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Alt 07.11.2019, 10:54
  #1
Mausekönigin
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Beiträge: 44
Standard T-4 Wert nach Radiojodtherapie nicht gefallen, höher als vorher

Hallo zusammen,

ich war mit meinem beiden Katern Ash und Jones am 30.09.2019 zur RJX in Gent. Ich hatte hier im Vorfeld ja auch schon mal gepostet um mir Tipps zu holen.

So weit so gut. Vorgestern waren wir beim Tierarzt für das erste Blutbild nach der Therapie. Es gab eine gute und eine schlechte Nachricht.

Bei Jones ist der T-4 schön gefallen und auch seine Nierenwerte sind top.
T-4 ist bei 2,9, Referenz ist von 0,9 bis 4,9. Also ein Erfolg.

Bei Ash sieht es leider schlecht aus. Sein T-4 Wert ist der höchste, den wir je bei ihm hatten. Als es damals festgestellt wurde war er bei 8,6. Mit Felimazole haben wir ihn ja auch eingestellt bekommen, etc.
Sein T-4 ist jetzt bei 10,5!!!!

Wie kann das sein? Ich frage mich nun, ob ich hier tatsächlich zu den 5 % gehöre, wo das nicht klappt. Ich würde ja verstehen, wenn der Wert etwas gefallen wäre, aber noch nicht in der Referenz. Das würde ja zeigen, dass sich wenigstens etwas tut. Aber dass der Wert sogar steigt und sich noch rein gar nichts getan hat, finde ich schon verdächtig.

Ich habe Gent angeschrieben. Eine Erklärung, warum das so sein kann, hatten sie auch nicht. Sie sagten nur, dass es bis zu 6 Monate dauern kann, bis sich alles eingependelt hat. Schön, das hilft mir aber nun auch nicht weiter. Vor allen Dingen kann ich ja nicht so lange in der ÜF lassen und abwarten, ob was passiert. Sie meinten, wenn es gar nicht ginge, sollten wir ihm Tabletten geben. Aber lieber wäre es ihnen, wenn man abwarten würde.

Mein Tierarzt wollte die Entscheidung in Gent lassen, da er sich nicht in die Therapie einmischen wolle, um nichts "kaputt zu machen". Aber wenn es natürlich nicht geht mit Ash, wird er ihm auch wieder Tabletten geben. Ich warte aktuell auf eine Info von ihm. ggf. machen wir in 3 Wochen ein neues Blutbild. Wenn dann nix passiert, muss er aus meiner Sicht Tabletten bekommen, Punkt!

Mein armer Ash ist doch kein Versuchskaninchen, wo wir jetzt erst mal noch ewig warten sollen und er leidet unter der SDÜ. Er ist dünn und setzt natürlich auch nix an.

Meine Frage an euch: Wer hat auch RJX machen lassen und hatte ähnliche Erfahrungen gemacht, dass es lange gedauert hat, bis es angeschlagen hat? Kann ich mir noch Hoffnung machen oder bedeutet das, dass die Therapie fehlgeschlagen ist? Wobei ich mich da frage, wie sowas sein kann. Normalerweise habe ich das so verstanden, dass 5 % in die Unterfunktion rutschen, aber nicht komplettes Therapieversagen.

Würde mich freuen, wenn einer mir seine Erfahrungen mitteilt oder mir vielleicht Tipps geben kann. Manchmal sieht man ja selbst vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

LG
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Alt 07.11.2019, 12:01
  #2
Mausekönigin
Benutzer
 
Registriert seit: 2009
Beiträge: 44
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Hierzu wollte ich noch folgendes ergänzen:

Alle, die vorhaben eine RJX zu machen, soll das nicht abschrecken. Wie man an Jones sieht, es lohnt sich. Bei ihm sieht man ja die Tendenz zur Heilung. Die Ärzte und auch die Pflegerin dort sind sehr nett. Man bekommt jeden Tag 2 Mails, wie es den Süßen geht und sie kümmern sich wirklich sehr lieb um die Tiere. Sie haben selbst meinen "Angstkater" Ash zum futtern "überredet" Sie haben auch alles gut erklärt.

