Adenokarzinom - der lange Weg zur Diagnose

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
K

KarinK

Gast
Hallo liebe Katzennarren,

diese Diagnose hört man nicht gern, aber sie ist immerhin besser als gar keine zu haben und seine Katze leiden zu sehen.
Ich möchte Euch erzählen, wie es uns bis zu dieser Diagnose erging:

Unsere Katze (15 Jahre jung) wurde Mitte Oktober unsauber, sprich sie setzte überall im Haus Kot ab. Das Wenigste landete im Klo. Auffällig am Kot war der geringe Umfang der einzelnen Kotstränge. Normalerweise hatte unsere Katze (5.5 kg) einen "Dackelschiss".
Wir versuchten erstmal alles mögliche, wie z.B. Katzenstreu wechseln, weiteres Klo aufstellen, nachdenken, was sich für die Katze verändert haben könnte, etc.pp.. Hat alles nix gebracht.
Da eh mal wieder eine eingehende Alters-Vorsorge-Untersuchung nötig war, haben wir das Thema bei der Gelegenheit beim TA vorgetragen.
Die Analdrüse wurde untersucht und ausgedrückt. Danach eine Blutuntersuchung (geriatrisches Profil) und dann jeweils Depotspritzen mit Marbocyl (AB) und Depot Medrate (Kortison). Außerdem sollten wir der Katze Prillium verabreichen, wegen angeblicher Herzgeräusche und Canosan, wegen ??????
Ich lehnte sowohl das Canosan (Erbrechen!), als auch das Prillium ab und beharrte weiter auf Diagnostik bzgl. des Kotabsatzproblemes. Die TÄ beschimpfte mich quasi als Tierquälerin und lehnte eine weitere Behandlung unserer Katze ab, weil ich das Herzmedikament nicht verabreichen wollte.

Das als Depot gespritzte Kortison verschaffte uns erstmal 2 bis 3 Wochen Ruhe, aber es war die Ruhe vor dem Sturm, denn als dessen Wirkung nachließ, kam nicht nur wenig umfangreicher Kot, sondern Blut am Ende der Katze raus. Ich suchte sofort die nächstgelegen Klinik auf. Aber auch dort war man ganz offensichtlich überfordert und viele Untersuchungen und viele hundert Euros später wurde ich mit meiner Katze nach Hause geschickt, nachdem ich gefragt wurde, ob ich mit der Unsauberkeit leben könnte - es könnte ja auch neurologische Ursachen haben, die man(TA) nicht so einfach feststellen könnte.

Meiner Katze ging´s immer schlechter, der Kotabsatz wurde weniger, das Blut war nun ständiger Begleiter. Ich rief bei einer entfernteren Kleintierklinik an und wurde umgehend dahin beordert. Meine Katze wurde sofort stationär aufgenommen und innerhalb von nicht mal 24 Stunden hatten wir eine Diagnose : großer Tumor (ringförmige Umfangsvermehrung) im Enddarm, keinen Finger lang vom Anus entfernt.
Der behandelnde TA dieser Klinik hat das schon ertastet, ohne weiterführende Untersuchungen. Die Endoskopie hat dann das ganze Ausmaß zum Vorschein gebracht. Ich war bestürzt beim Anblick der Bilder und auch wütend, daß andere TÄ nicht in der Lage gewesen sind das zu bemerken, trotz der vielen und teuren Untersuchungen.

Heute haben wir das Ergebnis der Biopsie bekommen:
Hochdifferenziertes Adenokarzinom.
Therapie:
1. Wahl : Resektion des befallenen Darmabschnittes und anschließende Chemotherapie.
Man beabsichtig den Darm durch den Anus heraus zu ziehen, den befallenen Darmabschnitt heraus zu schneiden, die Enden zusammen zu nähen und alles wieder in die Katze zu "stopfen".

Wir lassen das machen, denn die Alternative wäre in Kürze eine echt Endgültige, aber das möchten wir natürlich am Allerwenigsten.
Auch wenn sie nur noch ein halbes oder gar ein schönes Jahr hat, was sie genießen kann - wir tun es in jedem Fall, solange sie nicht leiden muß.


Kommenden Montag ist die OP. Frühestens zum darauffolgenden WE könnten wir sie wieder abholen, wenn es komplikationslos verläuft *hoff*.

