Bekommen eine Katze! Wann zweite Katze dazu?

Inkalee

Inkalee

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Hey ihr Lieben, ich wollte mir mal ein bisschen Rat von erfahrenen Katzenhaltern holen.

Bisher hatte ich noch nie eine Katze, mein Mann ist aber immer mit Katzen aufgewachsen und wollte gerne wieder eine haben. Da wir mittlerweile umgezogen sind und nun auch die räumlichen Möglichkeiten haben, spielten wir schon eine Weile mit dem Gedanken.
Und nun bekommen wir spontan am Donnerstag schon den ersten Zuwachs :D

Eine EKH-Katze, ca. 1 Jahr alt. Sie ist dem Mitbewohner meiner Schwester vor einigen Monaten zugelaufen und hat in der Zeit keinen Besitzer gefunden, der sie vermisst hat. Da der Mitbewohner nun zum Bund geht und wir ohnehin mit dem Gedanken an eine Katze gespielt haben, kommt die Dame nun zu uns. Meine Schwester kann sie nicht in der Wohnung behalten, da sie sich mit ihrem Hund nicht so gut versteht.

Momentan ist sie eine Wohnungskatze und wird es auch erst einmal bleiben, da sie vermutlich nicht kastriert ist (geimpft, entwurmt, gechipt wurde sie letzte Woche). Das möchten wir aber, wenn sie bei uns angekommen/eingewöhnt ist, nachholen! Würd sie nämlich auch gerne raus lassen, da wir sehr ländlich wohnen und dafür einfach schöne Bedingungen haben.

Mein Mann ist nur an den Wochenenden zu Hause und ich arbeite unter der Woche 8 Stunden am Tag. Für die Katze fände ich es schade, wenn sie so lange Zeit immer alleine in der Wohnung ist. Daher hatten wir überlegt, eine zweite Katze dazuzuholen. Ursprünglich war es sowieso der Plan gewesen, wenn überhaupt, gleich zwei Katzen aus dem Tierheim zu holen.

Nun ist die Frage, ob es sinnvoller ist, gleich von Anfang an eine zweite Katze zu holen, damit es gar nicht zu Streitigkeiten kommt, wenn eine Neue in das 'Revier' eindringt später?!
Oder erst einmmal abwarten, bis Lilly sich bei uns eingewöhnt hat, Kastration etc. abwarten, damit sie da ihre Ruhe hat und wir sie auch charakterlich einschätzen können, um eine Katze zu finden, die zu ihr passt?

Was meint ihr?

Meine Schwester würde sie als sehr selbstbewusste Katze beschreiben, die gerne kuschelt und Aufmerksamkeiten bekommt. Mit dem Hund, den meine Schwester in der Wohnung hat, versteht sie sich nicht unbedingt gut. Grundsätzlich ignoriert sie ihn, aber sie reagiert auch sehr eifersüchtig, wenn Brian Streicheleinheiten bekommt, faucht und droht ihm...
Aber das ist eben auch ein Hund und keine andere Katze.

Die Katzen, die momentan bei uns im Tierheim sind und vom Alter passen würden, werden als sehr scheu und zurückhaltend beschrieben...ich weiß nicht, ob das dann so eine gute Kombination wäre? Möglicherweise würde Lilly einer solchen Katze aber auch beim 'Auftauen' helfen können?!

Würde mich über euren Rat und eure Einschätzungen freuen!

Liebe Grüße,
Inken
 
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ottilie

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Hallo Inken,

Herzlich Willkommen hier im Forum!:)
Soviel ich weiß, ist es am besten wenn beide neuen Katzen gleichzeitig einziehen.
Dann ist es für beide gleichzeitig das neue Revier
Viel Freude mit deiner Katze/deinen Katzen
 
Margitsina

Margitsina

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Beide gleichzeitig einziehen lassen.
Freundin dazu holen im gleichen Alter , gleiches Geschlecht und ähnlicher Charakter.
 
N

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Huhu :)

An sich wäre "so früh wie möglich" am Besten. So ist die Katze weniger lange alleine. Allerdings solltest du die Katze nach der Kastration mit einem getragenen T-Shirt abrubbeln, damit sie weniger nach Tierarzt riecht -> dann riecht sie für den Neuzugang wieder fremd und da können sie sich wieder ein wenig entfremden.

Übrigens: Selbes Geschlecht, selbes Alter, ähnlicher Charakter - so klappt es mit der Zusammenführung am Besten :)
Katzen in Tierheimen können in der Familie lebend auch ganz anders sein, als im Tierheim, ist auch eine ganz andere Situation. Katzen in Tierheimen können oft schüchterner sein und später in ihrem neuen Heim richtig aufblühen.
Du könntest auch alternativ bei Pflegestellen nachfragen oder hier im Forum bei den Notfellchen schauen :)
 
K

kater_mikesch

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Wir hatten unseren Charly fast sechs Jahre und dann lief uns ein kleiner roter verletzter Kater zu ( hatte mit einem Waschbären gekämpft ) den mussten wir im Haus unter Arrest stellen und wir haben dabei festgestellt das die beiden sich sehr gut verstanden haben . Unser Charly hat sonst nie fremde Katzen auf dem Grundstück geduldet .

