10 Jahre beste Freunde, plötzlich Streit

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Hallo,

ich lese hier schon eine Weile mit und würde mich freuen, wenn mir jemand mit meinem aktuellen Problem einen Rat geben könnte. Sorry, dass der Bericht recht lang wird, aber ich verstehe die Situation gerade gar nicht, obwohl ich dachte, ich kenne meine Katzen...

Meine zwei kastrierten Wohnungskater, Samson (12 J) und Koschka (10 J) sind seit zehn Jahren ein Herz und eine Seele - klar, ab und zu mal wurde gerauft, aber eigentlich eher selten. Und bisher hat nie etwas daran gerüttelt - nicht als ein drittes Notfellchen dazu kam, kein Umzug, nicht, als unsere dritte Katze leider nach 8 Jahren bei uns im Alter von ca. 17 Jahren verstorben ist - ich dachte, ich habe ein total stabiles Dreamteam. Koschka ist sehr verschmust und wollte eigentlich immer entweder mit Samson oder mit uns kuscheln, wenn er nicht gerade gespielt hat, Samson ist gern in der Nähe und lässt sich gern ein bisschen streicheln, ist aber kein Schoßkater. Aber wenn die beiden zusammen lagen, hat er Koschka immer hingebungsvoll den Kopf geputzt - und wenn er keine Lust mehr dazu hatte, kam Koschka eben zu uns.

Aber diesen Winter war Koschka lange krank. Erst hatte er eine Blasenentzündung, die selbst gar nicht so dramatisch war, dann hat er leider auf die Antibiotika, die er dagegen bekommen hat, allergisch reagiert, und darauf hat sich dann, wahrscheinlich, weil er durch die Antibiotika so angegriffen war, noch eine Bindehautentzündung gesetzt. Inzwischen geht es ihm seit ca. 6 Wochen wieder gut, aber er war eben auch 6 Wochen krank, davon 3 Wochen mit 'Kragen'.

Seitdem hängt der Haussegen schief. Während Koschka den Kragen getragen hat, hat er immer versucht, sich bei Samson anzukuscheln, und der fand es blöd, den Kragen ins Gesicht zu kriegen, und ist dann entweder einfach weggelaufen, oder hat Koschka einen mit der Pfote über die Mütze gegeben und ist dann weggelaufen. War aber sonst nicht weiter dramatisch und wir dachten, das wird sich schon von selbst wieder geben, so bald der Kragen ab ist. Seitdem ist das Gerangel aber erst richtig losgegangen. Und ich werde nicht schlau daraus: anfangs sah es ein paar Mal so aus, als wäre Koschka einfach auf Samson losgegangen (so ganz sicher sind wir uns aber nicht, irgendwie fängt so was ja immer an, wenn man gerade nicht hinkuckt). Mit der Zeit schien es sich trotzdem zu verbessern, und ab und zu lagen sie auch mal wieder zusammen auf einem Sessel. Aber dazwischen lag Samson viel öfter als sonst unter dem Bett und schien sich etwas zurückzuziehen. In den letzten Wochen scheint es aber auch ein neues (?) Muster zu geben: wenn Samson sich vor etwas anderem erschreckt - und er scheint gerade sehr schreckhaft zu sein, da scheint schon zu reichen, wenn ich ein paar Meter von ihm entfernt den Wasserhahn anmache, war sonst nie ein Problem - dann faucht er plötzlich Koschka an, und teilweise kommt es dann zur Keilerei mit fliegenden Fellbüscheln. Samstag abend sind die beiden drei Mal aufeinander los und Samson wollte überhaupt nicht mehr unter dem Bett vorkommen. Das war deutlich schlimmer als alles vorherige. Es ist gar nicht so, dass es blutige Wunden gäbe, aber man merkt einfach deutlich dass Samson, den sonst so schnell nichts erschüttern konnte, Angst hat, und das macht mir Sorgen. Außerdem zieht er sich halt völlig von uns zurück, und er soll ja auch nicht das Gefühl haben, dass er bald nur noch unterm Bett sein kann.
Sonntag sind wir dann gleich zur TÄ, TÄ meint beide Katzen sind gesund, so weit sie das sieht, und hat Feliway empfohlen. Seitdem hat sich die Lage wieder etwas entspannt, wenn ich beiden abwechselnd Leckerli gebe, sind sie auch ganz friedlich nebeneinander, und fressen tun sie jetzt auch wieder problemlos zusammen. Heute Nachmittag lagen sie auch beide auf verschiedenen Ebenen vom Kratzbaum. Aber immer wieder: wenn Samson sich vor irgendwas erschreckt faucht er Koschka an und läuft unters Bett. Koschka ist übrigens die letzten 36 Stunden zumindest sehr friedlich, versucht immer wieder, Kontakt aufzunehmen, und wird, wenn er Samson beschnuppern will, immer wieder angeknurrt oder angefaucht. Glücklicherweise ist er die letzten Male wenn Samson dann weggelaufen ist, nicht mehr hinterhergelaufen, so ist es nicht mehr wie am Samstag eskaliert. Allerdingst 'ruft' er Samson immer wieder ganz herzzerreissend... Aber wenn es eskaliert, dann ist Koschka immer derjenige der Samson jagt bzw. auf ihn losgeht, so weit ich sehe, obwohl Samson derjenige ist, der mit dem Fauchen anfängt (und Koschka bis dahin körpersprachlich normalerweise ganz unaggressiv aussieht).
Ich bin ratlos.
Warum hat Samson plötzlich so oft Angst, und warum faucht er Koschka an? Oder ist es außerdem auch irgendwie ein Territorialkonflikt? Was kann ich machen, außer abwechselnd Leckerli geben und hoffen, dass sie sich einfach wieder aneinander gewöhnen? Mit beiden gleichzeitig spielen funktioniert nicht gut, da Samson sich für Angeln gar nicht interessiert, er spielt gern mit Stinkekissen, aber eben allein. Koschka dagegen ist umgekehrt.

