Anfüttern von streunenden Kätzchen

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Mimi W.

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Hallo alle zusammen :)

Ich habe mich gerade hier angemeldet, da ich mich in einem moralischen Katzen-Zwiespalt befinde.
Wir wohnen auf dem platten Land zur Miete in einem freistehenden Haus. Nebenan hat der Vermieter eine Scheune, in der jedes Jahr aufs Neue kleine Kätzchen herumwuseln. Zwei dieser Kätzchen, ich schätze sie auf vier oder fünf Monate, haben sich nun dazu entschlossen, es sich auf der Terrasse, die zu unserer Mietwohnung gehört, gemütlich zu machen. Sie schlafen häufig auf der Sitzbank und verbringen auch tagsüber viel Zeit hier. Zwar sind sie auch öfter mal tagelang komplett verschwunden, aber gerade in letzter Zeit rühren sie sich nicht mehr vom Fleck, was daran liegt, dass ich nicht widerstehen konnte, sie zu füttern..

Nun zu meinem Problem:
Der Vermieter möchte keine Haustiere in der Wohnung. Zählen Streuner auf der Terrasse dazu? Ich möchte ungern Streit riskieren, aber das hätte ich mir natürlich überlegen müssen, bevor ich den Lachs rausgestellt habe. Ich bin bereit, vollständig die Verantwortung für diese Tiere zu übernehmen, nur bin ich mir nicht sicher, ab welchem Zeitpunkt diese Verantwortung eintritt und ab wann die Katzen dem Vermieter "gemeldet" werden sollten.
Und ist es überhaupt "richtig", diese Katzen zu füttern, wo sie sich doch selbst versorgen könnten (gerade mit der Scheune nebenan und den Feldern rundherum, wo es vermutlich von Mäusen wimmelt)? Sollte ich vielleicht am besten sofort damit aufhören?
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

Ich bin dankbar für jeden Tipp :)

Mimi
 
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fairydust

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Hi Mimi, schön dass Du nicht wegschaust.
Ich würde sagen solange Du die beiden nicht in die Wohnung lässt (was Dir im Winter sicher schwerfallen wird), kann der Vermieter nichts sagen.
Füttere sie weiter draussen (kauf Katzenfutter ;) Lachs ist mal okay, sollte aber keine Hauptnahrung werden) und falls Du sie anfassen kannst, schau ob Du es schaffst sie zum Tierarzt zu kriegen und kastrieren zu lassen. Sind es Mädels, sind sie im Frühjahr schwanger und Du hast im schlimmsten Falle 10+ Katzen auf der Terrasse....
Wenn es irgendwie geht, schau mal ob Du die Mutter der Kleinen ausfindig machen kannst und sie evtl auch gleich noch kastrieren...? Einfach um das zu stoppen.
Eine weitere Alternative wäre dass Du Dich mit Tierschutzvereinen in Deiner Umgebung in Verbindung setzt und um Hilfe bittest. Beim einfangen und kastrieren und evtl einen schönen Platz für die beiden Kitten finden wo sie im Haus leben können.
 
Margitsina

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Nein, sie können sich nicht selbst versorgen.
Fütter sie weiter, lass sie kastrieren, impfen.
Sind die Katzen dem Vermieter?
Dann muss er auch Sorge tragen, die Mutterkatze umgehend kastrieren zu lassen.
Draußen ausschließlich auf der Terrasse könne sie den Winter über nicht bleiben.
 
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Mimi W.

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Vielen Dank für eure Antworten.
Ja, über die Kastration habe ich auch schon nachgedacht bzw. bin mir bewusst, dass das die nächste Aufgabe ist.
Momentan lassen sich die Katzen noch nicht anfassen, aber sobald das klappt, wird ein Tierarzt aufgesucht. Ich denke, dass ich es dann auch dem Vermieter mitteilen werde, gehört ja nun mal dazu, wenn man Verantwortung trägt.
Margitsina, meintest du, ob ihm die Katzen gehören? Davon gehe ich nicht aus, ich denke dass sie sich einfach nur munter in seiner Scheune vermehren.. Er wohnt auch nicht hier, sondern ein paar Kilometer entfernt. Sagen wir es mal so, er ist nicht der tierfreundlichste Mensch, der mir bisher begegnet ist :censored:
Wegen dem nahenden Winter meinte mein Freund, dass wir sie dann ins Wohnzimmer lassen können. Ist ohne Zustimmung des Vermieters natürlich heikel, aber ich werde ihn sobald es geht informieren. Entweder er willigt ein oder nicht, und falls nicht, werde ich einen Tierschutzverein kontaktieren, danke für den Tipp fairydust :)
 