Wir haben bei der Gelegenheit festgestellt das er mit mehrfarbigen und schwarzen Katzen Probleme hatte . Aber rote Kater / Katzen kann er leiden .
Leider ist uns der kleine knipsi an einer Herzschwäche gestorben und wir haben festgestellt das Charly echt jeden Abend an der Tür auf ihn gewartet hat .

Nun haben wir ja wieder die kleine Merkel mit ihren Kindern die beide rot sind und siehe da die verstehen sich .

Also ich weiss nicht genau wie friedliebend Eure ist .... Aber bei einer Zusammenführung würde ich auf jeden Fall dabei bleiben . Denn bekanntlich hat ja jedes Tier einen eignen Charakter , somit kann man das nicht pauschalisieren
 
doublecat

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Ja, es wäre wirklich gut, wenn ihr gleich zwei Katzenmädels einziehen lassen würdet. Hier wurde ja schon geschrieben, wobei es bei der Auswahl der Katzenfreundin ankommt: gleiches Geschlecht, gleiches Alter, gleicher Charakter. Dann stehen die Chancen gut, dass es mit der Zusammenführung gut klappt.

Bitte lasst euch kein Katzenbaby als Gesellschaft für eure Katze andrehen. Die Kleinen sind im Moment überall in der Überzahl und viele wollen die Babys einfach nur schnell loswerden. Aber eine einjährige Katze braucht eine gleichaltrige Katze als Kumpeline.
 
Inkalee

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Vielen Dank für eure schnellen Antworten!

vom Alter und Geschlecht etwas Passendes zu suchen, ist sicher kein Problem. Nur charakterlich finde ich die Katze schwer einzuschätzen, da ich sie bisher noch nicht kenne und sie auch mit anderen Katzen noch nicht zusammen gelebt hat. Aber ein scheues Mäuschen ist sie nach Aussagen ja definitiv nicht :D

Ich habe mich die letzten Tage im Internet schon ein wenig umgesehen.

Bei uns im Tierheim sitzt eine ca. 1jährige Katze, die bisher nur draußen gelebt hat und entsprechend scheu ist, da sie nicht an den Menschen gewöhnt ist. Würde von Alter und Geschlecht passen. Und vielleicht würde auch gerade eine andere, verschmuste Katze wie Lilly passen, damit sie etwas auftaut? Oder ist das doch etwas zu viel vorgenommen für Katzenanfänger?

Ansonsten habe ich noch eine Anzeige einer schwarzen Dame von den Straßen Bulgariens gelesen. Die ist etwas jünger als ein Jahr (ca. 10-11 Monate) und wird als sehr verschmust und verspielt beschrieben. Würde vom Charakter vielleicht besser passen?!
Allerdings steht in der Antwort auch etwas von Transport, auch wenn die Anzeige örtlich für unsere Nachbarstadt angegeben ist. Ich weiß also nicht genau, ob die Dame erst aus Bulgarien kommen würde, dann würde es sicher noch eine Weile dauern, bis sie hier ankommt. Da müsste ich mich nochmal erkundigen.

Zu Welcher Dame würdet ihr grundsätzlich tendieren?
 
F

Ferrina

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Welche die richtige ist, ist natürlich eine gute Frage. Ich kann dir nur kurz von meinen Erfahrungen berichten.

Ich habe auch zu einer alleine lebenden, sehr verschmusten und verspielten Katze, eine sehr scheue aus dem Tierheim geholt. Sie waren da nur deutlich jünger (4 Monate).
Aber ich kann sagen, dass eine scheue Katze sich sehr viel von einer menschen bezogenen abschaut. Unsere scheu Miez Betty hat schon gefaucht wenn man sich nur auf 2 Metern ihrem Zimmer im Tierheim genähert hat. Eingefangen werden musste sie von 2 Männern mit dicken Handschuhen und während der Fahrt hat sie uns nur angespuckt und geknurrt.
Wir haben beide Katzen gleichzeitig zu uns geholt und zusammen in einem Zimmer raus gelassen. Unsere schmusige Miez Wilma stürmte direkt zu uns und war sofort angekommen. Betty versteckte sich unterm Sofa. Nach ca. 2 Stunden gab es die erste Begegnung zwischen den Katzen. Betty wollte unbedingt zu Wilma, ihr war das jedoch nicht geheuer. Kurze Faucher und Knurrer und sie gingen getrennte Wege. Wieder 2 Stunden später gab es das erste Spiel und Nasenbussi der beiden.