Möchte nur wissen, ob einer ähnliches mit seinem Tier hatte und letztendlich doch alles gut wird, auch wenn es länger dauert.
Mausekönigin ist offline  
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Alt 15.11.2019, 20:00
  #3
Erlenpfoten
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Registriert seit: 2015
Beiträge: 15
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Du siehst, liebe Mausekönigin, dass wir alle genau so ratlos sind wie du selber. Wir waren mit unserer Katze am 21.10.19 in Gent und werden in 10 Tagen zur Kontrolle gehen bei unserem TA.
Hast du mal die Herzfrequenz kontrolliert in Ruhe, also nicht beim Tierarzt? Bei unserer Katze ist sie von 160 auf unter 140 gefallen, die Behandlung mit der RJT scheint also einzugreifen.
Hast du mal mit Gent gesprochen? Vielleicht braucht Ash ja noch etwas Zeit. Wenn er viel "falsches"Schilddrüsengewebe hatte, dass mit dem Radiojod eliminiert wird, braucht es vielleicht etwas länger. Ich würde auf jeden Fall den Kontakt mit den wirklich sehr netten Leuten dort suchen.
Ich halte ganz fest die Daumen.
Erlenpfoten ist offline  
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Alt 18.11.2019, 11:22
  #4
christinem
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christinem
 
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Beiträge: 1.097
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Grüß dich!
Oje das ist nicht schön dass es bei deinem einen Kater nicht greift..
Bei meiner Katze hats geklappt, auch wenn sie die ersten Tage/Woche nach der Therapie noch sehr starke Anzeichen der SDÜ gezeigt hat, hat sich dann ab der ca. 2. Wochen langsam gebessert, bis es perfekt war.

Von der homepage der Uni Wien:
„Therapieerfolg: nach 3 Monaten ist eine endgültige Aussage möglich. In der Regel kommt es binnen 14 Tagen zu einem deutlichen Abfall von T4. Eine vorübergehende Hypothyreose ist möglich. Sollte nach 3 Monaten immer noch eine Hyperthyreose vorliegen, muss die Therapie wiederholt werden.“

„…Die verwendete Jod131 Dosis unterscheidet sich je nach Auslöser der Erkrankung deutlich. Während bei den gutartigen Formen 185 MBq verwendet werden, ist bei Schilddrüsenkarzinomen die 10-20 fache Dosis notwendig. In Wien werden nur Dosierungen bis 185 MBq angewendet.
Bei Hyperthyreosen aufgrund von Schilddrüsenadenomen oder Hyperplasien, das sind 97-98% der Hyperthyreose – Patienten, ist bei 95% der Patienten mit einer Therapie eine Normalisierung zu erzielen. Die restlichen 5% normalisieren sich mit der zweiten Therapie….“

Ist halt die Frage ob die einen zweiten Versuch starten möchtest...
christinem ist offline  
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Alt 21.11.2019, 12:11
  #5
Pauli2010
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Beiträge: 58
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Hallo Mausekönigin,

ich habe auch nur um 5 Ecken gehört, dass eine RJT Therapie noch einmal gemacht wurde - dann allerdings mit Erfolg - auch in Gent.

Da die Kliniken, die die RJT durchführen Erfahrung haben, würde ich noch etwas warten - die 6 Monate wären mir auch definitv zu lang.

Ich habe sehr sehr lange gewartet bis ich die Kontrolle hatte - das lag aber daran, dass Colacao völlig ausrastet und nur sediert behandelt werden kann. Ihm ging es gut und nur für die Blutabnahme wollte ich ihm den Stress nicht antun - Tabletten wäre eh keine Option gewesen. Von daher kann ich gar nicht sagen, ab wann seine Werte wieder im Normalbereich waren. Er hatte aber auch vorher keine Anzeichen einer Überfunktion - war nicht abgemagert o.ä.

Hast Du denn mal nachgefragt, ob und wie die Gabe von Medikamenten die vielleicht noch eintretende Heilung beeinflußen können?
Kann man vielleicht noch 1 - 2 Monate über das Futter - also jodreduziert - überbrücken und dann schauen wie es aussieht?

VG
Pauli2010 ist offline  
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Alt 25.11.2019, 14:28
  #6
Mausekönigin
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Beiträge: 44
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Hallo zusammen,

@Erlenpfote: wie sehen denn die Werte bei deinem Schatz aus? Hat die RJX angeschlagen?
Ich halte auf jeden Fall Kontakt mit Gent.

@Christinem: Hui, jetzt mach mir keine Angst bezüglich Karzinom. Ganz ehrlich habe ich da auch schon mal dran gedacht und Angst, dass es vielleicht deshalb nicht anschlägt......
Gent wartet mit dem 2. Versuch 6 Monate, vorher machen die das nicht. Ich würde es auf jeden Fall nochmal wagen, weil für Ash nur noch die Salbe in Frage kommt, andere Medis verträgt er (nicht) mehr.

@Pauli: Es macht mir etwas Mut, dass du geschrieben hast, dass du um fünf Ecken gehört hast, dass es beim 2. Versuch bei jemanden doch noch geklappt hat.