Margitsina

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Umziehen mit den 2 Katzen wäre dann keine Option?
 
Verosch

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In der Scheune gibt es ja noch mehr Katzen wie die beiden

Nebenan hat der Vermieter eine Scheune, in der jedes Jahr aufs Neue kleine Kätzchen herumwuseln.

Es ist schön, dass ihr euch um 2 kümmern wollt, bitte schaut auch bei den anderen nicht weg. Katzen vermehren sich expotentiell, es werden immer mehr, das Elend ohne gesundheitliche Versorgung und ohne Futter wird immer größer… um die Katzen in der Scheune kümmert sich niemand, oder?
Das beste wäre es m.E. hier einen Tierschutzverein hinzuzuziehen, damit die Katzen kastriert werden und versorgt.
 
Rickie

Rickie

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Umziehen mit den 2 Katzen wäre dann keine Option?
Als Außenstehende denke ich, daß das keine gute Option ist, obwohl, oder vielleicht auch gerade weil ich in meinem Leben recht oft umgezogen bin. Und es bringt hier in diesem Fall nicht allzu viel für die Katzen, denn wie Verosch schreibt, es leben ja noch mehr Katzen in der Scheune.

Die Scheune gehört dem Vermieter, also würde ich den mal ins Gebet nehmen, wie er sich das so vorstellt. Die Katzen vermehren sich dort wohl prächtig, zumindest theoretisch, wo jede Katze im Jahr im Schnitt 2 bis 3 Würfe je 4 bis 8 Kätzchen in die Welt setzen kann und die Kater alle unkastrierten Katzen in der weiteren Umgebung decken können.
Ich würde da auch die Gemeinde (Bürgermeister, Tierarzt, evtl. Tierschutz-Orga und Tierheim in der Umgebung) benachrichtigen und um Mithilfe bitten. Alle Katzen dort sollten eingefangen (Lebendfalle), geimpft und kastriert werden.
Der Besitzer der Scheune ist da durchaus in der Pflicht.

Und Deine beiden Zwerge, Mimi, kannst Du auch tunlichst bald per Lebendfalle einfangen, wenn Du sie nicht anfassen kannst, und kastrieren lassen. Mit 4 bis 5 Monaten sind sie in einem Alter, wo sie durchaus gedeckt werden können. Leider muß ich sagen, daß ich schon recht viele Katzen gesehen habe, die in diesem Alter trächtig waren. Handeln ist an sich für sofort angesagt.

Daß die Katzen auf Deiner Terrasse leben, kann Dir niemand verbieten, wie auch, wenn die Terrasse den Katzen frei zugänglich ist. ;) Du kannst da ja keine Selbstschußanlagen installieren.

Für den Winter wäre es schön, wenn die Katzen ein warmes Plätzchen haben. Der Vermieter hat Dir ja diese Situation erst mal eingebrockt, und ich fände es schon interessant, wie er sich da jetzt rausbuxieren will, daß Du die Katzen davon schicken sollst.

Ohne Futter werden sie den Winter nicht überleben, und wird es ein kalter Winter, auch nicht ohne warmen Unterschlupf, und sei es auch nur "betreutes Wohnen" in der Scheune.
Das Wichtigste und Dringendste ist aber erst mal, daß alle Katzen dort kastriert werden und evtl. medizinisch versorgt und geimpft.
 
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Mimi W.

