Älteren Kater weggeben ...

chalupe

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Hallo Zusammen,

hmmm habe da im Moment echt was, was mich total beschäftigt ...

Vor 2 Wochen hatten wir ja nicht ganz freiwilligen Zuwachs-das war dann Nummer 4. Es läuft eigentlich ganz gut-er wird nach wie vor angebrummt, aber es passiert nichts Schlimmeres :).

Die anderen drei sind 11, 4 und 2 Jahre alt. Die zwei Jüngeren gehen eigentlich den ganzen Tag raus und kommen nur zum Heia machen rein.

Charlie -mein Opi- traut sich tagsüber nicht raus. Er geht nur abends mal schnell im Dunklem. Er ist jetzt im Moment dann tagsüber alleine mit dem Kleinen. Man merkt schon, dass er was gestresst und was hektisch unterwegs ist. Aber ich habe mir gedacht bei den anderen beiden hat er es ja auch "überlebt".

Jetzt kam meine Mutter an und meinte ich könnte ihr ja den Charlie geben, wenn es nicht klappt :eek:. Ich habe das direkt strikt von der Hand gewiesen und habe gesagt meinen Charlie könnte sie niemals haben, den hätte ich schließlich ja schon 11 Jahre. Wenn überhaupt könnte sie dann den Kleinen kriegen, wenn es gar nicht klappen sollte. Eine junge Katze will sie aber nicht, weil sie ja selbst nicht mehr die Jüngste ist und sie auch Angst hat, die machen zuviel Blödsinn.

Habe das ganz empört `ner Freundin erzählt ... die sagt dann vielleicht sollte ich mir das aber mal wirklich überlegen - häää :confused:.
Charlie würde sich mit den anderen Beiden ja auch nicht ganz wohl fühlen und er sei ja auch viel alleine.

Dadurch, dass ich noch ein Pferd habe, bin ich im Sommer abends oft erst spät zu Hause. Da hat sie schon recht. Und er pinkelt mir auch immer auf die Reitklamotten und auch sonst schon mal irgendwo hin. Habe mir da nie weiter Gedanken drüber gemacht ...:oops:.

Bin ich jetzt egoistisch, wenn ich ihn behalte, weil ich ihn nicht weggeben will - ist es nicht genauso egositisch eine ältere Katze wegzugeben, weil jüngere eingezogen sind?

Eine etwas ratlose,
Bine
 
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Sanny

Sanny

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nicht bei dir :-)
Hallo Bine,
blöde Situation.
Wie siehst du denn deinen Opi?Ist er unglücklich und zeigt dir,dass er von den Jungspunds die Nase voll hat?
Ich finde,solche Dinge muss man immer zum Wohle der Katze entscheiden.
Wie versteht er sich denn mit den anderen beiden?Du schreibst,sie sind immer draussen,dann werden sie sich wohl den grössten Teil des Tages aus dem Weg gehen.

Aber nur weil deine Mutter oder deine Freundin meint,du sollst eine deiner Katzen abgeben,würde ich es nie tun.Nur wenn sich die beteiligten Katzen wirklich unwohl fühlen und es für das Tier so am Besten wäre.
 
M

Melli77

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Hallo Bine,

puh das ist wirklich eine schwierige Entscheidung. Ich an deiner Stelle würde Charly behalten. Du willst ihn ja gar nicht weggeben,warum also sollte er dann nach 11 Jahren sein Zuhause verlieren.:confused:
Du bist überhaupt nicht egoistisch und ich finde dein Einstellung gut, das du (wenn einer gehen müßte) den Kleinen abgibst. Lass dir nichts einreden was du nicht wirklich willst.;)

Wegen dem Pipiproblem würde ich mal einen TA konsultieren. Es kann ja auch was organisches vorliegen.
 
Blume Anna

Blume Anna

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Ui, das ist mal ein Problem, das könnte man Nächtelang bei einem guten Glas Wein ausdiskutieren und käme am Ende trotzdem auf kein Ergebnis.:)

Ich möchte damit sagen: Hör auf dein Herz und entscheide dann!