Ich fahre heute nochmal zum Arzt für einen T-4 Check (es sind nun wieder 3 Wochen um). Ich hoffe auf ein Wunder und würde es mir so sehr für meinen kleinen Mann wünschen, dass die Werte gefallen sind. Selbst, wenn sie noch nicht optimal sind, wäre es ja ein Zeichen, dass sich nochwas tut, wenn die Werte wenigstens weniger sind. Ansonsten fackel ich da heute nicht mehr lange. Dann muss er die Salbe bekommen. Ich lass den Kleinen nicht 6 Monate in der ÜF. Ob die Salbe die Heilung beeinflusst, hat mir Gent nicht gesagt. Sie sagten nur, dass wenn Ash in keiner guten Verfassung ist, sollen wir mit Medis anfangen. Richtig schlecht geht es ihm nicht. Er kuschelt, nimmt nicht ab (aber auch leider nicht zu) und schläft oft auf den Rücken gedreht. Einer Katze, der es richtig schlecht geht, tut das ja nicht. Aber ich werde ihm trotzdem Medis geben, wenn die Werte nun noch immer nicht gut sind. Zumindest, wenn sie noch weiter sehr hoch sind. Was er immer noch macht ist sich oft richtig viel putzen. DAs war eigentlich auch immer ein Zeichen, wenn er in der ÜF ist. Obwohl ich mittlerweile schon nicht mehr weiß, ob er sich schon immer so viel geputzt hat...........

nur wenn es sein muss, und ich die Salbe benötige, hoffe ich, dass mein Doc die auch aufschreibt. Es müssen ja einige Richtlinien eingehalten werden auf dem Rezept......Wenn er mir die nicht geben wird, gehe ich zu einem anderen Arzt.

Drückt mir die Daumen, ich werde berichten.

LG
Mausekönigin ist offline  
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Alt 25.11.2019, 17:27
  #7
christinem
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christinem
 
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Daumen sind fest gedrückt!
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Alt 25.11.2019, 20:45
  #8
Mausekönigin
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Beiträge: 44
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Leider ist der Wert weiterhin nicht gut. Er hatte ja vorher 10.5, jetzt ist er bei 9,2. Also man kann nicht sagen, ob es die natürliche Schwankungen ist oder ob etwas passiert in Richtung, dass die Therapie etwas bewirkt. Mein Doc meinte, positiv wäre, dass der Wert nicht weiter gestiegen ist, aber vom Hocker gehauen hat es uns und ihn nicht.
Wir haben jetzt ein Rezept für die Salbe bekommen.
Mein Ann ist der Optimist, er meinte, vielleicht tut sich jetzt doch was. Aber mir ist das zu wenig. Da hätte der Wert schon weniger sein müssen.
Aktuell überlegt mein Mann, ob wir mit der Salbe nochmal 2 Wochen warten sollen um zu sehen, ob sich dann weiter was getan hat bei einer weiteren Blutabnahme.
Ich muss da erst mal drüber schlafen. Ich habe nicht mehr sehr viel Hoffnung, die Therapie ist 2 Monate her.
Ich werde mal weiter berichten.
Das Thema Karzinom schwirrt mir auch noch im Kopf....
Vielen Dank fürs Daumen drücken.
LG
Mausekönigin ist offline  
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Alt 26.11.2019, 18:58
  #9
Erlenpfoten
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Registriert seit: 2015
Beiträge: 15
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Verdränge den Gedanken "Karzinom", das bringt weder dir noch Ash etwas. Dass der Wert zumindest etwas gefallen ist, zeigt ja, dass sich etwas tut.
Bei Lili haben sich die Werte folgendermaßen entwickelt:

12.09.2019 259,97 (nmol/l, Referenzbereich von 12,9 bis 51,5)

Ab dann 2x 5mg Felimazole täglich, nach Vergiftungssymptomen Reduzierung auf 2x 2.5mg Felimazole

02.10.2019 47 (nmol/l, Referenzbereich von 19 bis 62; eigenes Labor des TA)

Absetzen des Medikamentes am 11.10.2019, RJT am 21.10.2019 in Gent

1. Kontrolle am 20.11.2019:

50,32 (nmol/l, Referenzbereich von 12,9 bis 51,5)

Du siehst also, dass Lili durchaus noch im oberen Grenzbereich des T4-Wertes angesiedelt ist. Erst die nächste Untersuchung in zwei Monaten wird zeigen, ob sich die Umstellung im positiven Sinne fortgesetzt hat.
Ich würde noch einmal in Gent fragen, ob abgewartet werden soll oder doch jetzt schon mit Medikamenten eingegriffen werden soll.
Die sind ja wirklich sehr nett und hilfsbereit.
Erlenpfoten ist offline  
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