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Danke für eure Hilfe :) Ich werde den Vermieter so bald wie möglich über unsere neuen "Mitbewohner" aufklären und schauen, dass ich sie einfange und kastrieren lasse. Auf die restlichen Katzen in der Scheune spreche ich ihn dann auch an.

Damals bei der Wohnungsbesichtigung war eine seiner ersten Fragen, ob wir Haustiere haben, und er hat sich ziemlich abfällig geäußert über Vormieter, die wohl zwei große Hunde hatten, die die Bude auseinander genommen haben, während die Besitzer tagsüber arbeiten waren. Da ich momentan und auch auf lange Sicht im Home Office arbeite, ist unsere Situation ja eine ganz andere und ich hoffe, dass er das auch erkennt :unsure:

Eine Frage hätte ich noch (wie man wahrscheinlich merkt, bin ich ziemlich unerfahren und habe Bedenken, irgendwas falsch zu machen :oops:). Wie würdet ihr es handhaben, wenn ihr ein paar Tage unterwegs wärt? Ab und zu passiert das bei uns, wenn wir Familie am anderen Ende des Landes besuchen. Würdet ihr Trockenfutter rausstellen? Ich weiß, dass Trockenfutter eigentlich keine so gute Option ist.. @fairydust, mittlerweile habe ich auch Nassfutter gekauft ;) Was dankend angenommen und verschlungen wird.
 
fairydust

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Ich füttere seit geraumer Zeit eine kleine Kolonie ca 40min mit dem Auto von mir entfernt. Die kriegen nur alle 2 Tage Futter da ich es zeitlich und finanziell nicht aufbringen kann jeden Tag hinzufahren. Die müssen sich also teilweise anderweitig versorgen, so leid es mir tut.
Ich hab eine Tierschutzorganisation mit ins Boot geholt. Die kümmern sich ums kastrieren (ein paar hab ich schon kastrieren lassen) und die bringen auch Futter hier und da, wenn mal einer von denen in der Nähe ist.

Also - in Deinem Falle würd ich versuchen jemanden zu finden der den beiden Futter bringt. Hat doch bestimmt ein paar Katzenliebhaber im nächsten Ort?
Streck jetzt schon mal die Fühler aus. Evtl ein Aushang am schwarzen Brett?
Wenn ihr länger als 2 Tage weg seid, wäre es besser wenn ihr jemanden habt, der mal kurz nach dem rechten sieht und den beiden Futter auf die Terrasse stellt.
Trockenfutter nutze ich bei meiner kleinen Kolonie zähneknirschend hin und wieder. Besser Trofu als gar kein Futter.
Wird Dir bei deinen beiden aber nicht viel bringen wenn ihr mehrere Tage weg seid. Sie fressen es dann entweder nicht mehr nach ein paar Tagen weil nass/schimmelig/Schnecken drin oder sie hauen sich den Wanst voll und kotzen es aus und haben dann auch wieder kein Futter.
Ich würde empfehlen es erst gar nicht anzufangen. Bleib beim Nassfutter und versuch jemanden zu finden der ihnen Futter bringt wenn ihr nicht da seid.

Nochmal zum Vermieter, Scheune etc:
Hab ich es richtig verstanden dass die Scheune dem Vermieter gehört, aber die Katzen nicht? Die nutzen halt die Scheune weil warm und Mäuse-Paradies?
Wenn dem so ist, kannst Du den Vermieter in keinerlei Weise in die Pflicht nehmen und ich würde es auch nicht versuchen, weil er das zügig in den falschen Hals kriegen könnte und dann hast Du verloren mit Deinen beiden Streunern.
Such das Gespräch mit ihm, sag ihm dass Du 2 Kätzchen fütterst weil sie Dir leid tun und das Dir aufgefallen ist dass sich mehr in seiner Scheune tummeln und dass Du die gerne kastrieren lassen würdest um die Katzen-Flut einzudämmen und ob das okay ist für ihn und ob er evtl. weiss ob die Katzen irgendwohin gehören.
..und dann vorsichtig weiter vortasten und schauen ob er sich damit anfreunden könnte wenn du die beiden Kleinen im Winter ins Haus lässt....
Erste Massnahme wäre ein warmes Katzenhaus auf deiner Terrasse. Wenn du Strom hast auf der Terrasse, könntest du beheizbare Tierdecke reinlegen und die 2 haben ein kuscheliges Plätzchen zum Pfoten aufwärmen und du ne etwas höhere Stromrechnung :aetschbaetsch2:
Sag dem Vermieter dass Du vorhast den beiden ein Häusle auf der Terrasse zur Verfügung zu stellen und ob das okay ist.
Wenn das okay ist für ihn, kannst du dich weiter vortasten, dass du die beiden im Winter, wenn es richtig, richtig kalt ist, gerne stundenweise/über Nacht ins Haus lassen möchtest weil ist ja so kalt und so...
Fingerspitzengefühl und "ach die armen Hascherl"-Schiene fahren.... :grin:

Und impfen der anderen Streuner die in der Scheune leben: spar dir das Geld. Du musst sie 2x hinbringen um Impfschutz zu haben und dann jedes Jahr zum auffrischen.
Kann keiner von dir verlangen das du das auf deine Kappe nimmst.
Ich würde es nicht. Meine kleine Kolonie ist kastriert soweit ich deren habhaft werden konnte und wurde entwurmt. Fertig.
Im Moment sind es um die 15 Katzen. Ich werd sicher nicht 15 Katzen impfen lassen. Zusätzlich zu meinen 7 eigenen.
Also bitte zieh dir diesen Schuh nicht an. Kümmere dich um die beiden Kleinen so gut du kannst und der Vermieter zulässt und sorge dafür dass alle Katzen in der Scheune kastriert werden. Damit hast erstmal genug zu tun....
 
FindusLuna

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  • #10
Ich habe hier einen interessanten Link gefunden: Link Katzenhaltung Mietwohnung

Da steht unter anderem, dass laut Rechtssprechung Katzen als Kleintiere gelten und der Vermieter Gründe vorlegen muss, warum er keine Katzen in der Wohnung duldet. Aber wir haben ja auch einige Vermieter hier im Forum, vielleicht können die da mehr dazu sagen?
 
Rickie

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  • #11
Und impfen der anderen Streuner die in der Scheune leben: spar dir das Geld. Du musst sie 2x hinbringen um Impfschutz zu haben und dann jedes Jahr zum auffrischen.
Kann keiner von dir verlangen das du das auf deine Kappe nimmst.
Das stimmt so nur bedingt, nämlich nur für Jungkatzen. Im TS ist es durchaus üblich, Streuner bei der Kastra zu impfen und aus der Erfahrung von -zig Jahren weiß man, daß es sehr viel bringt, wenn eine Kolonie nur ein einziges Mal durchgeimpft wurde.

Die TE soll das ja nicht selber alles wuppen, darum erwähnte ich, sie soll sich an die Gemeinde, an TS-Orga und TH wenden. ;)
 
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  • #12
Das stimmt so nur bedingt, nämlich nur für Jungkatzen. Im TS ist es durchaus üblich, Streuner bei der Kastra zu impfen und aus der Erfahrung von -zig Jahren weiß man, daß es sehr viel bringt, wenn eine Kolonie nur ein einziges Mal durchgeimpft wurde.

Die TE soll das ja nicht selber alles wuppen, darum erwähnte ich, sie soll sich an die Gemeinde, an TS-Orga und TH wenden. ;)
Ah, wieder was gelernt. Wird hier in Irland nicht gemacht. Nur kastriert und entwurmt. Geimpft wird nur was mit Menschen im Haus lebt.
 
Rickie

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  • #13
Ah, wieder was gelernt. Wird hier in Irland nicht gemacht. Nur kastriert und entwurmt. Geimpft wird nur was mit Menschen im Haus lebt.
Und da habe ich nun was gelernt. :)

In meiner alten Heimat (Florida) wurde mit Impfködern gegen Tollwut innerhalb einiger weniger -zig Jahre unglaublich viel erreicht (unter anderem 2014 den Sprung vom nicht gelisteten zum gelisteten Drittland), und das betrifft viele Tierarten, auch Pferde (z.T. wild lebend), Rinder (viel Freilandhaltung dort), Waschbären, Opossums, Hörnchen, und eben Streunerkatzen.

