8-j. Tigerchen: Ganz schlechte Blutwerte - CNI?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
gasi

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8-j. Tigerchen: Ganz schlechte Blutwerte - CNI? (Nein, PKD Endstadium)

Liebes Forum

Mein Frauchen und ich haben seit gestern Gewissheit, dass unser liebes Tigerchen schwer erkrankt ist.

Wir haben zwei reine Hauskatzen, es sind Mädchen und sie sind Geschwister, die im August 2009 zur Welt kamen.
Also 8 Jahre alt.

Es sind ganz normale "Hinterhofmischlinge", eines schwarzweiss das andere ein Tigerchen. Sie heissen Fleckchen und Knöpfchen.

Anlässlich eines Routinebesuchs beim TA für Impfung und Parasitenkontrolle, wurden beim Tigerchen die Nieren als auffällig abgetastet.
Als wir dann erklärten es würde schon ne Weile relativ viel trinken und entsprechend pieseln, wurde ein Bluttest gemacht.

Ergebnis: Sehr schlechte Nierenwerte. Und auch schlechte Leberwerte. 75 % der Nieren seien hinüber, wahrscheinlich Zysten,
Flüssigkeitszysten.
Der TA sagte, wenn er auf der einen Seite die Laborwerte (stelle die noch ein) sehe und andererseits das Tier anschaut,
dann würde er meinen hier gebe es eine Verwechslung.

Das Tigerchen ist nicht mager und auch nicht dick.
Es ist sehr muskulös.
Es hat wunderschönes glänzenes Fell.
Es hat, das richtige Futter vorausgesetzt, ordentlich Kohldampf.
Es ist ein Supersportler. Das Tigerchen hatte seit je her eine unglaubliche Physis.
Es erbricht nicht übermässig oft.

Andererseits hat es schon Monate tendenziell harten Stuhl, was wir mit Futteranpassungen zu lindern versuchten.
Es trinkt und pieselt viel
es riecht schön länger schlecht aus dem Mund. Was lange fischig, inzwischen habe ich den EIndruck es riecht nach Urin.
Es ist zwar nicht extrem auffällig aber wenn ich jetzt so zurückdenke, es hat sich schon eher zurückgezogen und ist bissl n Eigenbrötler.
Früher war es immer bei "den Leuten", heute sitzt es am liebsten auf seinem Plätzchen auf der Terasse.

Was auch nun rückblickend auffällig ist, dass das Tigerchen gerne nach dem Fressen in der Gegend rumrennt wie wenn es Flöhe
im Mantel hätte.
Es leckt beidseitig das Fell über den Nieren. Es sitzt da und dann wie wenn man es mit ner Nadel pieksen würde weg.
Und es guckt hinter sich, wie wenn der Teufel auf ihm sässe.
Ich habe es zuvor als Spinnerei bzw. eine übermütige Gefühlslage missinterpretiert. Oder dass man man mit der Bürste das Fell schön "striegeln" sollte.
Heute meine ich, dass es wahrscheinlich Schmerzen in den Nieren hat, besonders nach dem Fressen.



----- Schnitt --------

Hatte als Kind mein erstes Kätzchen bekommen. Es wurde 18 Jahre alt.
Nachher habe ich einen Kater unbekannten Alters aus dem Tierheim geholt, der beim ersten TA Besuch auf gut und gerne 6 Jahre geschätzt wurde.
Er war 9 Jahre bei mir, wurde also ca. 17 Jahre alt.

Beide starben an Niereninsuffizienz - altersbedingter.
Beim ersten haben wir das gar nicht geschnallt. null.
Es wurde einfach immer magerer und konnte irgendwann nicht mehr Stuhl absetzen, dass man nicht mehr zuschauen konnte.
Dann erstmals deswegen zum TA und gleich eingeschläfert. Ich kam traurig mit der leeren Tasche heim.

Beim zweiten Kätzchen wurde es diagnostiert und mit Diät gelegentlichen Infusionen und Fortekor behandelt.
Ich meine das hat etwa 1 Jahr Nachspielzeit geschenkt.

Ich will damit sagen ein bisschen kenne ich diese Krankheit.
Will das bloss nicht glauben, dass nun bei unserem so jungen Schätzchen so früh schon auftritt.

Frauchen und ich sind uns einig, dass wir alles zumutbare und sinnvolle machen möchten, damit Knöpfchen noch eine Weile Freude hat und es schön haben kann.
Und wir sind uns schmerzlich bewusst, dass es nicht mehr lange bei uns bleiben kann. Und wir haben Tränen in den Augen.
Und wir sind uns auch einig, dass es nicht leiden darf. Es ist ein Geschenk, dass es überaupt bei uns ist und uns 8 schöne Jahre gegeben hat.
Wir haben da kein Anrecht oder Anspruch - wir dürfen nicht unverschämt sein. Wenn es nicht mehr geniessen kann, soll es würdevoll gehen dürfen.