Sind Feiertage ich weiß, aber vielleicht hat der ein oder andere ´nen Daumen zum drücken frei oder ´ne Kerze zum anzünden übrig. Bibi könnt´s brauchen.

Gruß
Karin
 
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Barbarossa

Barbarossa

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Hallo Karin,

freue dich, dass operiert werden kann. Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass die OP erfolgreich verläuft.

Meine Maxi hatte ein Adenokarzinom in den Nasennebenhöhlen. Operabel. Aber ich konnte meine Süße nicht um den Preis operieren lassen, dass sie danach kein Gesichtchen mehr hat...

Ich denke an euch und wünsche euch alles, alles Gute.
 
Birgitt

Birgitt

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Meine Daumen hast du für Bibi.

Gut das du auf eine gute Diagnostik bestanden hast.
 
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KarinK

Gast
Meine Maxi hatte ein Adenokarzinom in den Nasennebenhöhlen. Operabel. Aber ich konnte meine Süße nicht um den Preis operieren lassen, dass sie danach kein Gesichtchen mehr hat...

Oh je! Das ist schlimm! :( So einen ähnlichen Fall hatte ich vor 8 Jahren. Die Katze war schon fast 20 Jahre alt. Umfangsvermerhung im Ohr. Ich hatte sie von meiner verstorbenen Schwiegermutter "geerbt". Der halbe Kopf hätte "weggeschnitten" werden müssen. Inoperabel.
 
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Schwarzfell

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Ich drücke dir die Daumen,dass es deiner Bibi die OP gut übersteht und es ihr danach besser geht,Karin.

Meine Mona( 4 Jahre) hat auch eine tastbare ringförmige Verdickung im Darm und andere Baustellen (HCM,FelV+ mit deswegen vergrößerter,veränderter Milz,eine veränderte Niere,nur die Leber scheint sich etwas regeneriert zu haben) und sie ist zu schwach für eine Narkose/OP.

Ich habe nun schon 2 Praxen konsultiert,eine Tierklinik,den Endokrinologen angerufen+einen Virologen an einer Uni und alle raten mir dazu,ihr die verbleibende Zeit zu erleichtern.


Hat deine Bibi bisher ein Schmerzmittel bekommen?

LG: Schwarzfell
 
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KarinK

Gast
Hallo Schwarzfell,

tut mir leid, daß Du nur noch die Symptome lindern kannst. Andererseits kann man das aber auch positiv sehen: Du kannst steuern, wann der geeignete Zeitpunkt gekommen ist, Deine Katze gehen zu lassen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, dann hol noch eine Meinung in einer wirklich guten Klinik ein. 4 Jahre ist ja noch so irrsinnig jung :(

Bei unserer Katze ist das Risiko auch groß, daß sie noch während der OP oder in der Klinik stirbt. Für mich ein absolut unerträglicher Gedanke, weil sie Fremden gegenüber sehr scheu ist, nur mir hinterher läuft, wie ein Dackel und sich nur zu Hause wohl fühlt. Ich habe mich während der vergangenen 2 Wochen, während wir auf das Ergebnis warteten, mindestens 3 x täglich umentschieden, was eine eventuelle OP betrifft. Mittlerweile denke ich aber, es ist ihre einzige Chance, denn der Anfang vom Ende ihres Lebens mit Krebs hat längst angefangen und ohne geeignete Maßnahmen hätte sie nicht mehr lange.

Schmerzmittel bekommt sie keine mehr. Ganz zu Anfang hat die erste TÄ ihr sc Metacam verabreicht, 1 Woche später das Kortisondepot. Darf man eigentlich nicht. Schon das allein kann zu Magen-Darmblutungen führen.

Außer Kortison bekommt Bibi momentan nichts. Auch das soll ich ab morgen absetzen. Ohne würde es ihr nicht sonderlich gut gehen und selbst unter dem Kortison sehe ich täglich eine Verschlechterung ihres Wohlbefindens, allerdings kein Blut mehr und der Appetit ist natürlich angeregt.