Ich war dort in einer Orga eingebunden, die Streuner fängt oder entgegen nimmt, entwurmt, impft und kastriert.
Dabei handelt es sich um ca 6000 bis 7000 Katzen pro Jahr in einem Einzugsgebiet von knapp 250.000 Einwohnern. Manche Kolonien betragen 80 und mehr Tiere. (Diese Stadt war mehrmals "Grünste Stadt Amerikas", also ein Streunerparadies.)
Das Projekt wird von einer Uni betreut, die auch die Kastras durchführt.
Im Laufe der Jahre gingen die üblichen Katzenkrankheiten wirklich erheblich zurück. Das übliche Bild verelendeter, kranker Streuner sieht man dort an sich kaum mehr.

Ich schreibe das jetzt, um jeden zu ermutigen, nicht aufzugeben, sondern daß es sich lohnt, sich um jede einzelne unkastrierte, streunende Katze zu kümmern. :)
 
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CheKaMiLi

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  • #14
und ein Anmerkung von mir als Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Vermieter: Überlege dir auch eine Strategie, wenn auf die Bemerkung "arme, kleine Katzen" kommt: selber Schuld, hätten nicht Katzen werden sollen. Da können sehr fiese Bemerkungen kommen, auf die man, wenn man darauf nicht vorbereitet ist, gar nicht mehr antworten kann.
 
Louisella

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  • #15
Ich habe hier einen interessanten Link gefunden: Link Katzenhaltung Mietwohnung

Da steht unter anderem, dass laut Rechtssprechung Katzen als Kleintiere gelten und der Vermieter Gründe vorlegen muss, warum er keine Katzen in der Wohnung duldet. Aber wir haben ja auch einige Vermieter hier im Forum, vielleicht können die da mehr dazu sagen?
Das ist falsch. Katzen sind keine Kleintiere.
Unter Kleintieren versteht man regelmässig solche, die in Käfigen, Terrarien, Aquarien etc. gehalten werden aber nicht solche, die frei in der Wohnung herumlaufen.
Auch wenn es regelmässig bestritten wird: Katzen und Hunde können sehr wohl verboten werden! (Ausnahmen gibt's natürlich auch, z.B. die sogenannten "Therapietiere" - allerdings braucht man dafür auch ein entsprechendes Attest und das ist regelmässig selbst für wirklich Betroffene nur sehr schwer zu kriegen.)
Im Netz gibt's diesbezüglich auch jede Menge Urteile nachzulesen.

Auch falsch ist übrigens dass, wenn einem Mieter im Haus die Haltung erlaubt wurde, die Haltung für alle erlaubt sei - das stimmt definitiv NICHT! Das hat auch nichts mit "gleichem Recht für alle" zu tun, der Vermieter/Eigentümer darf durchaus nur einer Person die Erlaubnis erteilen, anderen aber nicht. Kommt halt meistens nicht gut an, trotzdem ist es rechtens.
 
Louisella

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  • #16
Damals bei der Wohnungsbesichtigung war eine seiner ersten Fragen, ob wir Haustiere haben, und er hat sich ziemlich abfällig geäußert über Vormieter, die wohl zwei große Hunde hatten, die die Bude auseinander genommen haben, während die Besitzer tagsüber arbeiten waren. Da ich momentan und auch auf lange Sicht im Home Office arbeite, ist unsere Situation ja eine ganz andere und ich hoffe, dass er das auch erkennt :unsure:
Aus Erfahrung kann ich Dir sagen dass das keinen Unterschied macht, ob die Besitzer zuhause sind oder nicht.
Einen unserer schlimmsten "Tierschäden" hatten wir bei einer Rentnerin mit einem Dackel.
Den allerschlimmsten "Tierschaden" hatten wir durch zwei unkastrierte Kater, da musste nicht nur der Boden samt Estrich (!!!) neu gemacht werden sondern auch der Putz an den Wänden, die waren bis fast 1m Höhe "durchmarkiert" worden, da war nichts mehr zu wollen, auch da musste nicht nur die Tapete runter sondern der komplette Putz. Da war die (junge) Besitzerin zwar tagsüber arbeiten, aber ich glaube nicht dass das einen Unterschied gemacht hat.