Alle meine/unsere Katzen waren/sind lieb, aber dieses Tigerchen ist ganz speziell. So ein liebes Kerlchen, ein zärtliches Schmuserchen. Da muss man weit gehen um so eines zu finden.
Ich sage seit je her zu ihm "Du bist mein liebstes Tigerchen".


Nun ich habe die ganze Royal Renal Palette bestellt, die kommt nächste Woche.
Morgen vormittag gehen wir eine erste Ringer Lösungsinfusion machen lassen. Ich weiss ich sollte unbedingt in die Lage kommen,
das selber zuhause zu machen. Der Stress fürs Tierchen und die Kosten drängen das auf. Aber ich bin nicht scharf drauf, braucht grosse Überwindung.

Ein grosses Problem sehe ich darin, dass das Tigerchen extrem heikel ist. Beim Fressen ist es sehr wählerisch. Immer schon gewesen.
Dabei ist es essentiell dass es kooperiert und die Diätumstellung mitmacht.

Psychologisch (das habe ich gelesen) muss man aufpassen.Es kann durchaus passieren, dass die Katze ihren schlechten Zustand mit dem neuen Futter in Verbindung bringt.
Und dann wird auf stur geschaltet. So schlau sind sie. Und gerade dieses Kätzchen.

Ich würde lieber zuerst versuchen das Blutgleichgewicht soweit zu verbessern wie möglich und dann mit zunehmendem untermischen zum anderen Futter rüberschleichen.
Deshalb passt es mir dass das Futer erst am Mittwoch oder Donnerstag da ist.


-------Schnitt------


Wir leben in einer wenig besiedlten ländlichen Gegend. Wir haben keine grosse Auswahl an TA in der Nähe.
Als ich mich gestern mit dem TA besprach - naja, ich hatte nicht den Eindruck, dass eine besondere Kompetenz zum modernen Umgang mit CNI vorliegt.
Möchte nicht überheblich sein, bin ja Laie. Hatte mich ziemlich eingele
sen und hatte viele Fragen, die nicht beantwortet werden konnten. Bildete mir schon fast ein ich käme selber besser draus :aetschbaetsch1:

Hohes Ziel muss einfach sein, dass der Tiger zuhause bleiben darf oder wenn es zum Doc muss, nur kurze Transportwege anfallen.


Der TA hat erklärt er könne eine Überweisung für Ultraschall machen. Wir müssten dazu mit Tigerchen in die nächste Stadt fahren.
Es müsse dann grosszügig rasiert werden.
Mit dem Ultraschall habe man dann ein Bild, was für UNS vielleicht wichtig sei. An den Behandlungsmöglichkeiten würde sich aber sehr wahrscheinlich nichts ändern.
Es könnten auch Steine sein, die man aber generell nicht entfernen könne.

Wir tendieren dazu, es dem Tier zuliebe nicht zu machen. Es bringt offenbar de facto nichts und die Aktion ist ein Horror für Knöpfchen.

Fortekor würde man heute nicht mehr geben. Dafür etwas anderes (kann grad nicht sagen, wie es heisst.)
Das sei flüssig würde in fixer Dosis oral verabreicht. Die Katzen würden es nicht im Futter akzeptieren, so dass man es unter Zwang zuführen müsse, täglich.
Das alte Fortekor konnte ich in etwas Käse tarnen.

Und wieso sind die Leberwerte schlecht? Gibt es einen Zusammenhang mit den Nieren?
Das könne man nicht sagen. Im Ultraschall könne man ja dann den ganzen Bauchraum anschauen. Dann sähe ich mal wie es in der Katze aussieht.
Fand diese Redensart schon fast abstossend.

Wir hoffen darum hier im Forum nützliche Tipps zu bekommen, die Knöpfchen zu Gute kommen.

Wir - mitsamt dem Patientchen grüssen Euch herzlich
Andreas
 

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gasi

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Anbei die Laborergebisse der Bluttests.

Übrigens habe nachgeschaut, das "neue" Medikament statt Fortekor heisst Semintra.
 

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Kuro

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Oje, ja, mit deiner Vermutung bezüglich Kompetenz stimme ich zu.

Also, doch, der Ultraschall ist wichtig. Allein um festzustellen, ob es denn tatsächlich Zysten sind oder etwas anderes bei den Nieren vorliegt. Und ob sie tatsächlich betroffen sind. Denn Blutwerte allein zählen niemals als Diagnosegrundlage. Sie geben nur einen Anhaltspunkt. Wenn du Katerchen erstmal schonen willst, gib eine Urinprobe ab, die soll ins Labor geschickt werden (das ist wichtig) und auf Protein-Kreatinin-Quotient und spezifisches Gewicht untersucht werden. Wenn auch das Thema Steine auf dem Plan stand, dann auch gern dahingehend (allerdings kann ich dir dazu nichts genaues sagen, Steine beziehen sich bei Katzen für gewöhnlich auf die Blase, nicht die Nieren und ich kenne mich nur mit den Nieren aus). Was allerdings die Aussage bezüglich Steine ließen sich nicht entfernen betrifft, ähm *hust*. Je nach Blasensteinart werden die einen aufgelöst (Struvit) oder die anderen operativ (Oxalat) entfernt.

