfug geschrieben. Ich bin es müde immer und immer wieder zu erklären wie es denn wirklich ist. Ich überzeuge eh niemanden vom Gegenteil.

Ich bin völlig vernarrt in meine kleine Tierschutzkröte und ja ohne mich gäbe es sie nicht mehr, aber ich liebe sie nicht anders als meine Rassekatzen. Ich bin durch sie kein besserer Katzenmensch als ohne sie. Sie ist nicht bei mir, weil ich eine Katze retten wollte, sondern weil ich mich in sie verliebt hatte, wie vorher in meine Bengalen und Burmesen eben auch.
 
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Dann aktiviere doch bitte den inaktiven Abby-Tröt!!! ... Abbys und Somalis sind halt recht selten (und teuer in der Anschaffung?), mit Beliebtheit hat das für mich weniger zu tun ... umso schöner wäre es, wenn Du diesen Tröt belebst!

Dein Katerle ist wunderschön! ... auch wenn ich persönlich mehr auf die (Halb-)Langhaarflusen stehe :).

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Preis der Grund für die Seltenheit der Abys ist. Klar kosten sie Geld, mit ca EUR 700-800 aber auch nicht mehr als andere Katzenarten. Das einzige, was mir jetzt noch eingefallen ist, ist die Behauptung, das Abys für Katzen relativ kleine Würfe haben. Wenn das stimmt, wäre die Zucht für eine gute Züchterin halt jedenfalls verlustbringend, und zwar im größeren Ausmaß als bei anderen Katzenarten.
 
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