Aus 2 mach 3 Katzen - Erleichterung für scheue Mietzen?

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TatsiKatzi

Gast
Liebe Foris,

ich hatte mich hier schon mal gemeldet, weil ich zwei Katerchen aus einem Tierschutz übernommen hatte, die ziemlich scheu sind und sich seit einigen Monaten bei mir befinden.

Da beide derzeit auch eine Globuli- und Bachblüten-Therapie mit mir zusammen machen, um ihre Angst und Hyperaktivität abzulegen dachte ich vielleicht auch daran als Hilfestellung einen weiteren Artgenossen zu adoptieren, der beiden zeigen kann, dass"Dosi" kein Wesen ist vor dem man Angst haben muss. Für den ängstlichen Kollegen wäre dies eine super Sache, weil er dann unabhängig von seinem Artgenossen sieht, dass wir Menschen keine bösen Tiere sind, die ihm Leid zufügen und für den anderen Kollegen wäre es zudem auch eine super Idee seiner Hyperaktivität bzw. seinem Spieltrieb entgegen zu wirken und ihm einen Spielkameraden zu schenken...
Dies wären so die Vorteile meiner Überlegung.

Zufällig gibt es auch eine Möglichkeit eine jüngere Katze zu adoptieren, die sehr menschenbezogen ist.

Der Nachteil der hierzu entstehen könnte wäre, dass beide sich gegen den kleinen jungen stellen und ihm dies dann auch zu spüren geben könnten?

Was haltet ihr von dieser Idee?

Ich will nur das Beste für meine zwei und es ihnen mit jeder Möglichkeit die mir einfällt, den Umgang mit Menschen. Sie haben anscheinend wirklich keine guten Erfahrungen gemacht und ich denke sie benötigen vielleicht einen Beispielkollegen, der ihnen zeigt "hey, die Dosis sind echt nett"

Wäre euch dankbar für eure Erfahrungen und eure Tipps...


Grüße
TatsiKatzi
 
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ottilie

ottilie

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Hallo,
Wie alt sind deine beiden Kater genau und wie viele Monate Zählt der Junge?
Wenn ich es richtig gelesen habe sind alles drei Kater
Diese Informationen braucht man, um eine mögliche Zusammenführung beurteilen zu können
 
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TatsiKatzi

Gast
Hallo Ottilie,

meine beiden sind 3 Jahre alt und schon sehr aufeinander fixiert. Der Kleine wäre 10 Monate alt und ist derzeit in einer Familie untergebracht, die nun den Kleinen weitergeben will, weil die ältere Katze (13 Jahre) ihn nicht akzeptiert :(

ich hab meine Zweifel, muss ich zugeben.

Aber selbst wenn es eine ältere Katze wäre, stellt sich für mich auch die Frage, ob das funktionieren würde. ???

LG
 
N

Nicht registriert

Gast
Hallo Tatsikatzi,

grundsätzlich finde ich diese Idee gut.

meine beiden sind 3 Jahre alt und schon sehr aufeinander fixiert. Der Kleine wäre 10 Monate alt und ist derzeit in einer Familie untergebracht, die nun den Kleinen weitergeben will, weil die ältere Katze (13 Jahre) ihn nicht akzeptiert :(

Für den jungen Kater und auch für die ältere Katze wäre sehr gut, wenn er sofort umziehen würde, damit diese sehr unglücklich gewählte Konstellation beendet werden kann.

Da Deine Katzen aber ohnehin ein Paket tragen und sehr ängstlich und scheu sind, würde ich den neuen Kater sehr genau und gezielt aussuchen.
Ich würde nach einem 2-4 jährigen Kater suchen, der auf einer Pflegestelle lebt und gut eingeschätzt werden kann.
Er soll menschenbezogen und Artgenossen gegenüber gut sozialisiert sein.
Er sollte kein Stänkertyp sein, sondern Artgenossen freundlich und offen begegnen.