So nebenbei:
Was die Diagnosen so mancher TÄ angeht: Sie sollte ja Prillium bekommen, wegen Herzgeräuschen. Ich habe natürlich auch gleich ein Herzultraschall veranlaßt und der Kardiologe der Klinik sagte, daß (leichter Rückfluß an der Mitralklappe) sei noch lange nicht behandlungsbedürftig. Eigentlich sei es sogar noch positiver zu bewerten, da der Ultraschall unter Sedierung erfolgte und dann stellt es sich i.d.R. schlechter dar, als es eigentlich ist. Aber das war wirklich nur am Rande, um aufzuzeigen, wie schnell man an TÄ gerät, die schnell zu Mitteln greifen, die garnicht nötig sind, statt die Tierbesitzer zur weiteren Abklärung an Fachärzte zu verweisen, nur weil sie Angst haben "gute" Kunden zu verlieren.

Alles Gute Dir und Deiner Mona!
 
Cindyslilli

Cindyslilli

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Ich drücke alle Daumen für Bibi✊
Wie wird das denn mit dem Kotabsatz,wenn der Darm operiert,aber alles noch frisch ist? Keime und der Druck auf den Darm .... .??
 
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KarinK

Gast
Ich drücke alle Daumen für Bibi✊
Wie wird das denn mit dem Kotabsatz,wenn der Darm operiert,aber alles noch frisch ist? Keime und der Druck auf den Darm .... .??

Soweit ich informiert bin, bekommen solche Patienten erstmal keine feste Nahrung, sondern werden infundiert, sprich bekommen alle notwendigen Nährstoffe IV. Erst nach Tagen wird damit angefangen oral geeignete Nahrung anzubieten oder zu verabreichen.

Keime lassen sich im Darmbereich niemals vermeiden. Entsprechende Medikamente werden eingesetzt um Infektionen vorzubeugen.

Ich mach mir dsbzgl. zwar Sorgen, aber nicht so große, wie die Möglichkeit einer Anschoppung des Kotes vor dem Tumor (Darmvereengung) und dem Bruch oder gar Abriss des total geschädigten Enddarmes, wenn gar keine chirugische Maßnahme erfolgt. Das Gewebe in diesem Bereich (4 bis 5 cm) ist nekrotisch und hat nicht mehr in Entferntesten die normalen Eigenschaften eines Darmgewebes. Es muß einfach raus!
 
Barbarossa

Barbarossa

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Die größte Gefahr nach solchen großen Darm-OPs ist wohl, dass die Peristaltik zum Erliegen kommen kann mitsamt der Gefahr eines Megakolons.

Mein Moritz hat Anfang 2006 die Entfernung einer (gutartigen) Geschwulst im Enddarm relativ gut überstanden, die Nachwirkungen in Form fehlender Darmperistaltik wurde zum schwerwiegendsten Problem.

Ich weiß noch gut, wie ich ihn damals während der ersten 10 Tage nach der OP mit selbstgekochter, richtig konzentrierter Rinderbrühe per Assistenzfütterung über Wasser gehalten habe. Herkömmliches Futter war strikt verboten.

Ich wünsche dir Durchhaltevermögen und gute Nerven. Aber ihr schafft das ganz sicher! :)
 
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KarinK

Gast
  • #10
Die größte Gefahr nach solchen großen Darm-OPs ist wohl, dass die Peristaltik zum Erliegen kommen kann mitsamt der Gefahr eines Megakolons.

Mein Moritz hat Anfang 2006 die Entfernung einer (gutartigen) Geschwulst im Enddarm relativ gut überstanden, die Nachwirkungen in Form fehlender Darmperistaltik wurde zum schwerwiegendsten Problem.

Ich weiß noch gut, wie ich ihn damals während der ersten 10 Tage nach der OP mit selbstgekochter, richtig konzentrierter Rinderbrühe per Assistenzfütterung über Wasser gehalten habe. Herkömmliches Futter war strikt verboten.

Ich wünsche dir Durchhaltevermögen und gute Nerven. Aber ihr schafft das ganz sicher! :)

Ist schon mal gut zu wissen, was da noch auf uns zukommen kann. Aber ich sehe das (muß das) optimistisch (sehen). Wir haben bislang alles durchgestanden. Nerven hat uns das die vergangenen Monate allerdings schon genug gekostet. Aber was uns nicht tötet, macht uns nur härter - oder wie war das?

