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Stoffwechselerkrankungen Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, ...

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Alt 31.01.2019, 15:34   #1
Felimajoris
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Standard Unterschied zwischen Pharma-Herstellern

Hallo,

mein Kater hat eine (starke) SÜ.

Mit Felimazole 3,75 mg bekam ich es sehr gut in den Griff. Er war wieder wie ausgewechselt, ausgeglichen, ruhig, wirkte mehr mit sich im Einklang und war rundum wieder normal. (Leider hat er aber teilweise schon ziemlich schlapp rumgelegen, hatte zu dieser Zeit aber auch öfters große Haarballen erbrochen, die ihm schwer im Magen lagen.) Ansonsten keine Nebenwirkungen.

Dann gingen mir kurz vor Weihnachten die Tabletten aus und ich holte Neue, es gab aber nur Felidale.

Seit diesem Tag ist er wieder dieser "SÜ Quengler". Pausenlos am Jammern und Jaulen, nervöses permanentes Rumgelaufe, allgemein unangenehmes Verhalten, breiiger Durchfall, endlos Hunger.

Es scheint, als wären die Tabletten nahezu wirkungslos.
Es ist aber doch der selbe Wirkstoff, wie kann das sein?

Aber seither gebe ich ihm 2 Femidale (=5 mg) und dennoch hat er mittelmäßige SÜ Symptome.

Als ich ihm dann einmal noch zusätzlich Felimazole 1,25mg gab die ich auch noch daheim habe, war es sofort wieder besser. (Also insgesamt 6,25 mg. Das war ein Versuch, aber möchte das erst mal wieder sein lassen, da das nicht mit dem TA abgesprochen ist.)


Also kurzum:

Felimazole 3,75 mg früh und abend = Es geht ihm gut, ist ausgeglichen und frisst normal
= Starke Wirkung

Felidale: Selbst mit 5 mg früh und abend hat er starke SDÜ Symptome.
= So gut wie keine Wirkung

Wie kann das denn sein?

Nun habe ich erst mal Felimazole vorbestellt. Ich möchte die wie gewohnt geben (also dann wieder 3,75 mg, nicht mehr 5 mg wie aktuell) und dann die Werte wieder mal testen lassen.

Denn aktuell mit diesem komischen Theater mit Felidale macht eine Wertebestimmung keinen Sinn. Ich verstehe es nur nicht, es ist der selbe Wirkstoff, es kann doch nicht so ein Unterschied sein!?

Wer hat die gleichen Erfahrungen gemacht?



Grüße,
Felimajoris
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Alt 31.01.2019, 15:46   #2
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Ich hab nicht mal große Unterschiede zwischen Thiamazol in verschiedenen Varianten und Carbimazol erlebt, bei keiner Katze. Und obwohl ich in einer SDÜ-Gruppe bin, wo wir es ständig mit dieser Krankheit zu tun haben, habe ich so etwas auch noch nicht gelesen.

Eine Wertebestimmung in meinen Augen macht aber trotzdem Sinn, um zu schauen, ob er mit Felidale wirklich wieder in der Überfunktion ist oder ob das Verhalten vielleicht auf andere Zusatzstoffe im Felidale zurückzuführen ist. So was habe ich nämlich durchaus schon erlebt.

Ansonsten würde ich mal schauen, welche Zusatzstoffe im Felimazole enthalten sind und welche im Felidale und checken, ob einer davon u.U. die Bioverfügbarkeit des Medikaments beeinflusst.

Bist Du denn nahtlos vom Felimazole auf das Felidale umgestiegen oder gab es ein paar Tage Pause dazwischen, weil die Tabletten ausgegangen waren?

Und das lethargisch rumliegen beim Felimazole würde mir auch zu denken geben, da kann u.U. bereits eine Unterfunktion vorliegen.

Wann war denn die Diagnose und wie oft habt Ihr seitdem den Wert testen lassen?

Geändert von Maiglöckchen (31.01.2019 um 16:00 Uhr)
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Alt 31.01.2019, 16:32   #3
Felimajoris
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Die Zusatzstoffe habe ich schon mal verglichen und die sind wirklich anders. Weiß den Stoff nicht mehr auswendig und schaue nochmal nach. Habe mir nämlich sowas auch schon überlegt ob die Aufnahme da anders ist.