Sorry, dass es ein Roman geworden ist - aber vielleicht kann sich ja jemand einen Reim drauf machen?

Vielen Dank für Eure Ratschläge.

Ariadne
 
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Catma

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Hallo Catsnbooks
die 2 waren so lange gute Kumpel, dann werden sie sich auch wieder vertragen.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Katzen ihr Verhalten zueinander ändern, wenn einer krank ist. Der Kranke fühlt sich insgesamt geschwächt und zieht sich zurück (fauchen ist eher defensiv) - oder geht vorsichtshalber in die Offensive. Oder der gesunde wird aggressiver oder wird mit den Veränderungen nicht fertig... Schließlich riecht der Kumpel plötzlich nach "Krankheit" und nach TA, Rituale werden sich verändert haben, all das verunsichert beide und jeder reagiert auf seine Weise darauf...

Nun sind beide gesund und es liest sich für mich so an, als wäre alles wieder gut - nur bei den Katzen ist das noch nicht angekommen...
Sonntag sind wir dann gleich zur TÄ, TÄ meint beide Katzen sind gesund, so weit sie das sieht, und hat Feliway empfohlen. Seitdem hat sich die Lage wieder etwas entspannt, wenn ich beiden abwechselnd Leckerli gebe, sind sie auch ganz friedlich nebeneinander, und fressen tun sie jetzt auch wieder problemlos zusammen. Heute Nachmittag lagen sie auch beide auf verschiedenen Ebenen vom Kratzbaum.
Versuch, diese positive Entwicklung zu verstärken, indem du ihnen zeigst, dass du dich darüber freust - aber ansonsten so tust, als sei ü-ber-haupt nichts ungewöhnliches los.
Nichts verunsichert verunsicherte Katzen mehr als eine Dosi, die sich dann auch noch anders verhält als sonst.
Sind durch die Krankheit bestimmte Rituale weggefallen/geändert worden? Führ die wieder fort. Verhalte dich so wie vor der Krankheit, das gibt ihnen Sicherheit.

Das gefauche etc ignorier einfach. So sagen sie sich "komm mir nicht zu nah" und wenn dieser Abstand noch nötig ist, ist es eben so...
Glücklicherweise ist er die letzten Male wenn Samson dann weggelaufen ist, nicht mehr hinterhergelaufen, so ist es nicht mehr wie am Samstag eskaliert.
Auch das ist eine positive Entwicklung, denn seine Grenzen werden (wieder) akzeptiert, also ein Zeichen dafür, dass die 2 das gut unter sich regeln können.

Insofern lass sie einfach machen, aber beobachte sie unauffällig (! - wie gesagt, am besten so tun, als wäre alles wie sonst) und verhindere jegliche Eskalation.
Wenn sie fauchen, knurren, weglaufen, etc, lass sie, sie werden da schon irgendwie durchkommen, aber wenn es fetzen sollte, geh sofort dazwischen. Gut wäre, wenn du den Moment abpassen könntest, bevor es umkippt (falls es denn noch dazu kommen sollte).
Bleib dabei ruhig und besonnen (nicht noch mehr Unruhe in die Situation bringen). Manchmal reicht es, wenn du aufstehst und "zufällig" so auf sie zu gehst, dass sie auseinanderflitzen müssen. Oder schmeiß nen Kissen in irgendeine Ecke, so dass sie voneinander abgelenkt sind, es geht nur darum, dass die Situation unterbrochen wird.

Leckerli zur Beruhigung geben, da musst du vorsichtig sein, denn das könnte Aggression oder Unsicherheit verstärken, weil sie das als "Belohnung für ihr Verhalten" missverstehen könnten. Wenn überhaupt, dann nur um positive Situationen unmittelbar zu verstärken.

Gleichzeitig spielen würde ich erstmal lassen, evtl überfordert sie das noch - aber wenn sie das so von früher gewohnt sind, dann fang damit ganz langsam wieder an. Dann reicht es auch, wenn nur einer mitmacht und der andere zuschaut, Hauptsache, sie erleben wieder öfter friedliche Momente miteinander.

Wenn du vorher mit ihnen auch mal getrennt gespielt hast, dann führ das fort/wieder ein, das stärkt das Selbstbewusstsein und sorgt für Frustabbau.
 
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Katzerine

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Schließe mich allen Tipps oben an!
Besonders, was das selbstvertrauen-steigernde Spielen mit beiden getrennt angeht.

Ich denke, Koschka rückt Samson so auf die Pelle, weil er den engen Kontakt vermisst und nicht versteht, weshalb Samson ihn plötzlich ablehnt. Klingt nach einer frustrierten "jetzt komm gefälligst her"-Aktion.