Charly hat Dich eine lange Zeit begleitet und er gibt dir Signale, wenn ihm etwas nicht passt. Es ist an Dir , etwas zu ändern.

Du hast 2 Möglichkeite, finde die Ursache für seine Pinkelei und beseitige sie oder gib ihn zu deiner Mutter, wo er einen menschen absolut und uneingeschränkt für sich hätte.

Beide Möglichkeiten sind ausbaufähig. Wichtig dabei ist, dass du auch an das wohl Deines Charlys denkst.

Wie würde er es aufnehmen , wenn er sein Zuhause tauschen müsste?
Hängt er sehr an Dir?
Wo wäre er glücklicher?
Kann er sich auf Dauer mit den Winzlingen anfreunden, oder ist er nur genervt?


Es ist eine Entscheidung, die dir niemand abnehmen kann.
Wir können Dir bei den Überlegungen, dem Für und Wieder helfen, aber entscheiden wirst Du es müssen.


Sandra
 
Paucelnik

Paucelnik

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Oh, das kenne ich. Wie ich hier im Forum ja erst schrieb, macht Paulchen (8 Jahre alt) derzeit ein paar Probleme.

Ich habe es darauf geschoben, dass er unglücklich in Wohnungshaltung ist und lieber wieder Freigang hätte.

Mein Freund würde Paulchen sofort zu sich nehmen, aber ich gebe ihn natürlich nur ungern her. Derzeit hat er die Möglichkeit Freigang zu haben (sind momentan bei meinem Freund), aber wirklich so sehr nutzen, wie ich dachte, tut er es auch nicht. Eher hängt er an meinem Rockzipfel.

Von daher habe ich vorerst auf alle Fälle die Entscheidung getroffen, dass Paulchen bei mir bleibt, denn ich denke, dass das Beste für ihn ist.

Egoistisch? Mag sein! Aber so wie ich Paulchen einschätze, ist ihm der Freigang nun doch nicht so wichtig. Einzig ich muss mich einfach wieder mehr um ihn kümmern.

Ich denke, du solltest einfach in dich gehen, deinen Kater beobachten und herausfinden, ob er tatsächlich so unglücklich ist und woanders besser aufgehoben ist. Allerdings würde ich sehr genau abwägen, nach 11 Jahren den Kater "umsiedeln" halte ich für nicht ganz unproblematisch!
 
G

Gwion

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Ich finde das eine sehr gute Idee.
Wenn er jetzt schon mit den beiden anderen nicht glücklich ist, dazu noch einen Kleinen aufgedrückt bekommt und es bei Deiner Mutter gut hätte, würde ich das machen.
Falls keine organischen Ursachen vorhanden sind, kann das Pinkelproblem schon lange sagen, daß er mit der Situation nicht glücklich ist.

Bin ich jetzt egoistisch, wenn ich ihn behalte, weil ich ihn nicht weggeben will - ist es nicht genauso egositisch eine ältere Katze wegzugeben, weil jüngere eingezogen sind?

In meinen Augen zählt ganz allein das Wohl des Tieres.
Da Du ihn sicher sehr liebst, solltest Du Dich fragen, was für ihn das Beste wäre.

Bitte bring eine Urinprobe zum TA um organische Ursachen sicher ausschließen zu können.
 
Aristo

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In meinen Augen zählt ganz allein das Wohl des Tieres.
Da Du ihn sicher sehr liebst, solltest Du Dich fragen, was für ihn das Beste wäre.
Dem möchte ich mich anschließen.
Wir kennen Deine Katzenbande aber zu wenig, um das beurteilen zu können. Nur Du kannst sagen, ob Dein Opi sich bei Dir mit den jungen Fellnasen wohlfühlt.

Im Grunde wäre es ja vielleicht die ideale Lösung, Charlie hätte seine Ruhe und eine Bezugsperson, die öfter da ist als Du, und Du kannst ihn ja auch jederzeit besuchen (davon gehe ich mal aus).

Brich das nicht übers Knie, sowas will gut überlegt sein.
 
Raupenmama

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schreibe Schiriki dazu mal eine PN...
 
chalupe

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Vielen lieben Dank schon mal für die vielen Antworten ...