Und dann kann er eine sehr gute Brücke zwischen Dir und Deinen Katzen sein :)

Wie sieht die Therapie für Deine Katzen aus? Hast Du den Feliwaystecker, Zylkene oder Bachblüten angewendet?


Nachtrag:

Ich kenne diesse Orga nicht persönlich, aber sie hat mehrere Pflegestellen im Süden Deutschlands.

http://tierhilfe-verbindet.de/pages/katzen.php

Auf den Vermittlungsseiten gibt es ausführliche Beschreibungen und Videos zu den Tieren. Evt. findet sich dort ein passender Gefährte?
 
Zuletzt bearbeitet:
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TatsiKatzi

Gast
Liebe Moment-a,

nach einem kurzen Gespräch mit dem aktuellen Dosi haben wir uns gegen den kleinen entschieden. Ich denke, dass die Konstellation zwischen den 3 nicht ganz funktionieren würde und der kleine seinen eigenen Weg genauso wie meine beiden gehen würde. Somit hätte ich dann anstatt keine Arbeit 3-fach Arbeit zuhause :(

Da das Interesse so riesig bei dem Kleinen war, wird er sicherlich in Gute Hände weitergegeben :)

Natürlich bleibe ich dran und suche derzeit einen neuen Spielgefährten mehr oder weniger Lebens- oder Leitgefährten der beiden zeigen kann, dass bei uns alles bestens verläuft :)
Wir überlegen mittlerweile sogar shcon wegen den zwei in ein Haus am Waldrand zu ziehen... also sie sollten es doch irgendwann mal verstehen :p

Zur Therapie:
Ich habe eine Katzenverhaltenstherapeutin engagiert die im regen Austausch mit mir über deren Entwicklung mit mir spricht. Nach einem normalen Prozess mit Fragebogen haben wir uns für Bachblüten täglich und Globuli-Einnahme 1x und nun jetzt erneut weitere Globuli entschieden.
Da sie allerdings mit der Dosis nur eine begrenzte Möglichkeit besitzt, habe ich noch ein Backup, eine weitere Damen, die mir mit höherer Dosis weiterhelfen kann.
Zudem bin ich derzeit dran eine Katzenkommunikatorin zu beauftragen, da es mir das Herz mittlerweile bricht, weil der Fortschritt und Zustand von beiden sich von Tag zu Tag mehr verschlechtert.
Mir ist echt zum Heulen zumute!

Das Gefühl, dass eine Katze einen verstehen will, aber nicht kann, weil es Kommunikationsschwierigkeiten gibt, das macht mich wirklich fertig...

Also ich bin wirklich gewillt beide zu behalten und hoffe dass ich baldmöglichst ein Happy End haben werde mit beiden...

Hoffe das es nicht zu viel Erwartungen sind? Ich bin ja doch mehr Perfektionist wie Realist ...
Will nur dass es beiden gut geht. Aber ich weiß nicht ob ich der Sache gewachsen bin.

:(
 
OskarDerGroße

OskarDerGroße

Erfahrener Benutzer
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Fühl dich mal gedrückt! Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie frustrierend die Situation für dich sein muss!

Vielleicht kannst du noch ein wenig genauer von deinen Katzen berichten, vielleicht können die Experten im Forum dann besser helfen.

Wie lange sind die Beiden jetzt genau bei dir und wie sieht ihre Vorgeschichte aus?

Wie haben sie sich denn kurz nach dem Einzug verhalten und wie haben sie sich entwickelt?

Gibt es Situationen in denen sie "auftauen" und Vertrauen fassen oder verstecken sie sich immer noch die ganze Zeit?

In welchen Situationen ziehen sie sich zurück?

Wie sieht ihr Tagesablauf aus bzw euer gemeinsamer?

Was machst du genau um Kontakt aufzubauen?

Ich glaube diese Infos würden schon einmal etwas weiterhelfen.