Im Sommer 2018 wurde die SÜ diagnostiziert, dann das Mittel (2,5 mg) eine Weile gegeben und der Wert im Herbst noch einmal bestimmt, da war er aber immer noch zu hoch. Aber schon deutlich besser.
Daraufhin bekam er dann 3,75 mg. Sofort waren die Symptome schlagartig restlos verschwunden. Ich wollte dann eben im Winter die Werte wieder bestimmen, eigentlich Anfang Januar, was ich dann bleiben ließ, da durch das Felidale über den Weihnachtsurlaub alles aus den Fugen geriet.

Nun möchte ich wieder Felimazole geben und dann wenn es wieder geregelt läuft, den Wert bestimmen lassen, da ich einen Normalwert erwarte.

Lethargisch war er nicht wollte ich noch erwähnen. Er lag ja auch nicht wochenlang schlapp rum sondern nur stundenweise am Tag und war da aber auch wenn man ihn ansprach, total fit. Einmal war dies einige Tage in Folge, da machte ich mir dann doch langsam Sorgen. Doch dann erbrach er am nächsten Tag einen riesigen Haarballen. Das Ganze wiederholte sich dreimal und dann ging es ihm wieder gut. Seitdem kam das nicht mehr vor, allerdings bekommt er ja inzwischen auch temporär das Felidale.

Ich glaube nicht, dass das Rumliegen damit im Zusammenhang steht, auch wenn ich dies selbst erst dachte. Nach dem wiederholten Haarballen-Erbrechen war das ja auch wieder weg.

Aber was ich mich frage, was ist, wenn er auf Dauer eine immer höhere Dosis benötigt?

Wenn die Schilddrüse sich immer weiter verschlechtert und irgendwann braucht er astronomische Mengen von dem Mittel? Sollte man dann die SD lieber entfernen lassen?
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Alt 31.01.2019, 16:47   #4
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Zitat:
Zitat von Felimajoris Beitrag anzeigen
Im Sommer 2018 wurde die SÜ diagnostiziert, dann das Mittel (2,5 mg) eine Weile gegeben und der Wert im Herbst noch einmal bestimmt, da war er aber immer noch zu hoch. Aber schon deutlich besser.
Daraufhin bekam er dann 3,75 mg.

Aber was ich mich frage, was ist, wenn er auf Dauer eine immer höhere Dosis benötigt?

Wenn die Schilddrüse sich immer weiter verschlechtert und irgendwann braucht er astronomische Mengen von dem Mittel? Sollte man dann die SD lieber entfernen lassen?
Wenn es sich verschlechtert, wäre die Radiojodtherapie eigentlich die bessere Alternative statt einer Operation.

Oder man versucht es vorher noch mit einem Medikament, das nicht oral gegeben wird, der Thiamazol-Salbe oder mit Thiamazol-Injektionen.

Es gibt Katzen, die jahrelang mit ein- und derselben Dosis gut klar kommen, bei anderen Katzen greift die Dosis schon bald nicht mehr, das lässt sich nicht verallgemeinern.

Wenn der Wert im Herbst schon deutlich besser war als im Sommer, hätte man eigentlich noch nicht erhöhen müssen, bei manchen Katzen sinkt der Wert sehr schnell, bei anderen langsam, aber konstant. Nach einer Dosis-Erhöhung sollte man eigentlich vier Wochen später erneut kontrollieren.
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Alt 31.01.2019, 17:36   #5
Felimajoris
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Oje das klingt aber nicht gut, denn über diese Radiojodtherapie habe ich bisher nur gelesen, dass das sehr umständlich ist mit Klinikaufenthalt weit entfernt usw.

Also hoffe ich, dass es erstmal so bleibt die nächsten Jahre und mit dem Medikament gut in Griff zu bekommen ist.

Ja stimmt, eigentlich hätte ich den Wert zwischendurch noch einmal prüfen sollen 1 Monat nach der Dosiserhöhung.

Vor allem hätte ich dann jetzt eine aussagekräftige Info über den Wert vor dem Felidale-Problem.

Da ärgere ich mich nun über mich selbst. Nächste Woche habe ich wieder Felimazole, dann gebe ich das und lasse den Wert bestimmen. Wie lange dauert es, bis es aussagekräftig ist? Nach einer Woche mit unserem guten alten Felimazole oder lieber 2?
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Alt 31.01.2019, 17:56   #6
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Ich würde nicht zu lange warten.