Sicherheit gibt uns nun außerdem die Kompetenz der Klinik. Die stehen Tag und Nacht zur Verfügung, egal ob Feiertag oder nicht. Erfahrungsberichte aus Foren, wie diesem, sind obendrein sicher auch nicht weg.
 
SiRu

SiRu

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  • #11
*reinschleich*
Huhu...
Auch hier nochmal:
Alle verfügbaren Daumen und Pfötchen sind gedrückt, das Bibi die OP gut übersteht!
 
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Schwarzfell

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  • #12
Hallo Schwarzfell,

tut mir leid, daß Du nur noch die Symptome lindern kannst. Andererseits kann man das aber auch positiv sehen: Du kannst steuern, wann der geeignete Zeitpunkt gekommen ist, Deine Katze gehen zu lassen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, dann hol noch eine Meinung in einer wirklich guten Klinik ein. 4 Jahre ist ja noch so irrsinnig jung :(

Hallo Karin,

wie geht es dir und Bibi? Bei dir steigt sicher die Nervosität..

Ja Mona-Mausi ist jung und ich hatte den Traum,dass sie bei mir alt und uralt werden kann.Das wird sie nicht,aber sie hat als ängstlich unsichere Katze bei mir wenigstens so leben dürfen,wie sie es brauchte. Als Einzelkatze in einem ruhigen Zuhause mit verlässlichen Ritualen und Jagdabenteuer.Ich habe ihr Bedürfnis nach Abstand respektiert und immer sie bestimmen lassen,wann sie Kontakt möchte.Bis auf die Fellpflege und das Tabletten eingeben.

Bei uns gibt es keine wirklich gute Klinik,dh keine Uniklinik.Eine Privatklinik.Dort bin ich Sonntag hingefahren(um eine kürzere und somit
schnellere Strecke zu finden).Dort habe ich auch mit einem Arzt gesprochen.Und vorher mit einem Virologen(Uni Berlin) telefoniert und mit dem Endokrinologen gemailt Dr. Münster,der Mona vor Monaten sonografiert hat.
Es sieht schlecht aus und das was ich tun kann und muss,ist ihr die Leidenzeit zu verkürzten,wenn das Kortison nicht greift

Bei unserer Katze ist das Risiko auch groß, daß sie noch während der OP oder in der Klinik stirbt. Für mich ein absolut unerträglicher Gedanke, weil sie Fremden gegenüber sehr scheu ist, nur mir hinterher läuft, wie ein Dackel und sich nur zu Hause wohl fühlt. Ich habe mich während der vergangenen 2 Wochen, während wir auf das Ergebnis warteten, mindestens 3 x täglich umentschieden, was eine eventuelle OP betrifft. Mittlerweile denke ich aber, es ist ihre einzige Chance, denn der Anfang vom Ende ihres Lebens mit Krebs hat längst angefangen und ohne geeignete Maßnahmen hätte sie nicht mehr lange.

Welche Narkose wird Bibi bekommen?
Die Zerrissenheit kann ich dir sehr gut nachempfinden.
Ich habe hier schon von Katzen gelesen,denen es sehr schlecht ging und denen die OP sprichwörtlich das Leben gerettet oder zumindest für Jahre verlängert hat.


Bei Mona müsste die Milz raus und die Geschwulst im Darm-das würde sie nicht überleben...


Außer Kortison bekommt Bibi momentan nichts. Auch das soll ich ab morgen absetzen. Ohne würde es ihr nicht sonderlich gut gehen und selbst unter dem Kortison sehe ich täglich eine Verschlechterung ihres Wohlbefindens, allerdings kein Blut mehr und der Appetit ist natürlich angeregt.


Manchmal kann man nur zwischen zwei Übeln wählen...


So nebenbei:
Was die Diagnosen so mancher TÄ angeht: Sie sollte ja Prillium bekommen, wegen Herzgeräuschen. Ich habe natürlich auch gleich ein Herzultraschall veranlaßt und der Kardiologe der Klinik sagte, daß (leichter Rückfluß an der Mitralklappe) sei noch lange nicht behandlungsbedürftig. Eigentlich sei es sogar noch positiver zu bewerten, da der Ultraschall unter Sedierung erfolgte und dann stellt es sich i.d.R. schlechter dar, als es eigentlich ist. Aber das war wirklich nur am Rande, um aufzuzeigen, wie schnell man an TÄ gerät, die schnell zu Mitteln greifen, die garnicht nötig sind, statt die Tierbesitzer zur weiteren Abklärung an Fachärzte zu verweisen, nur weil sie Angst haben "gute" Kunden zu verlieren.