Das ganze fing mit diesem Kragen an, ja?
Kannst du den vielleicht nochmal besorgen und einfach ein paar tage in einem Zimmer auf dem Boden liegen lassen? Dann kann Samson ihn untersuchen und feststellen, dass nix bedrohliches oder negatives von ihm ausgeht.

Wenn die Spannungen anhalten, kannst du auch mal überlegen, Samson Zylkene zu verabreichen.
 
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Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Ich glaube, ich habe mich wirklich so verunsichern lassen, dass ich die beiden wahrscheinlich noch nervöser gemacht habe. Ich werde versuchen, mir nichts anmerken zu lassen, so gut es geht. Es beruhigt mich jedenfalls auch schon, dass Ihr meint, das renkt sich wieder ein. Und das mit dem Kragen ist eine gute Idee, den werde ich gleich zum Beschnuppern mal aus dem Schrank holen und liegen lassen, vielleicht hilft das ja. Und mit den Leckerlis werde ich auch aufpassen, sie nicht in den falschen Situationen einzusetzen, und immer schön spielen.

Was mir aber nicht ganz klar ist: in den Situationen wo es bisher eskaliert ist, ging das immer schneller, als man kucken konnte, plötzlich waren sie am rennen, dann flogen meist glücklicherweise nur kurz die Fellbüschel, und geendet hat es dann immer mit Samson unter dem Bett, unter dem Sofa, oder sonst in einer Ecke, und Koschka davor, und beide knurren und fauchen. Teils sind sie dann auch noch mal unter dem Sofa aufeinander los, wo ich dann ja schlecht rankomme. Kissen werfen o.ä. interessiert beide in der Situation gar nicht. Bis jetzt habe ich dann immer Koschka, wenn er gerade mal wieder in einer Kampfpause vor dem Sofa oder Bett hockte und fauchte (weil ich an Samson unter dem Sofa/Bett gar nicht rankomme) hochgenommen und erst Mal in ein anderes Zimmer weggesetzt, oder sogar ganz kurz allein in ein Zimmer gesperrt, einfach, weil ich dachte, je länger die Situation so eskaliert ist, desto schlimmere Erinnerungen setzen sich bei beiden fest, bzw. auch um Samson eine Gelegenheit zu geben aus der 'Ecke' ohne Ausweichmöglichkeit wieder rauszukommen. Ist das die falsche Reaktion? Ich mache es nicht, wenn sie zwischendurch knurren oder fauchen, sondern nur, wenn direkt nachdem sie sich gekloppt haben, Koschka noch vor dem Sofa oder Bett sitzt und ich fürchte, sie könnten sich gleich weiterkloppen.

Die Eskalationen selbst sind glaub ich keine Aufmerksamkeitsaktion von Koschka, irgendwie lösen Angstmomente von Samson und dessen dann verstärktes Fauchen und Knurren sie aus, aber die sonstige Grunddynamik, da passt Katzerines Erklärung glaub ich genau, Koschka will um jeden Preis wieder Aufmerksamkeit und Zuneigung von Samson und läuft ihm teils auch nach, um sie einzufordern, und Samson ist völlig genervt, weil es ihm erstens zu viel ist und er zweitens wegen der Kloppereien dazwischen auch Angst hat. Er vergisst die viel länger nicht, als Koschka. Ein paar Mal in den letzten sechs Wochen hat sich Koschka auch geschafft, wenn Samson ganz verschlafen irgendwo lag, sich sozusagen wieder in seine Arme zu mogeln, er kuschelt sich dann ganz vorsichtig an, und eine Zeit lang geht es dann manchmal auch gut, bevor Samson dann doch wieder weg läuft (früher haben sie stundenlang so gekuschelt). Aber dieses Nähebedürfnis führt eben auch dazu, dass er teils lange auf dem Gästebett liegt, unter dem Samson sich versteckt, wenn es ihm zu viel wird, und ich mache mir dann Sorgen, dass Samson sich vielleicht irgendwann nicht mehr raus aufs Klo traut, er liegt im Moment schon teilweise recht lange da unten und kommt viel weniger raus, als sonst. Bisher ist Koschka aber nur einmal über Samson hergefallen, als er rauskam um aufs Klo zu gehen, das war Samstag nacht, nachdem sie sich vorher schon zweimal gekloppt hatten. Im Moment ist er wieder völlig friedlich, horcht zwar immer ganz gespannt, wenn er Samson rauskommen und aufs Klo gehen hört, und läuft dann, wenn er fertig ist, auf mal hin, aber immerhin mit ganz freundlicher Körpersprache.

Feliway und Zylkene sind bestellt, waren bei TÄ gerade nicht vorrätig, probieren kann mans ja mal, schaden wird's ja wahrscheinlich nicht.

Vielen Dank schon mal, und ich halte Euch auf dem Laufenden - drückt mir die Daumen, dass die zwei sich, wenn ich mich auch wieder beruhige ;), auch wieder bekrabbeln.
 