Ich behaupte mal, das flüssige Medikament hieß Semintra.
Und beide Aussagen stimmen nicht oder nur bedingt oder wie auch immer. Ja, Semintra ist neuer. Und je nach Situation auch das Mittel der Wahl. Aber bevor man überhaupt eines von beiden gibt (ACE-Hemmer oder eben Semintra), muss man zum einen feststellen, ob der Blutdruck zu hoch ist, das hat nämlich nicht jede Nierenkatze, wenn auch die meisten (sofern du überhaupt eine Nierenkatze hast). Zum anderen muss man über die Urinuntersuchung eben feststellen, wie der Protein-Kreatinin-Quotient ist. Nur wenn dieser eine Proteinurie, eine vermehrte Ausscheidung von Proteinen über den Harn (vermehrt ist hier das Stichwort und deswegen ist die Untersuchung im Labor auch wichtig, die Sticks, die die Ärzte in ihren Praxen für gewöhnlich nutzen, zeigen immer Protein an, weil ein bisschen Protein bei Katzen normal ist), anzeigt, dann ist tatsächlich Semintra das Mittel der Wahl. Das wirkt zusätzlich auch blutdrucksenkend, weswegen mittlerweile eine Menge Tierärzte einfach mal meinen, den ACE-Hemmer blind damit ersetzen zu können, allerdings ohne vorher zu bestimmen, ob überhaupt eines beider Medikamente nötig ist.

Was hier ganz fehlt, sind die Blutwerte. Ich vermute, du hast sie nicht zu Haus? Dann hole sie dir und lass hier die Leute mal drüber schauen (ich bin nicht zu gut darin, jedenfalls nicht für den Gesamtzusammenhang, der dafür aber wichtig ist). Die Nierenwerte im Blut sind stark durch andere Vorgänge im Körper beeinflussbar. War Katerchen vor der Routineuntersuchung und damit Blutkontrolle nüchtern (10 - 12 h ohne alles außer Wasser)? Wenn nicht, kann das einen der drei Nierenwerte (Harnstoff oder BUN) beeinflussen. Kreatinin wird durch entzündliche Prozesse hochgetrieben, ganz vorn sind da gern die Zähne dabei und das ist nicht zwangsläufig von außen erkennbar. Dann gibt es noch den SDMA, aber dessen Zuverlässigkeit ist bislang nicht wirklich geklärt und eher schwankend. Deswegen sind weitere Untersuchungen auch wichtig.
Tastbefunde lassen mich immer skeptisch sein. Aber auch deswegen würde ich vorsorglich die Nieren schallen lassen. Auf CNI zu behandeln, wo doch keine vorliegt, ist nämlich auch nicht gut. Dafür muss man schon eine Gewissheit haben. Es ist gut möglich, dass die Blutwerte wirklich katastrophal sind und ebenfalls, dass tatsächlich eine Erkrankung vorliegt, aber ohne einen genaueren Überblick kann man nicht gezielt behandeln. Bei meinem CNIchen lasse ich mittlerweile nur noch einmal im Jahr untersuchen, weil die Werte irgendwann tatsächlich egal sind (jedenfalls ist das meine Ansicht), wichtig ist, wie es ihr geht. Und da ist es ähnlich wie bei dir: Die Werte zeigen die CNI (ich habe nach einem Jahr die Nieren ein zweites Mal schallen lassen und es zeigten sich auch dort fortschreitende Veränderungen, das war für mich einfach eine Kontrolle und habe ich seitdem auch nicht mehr gemacht, weil es für sie Stress ist und die Bilder nichts an der Behandlung ändern), nach außen sieht sie topp aus, wohlgenährt, glänzendes, seidenweiches Fell, klarer Blick. Aber ich weiß dennoch sicher, dass die Krankheit vorliegt und ohne habe ich auch nichts angepasst (was sich vor allem auf das Futter bei ihr bezieht).
Sichere dich also bitte erstmal ab. Auch notfalls über diesen Tierarzt, aber mit selbst informieren und nicht nur auf ihn vertrauen (tust du ja eigentlich auch vom Bauchgefühl her nicht).
 
gasi

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Lieber Kuro
Ich umarme Dich dankend. Endlich jemand Kompetenter.
Laborergebnis habe ich oben eingestellt.

Also wir gingen extra ein zweites Mal hin dass das Blut nüchtern genommen wird. 3 Röhrchen wurden frühmorgens abgenommen.