Dann hat Bibi wenigstens was ihr Herz betrifft nochmal Glück gehabt und was die Fehler von TÄ betrifft.. nein,ich fange lieber gar nicht erst an,sonst werde ich wütend...ein Kleintierarzt kennt sich im besten Fall mit verschiedenen Krankheiten etwas aus, doch meiner Erfahrung nach scheitert es bereits am gekonnten und kritischen Umgang+ Einsatz von Antibiotika.


Ich verlasse mich schon lange nicht mehr nur auf Tä..
Mein Problem ist daher ,dass ich für so manchen Tierarzt zu anstrengend bin, weil ich mich informiere und nachfrage.Wegen der Diagnoseabklärung beim Facharzt hatte ich hingegen keine Probleme,weil ich mir die selbst suche und die Tä auch von sich aus die Kardiologin(Dr. Hörauf in Köln) erwähnt haben.
Ich bin mit Mona bei 3 Tierärzten gewesen und erst jetzt in der dritten Praxis zufrieden,weil sei dort klar ihren Kompetenzbereich einhalten und unbedingt die Meinung des Facharztes+ Virologen hören wollten, da das Kortison kritisch ist.


Alles Gute Dir und Deiner Mona![/QUOTE]

Danke und ich hoffe,bei euch wird es gut verlaufen und Bibi gerettet.
 
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Hanna2

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1. September 2014
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46
  • #13
liebe karin,

ich dachte, ich schreib hier auch was rein - vielleicht kann ich dir etwas mut machen. meine kleine hatte einen milztumor, der samt milz entfernt worden ist. das war mitte juli. sie war da offenbar schon in einem so schlechten zustand, dass nicht klar war, ob sie aus der narkose wieder aufwacht. und selbst für den fall, dass die op gut verläuft, hat sie eine sehr, sehr schlechte prognose bekommen. ganz böse form von krebs :(

aber: wir haben jetzt mitte - sogar eher ende - dezember. und trotz immer wieder neuer, "kleinerer", baustellen scheint bisher alles soweit ganz gut zu sein! körperlich ist sie jetzt grundsätzlich fit. und die kleine genießt ihr leben! sie ist so neugierig, herrlich verspielt und wunderbar verschmust. ich meine, ja, wir haben hier immer wieder schwierigkeiten. erst ein entzündungsgeschehen irgendwo im körper, dann die verdauung, und jetzt eine - vermutete - nahrungsmittelunverträglichkeit. alles nicht nett, aber behandelbar! zeitaufwändig, nervenaufreibend, aber zu schaffen!

was ich dir damit sagen will, ist, dass mietz nach so einer op wieder - zumindest eine weile - ein schönes, normales katzenleben führen kann. und das sogar über die mindest-prognosen von tä und statistiken hinaus! und du hast auch geschrieben, dass nach der op eine chemo gemacht werden soll. das steigert die chancen auf ein gutes leben ja nochmal beträchtlich und soll, wie man überall in diesem internet lesen kann, für katzen viel besser verträglich sein als für menschen!

was mir bezüglich der op damals sehr geholfen hat, war, dass ich dabei war, als sie in narkose gelegt wurde, und ihr gut zugeredet habe. und was mir jetzt hilft, ist, dass ich endlich kapiert hab, dass sie nur dann krebs hat, wenn er wieder kommt. der tumor ist raus, neubildungen und metastasen waren bis jetzt - toi, toi, toi - nicht ersichtlich: also krebsfrei!

lange rede und kurzer sinn: ein einzelner tumor an einer operablen stelle ist kein todesurteil. euer plan (op+chemo) klingt gut und die tk scheint professionell zu arbeiten, nach dem, was du darüber schreibst. klingt alles in allem nach besten chancen unter widrigsten umständen. hier sind jedenfalls, zusätzlich zu denen der anderen, alle daumen und pfoten gedrückt, dass am montag - und danach! - alles gut verläuft. es wird keine leichte zeit für euch, aber ihr werdet das schon schaffen! :)
 