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Catma

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in den Situationen wo es bisher eskaliert ist, ging das immer schneller, als man kucken konnte, plötzlich waren sie am rennen, dann flogen meist glücklicherweise nur kurz die Fellbüschel, und geendet hat es dann immer mit Samson unter dem Bett, unter dem Sofa, oder sonst in einer Ecke, und Koschka davor, und beide knurren und fauchen. Teils sind sie dann auch noch mal unter dem Sofa aufeinander los, wo ich dann ja schlecht rankomme. Kissen werfen o.ä. interessiert beide in der Situation gar nicht. Bis jetzt habe ich dann immer Koschka, wenn er gerade mal wieder in einer Kampfpause vor dem Sofa oder Bett hockte und fauchte (weil ich an Samson unter dem Sofa/Bett gar nicht rankomme) hochgenommen und erst Mal in ein anderes Zimmer weggesetzt, oder sogar ganz kurz allein in ein Zimmer gesperrt, einfach, weil ich dachte, je länger die Situation so eskaliert ist, desto schlimmere Erinnerungen setzen sich bei beiden fest, bzw. auch um Samson eine Gelegenheit zu geben aus der 'Ecke' ohne Ausweichmöglichkeit wieder rauszukommen. Ist das die falsche Reaktion? Ich mache es nicht, wenn sie zwischendurch knurren oder fauchen, sondern nur, wenn direkt nachdem sie sich gekloppt haben, Koschka noch vor dem Sofa oder Bett sitzt und ich fürchte, sie könnten sich gleich weiterkloppen.
Ob das mit dem trennen "richtig" ist, kannst du an der Reaktion sehen. Wenn Koschka durch dieses ins-andere Zimmer-setzen/sperren recht schnell (so dass du ihn nach spätestens nach 10 Minuten wieder raus lassen kannst) wieder runterkommt, ist der Zweck erfüllt.
Wenn er dort zetert und tobt und sich nur "bestraft" fühlt, wäre es eher kontraproduktiv weil der Stress dann anderweitig wieder entladen wird.
Wenn sie zB durch die Krankheit kurzzeitiges Trennen gewöhnt sind und/oder es gut klappt, ist es gut.
Versuch aber nur im dringendsten Notfall zu trennen. Oder eben energischer zum Ausdruck bringen, dass dieses Verhalten unerwünscht ist.

Falls möglich, bau die beliebtesten Verstecke ein wenig um, so dass es keine "Sackgassen" mehr sind und zeig in einer harmlosen Situation den Weg nach draußen, so dass da keiner ewiglang festgenagelt hocken muss.
 
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Ok, danke. Koschka scheint sich dann immer recht schnell zu beruhigen, dann werde ich das also weiter machen, wenn ich das Gefühl habe, es ist gerade richtig schlimm.
Heute gabs glücklicherweise noch keine wilde Jagd sondern nur immer mal wieder Gefauche und Geknurre. Ich geb mir jetzt auch Mühe, das nicht sichtbar zu beachten... Ich hoffe so, die zwei vertragen sich bald wieder richtig, und Samson traut sich bald wieder mehr raus.
 
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Also zumindest in den Zeiten, in denen ich zu Hause war, gab es in den letzten Tagen keinen größeren Zwischenfall mehr und das ist schon mal gut. Aber Samson wirkt weiter recht ängstlich, und das, obwohl dazu anscheinend kein Grund besteht und die Fütterungszeit entspannt ist.
Ich beschreibe das einfach mal: heute morgen bin ich mit Koschka auf dem Kopfkissen aufgewacht; Samson saß in einer Ecke des Schlafzimmers auf einem Karton (dass er zum schlafen nicht ins Bett kommt, ist normal - aber sonst hat er schon öfter auch im Bett guten Morgen gesagt). Koschka springt aus dem Bett und geht - soweit ich sehen kann freundlich - auf Samson zu. Samson faucht und springt in ein etwas höher gelegenes Regalfach. Koschka gibt auf und kommt wieder ins Bett. Etwas später springt Samson aus dem Regal und geht ins Bad aufs Kaklo. Koschka beobachtet, läuft ihm aber nicht nach. Dann mauzt Samson, so nach dem Motto: jetzt könntest Du uns aber füttern. In der Küche sind beide einigermaßen entspannt, bzw. da scheint Samson gar keine Angst zu haben, eher Koschka zieht sich manchmal zwischendurch vor die Küche zurück (die Küche und ein Bad sind als einzige Räume zu, wenn keiner von uns dabei ist, vielleicht ist sie deshalb niemandes Territorium)? Ich gebe beiden abwechselnd Leckerli, kein Problem. Samson lässt sich hier auch von Koschka ein bisschen beschnuppern, schnuppert aber nicht zurück.
Futtern tut jeder schon immer aus seinem eigenen Napf. Sobald Samson fertiggegessen hat, verschwindet er ins Arbeitszimmer unters Gästebett. Wenn es so ist, wie die letzten Tage wird er dort jetzt mehr oder weniger bleiben. Und das ist eben nicht normal - sonst würde er sich erst mal im Wohnflur, wo sie gefüttert werden, ausgiebig putzen und dann auf dem Kratzbaum liegen, oder auf einem Sessel (unter dem Bett manchmal auch, aber eben nicht fast ständig, und wahrscheinlich auch nur, wenn ihm beim irgendwo in der Sonne liegen zu warm wird). Er bewegt sich jetzt quasi gar nicht durch die Wohnung - im Wohnzimmer oder im zweiten Arbeitszimmer habe ich ihn seit Tagen nicht gesehen, in den Wohnflur/Essbereich kommt er fast nur zum Futtern, er ist tagsüber im Arbeitszimmer unterm Gästebett oder nachts im Schlafzimmer (meist im Regal).
Auch wenn Koschka normalerweise nicht aggressiv ihm gegenüber erscheint, habe ich schon das Gefühl, er ist dominanter geworden, seit er krank war (vielleicht, weil er von uns in der Zeit besonders viel Aufmerksamkeit gekriegt hat). Aber gerade bei sonst einigermaßen friedlichen Katzen sollten sich doch beide an eine neue Rangordnung auch gewöhnen, und es heißt normalerweise nicht, dass einer Katze nur ein oder zwei Plätzchen für sich bleiben, oder?
 
