Bauchwassersucht - Darmentzündung?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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monalicious

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14. August 2018
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Hallo, ich bin neu hier, weil ich mir Sorgen um meinen Kater Aramis mache.
Ich fange mal ganz von vorne an um die Situation besser nachvollziehen zu können. Außerdem sind es meine ersten Katzen. Ich hab dieses Unterforum gewählt, weil ich nicht weiß, ob Darm/Verdauung, innere Krankheiten, Niere etc...

Am 21.11.2017 habe ich Aramis (grau-weiß) und Nanuk (weiß) aus Düsseldorf abgeholt, da sie extra für mich aus Spanien kamen. Aramis ist etwa Ende September 2016 geboren, also mittlerweile fast 2 Jahre alt. Nanuk ist Anfang Juli 2017 ein Jahr alt geworden. Zu dem Zeitpunkt waren sie übrigens bereits kastriert.

Soweit so gut. Sie haben sich auch innerhalb weniger Tage eingelebt und sind ein Herz und eine Seele geworden. Was mir dann aber so ab dem Anfang/Mitte Dezember auffiel, dass Aramis einen dicken Bauch hatte. Von der Statur wirkt er sonst sehr schlank, aber eben der Bauch war dick. Außerdem schien mindestens einer von meinen Katern Durchfall zu haben. Ich bin also zu meinem Tierarzt gefahren, wo ich das letzte mal mit 16 war, als unser Hund eingeschläfert worden war.
Dieser hat mir eine Wurmkur für beide Kater mitgegeben, die ich dann 2 Wochen später nochmal wiederholen sollte. Unwissend, wie ich war, habe ich das natürlich getan, weil man dem Tierarzt, der Veterinärmedizin studiert hat ja glaubt. Mittlerweile bin ich eines besseren belehrt worden und meine Kater würden nur noch nach einer Stuhlprobe eine Wurmkur bekommen (sie sind keine Freigänger, also ist es recht unwahrscheinlich, dass sie sich was einfangen).
Am Bauch hat sich nichts geändert. Es war vielleicht ein paar Tage rum, als ich das Katzenklo sauber gemacht habe und Aramis vor meinen Augen in das Katzenklo gemacht hat. Flüssiger Stuhl mit Schleim und hellroten Schlieren. Ich versucht, das Zeug aufzusammeln und mit der Katze zum Tierarzt. Dort hat er nen Schnelltest auf Giardien machen lassen und mir nach dem positiven Ergebnis Panacur verschrieben. 7 Tage geben - 7 Tage Pause - 7 Tage geben. Sonst sollte ich nichts weiter beachten.
Dass man bei Giardien möglichst kohlenhydratfrei füttern, als auch die Umgebung immer schön reinigen soll, hab ich mir dann durch Internetrecherche selbst angeeignet. Nanuk wurde nicht mitbehandelt, weil er ja keine Symptome gezeigt hatte.
Ein Nachtest war laut Arztseite nicht nötig. Man solle nicht so einen Stress machen. Der Bauch von Aramis würde sich dann schon regeln, wenn die Giardien weg wären.
Im Laufe der Internetrecherche habe ich gelernt, dass ein Schnelltest sowohl falsch positiv als auch falsch negativ anzeigen kann. Und dass man den Kot im VetMed Labor der Uni Gießen auf ein Koproantigen testen lassen kann, welches nur vorkommt, wenn es lebende Giardien im Darm gibt. Und das als Halter selbst einschicken kann. Außerdem wurde mir in einer Facebookgruppe empfohlen, zusätzlich auf Tritichiomonas (oder so ähnlich) testen zu lassen. Alles war negativ, außer Giardien. Auch bei Nanuk waren Giardien positiv getestet worden (denn auch hier habe ich mittlerweile gelernt: Es gibt Symptomfreie Tiere).
Ich also wieder zum Tierarzt und ihm die Ergebnisse gezeigt. Daraufhin hat er meinen KAtern Metronidazol verschrieben, wieder mit Pause. Ich habe dieses Mal aber 14 Tage durchgegeben. (Denn Giardien sind keine Würmer, die auch Eier legen, sondern teilen sich immer direkt. Wenn nach den ersten 7 Tagen noch Giardien vorhanden sind, haben die ja nur Zeit sich zu erholen).
Erneuter Test in Gießen: Giardienfrei. Endlich. Mittlerweile hatten wir März. Der Bauch war immer noch da, ging aber schon etwas zurück. Nun hieß es Darmflora aufbauen, was ja auch Wochen dauern kann.
Zum Darmflora aufbauen gab es Digest + Immune von pahema. Extra kohlenhydratfrei, weil es das auch schon während des Parasitenbefalls gab.