K

KarinK

Gast
  • #14
Hallo Ihr Beiden,

nun hab ich wieder das Problem 2 Leuten antworten zu wollen *grmpf*

Ich versuchs trotzdem mal :
Die Narkose ist eine Inhalationsnarkose, sprich nur maximal 2 Prozent des Narkosemittels verbeliben im Körper des Patienten. Gleichzeitig wird über den Tubus beatmet. Ingesamt ist das Narkoserisiko minimiert. Die Patienten sind nicht über viele Stunden bewußtlos und das Risiko des Kreislaufversagens wird minimiert.
Bislang habe ich Bibi nur nach der Endoskopie erlebt, mit eben dieser Narkose und sie war aufgeweckt und aktiv, hat sofort ihr Futter gesucht und gefressen und war allgemein sehr entspannt. Also eigentlich nix Negatives zu berichten.
Diesmal wird die Narkose aber länger und wesentlich tiefer sein müssen, da die OP mit Schmerzen verbunden ist. Trotzdem ist es das Schonendste, was die heutige Medizin zu bieten hat.

Hanna2: Genau, daß was Du sagst ist unsere Hoffnung: Krebs weggeschnitten, Krebs weg.

Natürlich wird es nach der OP noch weitergehen - nämlich mit der ein oder anderen Chemo, aber darüber denken wir erst nach, wenn Bibi wieder zu Hause und bei Kräften ist und vor allem einigermaßen auf Trab.

Frühestens nächsten Sonntag werden wir sie wieder abholen können. Bis dahin sollte die Naht am Darm "verheilt" sein und sie wieder Kot absetzen können. Man würde uns niemals unsere Katze wieder übergeben, wenn dsbzgl. nicht alles im grünen Bereich wäre - natürlich den Umständen entsprechend.

So, jetzt trinke ich noch den letzten Schluck Wein, den mir meine Schwester "verordnet" hat. Danke auch Dir, liebe Moni, die Du uns immer begleitet hast ....

Schlaf gut, Bibi !!! :pink-heart:
 
Birgitt

Birgitt

Forenprofi
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1. Januar 2010
Beiträge
9.269
  • #15
Für die OP heute werden hier die Daumen und 32 Pfoten gedrückt.

Sag mal bescheid wie die OP gelaufen ist.
 
K

KarinK

Gast
  • #16
Bibi wurde nicht mehr operiert. Nach der Eingangsuntersuchung (Röntgen/Ultraschall) wurden massenhaft Metastasen entdeckt (vr 3 Wochen noch eine, wenn man dem Ergebnis trauen darf) und die Prognose ist denkbar schlecht. Keine Chance auf eine gute Zeit, nach OP und/oder Chemo und Bestrahlung.

Wir versuchen ihr nun noch eine schöne restliche Zeit zu machen, aber ich denke, es handelt sich dabei eher um Tage, als um Wochen.

Meine Zeit gilt nun Bibi. Ich melde mich, wenn wir es überstanden haben.


Danke Euch für Euren Beistand. Ich weiß das zu schätzen!

traurige Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Barbarossa

Barbarossa

Forenprofi
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16. Oktober 2006
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20.674
  • #17
Das tut mir alles so leid. Ich wünsche dir viel Kraft.

Mehr kann ich nicht schreiben. Sei stark für deine kleine Bibi.
 
petras

petras

Forenprofi
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29. Dezember 2010
Beiträge
2.689
Ort
bei München
  • #18
Ach Du meine Güte! Es tut mir so leid, dass es nun doch keine Möglichkeit mehr gibt :reallysad:

Ich wünsche euch, dass ihr noch ein paar erträgliche Tage miteinander habt und dass Bibi, wenn's gar nicht mehr geht, leicht rüber gehen kann.
 
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Hanna2

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1. September 2014
Beiträge
46
  • #19
du meine güte! das tut mir so leid!
 
Cindyslilli

Cindyslilli

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3. Mai 2014
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4.034
Ort
bei Hannover
  • #20
Ich bin schockiert! Das tut mir unendlich leid! Ich habe keine weiteren Worte,bin aber in Gedanken bei Euch😿😿😿
 
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