Katzerine

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Hast dus denn mal mit dem kragen auf dem Boden versucht? Wie hat Samson reagiert?
 
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Er ignoriert ihn - der Kragen allein scheint ihm keine Angst zu machen, nur als Koschka ihn anhatte.
 
Katzerine

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  • #10
Hm...
Hab grads nochmal nachgelesen, das ganze geht ja nun schon seit ca 6 Wochen so?

Bitte versteh meine Frage nicht falsch, aber der Diagnose von deiner TÄ, dass auch Samson gesund ist, kann man vertrauen? Gibt ja auch nicht so kompetente TAs...

Ansonsten, da es nun ja keine nur-ein-paar-Tage-Geschichte ist, würde ich dir als nächste Schritte raten, es mal mit Zylkene und Bachblüten (Globulis) zu versuchen. Erlebe gerade bei einer Bekannten, dass das manchmal kleine Wunder bewirkt.
Wenn auch das nich funtkioniert, wird dir nur der Schritt zur THP/Tierpsychologin zu machen. Die kann zu euch nach hause kommen und sieht sich die Situation vor Ort an. Lass dir da aber jemanden empfehlen, auf dem Gebiet gibts auch Scharlatane.

Berichte doch bitte weiter, ich fühl mit euch! Muss schlimm sein, wenn das Dreamteam sich plötzlich in Luft auflöst, wo man doch eigentlich froh ist, dass der eine wieder gesund ist und alles überstanden hat *umärmel*
 
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Catma

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  • #11
Also zumindest in den Zeiten, in denen ich zu Hause war, gab es in den letzten Tagen keinen größeren Zwischenfall mehr und das ist schon mal gut. Aber Samson wirkt weiter recht ängstlich, und das, obwohl dazu anscheinend kein Grund besteht und die Fütterungszeit entspannt ist.
Das liest sich insgesamt doch viel entspannter an :) Achte weiter darauf, dass du einen evtl Zwischenfall im Keim erstickst, es gar nicht dazu kommen lässt.
Je öfter Samson unmittelbar erlebt, dass von Koschka keine Gefahr ausgeht, desto schneller wird sich alles wieder normalisieren. Das dauert leider eine Weile...
Ist Feliway/Zylkene schon angekommen? Vielleicht entspannt das ja auch noch zusätzlich...
Sobald Samson fertiggegessen hat, verschwindet er ins Arbeitszimmer unters Gästebett. Wenn es so ist, wie die letzten Tage wird er dort jetzt mehr oder weniger bleiben. Und das ist eben nicht normal - sonst würde er sich erst mal im Wohnflur, wo sie gefüttert werden, ausgiebig putzen und dann auf dem Kratzbaum liegen, oder auf einem Sessel (unter dem Bett manchmal auch, aber eben nicht fast ständig, und wahrscheinlich auch nur, wenn ihm beim irgendwo in der Sonne liegen zu warm wird). Er bewegt sich jetzt quasi gar nicht durch die Wohnung - im Wohnzimmer oder im zweiten Arbeitszimmer habe ich ihn seit Tagen nicht gesehen, in den Wohnflur/Essbereich kommt er fast nur zum Futtern, er ist tagsüber im Arbeitszimmer unterm Gästebett oder nachts im Schlafzimmer (meist im Regal).
Dass Samson sich so verkriecht ist auf Dauer natürlich nicht gut, aber im Moment scheint er das zu brauchen - hat er Rückzugsmöglichkeiten? Also jetzt keine Verkriechverstecke unterm Bett etc, sondern gemütliche Rückzugsmöglichkeiten, in denen er völlig unbehelligt von Koschka und überhaupt von allen ist? Wenn nein, dann richte die ihm ein (evtl ein erhöhter Platz, von dem aus er alles beobachen kann, ohne selbst gesehen zu werden).
Gib ihm, was er braucht (kuschelige, ruhige Rückzugsorte, wo er seine Ruhe hat, Rituale, etc) aber stärke gleichzeitig sein Selbstbewusstsein mit den Extra-Spielsunden etc, damit er bald auch Lust hat, wieder hervorzukriechen ;)
 
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  • #12
Bitte versteh meine Frage nicht falsch, aber der Diagnose von deiner TÄ, dass auch Samson gesund ist, kann man vertrauen? Gibt ja auch nicht so kompetente TAs...

Also, ich habe bisher keinen Grund, ihr nicht zu vertrauen - aber ich behalte es natürlich im Auge, und wenn es nicht nachhaltig besser wird mit dem Verstecken, gehen wir evtl noch mal woanders hin...

