14 Wochen alte Kitten und Giardien

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Sternenwolf

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2. November 2021
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Hallo zusammen,

ich entschuldige mich jetzt gleich schon mal für den langen Text.

Nach dem vor kurzem unser 14 Jahre alter Kater plötzlich verstorben ist und unser anderer 14 Jahre alter Kater nur noch lethargisch war und nicht fressen wollte, haben wir uns nach Rücksprache mit dem Tierarzt dazu entschlossen und zweit Kitten zu holen.

Die beiden sind jetzt vor knapp 3 Wochen eingezogen und haben uns Durchfall im Gepäck mitgebracht. Anfangs dachten wir es kommt von der Futterumstellung (wir füttern zur Zeit Tundra Kitten-Futter das sehr gut sein soll und sehr gut angenommen wird) da uns die Besitzerin nicht wirklich sagen wollte was sie bisher gefüttert hat.

Nach dem der DF nicht besser werden wollte und die Beiden geimpft werden sollten, habe wir sie von unserer TÄ durchchecken lassen. Sie hat uns nach einer Kostprobe gefragt und meine nach einem Schnelltest es wären wohl Giardien!

Therapie sah 7 Tage Panacur 3 Tage Pause 7 Tage Metronidazolum vor. Panacur würde bei dem bei uns im Landkreis herrschenden Stamm nicht helfen. Behandeln sollten wir alle Katzen auch den 14 Jahre alten Kater. Und natürlich die Putzorgie die alle Giardien-Leidgeplagten kennen.

Da es unserem Sammy // 14 Jahre alter Kater) immer schlechter ging (er wollte gar nichts mehr fressen) sind wir mit ihm zu einer anderen Tierärztin gefahren da unsere im Urlaub war. Die hat sich Sammy angeschaut und als wir ihr gesagt haben das er Panacur bekommen und nach dem Schema der ersten Tierärztin bekam sie große Augen und meinte das hat sie noch nie gehört. 5 Tage Panacur 3 Tage Pause 5 Tage Panacur oder Metronidazolum kennt sie aber die 7 Tage nicht. Aber wenn es gesichert ist das es Giardien sind dann sollen wir das Panacur weglassen und bitte 10 Tage lang Metronidazolum geben. Das Panacur würde ihrer Erfahrung nach bei den Giardien bei uns im Landkreis aus ihrer Erfahrung nichts bringen. Sammy sollen wir kein Metronidazolum geben bis wir wissen was er hat. Zum putzen kam sie von sich aus zu sprechen, Näpfe Katzenklos und so jeden Tag reinigen, Näpfe kochend ausspühlen, Katzernklos auch oder mit Giardiex oder Halamid behandeln, Kratzbaum einmal die Woche mit Halamid einsprühen und gut trocknen lassen. Die Decken Kissen und co das Kitten alle 2-3 Tage wenn es geht in der Waschmaschine bei über 70 Grad waschen. Aber das haus jeden Tag komplett von oben bis unten zu desinfizieren würde sie nicht machen, erstens macht man sich damit kaputt und es schlägt auch aufs Gemüht der Tiere. Einmal die Woche so hat sie es gemacht.

Merlin (eins unserer Kitten) bekam dann an einem Sonntag hohes Fieber und war total schlapp so das wir in die Tierklinik fahren mussten. Dort wurde festgestellt das er sich einen Reißzahn abgebrochen hat und die Wunde sich entzündet hat, daher das hohe Fieber (40,2). Er musste über Nacht in der TK bleiben weil am nächsten Tag der Rest vom Zahn entfernt werden sollte. Natürlich fragen die da nach ob sonst was ist, also Giardien erwähnt, nicht das sich da noch wer ansteckt. Auf die Frage hin, was wir denn geben, eben erzählt das TÄ A sagt 7 Tage Pana 3 Tage Pause und 7Tage Metronidazolum und T' B sagt 10 Tage Metronidazolum. Bei dem Panacur wurde uns in der TK bestätigt das es sehr wenig bis gar nicht hilft auch auch sie gleich Metronidazolum geben, Allerdings 5 Tage, 5 Tage Pause, 5 Tage...und wenn ist Notwendig ist dann das ganze nochmal, und in der Regel ist es notwendig. Sollte das nicht helfen gibt es noch ein Mediakament das aber leider nicht für Katzen und Hunde zugelassen ist sondern nur für Tauben was man dann versuchen könnte. Auf die Frage was wir jetzt machen sollen, meinte die TK wir sollen es jetzt so machen wie TÄ B sagt, also 10 Tage lang das Metronidazolum. Und wenn das nicht halft dann sollen wir nach Spartrix fragen, die meisten TÄ haben das da, sie in der Klinik im übrigen auch. Zum putzen meinten die Ärzte in der TK das selbe wie TÄ B.