Von Vermieter-Seite aus hast Du da leider kaum Handhabe, Du kannst Deine Mieter nicht zwingen ihre Tiere kastrieren zu lassen.
Man kann seine Mieter nicht einmal zwingen sich eine entsprechende Versicherung zuzulegen, leider! Schon bei Mietern ohne Tiere red ich mir da immer den Mund fusselig dass sie unbedingt eine entsprechende Versicherung zulegen sollen, denn vom Mieter verursachte Schäden an der Wohnung werden eben NICHT standardmäßig von der normalen Haftpflicht übernommen, dafür muss der Mieter dann selbst haften. Es gibt ein paar wenige Haftpflichtversicherungen bei denen "Schäden am Gemieteten" mitversichert sind, aber es ist eben nicht der Standard und es sind nur wenige. Darauf sollte man unbedingt achten!
 
FindusLuna

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  • #17
Das ist falsch. Katzen sind keine Kleintiere.
Unter Kleintieren versteht man regelmässig solche, die in Käfigen, Terrarien, Aquarien etc. gehalten werden aber nicht solche, die frei in der Wohnung herumlaufen.
Auch wenn es regelmässig bestritten wird: Katzen und Hunde können sehr wohl verboten werden! (Ausnahmen gibt's natürlich auch, z.B. die sogenannten "Therapietiere" - allerdings braucht man dafür auch ein entsprechendes Attest und das ist regelmässig selbst für wirklich Betroffene nur sehr schwer zu kriegen.)
Im Netz gibt's diesbezüglich auch jede Menge Urteile nachzulesen.

Auch falsch ist übrigens dass, wenn einem Mieter im Haus die Haltung erlaubt wurde, die Haltung für alle erlaubt sei - das stimmt definitiv NICHT! Das hat auch nichts mit "gleichem Recht für alle" zu tun, der Vermieter/Eigentümer darf durchaus nur einer Person die Erlaubnis erteilen, anderen aber nicht. Kommt halt meistens nicht gut an, trotzdem ist es rechtens.
Danke für die Aufklärung :)
 
Mascha04

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  • #18
Das stimmt so nur bedingt, nämlich nur für Jungkatzen. Im TS ist es durchaus üblich, Streuner bei der Kastra zu impfen und aus der Erfahrung von -zig Jahren weiß man, daß es sehr viel bringt, wenn eine Kolonie nur ein einziges Mal durchgeimpft wurde.

Die TE soll das ja nicht selber alles wuppen, darum erwähnte ich, sie soll sich an die Gemeinde, an TS-Orga und TH wenden. ;)
Nein - es ist in D im Tierschutz nicht üblich Streuner bei der Kastration zu impfen, nur bei Katzen, die nicht wieder raus sollen. Ich bin nicht dafür die Katzen bei der Kastration zu impfen, zusammen mit der Entflohung und Entwurmung ist es einfach zu viel was der Organismus verkraften muss.
 
Vyshr

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  • #19
Mal ganz abgesehen davon, dass es so ist, finde ich es auch wichtig, dass es Mietwohnungen gibt, in denen nie Katzen und co. darin gehalten wurden, sonst bräuchten ja Personen mit wirklich schweren Allergien immer Eigenheime.
 
Louisella

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  • #20
Mal ganz abgesehen davon, dass es so ist, finde ich es auch wichtig, dass es Mietwohnungen gibt, in denen nie Katzen und co. darin gehalten wurden, sonst bräuchten ja Personen mit wirklich schweren Allergien immer Eigenheime.
Für Leute mit wirklich schweren Allergien müsste dann aber das ganze Mietshaus entsprechend tierfrei sein - da reichen dann ja schon ein paar Tierhaare im Treppenhaus...
 
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