Ansonsten, da es nun ja keine nur-ein-paar-Tage-Geschichte ist, würde ich dir als nächste Schritte raten, es mal mit Zylkene und Bachblüten (Globulis) zu versuchen. Erlebe gerade bei einer Bekannten, dass das manchmal kleine Wunder bewirkt.

Die TÄ hat gestern abend noch mal angerufen um zu sagen, dass sie jetzt Feliway und Zylkene da hat und vorgeschlagen, dass ich übers WoE jetzt erst mal Feliway probiere, weil das ihrer Erfahrung nach wohl wenn es überhaupt wirkt recht schnell wirkt. Wenn das nicht funktioniert, probieren wir Zylkene, was ja wohl eine längere Vorlaufzeit hat...

Wenn auch das nich funtkioniert, wird dir nur der Schritt zur THP/Tierpsychologin zu machen. Die kann zu euch nach hause kommen und sieht sich die Situation vor Ort an. Lass dir da aber jemanden empfehlen, auf dem Gebiet gibts auch Scharlatane.

Werd ich im Notfall machen und mich dann wegen Empfehlungen ans Forum wenden - der Begriff ist ja wohl nicht geschützt, jeder kann sich so nennen, das macht mir ein bisschen Sorgen...

Berichte doch bitte weiter, ich fühl mit euch! Muss schlimm sein, wenn das Dreamteam sich plötzlich in Luft auflöst, wo man doch eigentlich froh ist, dass der eine wieder gesund ist und alles überstanden hat *umärmel*

Vielen Dank für Dein Mitgefühl - genau so ist es, ich dachte, es wäre jetzt endlich alles wieder gut, und jetzt das :reallysad: ... Wobei es so gaaanz langsam gerade auch wieder ein bisschen besser zu werden scheint... Hoffentlich hält das an.
 
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  • #13
Je öfter Samson unmittelbar erlebt, dass von Koschka keine Gefahr ausgeht, desto schneller wird sich alles wieder normalisieren. Das dauert leider eine Weile...

Dazu hab ich mir jetzt noch was überlegt: da sie in der Küche am entspanntesten miteinander umzugehen scheinen und da beide normalerweise auch recht gut auf ihre Namen hören, rufe ich sie jetzt seit gestern abend so jede Stunde oder so einmal in die Küche und raschle dabei mit der Leckerlitüte. Samson kommt zwar recht zögerlich, aber er kommt. Dann gebe ich beiden jeweils so zwei Leckerli auf Aufruf. Woanders (also sprich vor dem Gästebett) gibts jetzt erst mal keine Leckerli mehr. Ich habe das Gefühl, es hilft und Samson verschwindet danach jetzt nicht jedes Mal wieder ganz so schnell unterm Bett... In der Küche lässt er sich auch gern noch eine Weile kraulen und reibt seine Wangen überall, was er in anderen Zimmern gerade nicht so viel macht. Aber nach den Leckerli saß er heute mal wieder ein paar Minuten auf dem Fensterbrett in der Sonne bevor er sich wieder verzogen hat. Wenn ich ihn hoffentlich so weit kriege, dass er wieder einigermaßen ohne zu zögern in die Küche kommt, wenn ich ihn rufe, versuche ich es dann nach und nach in anderen Räumen.

Ist Feliway/Zylkene schon angekommen? Vielleicht entspannt das ja auch noch zusätzlich...

Feliway kann ich heut abholen, wenn das übers WoE nichts bringt, wird Zylkene eingesetzt (hat die TÄ so empfohlen).

Dass Samson sich so verkriecht ist auf Dauer natürlich nicht gut, aber im Moment scheint er das zu brauchen - hat er Rückzugsmöglichkeiten? Also jetzt keine Verkriechverstecke unterm Bett etc, sondern gemütliche Rückzugsmöglichkeiten, in denen er völlig unbehelligt von Koschka und überhaupt von allen ist?

Sonst liegt er gern auf den oberen Ebenen des Kratzbaums, aber den vermeidet er gerade, weil Koschka öfter auf einer der unteren Ebenen liegt.

Wenn nein, dann richte die ihm ein (evtl ein erhöhter Platz, von dem aus er alles beobachen kann, ohne selbst gesehen zu werden).
Gib ihm, was er braucht (kuschelige, ruhige Rückzugsorte, wo er seine Ruhe hat, Rituale, etc) aber stärke gleichzeitig sein Selbstbewusstsein mit den Extra-Spielsunden etc, damit er bald auch Lust hat, wieder hervorzukriechen ;)
Ich geb mir Mühe... Auf Katzenbetten und Kuschelhöhlen steht er gar nicht (ist ihm glaub ich mit dem schwarzen langen Fell zu warm, ich nehme an er ist ein Coonie-Mix oder so was) sondern legt sich wenn er die Wahl zwischen einer Kuschelhöhle und einem leeren Plastikwäschekorb hat zuverlässig in den Wäschekorb (schon immer). :D Er liegt gern auf kühlen, glatten Oberflächen. Vielleicht sollte ich ihm einen eigenen Wäschekorb kaufen und auf den Schrank stellen... Habe auch schon einen zweiten (allerdings nur mittelgroßen) Kratzbaum bestellt, damit Samson jetzt auch mal einen für sich allein haben kann, wenn er gerade nicht mit Koschka auf dem gleichen liegen will. Und nächste Woche haben wir Urlaub, da werden wir noch ein paar Aufgänge für Schränke und vielleicht cat walks und so was basteln. Vielen Dank für die lieben Ratschläge, ein bisschen besser ist es auch wirklich schon, und hoffentlich wird es weiter besser werden.
 