Liebe Grüße
 
Lenny+Danny

Lenny+Danny

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Zudem bin ich derzeit dran eine Katzenkommunikatorin zu beauftragen, da es mir das Herz mittlerweile bricht, weil der Fortschritt und Zustand von beiden sich von Tag zu Tag mehr verschlechtert.
Mir ist echt zum Heulen zumute!

Das Gefühl, dass eine Katze einen verstehen will, aber nicht kann, weil es Kommunikationsschwierigkeiten gibt, das macht mich wirklich fertig...

Seltsam, das sich der Fortschritt immer mehr verschlechtert.
Normalerweise sollte es immer besser werden, auch bei
den ganz Scheuen.
Ich weiß ja nicht, wie du mit den Beiden umgehst aber du darfst
sie niemals bedrängen.

Schau mal hier, da ist die Vorgehensweise sehr gut beschrieben :

http://haustierwir.blogspot.de/2011/06/der-umgang-mit-wildlingen-und-seeehr.html

Vielleicht hilft dir das etwas weiter.
 
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TatsiKatzi

Gast
Liebe Foris,

dann erzähl ich mal ein wenig von Milo und Pepper, die wirklich schwer zu durchschauen sind. Was mit beiden passiert ist weiß ich bis heute nicht wirklich:

Zu unserer Wohnung:
1 Kratzbaum mit 3 riesen Hängematten 1 riesen Liegefläche ganz oben
1 Kratztonne XXL
vernetzter Balkon, der bei schönem Wetter immer offen steht
diverse Spielsachen wie Mäuse, Bälle, Federweder, Federangel, Futterbälle, Baldriankissen usw.
75qm² groß mit offener Wohnküche inkl. Esszimmer; genügend Spiel- und Rennfläche; Keine Ecken keine Kanten, genügend Liegeflächen; Höhen sind nicht so sehr gefragt (bereits schon ausprobiert)

Milo: (kastriert)
Alter: geb. Sept 2012 in Malta
Kilo: ca. 4,5 Kilo
Farbe: tabby katze mit Wildverschwaschungen im Fell, (kleiner Luchs)
Krankheiten: hat leider nur 1 Auge,eines durch Krankheit verloren durch Katzenschnupfen;
Herkunft: Straße in Malta; Tierschutzerin hatte ihn aufgesammelt und in eine Familie vermittelt in der auch sein Kollege Pepper bereits auf ihn wartete :)
seitdem sind beide unzertrennlich
Charakter:
völlig aufgedreht, hyperaktiv, neugierig, gleichzeitig aber zu Beginn sehr ängstlich und skeptisch, sehr verspielt wenn er gute Laune hat, sehr kuschelbedürftig allerdings dabei völlig unkonzentriert und stets auf der Hut, sehr mitteilungsbedürftig maunztdes Öfteren sobald es dunkel wird vor sich hin, um auf sich aufmerksam zu machen, um jemanden zu sich zu bitten; schlichtet Futter manchmal rein und kotzt dabei ab und an.
Katze-/Mensch-Beziehung:
lässt sich wenn er es zulässt streicheln nur an bestimmten Orten in der Wohnung wie zwischen zwei Kleiderschränken, im Bad, direkt auf Teppichen
sonst versucht er MEIST wenn wir ihm zu Nahe kommen aus dem Weg zu :confused:; Benötigt unbedingt eine Bezugsperson, allerdings ist die Kommunikation zwischen uns beiden oft fragwürdig. ich sag ihm was er schaut mich an. er sagt mir was und ich schau ihn an ... ähhhhh :confused:...
Therapie:
für ihn zusammengemixte Globuli und Bachblüten um Angst und Nervosität zu nehmen => neue Tropfen sind allerdings schon unterwegs, weil sich eine Verschlechterung ergeben hat