Die 10 Tage waren am Samstag vorbei. Der Durchfall der Kitten ist mal flüssig mal breiig und stinkt immer noch. Wir versuchen sie gleich beim Klogang abzupassen, noch bevor sie es zuscharren können, und machen dann Po und Pfoten sauber.

Wir füttern Kohlehydratfrei, und achten auf hochwertiges Futter, eben Tundra, Mac´s oder Mjammjam. Zusätzlich haben wir es mit Moro´scher Karottensuppe versucht. Der eine Kater liebt sie, der andere Kater nimmt sie nicht mal in Homöopathischen Dosen ins Futter gerührt.

Das streu wechseln wir, wenn der DF wieder mal sehr flüssig ist auch 2-3 Mal am Tag und vor dem Katzenko machen wir jeden Tag mit Giardiex und Halamid sauber.

Wir befürchten jetzt das wir die Biester trotzdem noch nicht besiegt haben, und überlegen jetzt ob wir nicht eine Woche warten, und dann das Taubenmittel geben. Noch sind die Kitten sehr klein so das wir nicht so viele Tabletten in sie reinpumpen müssten.

Übrigens, das wir nach dem Metronidazolum den Darm sanieren müssen oder sollen hat uns keiner der Tierärzte gesagt, erst auf nachfrage haben wir was mitbekommen.

Da die anderen beiden Tierärzte so perplex über die die Panacur Metronidazolum Gabe von TÄ A waren haben wir mal nachgefragt weiso sie das so gibt. Ihre Antwort war, eine Kollegin aus Brasilien macht das so, aber sie weiß nicht ob das hier auch so hilft, wir wären jetzt der 4te Fall bei dem sie es so macht. Erfahrungen hat sie damit noch keine.

Bitte zerreisst mich jetzt nicht in der Luft, wir möchten die Biester nur stoppen und die Kleinen nicht nochmal 10 Tage lang mit Metronidazolum vollstopfen müssen.

Viele Grüße
Wolf
 
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Loewis

Loewis

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Erst einmal herzlich willkommen! Habe Giardien bei zwei Kitten erfolgreich hinter mich gebracht. Wurde hier von Tierklinik beraten (und habe im hier irgendwann im Forum festgestellt, wie sonderbar manch TA behandeln wollte…). Ich kann dir an den Thread

https://www.katzen-forum.net/threads/giardien-sieges-thread-so-haben-wir-es-geschafft.88561/

empfehlen, der hat mir da sehr weitergeholfen. Eines habe ich von den erfahrenen Usern schnell rauslesen können: Medikamenten-Mix ist nicht gut. Und mit dem nächsten anfangen, ohne erst einmal die Behandlung mit dem anderen abzuschließen wohl auch nicht. Ich habe mich strikt an Ratschläge TK, Empfehlungen VetAmt und den wertvollen Tips hier im Forum gehalten. Nach 6 Wochen hatte der Spuk ein Ende. Ein Katerchen ist Sensibelchen, bekommt schnell Durchfall: Gekochte Hühnerteile helfen ihm da auf die Sprünge (koche ich inzwischen regelmäßig wöchentlich).
 
bohemian muse

bohemian muse

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Herzlich Willkommen im Forum!

Woher kommen die beiden Kitten?

Bevor ihr jetzt irgendetwas unternehmt wartet bitte erst einmal den Nachtest ab.
Durchfall bzw. weicher Kot sind in Folge einer Giardienbehandlung leider ziemlich normal und kein zwingendes Zeichen für eine Reinfektion.

Ich würde an eurer Stelle allerdings keinen Schnelltests mehr machen sondern den Kot lieber direkt einschicken. Das könnt ihr auch selbst machen, dann ist es etwas günstiger.
Sehr zu empfehlen ist z.B. das Institut für Parasitologie in Gießen. Der Test auf Giardien, der dort verwendet wird, ist extrem zuverlässig und kostet nur ca. 15€.
Antworten auf häufig von TierbesitzerInnen gestellte Fragen vor / bei / nach Einsendung von Untersuchungsproben

Da bisher scheinbar nur auf Giardien getestet wurde wäre es darüber hinaus auch nicht verkehrt ein großes Kotprofil anfertigen zu lassen. Für ein aussagekräftiges Ergebnis sollten über drei Tage in Folge Kotproben gesammelt und im Labor auf folgendes untersucht werden:

  • Bakteriologische Untersuchung (fakultativ und obligat darmpathogene Keime)
  • Mykologie (Pilze)
  • Clostridium-perfringens-Enterotoxin und Clostridium-difficile-Toxin A und B
  • Endoparasiten
  • Einzeller (Kokzidien, Giardien, Cryptosporidien und Tritrichomonas foetus als PCR-Test)
Diese zweite Option des großen Kotprofils wäre die gründliche Variante, kostet dafür allerdings auch ca. 250€. Falls ihr euch dafür entscheidet würde ich euch empfehlen, die Proben in jedem Fall über einen Tierarzt oder die Tierklinik einschicken zu lassen.
 

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