Katzerine

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  • #14
Das mit der Küche finde ich eine super Idee. Du hast ein gutes Gefühl für deine Fellingers und kannst sehr gut beobachten, das liest man aus deinen Zeilen.

Bin gespannt, ob Feliway wirkt!

Und das Revier quasi etwas zu erweitern, durch Catwalks etc, die ja dann quasi noch keinem gehören, ist ein guter Plan. Allein das bauen ist ja spannend und lockt ihn hoffentlich asu der Reserve!
 
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  • #15
Vielen Dank, Katzerine. Eure Tips haben mir geholfen, nicht nur traurig und hilflos zu sein weil meine Fellnasen sich plötzlich so merkwürdig verhalten, sondern zu akzeptieren, dass es erst mal so ist, und zu kucken, wie ich nun damit umgehe. Und sobald ich überlegt habe, was ich denn nun machen würde, wenn es eine neue Katze wäre und nicht Samson, die sich so verhält, ist mir dann auch was eingefallen...

Kurzer Update: die Leckerli in der Küche haben gestern schon mal so gut funktioniert, dass Samson nur noch 1/3 bis 1/2 Tag unter dem Bett verbracht hat und zwischendurch auch mal wieder auf dem Kratzbaum lag, als Koschka gerade mal nicht drauf lag! Der neue KB ist jetzt auch angekommen, wird aber noch ignoriert. Na ja, meine beiden brauchen mit neuen Möbeln öfter ein paar Tage bis Wochen, und wenn er gar nicht interessiert, wird er noch mal umgestellt...

Gestern abend habe ich dann das Feliway eingestöpselt. Ich weiß nicht, ob es daran liegt (soooo schnell?), aber Samson ist gestern abend zum ersten Mal seit langem gleich zum Schlafen gehen mit ins Schlafzimmer gekommen und hat es sich im Regal bequem gemacht (sonst hat er sich wenn überhaupt in der Nacht dazu geschlichen). Ich war sooooo froh mit einem schnurrenden Kater neben meinem Ohr und einem, der mir vom Regal aus zublinzelt, einschlafen zu können. :pink-heart:

Heute morgen wirken die beiden echt total entspannt, Samson putzt sich im Wohnflur und macht keine Anstalten, sich verstecken zu wollen!

Ich denke mal, mit der Angst sind wir erst mal über den Berg. :D Jetzt hoffe ich, dass es nicht noch mal eskaliert (wir hatten ja in den letzten sechs Wochen immer mal wieder friedlichere Phasen, nur waren die leider sehr instabil und plötzlich hat sich einer von beiden vor was erschreckt und sie haben sich wieder gejagt). Da, hoffe ich, wird aber Feliway jetzt unterstützend wirken. Und wenn sie lange genug keine negativen Erfahrungen miteinander machen, kuscheln sie dann hoffentlich auch irgendwann wieder miteinander.

Ich berichte dann weiter...
 
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  • #16
Und noch mal ein update (sorry, wenn ich zu viel schreibe): seit das Feliway eingesteckt ist, war Samson insgesamt nur noch zweimal fünf Minuten unter dem Bett. :D Ansonsten putzt er sich jetzt wieder entspannt nach den Mahlzeiten, liegt ausgestreckt mitten auf dem Boden rum, liegt wieder auf dem Kratzbaum, gestern abend kam er auch ins Bett gute Nacht sagen, obwohl Koschka schon unter der Decke lag :pink-heart: Dann hat er es sich wieder im Regal bequem gemacht, er ist ja nicht so der Bettschläfer.

Es war ja schon vorher dabei, sich zum Positiven zu entwickeln, aber ich habe den Eindruck, Feliway hat das bei uns schon sehr beschleunigt.

Gestern lag Samson gerade auf dem Gästebett und ich saß neben ihm zum Kraulen, da kam Koschka an und ist mir auf den Schoß gesprungen - er konnte halt noch nie ertragen, außen vor zu sein :rolleyes: Ich hab also beide weitergekrault, keine 10 cm voneinander entfernt, und nach ein paar Minuten tatscht Koschka Samson mit der Tatze einmal auf den Kopf (nicht fest und ohne Krallen). Samson ist sofort unters Bett. Ich bin dann in die Küche, hab beide gerufen und Leckerli gegeben, als sie kamen, danach wars wieder gut und Samson ist nicht wieder unters Bett. Nun hat Koschka sowas schon immer gemacht, er muss halt immer im Mittelpunkt stehen, aber früher hätte Samson das einfach ignoriert und sich nicht gleich vertreiben lassen... Koschka wird dann ja auch nicht richtig aggressiv, aber Samson scheint da grad sehr sensibel zu sein. Immerhin ist er jetzt generell so entspannt, dass 5 Minuten danach die Situation schon wieder normal war.

Aber generell, soll ich die beiden das regeln lassen, oder soll ich, wenn es um meine Aufmerksamkeit geht, da auch Grenzen setzen und Koschka nicht auf meinen Schoß kommen lassen wenn ich Samson streichle, oder ihn zumindest runtersetzen, wenn er sowas macht?