Pepper: (kastriert)
geb: Juni 2012 in Malta
ca. 4 kg
Farbe: schwarz
Krankheiten: Katzenschnupfen wurde in Deutschland behandelt
Herkunft: Malta (angeblich auch Straße), wurde zeitig zu einer Familie vermittelt, die dann Milo aufnahm. Beide wurden aufgrund einer "urplötzlichen" Allergie wieder in Malta zur Tierschützerin gegeben. Diese hatte dann beide nach Deutschland in eine Pflegestelle vermittelt.
Charakter:
ängstlich hoch 3. ABER nicht wildkatzenängstlich, sonder ERFAHRUNGSANGST; stets große Augen, allerdings überwiegt so langsam aber sicher seine Neugier; skeptisch; scheu; lauthals maulen wenn er Hunger hat; unruhig wenn wir in der Wohnung sind und stets auf der Hut; Brotzeitler wenns ums Futter geht; ergreift nie die Initiative etwas zu tun, sitzt meist nur neben Milo dabei und schaut aus guter Entfernung was der da so tut
Katze-/Mensch-Beziehung:
außer Futter keinerlei Verbindung; lässt sich nicht anfassen; zuckt panisch zusammen, drängt sich in die Ecke wenn er angefasst wird; zwinkern auf weiter Entfernung möglich; lässt Menschen an sich ran wenn es um Futter geht; Futtert vom Löffel, aber versucht so zu futtern, dass er bloß keine Berührung zum Menschen erlebt :eek:; meidet Menschen besonders Hände außer es geht um Futter bzw. vermutlich will er gar kein Vertrauen aufbauen (vermutlich sehr enttäuscht oder sogar misshandelt worden mit den Händen); sucht Streicheleinheiten bei Milo, er streift ihm immer ums Gesicht und den Körper
Therapie:
auf ihn zugeschnittene Globuli und Bachblüten, um den permanenten Angstzustand aus ihm zu vertreiben; Zyklene sind auf dem Weg
Feliway wurde anfangs angewendet, hatte meiner Meinung nach wenig gebracht; neue Mittelchen unterwegs, da Verschlechterung

Zur Geschichte beider:
die ersten Kindesjahre sind überhaupt nicht bekannt, nur dass Milo + Pepper sich mit ca. 1 Jahr bei der Familie in Malta getroffen hatte und eine unzertrennliche Verbindung zueinander finden konnten. Durch eine angebliche Allergie wurden beide wieder zur Tierschützerin in Malta gegeben, die biede dann nach Deutschland vermittelte in eine Pflegestelle in München. Dort lebten beide 11 Monate, bevor sie zu uns kamen. Die Pflegestelle bekam Pepper sehr schwach, da er unter Katzenschnupfen litt. Um ihm Medikamente zu geben und ihn zu reinigen, berührte sie ihn immer und hielt ihn auf dem Schoß. UND JETZT KOMMTS: :confused: Sobald er wieder gesund und mehr zu Kräften kam, wurde er immer ängstlicher Berührungen gegenüber bishin zu gar keine Berührungen mehr möglich. Milo entwickelte zum Schluss bei der PS eine Begeisterung fürs Kuscheln, die dann bei uns sich noch mehr ausbaute ;)
Bei uns durften sie dann im März 2015 letztendlich einziehen. Seitdem kämpfe ich um ihr Vertrauen mit allen Mitteln.
Deshalb die Therapie und auch die Ratschläge die ich von hier dringend benötige

Tagesablauf:
Aufstehen zwischen 5.30-6.00 Uhr täglich. Morgens gleich Liquid-Sticks mit 5 Tropfen Bachblüten; bissl kuscheln mit Milo; Nassfutter geben; zwischen 7.00 - 7.30 Uhr nochmals 5 Bachblüten auf gefriergetrocknetes Fleisch; Haus verlassen
Abends (derzeit leider etwas untersch.1 zw. 17-19Uhr) zur Begrüßung 5Bachblüten auf Leckerli; dann bissl warten; bei Bedarf mit Milo kuscheln, :) dann Katzenkartonspiel (Beute-/Futter-/Belohnungserlebnis) mit beiden (extra 2 Kartons, da Milo für Pepper zu stürmisch und auch zu schlau ist); danach kurze Pause; dann wieder Leckerli Bachblüten; so gegen 19Uhr immer Nassfutter auffüllen altes wegschmeißen; bevor zu Bett gehen restliche Dosis Bachblüten geben; Milo nochmals kurz kuscheln und gute Nacht. Zustand mit 5x5 Tropfen verändert sich aber nach 1 Woche zu 3x5.
Während wir in der Arbeit sind kuscheln beide meist auf der Couch oder auf dem Kratzbaum. Zu Beginn liegen beide immer auf dem Kratzbaum alleine aber dann wandert Pepper so langsam zu Milo. Auf der Couch sind beide nur wenn wir länger nicht zuhause sind :confused:

Therapieerlebnisse:
Zu Beginn war ich guter Dinge. Globuli haben wirklich Peppers Angst zum Teil genommen. Milo hatte sich nur schleichend verbessert. Die Bachblüten hatte ich leider die ersten paar Tage falsch gegeben, aber das korrigier ich gerade wieder deshalb 5x5 Tropfen am Tag. Beide trauten sich sitzen zu bleiben wenn wir vorbei liefen, selbst als sie mitten im Weg saßen. Beide hatten auch eine innere Ruhe ausgestrahlt. Allerdings hatte sich dieser Erfolg nach etwa 5 Tagen verändert. Heute bin ich wieder soweit, dass Pepper völlig ängstlich auf diversen Plätzen kauernd sitzt und wartet, bis der Abend vorbei ist, damit er sich wieder einigermaßen frei in der Wohnung bewegen kann.
Milo schreit sehr oft, sobald ich zb. mit meinem Freund auf der Couch liege und mal 5 min. ausruhen mag. Meist gehe ich dann auf ihn zu, folge ihm in seine Lieblingskuschelecken um rauszufinden was er will (Spielen, Leckerli, Kuscheln). Er steigt aber nur bedingt drauf ein. 1-2x streicheln, dann huscht er wieder weg und spielen funktioniert dann auch nicht. Leckerli sind dann schon wieder zu viel für den Tag. Anfangs hatte ich ihn ignoriert, dann bin ich ihm gefolgt und es war Ruhe. Mittlerweile ertrage ich diese Schreie kaum mehr, aber das ist eher weniger meine Sorge.
Pepper ist der Sorgenkater der mir den Schlaf raubt. Ist Pepper ängstlich und ihn überkommt ein Mutanfall, so lässt er seine aufgestaute Energie aufgrund dieser krassen Angst beim Spielen mit Milo aus. ist ja gut dass er ein Ventil gefunden hat es rauszulassen, aber das dauert meist länger bis er seine Energie raus lässt. Pepper will sehr oft nur seine Ruhe haben. Kann ich mir vorstellen wenn ich ständig in Angst lebe.

Fortschritte:
Milo lässt sich streicheln :)
Pepper arbeitet beim Katzenbififüttern richtig mit und geht mit den Vorderpfoten auf meine Beine um sich das Stück zu schnappen
Da Pepper nicht so gewitzt wie Milo ist, ist das ein Wahnsinns Fortschritt: Katzenkartonspiel wurde von Pepper verstanden

MEIN ALLERGRÖßTES ZIEL:
mit allen beiden mal auf der Couch zu liegen, beide auf dem Bauch zu haben und einfach nur zu kuscheln... Aber ich bin soooo weit weg von dieser Vorstellung, dass es mich bald zerreist.

puh ich glaub das is jetzt erst mal ordentlich zum lesen...

Gibt es Verbesserungsvorschläge. Möglichkeiten Katze-Mensch-Beziehung zu stärken? Spiele durchführen? Fummelbrettervorschläge? Futtervorschläge? Mittelchen? und und und...
ich bin für ALLES dankbar!
 

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Hallo Tzatzikatzi,

wie ist das Verhalten anderen Artgenossen gegenüber? Mit welchen Artgenossen haben sie zusammengelebt? Wielange?
 
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TatsiKatzi

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  • #10
Hallo Tzatzikatzi,

wie ist das Verhalten anderen Artgenossen gegenüber? Mit welchen Artgenossen haben sie zusammengelebt? Wielange?