Als ich am Nachmittagzur Besprechung beim TA war, habe ich gefragt ob noch Reste der Bluprobe da wären und ob es noch etwas gäbe was man zusätzlich testen kann. SDMA könne man noch machen. Das habe ich bestellt, obwohl das ein Indikator primär für die Früherkennung sei. Wir sind hier aber schon in einem sehr fortgeschrittenen Zustand, bei diesen Blutwerten.
(Ich gebe nur wieder was mir gesagt wurde)
Nutzen quasi fragwürdig, aber es könne zusätzlichen Aufschluss über das Stadium geben.

Ich entnehme Deinem Rat, wir brauchen den Blutdruck und den Ultraschall.
Soll ich die Ringerinfusion machen wie geplant?

Was bedeutet die Abtasterkenntnis, dass die Nieren vergrössert, unförmig und verhärtetet seien in Kombination mit dem Blutbild?

Gibt es Präparate, die allein aufgrund der Blutwerte und der restlichen Situation unmittelbar morgen beim TA schon mal gegeben werden sollten?

Und ja ist Seminta.

Grüsse Andreas
 
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Kuro

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Das sieht nach tierarzteigenem Labor aus? Ich bin hier in einer Klinik, aber die große Untersuchung einmal jährlich lasse ich trotzdem extern schicken. Die kleinen reinen Nierenkontrollen haben wir dann auch im Kliniklabor machen lassen.
Ich würde hier gern die Meinung für den Zusammenhang durch jemand anderen mit mehr allgemeiner Blutbilderfahrung beurteilen lassen.

Allerdings sind beide Nierenwerte auffällig höher. Ob Ringer gut ist oder nicht, weiß ich nicht, ich musste bislang nicht infundieren lassen. Generell denke ich aber, dass eine Infusion bei den erhöhten Werten nicht schadet (keine Garantie).
Dass der SDMA für eine Einschätzung des Stadiums Aufschluss gibt, naja, nachdem ich dem Wert allgemein misstraue, sieht das auch bei dieser Aussage nicht besser aus.

Wenn die Nieren angeblich auffällig getastet wurden, sollte der Schall unbedingt stattfinden. Und die Leber würde ich dabei gleich mitmachen, immerhin wird die Schermaschine eh schon mal angesetzt und wenn diese Werte auch auffällig sind, schadet das einfach nicht. Übrigens kann man, wenn es Probleme mit der Uringewinnung für die Probe gibt (oder auch, wenn man sterilen Urin braucht), dann auch gleich eine Blasenpunktion durchführen lassen (dabei muss nämlich der Schallkopf über die Blase). Klingt heftig, geht aber relativ schnell. Würde ich persönlich aber nur machen, wenn nötig (ist hier so, ich kriege keinen Urin aufgefangen), weil jedes Hineingehen in den Körper auch immer die Gefahr von Einbringen von Erregern birgt. Sie wird durch Desinfizieren gemindert, aber lässt sich nicht völlig ausschließen. Wenn es nötig ist, ja, aber nur so viel, nicht mehr.
Und ja, Blutdruck sollte bei Katzen, die zwecks Nieren untersucht werden, auch gemessen werden (auch wenn es Tierärzte gibt, die behaupten, das geht nicht).

Nein, eigentlich kann ich dir kein Präparat nennen, das ich für sinnvoll halte. Es gibt Besitzer, die prophylaktisch SUC einsetzen, ein homöopathisches Kombi-Mittel. Ich gebe nicht viel auf die Prophylaxe, denke aber auch, dass das keinen Schaden anrichtet. Hier hat es nicht mal Nutzen gebracht, ich habe es über einige Monate probiert, aber irgendwann abgesetzt, weil mein CNIchen es auch nicht mochte.
Ich gebe ohnehin nur ein Herzmedikament (aber, das Herz war schon vor den Nieren krank, diese kamen erst als Sekundärerkrankung vom Herzen dazu). Ansonsten ist das Futter auf die Nieren angepasst und in seiner Konsistenz verändert (ich barfe und im Zusammenhang mit immer wiederkehrender Magenschleimhautentzündung, die erst seit der CNI besteht, musste ich von stückigem Fleisch auf gewolft wechseln, weil der Magen immer überfordert war), ebenso füttere ich in relativ kurzen Abständen. Mehr ist es nicht und wir sind mittlerweile seit zwei Jahren und acht Monaten mit der Diagnose unterwegs.
Aber jedes Tier ist dabei anders, weswegen sich solche Schilderungen immer nur bedingt übertragen lassen.
 
gasi

gasi

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Woher hast Du all das Wissen? Nur als Halter mit diesem einen Tier?

Dieses Video gab mir in aller Kürze eine erste Übersicht
https://www.youtube.com/watch?v=iNi4BDMmJqg

Und ja Tests wurden in der TA-Praxis durchgeführt.
 
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Maiglöckchen

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Ich würde vor allem mal ein komplettes geriatrisches Blutbild machen lassen, das ist es nämlich nicht.