Jetzt haben wir Anfang August: Der Bauch wurde wieder dicker und mir gefiel Aramis nicht mehr. Ich diesmal zu einem anderen Tierarzt gefahren.
Diese war schockiert über den dicken Bauch. Ich hab ihr die Geschichte geschildet, sie bedauerte, dass ich mir sozusagen "den Behandlungsplan" für Giardien selbst erarbeiten musste.
Zum ersten Mal kam ein Tierarzt auf die Idee, Aramis zu röntgen. Laut Röntgenbild ist der Darm verdickt, teilweise mit harten Kotstücken (obwohl Aramis zu sehr weichem Stuhl neigt). Außerdem ist freie Flüssigkeit im Bauchraum zu sehen (daher auch der Bauch). Außerdem äußerte die Tierärztin, dass die Milz um ca. 30 Prozent größer sei, als üblich, dafür die Nieren schon eher zu klein. Sie erklärte mir, dass sie am nächsten Tag den Kater gerne punktieren und die Flüssigkeit gerne entfernen würde. Außerdem müsste begutachtet werden, ob die Milz entfernt werden müsste. Aramis wog dort 5,85 kg
Zuvor bat sie mich aber, in die Tierklinik zu fahren, da diese ein Ultraschallgerät haben.
Ich also meinen Kater eingepackt und in die Tierklinik gefahren.
Dort wurde ein großes Blutbild gemacht, der Ultraschall und Fieber gemessen. Wohl bemerkt lag das Fieber bei 39,5°C, aber Aramis war zu dem Zeitpunkt schon 4,5 Stunden in der Box. Am nächsten Tag war das Fieber wieder weg.
Der Ultraschall ergab: Gar nicht so viel freie Flüssigkeit, wohl eher Fett. Die Milz wirkte beim Ultraschall unauffällig und die Nieren scheinen nicht mehr voll funktionsfähig zu sein.

Er bekam ein Antibiotikum (Enrofloxacin), dazu Dimazon und Hexadreson.

Also wurde er erst einmal nicht punktiert.
Am nächsten Morgen hat er nur 5,7 kg gewogen und wurde ab da auf Diät gesetzt, da laut tierklinik ja vor allem Fett den dicken Bauch verursachte. Morgens und abends 100 gr gutes, hochwertiges Nassfutter (Real Nature Wilderness). Vorher hatten meine beiden Kater All you can eat (wobei die beiden auch eigentlich nie wirklich gefressen haben).
Seitdem geht der Kater als auch ich die Wände hoch, weil er alle 3 bis 4 Stunden verzweifelt nach was zu Fressen sucht.
Donnerstags bekam er noch einmal Enrofloxacin und Hexadreson.
Freitags wo er nur noch 5,4 kg, pinkelte viel und hatte festen Stuhl. Außerdem trank er auch einiges.
Er bekam nochmal eine Spritze und ich bekam 2 Stück für's Wochenende mit nach Hause.

Trotz Diät (nein, er hat keinerlei Möglichkeit irgendwo was zu stibitzen etc) wog er Samstags 5,5 kg. Sonntags 5,56 kg und Montags 5,6 kg. Außerdem fand ich, dass entweder Popo abgenommen habe und dadurch der bAuch wieder größer wirkte, oder aber der Bauch war wieder größer.
Die Ärztin gab ihm nochmal eine Spritze und verlangte, dass er abends stattt 100 gr nur 50 gr zu Fressen bekommen sollte.

Ende der Geschichte: Er wog heute morgen 5,63 kg.
Ich würde so langsam gerne wissen, was mit meinem Kater los ist. Langsam bekomme ich auch das Gefühl, dass die Tierärztin vor einem Rätsel steht.

Was das Blutbild angeht:
Die Parameter waren alle in der Norm, außer:

Leukozyten (WBC): 16 (Ref. Bereich zwischen 5-11)
Lymphozyten (LYM): 5,7 (1-4)
Eosinophile (EOS): 1,9 (0-0,6)

Kreatinin 2,1 (0,3-2,1)
alpha-Amylase 1.168 (300-1.100)
Gesamtprotein 8,5 (5,4 - 8,2)

Ansonsten liegen alle anderen Blutwerte in ihrem "Normbereich".


Vielleicht gibt es hier ja jemanden, der ähnliche Erfahrungen hat und uns eine neue Idee bringen könnte.
Vom Verhalten her ist Aramis eher ne gemütliche Katze... aber tobt und rauft sich auch mit Nanuk und seinen "Tanten" (die Katzen meiner Eltern, die in einer anderen Wohnung, aber im gleichen Haus leben). Ich kann ihn überall anfassen, auf dem Bauch rumdrücken etc. Keine Reaktion, die daraufhin deutet, dass er Schmerzen haben könnte.

Er hat einen Tag mal Schuppen und haart, den anderen Tag ist es weniger.


Ich hoffe so auf Hilfe. Danke!

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