Also ich kann nichts genaues sagen, nur dass beide Schiss haben egal was zur Haustür reinkommt. ich hatte letztens mit einem kleinen Hund kurz vor der Haustür gekuschelt und dachte, dass beide sich unterm Bett verstecken würden, aber da zeigten sie auf einmal Interesse, weil sie ja den Geruch nicht kannten. Aber ich vermute dass wenn ein dominanter Kater ins Haus käme, der die beiden fertig machen würde...
aber beispiele habe ich leider nicht :(
 
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Nicht registriert

Gast
  • #11
Wenn ich richtig verstanden habe, dann waren beide Kater in Malta auf einer Pflegestelle. Dort haben sie sich kennengelernt, richtig?

Dann kamen sie nach Deutschland auf eine Pflegestelle. Dort waren keine anderen Katzen?
 
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TatsiKatzi

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  • #12
Hallo Claudia,

das ist richtig so. Beide in Malta auf der Straße und dann kam erst Pepper, dann Milo hinzu und von dort an waren sie immer nur zu zweit. So wurde es mir zumindest erzählt.
 
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Nicht registriert

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  • #13
Gibt es Verbesserungsvorschläge. Möglichkeiten Katze-Mensch-Beziehung zu stärken? Spiele durchführen? Fummelbrettervorschläge? Futtervorschläge? Mittelchen? und und und...
ich bin für ALLES dankbar!

Diese Mensch-Katze-Beziehung würde ich persönlich jetzt erst mal zurückstellen und einen charakterlich passenden Kater suchen, der sehr sehr freundlich ist, der seelisch so gefestigt ist, dass ihm kätzisches Fehlverhalten nicht aus der Bahn wirft und der im gleichen Maße Menschen als auch Artgenossen gegenüber offen ist.

Es gibt (leider) sehr viele Kater im Alter von 3-5 Jahren, die vollkommen problemlos sind und damit das größte Problem haben: "zu normal" und damit wenig Vermittlungschancen.

Genau so einen Kater würde ich suchen und dann mit Hilfe dieses Katers eine Brücke zu Deinen Katzen schlagen.


Der Vergleich hinkt jetzt sehr, weil mein Robbie menschliche Zuwendung mag, aber nach seinem Einzug (und 3 Jahren im TH), war er völlig eingeschüchtern und überängstlich.
Er wollte keine direkte Zuwendung, war aber schon interessiert, was wir da so machen. Er kannte kein Spiel, er kannte vieles nicht, lugte aber immer um die Ecke, wenn wir mit viel Freude mit den anderen Katzen spielten. Von der Tür schlich er sich in die letzte Wohnzimmerecke, von dort aus unter den Tisch.
Er wollte nicht selbst spielen, aber er lernte durch zuschauen.


Und mit dem passenden Kater kannst Du das auch versuchen. Du kannst ihnen etwas Gutes tun, ohne mit den Katzen direkt in Kontakt zu treten. Du kannst dazu einem weiteren Notfellchen eine neue Chance geben und mit etwas Arbeit und viel Geduld Deinen Katzen auch die Chance geben, von sich aus mitzumischen...irgendwann....ohne Druck, weil Du mit diesem menschenbezogenen Kater gleichzeitig selbst etwas zum Kuscheln hast.

Damit können alle langfristig glücklich werden :)


Und dazu würde ich Dir den Kontakt zu der Forine Ina1964 ans Herz legen. Sie hat sehr viel Erfahrung mit Bachblüten und mit Verhaltenstherapie.
Sie kann als Aussenstehende Eure Situation noch anders beurteilen und evt. noch andere Ansätze sehen.
 
Lenny+Danny

Lenny+Danny

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  • #14
Schliesse mich da Moment-a an, ein dritter Kater der auf Menschen und
Tiere offen zu geht könnte die Lösung sein.