Und recht zügig eine gute Tierklinik aufsuchen, die auch den erhöhten Leberwerten auf den Grund geht, da muss noch etwas anderes im Busch sein, erhöhte Nierenwerte wirken sich in der Regel nicht so auf die Leber aus.

Wenn euer Tigerchen die Nierendiät nicht fressen mag, dann würde ich zumindest normales Futter mit Phosphatbinder versuchen. Wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, steht der Wert IP für Phosphor, das ist bei Euch erhöht und das muss unbedingt runter, weil Phosphat die Nieren stark belastet.
 
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gasi

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Danke Maiglöckchen

Kernfrage ist, was alles aus den bisherigen (obigen) Bluttestergebnissen geschlossen werden kann.

Aufgrund der bsiherigen Infos hier sieht der Schlachtplan so aus:
Morgen Infusion und Renal Futter probieren.
So schnell wie möglich Termin für Nieren und ganzer Bauchraum schallen, Blutdruck messen und erneute Blutabnahme für den genannten geriatrischen Test.
Sinnvoll so?

In dem obigen Video ist der interessanteste Punkt: "Weitere Präparate zur Wiederherstellung des Blutgleichgewichts."
Was ist das alles?

Grüsse Andreas
 
Maiglöckchen

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Keine Ahnung, was dieser Tierarzt damit meint. Vielleicht die Elektrolyte und ihr Verhältnis zueinander?
Ich finde den aber als Quelle eh nicht so prickelnd, wer die Trockenfuttertüte in die Kamera hält, hat schon mal einen wichtigen Punkt nicht berücksichtigt, die Flüssigkeitszufuhr, die für die Nieren so wichtig ist. Und die erreicht man durch Nassfutter und nicht durch Trockenfütterung.

Hier findest Du weitaus mehr und bessere Informationen zur CNI:

http://www.felinecrf.info/

Was man medikamentös machen kann, wenn man die entsprechende Diagnostik gemacht hat, dazu hat Kuro ja schon viel geschrieben.

Ich denke, Ihr solltet als allererstes herausfinden, wie die Nieren im Schall aussehen und vor allem, was mit der Leber los ist. Vergrößerte Nieren könnten durch Zysten zustande kommen, aber auch ein Hinweis auf eine akute Geschichte sein, hervorgerufen durch eine andere Erkrankung. Aber das ist alles Spökenkiekerei, so lange nicht weitere Untersuchungen vorgenommen wurden.
 
Lehmann

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  • #10
Tut mir leid für den hübschen Katermann. Aber wie schon geschrieben, gibt es hier einige mit CNI-Katzen, daher auch teilweise geballtes theoretisches wie praktisches Wissen.
Lies dich am besten bei diesem thread mit den ganzen TE ein, die erkrankte Katzen haben, hier steht sehr viel wissenswertes.
Mit diesem Wissen gewappnet, würde ich einmal den Angang machen und in eine Tierklinik gehen, mit US vom Bauchraum, Urin - und Blutdruckwerten und eventuell einer Zahnuntersuchung. Dort hast du alles in einem Haus, bekommst eine Behandlungsempfehlung und alles ist ein Abwasch. Wenn du dann ( hoffentlich nicht ) eine präzise positve Diagnose hast, kannst du wieder zu deine Haustierarzt für die "normale" Behandlung.

Wie meine Vorgängerin schon erwähnte, kann auch FORL ( chronische Zahnerkrankung ) die Creatininwerte in die Höhe treiben, lasse dass bitte nicht ausser acht. Ausserdem gibt es noch eine akute NI ( ANI ), ich weiss nicht, ob das so hinreichend abgeklärt worden ist und wie da die Symptome sind, aber dazu werden sich bestimmt hier noch einpaar mehr "Spezialisten" melden.
Ich drücke alle Daumen, dass der kleine Mann noch 20 Jahre gut weiterlebt, ob nun mit oder ohne CNI ...:)
 
Kuro

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  • #11
Genau, mein Wissen stammt aus der Erfahrung der letzten Jahre. Lesen, lesen, lesen, Austausch mit anderen (ganz viel auch hier) usw.

Den Gedanken mit der Tierklinik und einem großen Rundumschlag finde ich übrigens auch sehr gut.
 
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Regine

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  • #12
Hallo Andreas,

tut mir leid, das ihr so eine Diagnose bekommen habt.
Zur Beruhigung, eine Katze kann mit Unterstützung, mit einer CNI noch Jahre leben.

Schau mal auf diese Seite, fühle dich bitte nicht erschlagen, das sind sehr viele Informationen, aber sie sind sehr nützlich.

http://www.felinecrf.info/was_ist_cni.htm

Vorab noch eine Frage zum Geruch aus dem Maul. Wie ist denn der Zahnstatus bei Tigerchen? Maulgeruch kann auf FORL hindeuten oder auch Zahnfleischentzündung. Je nachdem wie massiv das ist, belastet es die Nieren sehr.
FORL lässt sich leider nur durch dentales Röntgen feststellen, dazu müsste Tigerchen in Narkose. Ob das jetzt so sinnvoll ist, bezweifle ich, die Nierenwerte sind schon hoch.