Sie waren natürlich noch jünger da ist das noch unkomplizierter, aber vor allem was sich Betty im Umgang mit Menschen von Wilma abeschaut hat, war beeindruckend. Eine Woche später hat diese völlig scheue Katze mit mir gekuschelt und gespielt. Und heute ist sie eine unglaublich verschmuste Katze, die einen auf Schritt und Tritt hinterher läuft.

Es ist jetzt ganz schön lang geworden :rolleyes:
Die Hauptaussage sollte sein, dass eine scheue Miez und eine anhängliche Miez eine sehr gute Kombination ist, wenn vor allem die scheue Katze sozial gut mit anderen Katzen klar kommt. Kann das Tierheim etwas dazu sagen, wie gut sich die Scheue mit anderen Katzen verträgt?
 
N

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Hallo Inkalee,

es wäre gut, wenn die Katze umgehend kastriert wird (im derzeitigen Zuhause), damit es bei einer Zusammenführung keine Probleme mit zwischen kastriertem und unkastriertem Tier gibt.

Der Umgang mit dem Menschen sagt nichts über den Umgang mit Artgenossen aus. Deshalb würde ich explizit nach einer gut sozialisierten Katze schauen, die nicht schüchtern ist, die nicht von sich aus streitet, aber die sich auch nichts gefallen lässt und klare Grenzen setzt.
 
Inkalee

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  • #10
Danke für deinen Bericht, Ferrina!

Ich werde heute mal im Tierheim vorbeifahren und fragen. Laut Internetseite hat die Kleine mit ihrer Mutter und ihrem Bruder bisher draußen gelebt. Der Bruder ist bereits vermittelt. Aber sie war auf jeden Fall mit anderen Katzen zusammen bisher :)
 
Margitsina

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  • #11
Ihr könnt keine Kate, welche bereits draußen war, in die Wohnung sperren!
Das geht gar nicht.
Entweder eure Katzen bekommen Freigang oder ihr müsst explizit nach einer wohnungskatze suchen. Wobei Freigang immer die bessere Wahl ist.
 
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Inkalee

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  • #12
Ich möchte auch definitiv Freigang für die Katzen!
Allerdings ist Lilly noch nicht kastriert. Das möchte ich jedoch so schnell wie möglich nachholen und ab dann auch Freigang ermöglichen :)
 
Inkalee

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  • #13
Neues!
War gerade im Tierheim. Die einjährige Katze ist nicht mehr da. Momentan haben sie keine Katze in dem Alter, die sozial kompatibel mit anderen ist.
Sie hätten einen sehr agilen und sehr sozialen 5jährigen Kater, der momentan mit einer sehr schwierigen Katze in einem Zwinger sitzt, mit der er ganz geduldig ist und mit einem Kitten, mit dem er gerne tobt....

Grundsätzlich kenn ich mehrere Leute, die Kater und Katze zusammen haben und es gut klappt... sind halt 4 Jahre Altersunterschied.... daher weiß ich nicht so recht
 
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nikita

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  • #14
Meiner Meinung nach solltet ihr zuerst nur die kleine Lilly bei euch einziehen lassen.
Sie war jetzt einige Monate allein bei dem Bekannten, wurde gerade erst geimpft und muss auch den Umzug erst mal verkraften.

Ich würde sie auf keinen Fall jetzt sofort kastrieren lassen, sondern erst wenn die Impfung komplett durch ist. Wenn sie vor kurzem die erste Impfung bekommen hat, sollte diese nach 4-6 Wochen wiederholt werden, da es sich hier ja um eine Grundimmunisierung handelt.

Frühestens 2 Wochen nach der zweiten Impfung würde ich die Kleine kastrieren lassen. Und etwa 4-6 Wochen nach der Kastra würde ich mich nach einer gleichalten und charakterlich passenden Katze umsehen.
Bis dahin könnt ihr den Charakter von Lilly schon gut einschätzen, sie hat sich eingewöhnt und muss nicht alles auf einmal verkraften.

Wurde sie bereits auf FIV/Leukose getestet? Das sollte unbedingt gemacht werden, bevor eine zweite Katze einzieht und bevor sie in den Feigang geht.
Auch die zweite Katze muss (vor der Zusammenführung!) getestet sein.

Wenn sie Freigängerin werden soll, welche Impfungen genau wurden gemacht?
Bei Freigängern sollte Seuche/Schnupfen, Leukose (nach negativer Testung) und Tollwut geimpft werden. Wenn sie alle diese Impfungen auf einmal bekommen hat, dann hat sie im Moment wirklich genug zu verkraften und sollte nicht noch zeitgleich mit Kastra, Umzug und Zusammenführung belastet werden. Das kann ihr Immunsystem sehr schnell überfordern und sie kann dann krank werden, gerade weil auch die andere Katze diverse Dinge mitbringen kann.

Daher kann ich dir nur sehr dringend empfehlen jetzt nichts zu überstürzen und die Zweitkatze erst später zu nehmen.
 

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