Barfen Katze und Hund

A

Anni&Louis

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20 Januar 2018
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Hi,
ich bin neu im Forum. Ich habe seit anderthalb Monaten eine kleine Maine Coon Kitte, Louis. Außerdem habe ich einen sechs Jahre alten Chesapeake Bay Retriever Rüden, Ace. Bisher haben wir Louis Kittenfutter gefüttert, da uns in zahlreichen Tierhandlungen dazu geraten wurde, aufgrund der von Kitten benötigten Zusatzstoffe zum Wachstum.
Da wir unseren Hund barfen, würden wir das auch gern mit dem Kater machen. Fraglich ist, ob wir Louis als Kitte auch schon barfen können. Wenn ja, was müssen wir wegen des Wachstums beachten? Und können wir wohlmöglich Hund und Katze das gleiche Futter füttern?
(P.S. Barfen tun wir nicht selbst, wir kaufen fertig in einem kleinen Shop, der sich aufs Barfen spezialisiert hat)

Ich bin ganz aufgeregt und freue mich über Antworten :grin:
 
K

Knilch

Erfahrener Benutzer
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19 Juni 2017
Beiträge
401
Willkommen im Forum:),

und Glückwunsch zum neuen Familienmitglied.

Barfen kann man Katzen in jeden Alter, aber Hund und Katze haben unterscheidliche Bedürfnisse. Also das gleiche Futter geht nicht. Hunde sind von Nataur aus Allesfresser, Katzen Fleischfresser.
Hier im Forum gibt es jede Menge Themen zum Barfen, ich selber mache das nicht.

Kitten sollen soviel fressen dürfen wie sie wollen. Sie sind noch im Wachstum und Katzen entwickeln ein Sättigungsgefühl wenn sie genügend Fressen bekommen, hören also von selbst auf wen sie genug haben.

Wo du dich aber dringend auch mal informieren solltest ist zur Einzelhaltung von Katzen dun Kitten im besonderen. Katzen sind sehr soziale Tiere und brauchen bei Wohnungshaltung unbedingt einen Artgenossen. Auch dein Hund kann das nicht ersetzten, auch wenn sie sich gut verstehen.
Lernen und festigen Kitten nicht im ersten Jahr die eigene Sprache, bleiben sie ihr Leben lang Sozialkrüppel und das bedeutet für die soziale Katze eine erhebliche Einbuße an Lebensqualität.
Schau mal hier: http://www.katzen-fieber.de/einzelhaltung-katzen.php

Und hier noch das Begrüßungspäckchen: Begrüssungspäckchen für Forums- und Katzenanfänger

EDIT: Kittenfutter ist nicht notwendig. In der Natur gibt es auch keine Kittenmäuse. Wichtig ist hochwertiges Nassfutter mit einem hohen Fleischanteil.
 
S

Starfairy

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8.179
Wenn du das Barf nicht selber zubereiten möchtest, dann fütter lieber gutes Katzenfutter.

Hat man dir im Barfladen gesagt, das du das gleiche Futter füttern könntest?

Falls dort Futter für Katzen angeboten wird, kannst du ja die Zusammensetzung mal einstellen. Allerdings, bisher hat sich noch nie irgendwo ein gutes fertiges Barf für Katzen gefunden.
Von dem her, mach dir da nicht so viele Hoffungen.

Ich schließe mich aber an, das dein Kater einen Kumpel braucht. Ein guter Züchter hätte dir den Kleinen auch niemals in Einzelhaltung gegeben. Ein Hund zählt da nicht.

Ach ja, die Einzahl von Kitten ist auch Kitten.
 
A

Anni&Louis

Neuer Benutzer
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20 Januar 2018
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2
In dem Laden gibt es auch Menüs direkt für Katzen. Ich werde morgen mal dort hinfahren und mir die Zusammensetzung angucken.

Ich weiß bisher das im Laden sowohl die Menüs für Hund als auch für Katze aus 80% Fleisch und 20% Gemüse bestehen.
Gibt es beim Barfen für Katzen besondere Bestandteile auf die ich bei der Zusammensetzung achten muss? :confused:

Mir wurde dort nicht gesagt, dass ich das gleiche Futter füttern kann, jedoch habe ich dort auch nicht danach gefragt. Es ist nur eine Überlegung, da Hund und Katze in ihren Urtypen auch ähnliche Nahrung zu sich nahmen. (Außerdem würden wir dann pro Tag genau eine 1kg Wurst verfüttern können)
 
SiRu

SiRu

Forenprofi
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4 September 2011
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9.604
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Hemer, NRW, D
Katzenfutter ist mit 5 % Gemüse (max. 10% in begründeten Fällen), keinerlei Obst, keinerlei Getreide und Getreideprodukte.
Damit ist das Zeugs aus Deinem Barfladen (20% Gemüse) schon raus.

Oh ja, Hund und Katze hatten mal Vorfahren, die sich ähnlich ernährt haben. Vor ein paar Millionen Jahren.
Danach sind die einen zu Beutetierteilefressern mit der Möglichkeit zur Verdauung von pflanzlichen Nahrungsbestandteilen geworden => Hunde.
Und die anderen sind in eine biologische Nische gekrabbelt und zu Beutetierkomplettfressern ohne die Möglichkeit aus pflanzlicher Kost Nährstoffe zu ziehen geworden => Katzen

Beutetierteilefresser brauchen nicht in jeder Mahlzeit alle Nahrungsbestandteile. Die fressen mal Leber, mal Muskel, mal knochiges. Und auch mal nur Obst oder Salat, den aufgesammelten Frittenrest.

Beutetierkomplettfresser: 1 Beutetier (1 Maus;)) = 1 Mahlzeit. Und so sieht auch nachgebautes Futter aus.
Beim Nahrungsexoten Katze eben: jedesmal der komplette Mausnachbau mit Leber, ( sonstigen Innereien wie Lunge, Milz, Geschlechtsorgane, etc.), Muskeln (da gehören dann auch Herz und Magen zu), Knochen, Sehnen, haut & Fell. (Fell ist übrigens das, was wir mit dem Gemüseanteil im Barf simulieren. Der Mageninhalt der Maus ist vernachlässigbar.)
 

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