Ich hatte hier auch so ein scheues Wildchen, den ich fast 6 Monate :eek: nicht mal gesehen habe in der Wohnung, er kam immer nur nachts raus.
Durch den Lenny hat er dann nach und nach die Angst abgelegt.

Und bei der Bachblütenmischung bin ich auch der Meinung, du könntest
mal Ina1964 hier anschreiben, sie hat schon vielen geholfen.

Wünsche dir viel Glück und Erfolg, wenn sie erstmal auftauen kleben
sie meist an einem :)
 
OskarDerGroße

OskarDerGroße

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  • #15
Mal kurz was mir dazu so einfällt:

Ich finds erstmal toll, dass sich Milo mittlerweile kuscheln lässt, auch wenn das noch auf bestimmet Orte beschränkt ist. Das kenn ich von meinem Oskar auch und ich denke, das hat damit zutun, dass ihm bestimmte Plätze einfach mehr Sicherheit geben (z.B. wegen des vertrauten Geruchs, o.ä.).

Es ist gut möglich, dass er so hyperaktiv ist, da sich Pepper durch seine Angst so sehr im Hintergrund hält und Milo deswegen nicht ausgelastet wird. Daher fände ich es am wichtigsten daran zu arbeiten, dass Pepper auftaut.

Dass Pepper frisch in der Pflegestelle weniger scheu war, glaube ich nicht. Höchstwahrscheinlich war er wegen seinem Katzenschnupfen einfach zu schwach um sich zu wehren und hat sich "ergeben". Viele sehr ängstliche Katzen verfallen in eine Art Angststarre und lassen dann alles einfach geschehen. Es kann auch gut sein, dass er gerade diesen erzwungenen Körperkontakt zusammen mit seiner Krankheit negativ assoziiert hat.

Ganz wichtig fände ich daher ihn keinesfalls zu streicheln oder andersweitig zu bedrängen (auch wenn er beim Streicheln still hält!), wenn er nicht von selbst ankommt. Sonst bestärkst du sein Gefühl keine Kontrolle zu haben. Da sich Milo ja mittlerweile streicheln lässt, ist es sehr wahrscheinlich, dass er allein durch Beobachtung lernt, dass Streicheln eigentlich was Tolles ist, und von allein ankommt. Das kann allerdings etwas Zeit brauchen!

Das hört sich natürlich alles erstmal schwer an, aber ich denke, es lohnt sich. In der Zwischenzeit würd ich raten, immer schön langsam zu Zwinkern wenn ihr Augenkontakt habt ("alles ist gut") und versuchen Leckerlis aus der Hand zu füttern (Hände können auch Gutes bedeuten). Bei meinem Rodney hat es auch geholfen, sich ihm immer nur einzeln zu nähern, sich hin zu hocken oder zu setzen und leise mit ihm zu reden. Auf jeden Fall aber Geduld haben ;).

Viel Erfolg! :)
 
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TatsiKatzi

Gast
  • #16
Da sich Milo ja mittlerweile streicheln lässt, ist es sehr wahrscheinlich, dass er allein durch Beobachtung lernt, dass Streicheln eigentlich was Tolles ist, und von allein ankommt.

Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber habt ihr auch so zusammengeschweiste Katzen die sich untereinander selbst im Weg stehen?
Sobald Milo sich in mit mir in unseren "begehbaren Kleiderschrank" traut und sich durchs Fell wuscheln lässt, kommt Pepper um die Ecke um nachzuschauen waser tut, maunzt schnell und Milo steht sofort bei Fuss bei ihm.
Selbst wenn Pepper keinen Laut von sich gibt, riecht Milo, dass Pepper da steht und rennt sofort weg. Diese Nervosität, diese Ungehaltenheit machts einfach noch schwieriger.
So kann man ja nicht mit beiden Arbeiten. Und Pepper assoziiert mit Mensch-Kuscheln gleich Milo vor Mensch retten...

puhhh.... :reallysad:

PS: Danke übrigens noch für eure Beiträge! :) das baut wirklich auf.
 

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