Danach wollte er dann wieder mit Samson schmusen, der hat das aber abgelehnt, und Koschka hat das immerhin auch respektiert, sah aber ganz unglücklich aus. Ich glaube, Koschka fände es gut, wenn Samson und ich beide nur ihn schmusen, wir aber nicht miteinander schmusen - er hat sonst gar nichts gegen Samson, will gern mit ihm kuscheln, ist auch nicht futterneidisch, aber eifersüchtig. Dabei klebt er sowieso dauernd auf meinem Schoß und kriegt schon viel Aufmerksamkeit.

Bei Samson weiß ich natürlich immer noch nicht, warum er nicht mehr mit Koschka schmusen will, und ob sich das auf Dauer wieder ändert. Es war schon immer so, dass Koschka und Samson zwar ziemlich viel zusammen lagen, aber dass Koschka eben einen noch höheren Schmusebedarf hat, als Samson, und wenn der nicht wollte, ist er eben zu uns gekommen, oder zu unserer dritten Katze Perdita, die ja leider im Dez. 2010 über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Wir hatten sowieso im Dez. schon überlegt, wieder eine dritte Katze dazuzunehmen, aber dann war ja erst mal Koschka krank, und im Moment würde ich lieber noch beobachten, wie sich die Situation zwischen den beiden einspielt, um besser einschätzen zu können, was für eine Katze. Aber wenn die Situation natürlich mit daran liegt, dass Koschka nicht ausgelastet ist, dann ist das Warten vielleicht auch wieder falsch... Was meint Ihr?
 
C

Catma

Gast
  • #17
Oh, das freut mich, dass es nochmal sichtlich bergauf geht :)

zu dem verscheuchen, wenn geschmust wird
Nun hat Koschka sowas schon immer gemacht, er muss halt immer im Mittelpunkt stehen, aber früher hätte Samson das einfach ignoriert und sich nicht gleich vertreiben lassen... Koschka wird dann ja auch nicht richtig aggressiv, aber Samson scheint da grad sehr sensibel zu sein. Immerhin ist er jetzt generell so entspannt, dass 5 Minuten danach die Situation schon wieder normal war.
Das ist die Haptsache, sie haben das ja vorher gut geregelt und werden da auch wieder hin kommen.

Aber generell, soll ich die beiden das regeln lassen, oder soll ich, wenn es um meine Aufmerksamkeit geht, da auch Grenzen setzen und Koschka nicht auf meinen Schoß kommen lassen wenn ich Samson streichle, oder ihn zumindest runtersetzen, wenn er sowas macht?
Ich würde immer nach der Hausregel ;) "wer zuerst da war, darf nicht verscheucht werden" handeln. Wenn Koschka dazukommt und auch gestreichelt werden will ists ja schön so, aber eben nicht, dass Samson vertieben wird bzw sich vertreiben lässt.
Versuch aber nicht, sie dahingehend zu "erziehen", denn sie haben das ja bereits unter sich geregelt ;) - nur jetzt, wo sie das nicht mehr so tun, hältst du dich eben an ihrer statt an die Regel. Vielleicht reicht es, wenn du Koschka sanft wegschubst, wenn er Samson wegpfoteln will.

Bei Samson weiß ich natürlich immer noch nicht, warum er nicht mehr mit Koschka schmusen will, und ob sich das auf Dauer wieder ändert.
Ich glaube schon, dass sich das auch wieder ändert. Katzen sind Gewohnheitstiere ;) und die 2 waren ja jahrelang beste Kuschelfreunde. Bedenke, dass er im Winter krank geworden ist und seitdem alles irgendwie anders und verunsichernd für die 2 war, da dauert es eine Weile, bis sie wieder ganz sicher sind, dass "alles beim Alten" ist.

Wir hatten sowieso im Dez. schon überlegt, wieder eine dritte Katze dazuzunehmen, aber dann war ja erst mal Koschka krank, und im Moment würde ich lieber noch beobachten, wie sich die Situation zwischen den beiden einspielt, um besser einschätzen zu können, was für eine Katze. Aber wenn die Situation natürlich mit daran liegt, dass Koschka nicht ausgelastet ist, dann ist das Warten vielleicht auch wieder falsch... Was meint Ihr?
Ich würde auch eher abwarten. Sie ist ja im Dez 2010 gestorben und dass sich Koschka & Samson anders zueinander verhielten fing ja erst 1 Jahr später an.

Oder hast du schon vorher bemerkt, dass Koschka eher unausgelastet ist?
 
Katzerine

Katzerine

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Kiel
  • #18
Es freut mich so, dass es bei euch bergauf geht! Gute Nachrichten kann ich grad gut gebrauchen.

Ich schließe mich meiner Vorrednerin an: Wenn Samson zu erst da war (oder du bei ihm), dann weise Koschka sanft in seine Schranken. Er darf ja dabei sein, darf Samson aber nicht vertreiben.
Mit dem danach in die Küche gehen würde ich jeweils einen Moment warten - nicht, dass Koschka lernt "Wenn ich Samson unters Bett kriege, gibts Leckerchen", weißt du?

Auch was die dritte Katze angeht, stimme ich zu. Grundsätzlich ist die Überlegung nicht verkehrt, ich würde damit aber noch eine ganze Weile warten, bis sich das Verhältnis der beiden stabilisiert hat, in welche Richtung auch immer.
 
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