Infusionen würde ich auf jeden Fall so schnell wie möglich geben, bitte lasst es euch zeigen. Man kann das subcutan auch gut zu Hause machen. Viele schaffen das sogar alleine, ich habe immer jemand der Püppi betütelt und ich piecke.
Ich persönlich bevorzuge Ringer Lactat, weil dort mehr Elektrolyte drin sind.

Geriatrisches Blutbild wurde schon angesprochen, finde ich auch sinnvoll. Was du mittesten lassen solltest, ist der Fpli. Das ist der feline Pankreaswert. Es kann sein, dass wenn die Leber angegriffen ist, auch die Pankreas mitleidet.
Kann, muss nicht.


SUC wurde schon genannt. Ich gebe das seit 3 Jahren.
S = Solidago; U = Ubichinon; C = Coenzyme. Dazu kommt Hepar (für die Leber). Alles ist von Heel, dort gibt es auf der Homepage auch ein Behandlungsschema für CNI Katzen.

Ob es hilft? Ich habe nie an Homöopathie geglaubt, Püppi denkt nicht drüber nach und belehrt mich eines Besseren;)
Da gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Mittel, mit denen man z.B. auch die Leber sehr gut unterstützen kann. Dazu solltest du dir aber eine Tierheilprakter/in suchen, auch wenn es rein pflanzlich ist, kann es trotzdem Schaden anrichten.
Wenn du magst, kann ich dir per PN jemand nennen oder du schaust mal im Netz, was es in deiner Nähe gibt.

Phosphatbinder wurde von Maiglöckchen schon genannt. Da gibt es Ipakitine, Pronefra oder auch Calciumcarbonat. Alles lässt sich übrigens im Netz deutlich günstiger bestellen als beim TA.:oops:
Das gilt auch für Infusionslösungen plus Zubehör, SUC oder auch Nierendiätfutter.

Zu deinem Schlachtplan:
Da fehlt mir noch der Urin. Bitte lasse den untersuchen, Kuro schrieb es ja schon. Protein-Kreatinin-Quotient, spezifisches Gewicht, Kristalle und ich würde auch auf Bakterien untersuchen lassen. Viele CNI Katzen haben Blasenentzündungen.
Ideal wäre es, wenn der TA die Blase punktieren würde, dann hast du sterilen Urin und den kleinen Piek merken sie kaum.
Wenn er die Blase aussmassieren möchte, bitte nimm davon Abstand. Das ist äußerst schmerzhaft für Tigerchen. Dann versuche lieber den Urin daheim aufzufangen (Kelle/Gefäß drunter halten beim Pieseln..)


Worauf du dich auch vorbereiten solltest, mittels Rezept, sind Magensäureblocker. Viele CNI Katzen erbrechen Magensäure.

Viele Trinkmöglichkeiten aufstellen und immer ausreichend Futter, damit der Magen beschäftigt ist.

Medikamente bekommt man übrigens sehr gut mit Leckerlistangen, LiquidSnacks oder Thunfischwasser in die Süßen.


Mut möchte ich dir machen, meine Püppi ist jetzt fast 18,5, hat seit 3 Jahren CNI. Und auch wenn es jederzeit kippen kann, im Moment hat sie gute Lebensqualität und denkt nicht mal daran sich zu verabschieden.
 
gasi

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  • #13
Danke Euch allen.
(ist zwar nicht entscheidend aber Knöpfchen es ist eine Dame - kein Mann)

Sorry, ich weiss, man kann viel lesen. In der Zeitnot konnte ich das nicht erschöpfend. Wir mussten von jetzt auf gleich wissen, was wir machen sollen.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Grüsse Andreas
 
gasi

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  • #14
Hallo meine Lieben

Knöpfchen hat heute beim TA eine Ringer Laktat Infusion bekommen. ca. 150ml. Hat es gut akzeptiert ohne murren.

Zum Schluss haben wir ein paar Beutelchen Nierendiät Royal nass Huhn und Fisch gekauft, um schon beginnen zu können unterzumischen.
Ich habe gehofft, es würde ihm mit der Infusion sichtlich besser gehen.
Fand ich aber nicht.

Muss gestehen, seit ich vorgstern die schlimmen Blutwerte gesehen habe fällt es schon deutlich auf wie teilnahmslos das Tigerchen ist.
Weiss nicht ob es ihm tatsächlich deutlcih schlechter geht als vor ein paar Tagen oder ob es meine Wahrnehmung ist. Vermutlich beides.

Es frisst zwar ordentlich und trinkt auch (nicht mal übermässig). Es zieht sich aber in die Ecke in das versteckteste Körbchen zurück.