Ich möchte auf alle Fälle, dass es Charlie gut geht und würde mich ggf. -wenn auch schweren Herzens- von ihm trennen.

Bei meiner Ma hätte er es bestimmt sehr gut, die ist viel zu Hause und hat einen schönen großen Balkon, wo er früher in meiner alten Wohnung fast den ganzen Tag gesessen hat. Und klar könnte ich ihn besuchen. Meine Mutter wohnt im gleichen Ort.

Ich bin nur was "geschockt", dass ich mir nicht früher Gedanken gemacht habe, ob es dem Senior mit der Situation überhaupt gut geht *schäm*.

Also, werde jetzt noch mal in mich gehen und das ganze noch eine Weile genauer beobachten und dann abwägen, was ich mache ...

Danke schon mal. Werde weiter berichten.
 
chalupe

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  • #10
Will euch mal weiter berichten ...

... habe meinen Charlie-Mann noch eine Weile was genauer beobachtet ... er machte mir doch einen sehr genervten Eindruck. Hat auch mich öfter mal angefaucht, wenn ich ihn streicheln wollte :(.

Meine Mutter hatte dann ab Mitte Juni 2 Wochen Urlaub und da habe ich gesagt, dass wir das ausprobieren werden mit dem Umzug.

2 Tage hat er bei ihr nur unter dem Bett gesessen (da hat er bei mir wohl auch immer viel geschlafen), aber nachts gefressen und zur Toilette ist er auch gegangen.

Am 3. Tag hat er sich dann vor getraut und seitdem die Wohnung immer mehr in Beschlag genommen. Mittlerweile "verfügt" er über die neue Couch und die Sitzplätze auf dem Balkon ;).

Morgens wird Mama rechtzeitig geweckt, damit sie sein Frühstück ja nicht verpasst-selbstverständlich auch am Wochenende! Ordnung muss ja sein :D.

Er spielt viel mit ihr und hat sie schon gut erzogen. Als ich das letzte Mal zu Besuch war stand da brav ein Tellerchen mit Käsestücken neben der Couch wo Mama grade ihr Abendbrot zu sich nahm.

Er kommt auch immer zu mir und läßt sich schmusen und streicheln, geht aber dann immer wieder zu meiner Mutter zurück ;).

Also ich glaube ich habe die richtige Entscheidung getroffen für meinen Katzen-Opi.

LG,
Bine
 
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Gwion

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  • #11
Danke für die Rückmeldung.
Schön, daß es ihm so gut geht. :)
 
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Zugvogel

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  • #12
Und er pinkelt mir auch immer auf die Reitklamotten und auch sonst schon mal irgendwo hin. Habe mir da nie weiter Gedanken drüber gemacht ....
Ich würde mir darüber jetzt Gedanken machen, und - sofern das Problem der Unsauberkeit immer noch da ist - einfach Urin sammeln und zum TA zum Nachgucken geben. Es soll doch schließlich der Arme mit einer schmerzhaften Blasenentzündung rumlaufen, oder?

Zugvogel
 
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Momenta

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  • #13
Hi Bine,

das liest sich sehr gut! Ich freue mich, daß Charlie und Deine Mutter so gute Freunde geworden sind...und da geht sicher noch eine ganze Menge mehr!
 
tinchen

tinchen

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  • #14
toll
und ganz weg isser ja nich :) wenns ihm jetzt damit besser geht, wars richtig so
 
chalupe

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  • #15
Ich würde mir darüber jetzt Gedanken machen, und - sofern das Problem der Unsauberkeit immer noch da ist - einfach Urin sammeln und zum TA zum Nachgucken geben. Es soll doch schließlich der Arme mit einer schmerzhaften Blasenentzündung rumlaufen, oder?

Zugvogel

@ Zugvogel:
Der Arme ist völlig gesund ;).

Das haben wir natürlich schon alles abgecheckt-mehrfach sogar.

Anfang des Jahres war ich aufgrund eines Beinbruchs fast 4 Monate zu Hause, da hat er auch nirgendwo hin gemacht. Und bei meiner Mutter ist das Pipi-Problem auch noch nicht aufgetaucht. Ich denke es war wegen dem alleine sein.
 

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