Erfreulicherweise konnte der TA schon heute morgen die Überweisung in eine sogenannte Überweisungsklink veranlassen und ich konnte nachher auch gleich dort anrufen um den genauen Termin zu machen.
Das habe ich gerade eben gemacht.

Was ich alles wollte US, Geriat. BB, Brutdruck etc. liess ich über den TA mitteilen.

Ich hatte am Telefon drei Zusatzinfos von meiner Seite.
1) dass wir so bald wie möglich gleich morgens früh kommen möchten wegen Nüchternheit.

2) Ich bot an, dass wir versuchen möchten zum Termin vorher zuhause eine Urinprobe abzuernten, um die Punktierung zu ersparen.

3) Es gibt gegen Aufpreis ein medizinisches Gespräch, was wir machen möchten. Allerdings mein Wunsch ist, dass wir erst mal sofort nach Hause abrauschen mit dem Tierchen und im Anschluss alleine zur Besprechung kommen. Das wäre uns am liebsten.

Nun, zu 1) gäbe es erst übernächtse Woche einen freien Termin und solange wollten sie lieber nicht warten bei diesem Blutbild. Ich sprach übrigens mit einer Gehilfin oder Assi, kein TA jedenfalls.
Das früheste, was sie bieten könne sei nächsten Mittwoch 13:15 Uhr. Wir dürften ab Mittenacht nix mehr zu futtern geben.

Zu 2) sagte man mir, dass man sowieso sterilen Urin brauche wegen abklärung betr. Infektion. Ich könne schon Urin nehmen, aber sie würden ihn nicht verwenden. :aetschbaetsch1:

Zu 3) Fazit vorweg. Man wird sehen.
Es wurde mir erklärt, dass die Chance sehr gross sei, dass man das Tigerchen gerne ein paar Tage stationär an der IV Infusion behalten werde. Das wolle sie mir einfach schon mal sagen, dass ich darauf vorbereitet sei.
Ich sagte klar, dass wir den Aufentahlt ausserhalb Tigerchens Revier so kurz wie möglich halten wollen. Das sei mal der Grundsatz.
Ich würde dem jetzt nicht vorab pauschal widersprechen, nein, ich wolle das gerne abhängig machen vom Ergebnis dieser anstehenden Untersuchung.

Das ist jetzt der Stand.
Es geht ihm wirklich nicht gut, dem armchen Kerlchen. Tut einem schon irre leid.

Schöne Grüsse Euch
Andreas
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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  • #15
Andreas, das klingt schon mal alles sehr sinnig, was die Tierklinik da vorschlägt. Eine Blasenpunktion klingt fies, ist aber nur ein kleiner Pieks und für die Katze meistens weniger unangenehm als eine Spritze. Das mit dem sterilen Urin ist in der Tat wichtig, weil eben in der Tat auch eine Infektion für die erhöhten Nierenwerte verantwortlich sein könnte.

Und je nach Ergebnis kann es in der Tat das Beste sein, Tigerchen an den Tropf zu hängen. Ich wünsche Euch jedenfalls viel Glück für den Termin.

Man kann in Tierkliniken übrigens auch ohne Haustierarzt einen Termin vereinbaren - das ist der Vorteil, wenn man Privatpatienten zu Hause hat;)
 
Regine

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  • #16
Hast du das Gefühl, das ihr schlecht ist?
Leckt sie die Lippen?

Leckt sie Katzenstreu auf?

Stationäre Aufnahme? Hmm, ich habe bei meinem Kater auch IV Infusionen machen lassen, allerdings morgens hin und abends nach Hause. Nach 3 Tagen ging es ihm mental so schlecht, dass ich umgestiegen bin auf subcutane Infusionen.
Das kommt auf das Tier an, würde ich sagen. Ihr habt ja noch ein paar Tage Zeit euch das zu überlegen.

Was ich noch anmerken wollte. Bitte halte den Hämatokritwert im Auge. Der ist bereits an der unteren Referenz. Wenn er darunter geht, könnte es auf eine Anämie hinweisen. Weiteres Anzeichen dafür ist z.B. recht weiße Schleimhaut im Maul.
 
gasi

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  • #17
@Maiglöckchen
Verstehe.

Hast du das Gefühl, das ihr schlecht ist?
Nö, gefressen hat es ganz ordentlich. Wirkt aber sonst schon benommen und niedergeschlagen und teilahmslos. Macht seit dem Fressen Nickerchen.

Leckt sie die Lippen?
Leckt sie Katzenstreu auf?
Zweimal nein.

Stationäre Aufnahme? Hmm, ich habe bei meinem Kater auch IV Infusionen machen lassen, allerdings morgens hin und abends nach Hause. Nach 3 Tagen ging es ihm mental so schlecht, dass ich umgestiegen bin auf subcutane Infusionen.
Das kommt auf das Tier an, würde ich sagen. Ihr habt ja noch ein paar Tage Zeit euch das zu überlegen.
Das ist für Tigerchen psychisch ganz schlimm, wenn es stationär gehen muss. Dafür muss es dann schon einen nachhaltigen Sinn machen, finden wir.

Was ich noch anmerken wollte. Bitte halte den Hämatokritwert im Auge. Der ist bereits an der unteren Referenz. Wenn er darunter geht, könnte es auf eine Anämie hinweisen. Weiteres Anzeichen dafür ist z.B. recht weiße Schleimhaut im Maul.
Muss mal ins Mäulchen schauen. Kann ich jetzt grad nicht, komm so schlecht hin, wo es grad hockt.


@Alle

Wäre sehr froh wenn jemand, die Blutwerte aus dem zweite Post mal etwas kommentieren könnte.
Ich habe gar keine rechte Vorstelllung was das alles heisst und wie schlimm es ist.
Sind teils die Werte so, dass es schon ein Wunder ist, das es noch lebt, oder sind wir da weit weg von...
Kann das gar nicht taxieren...
 
gasi

gasi

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  • #18
Hallo Andreas,

tut mir leid, das ihr so eine Diagnose bekommen habt.
Zur Beruhigung, eine Katze kann mit Unterstützung, mit einer CNI noch Jahre leben.

Klingt bescheuert, aber es wäre schön, wenn es nur CNI wäre. Weil auch die Leberwerte so schlecht sind sind wir in grosser Ungewissheit.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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  • #19
Schwierig ohne weitere Diagnostik. Bei einem meiner Kater waren z.B. die Leberwerte aufgrund einer Schilddrüsenüberfunktion massiv erhöht.

Bei Euch könnten wiederum ganz andere Ursache dahinter stecken. Wenn sie aber noch gut frisst, ist es noch nicht so dramatisch. Wenn die Leber massiv in Mitleidenschaft gezogen ist, stellen die Katzen das fressen ein, weil ihnen dann speiübel ist. Außerdem ist die Leber sehr regenerationsfähig - wenn die Ursache erkannt wird und behandelbar ist, dann gibt es recht gute Chancen, dass die Leberwerte wieder in den Normalbereich gehen.
 
Regine

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  • #20
Entschuldige, ich habe die BB mal über picr.de hochgeladen, da sieht man es besser.

Und vorweg, ich bin kein Experte, daher habe ich einige Links rausgesucht, wo du dir selber ein Bild machen kannst.


Schau mal hier bitte: ABER, nicht verrückt machen. Es ist nicht immer das Schlimmste!

http://www.strasserhof-online.de/html/blutbilder_lesen.html





30438000zt.jpg



WBC sind die Leukozyten. Die sind hier erniedrigt. Das kann verschiedene Ursachen haben, z.B. ein Infekt ist grade überstanden und sie müssen sich erst neu bilden. Oder die Katze hat z.B. Würmer.

Auch die Granulozyten sind erniedrigt.


Beim roten BB, das ist der mittlere Block, sieht man, dass das HCT (Hämatokrit) an der unteren Referenz ist.
Die M's zeigen die Größe der Blutplättchen.

Zu der RDW habe ich das gefunden, ist allerdings aus der Humanmedizin:

https://www.grossesblutbild.de/rdw-werte-und-ihre-bedeutung.html




30438078sc.jpg


BUN ist der Harnstoff, der sollte bei einer nüchternen Katze in der Referenz liegen. Er ist aber Futterabhängig, wenn sie viel gefressen hat, ist er höher.

Crea ist der Nierenwert, er unterliegt keinerlei Abhängigkeit. Auf Helens Seite findest du ein Schema, wo 4 Stadien genannt werden, je nach der Höhe des Verlustes der Nierenfunktion.

http://www.felinecrf.info/wie_ernst_ist_es.htm


GPT und GOT sind Leberwerte. Bilirubin und Albumin auch.
Leider stehen da keine Referenzwerte, es ist nur fett, daher gehe ich davon aus, dass die Werte nicht in Ordnung sind.


30438114as.jpg


Natrium, Kalium und Chlorid. Bei einer CNI kann es da zu Erhöhungen oder Erniedrigungen kommen.


Schau mal hier:

http://www.felinecrf.info/diagnose_komplettes_blutbild.htm

und

http://www.felinecrf.info/diagnose_klinische_chemie.htm

http://www.felinecrf.info/kalium.htm


Allgemein zu den Leberwerten. Die Leber ist das einzige Organ im Körper, dass sich vollständig regenerieren kann. Sie braucht ein wenig Unterstützung.
Und bei Püppi waren die Leberwerte und auch die Pankreaswerte sehr schlecht, ich habe mir eine THP gesucht und ihr entsprechende Globuli gegeben, nach 6 Wochen war da alles wieder in Ordnung.

Klar, jede Katze ist anders, aber es sollte euch Mut machen.
 
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