Was die RJT angeht, hängt es auch sehr davon ab, wo man wohnt. In Gießen und Norderstedt ist die Aufenthaltsdauer recht lang, in Wien schon etwas kürzer und Belgien und Holland sind da am günstigesten, weil die Katzen da nur drei bzw. vier Tage bleiben müssen.
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Alt 31.01.2019, 19:53   #7
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Da wohne ich nicht ansatzweise in der Nähe einer dieser Kliniken.

Bleibt zu hoffen, dass es mit dem Felimazole wieder besser wird.

Wieder war Durchfall im Klo. Ich bin am Verzweifeln mit dem blöden Felidale und verstehe nicht wieso es so einen Schund überhaupt gibt.

Habe jetzt auf den Packungen nachgesehen. Felimazole hat noch den Wirkstoff
https://de.m.wikipedia.org/wiki/4-Hy...uremethylester

Den hat Felidale nicht.

Das scheint den entscheidenden Unterschied zu machen.
Hätte ich doch bloß einen Tag eher beim Tierarzt angerufen, dann hätte ich morgen schon das Felimazole und so erst am Montag.
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Alt 31.01.2019, 20:38   #8
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Es gibt aber auch Katzen, die auf das Felimazole mit Durchfall reagieren, das ist individuell sehr unterschiedlich.

Generell ist es so, dass die veterinärmedizinischen Hormonhemmer schlechter vertragen werden als die Hormonhemmer aus der Humanmedizin, mit denen früher therapiert wurde.

Das Gesetz schreibt den Tierärzten trotzdem vor, nur die Medis mit Vet-Zulassung zu verschreiben.
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Alt 31.01.2019, 22:53   #9
Felimajoris
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Mein Kater hatte monatelang Durchfall ohne Befund.
Als die SÜ diagnostiziert wurde und er Felimazole bekam, hörte auch sofort der Durchfall auf, nicht umgekehrt.

Nur seit er Felidale bekommt, was so gut wie keine Wirkung hat, kam der Durchfall wieder zurück.

Durch die SÜ hat er eine Hypermotilität des Darms und beim kleinsten Fehler wie Tabletten nicht gut genommen oder eine Tablettengabe verpasst, oder wirkungslosem Mittel, geht es sofort nach 12 Stunden wieder los.

Wie kommst du jetzt darauf dass der Durchfall durch Felimazole kommt, während er genau dadurch weg geht. Vielleicht war mein Text verwirrend.

Für Außenstehende klingt das sicherlich komplizierter als es ist 😊
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Alt 01.02.2019, 09:41   #10
Maiglöckchen
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Zitat:
Zitat von Felimajoris Beitrag anzeigen
Wie kommst du jetzt darauf dass der Durchfall durch Felimazole kommt, während er genau dadurch weg geht.
Das habe ich doch gar nicht geschrieben

Sondern nur, dass Katzen sehr individuell auf die Schilddrüsenmedis reagieren. Bei Euch gibt es mit dem Felidale Durchfall, bei anderen Katzen beim Felimazole, das bei Euch gut funktioniert.

Mein Kater hat sich z.B. vom Henning-Carbimazol die Seele aus dem Leib gekotzt, das Carbi von Hexal und Aristo aber gut vertragen. Andere Katzen kommen mit Henning besser klar.

Meine Katze wiederum hat das Thyronorm nicht vertragen, aber ich kenne -zig Katzenhalter, die keine Probleme damit haben.

Meine Antwort bezog sich also auf Deine Frage, warum es solchen Schund überhaupt gibt. Es gibt da meiner Erfahrung nach einfach nicht das bessere oder das schlechtere Medi. Zumindest unter den veterinärmedizinischen Medis. Die aus der Humanmedizin sind generell besser verträglich, aber das ist ein anderes Thema.

Geändert von Maiglöckchen (01.02.2019 um 09:44 Uhr)
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Alt 01.02.2019, 13:28   #11
Felimajoris
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Dann glaube ich, dass wir aneinander vorbei reden.

Zitat:
Bei Euch gibt es mit dem Felidale Durchfall, bei anderen Katzen beim Felimazole, das bei Euch gut funktioniert.
Mein Kater bekommt auch durch das Felidale keinen Durchfall.

Den Durchfall bekommt er von der SÜ und zwar schon lange bevor er die Medikamente überhaupt bekam. Durch Felimazole hörte der Durchfall, wie auch alle anderen SÜ-Symptome, sofort auf.

Da das Felidale generell bei ihm aus irgendwelchen Gründen wirkungslos zu sein scheint, kommt der Durchfall als SÜ-Symptom wieder, so wie auch alle anderen SÜ-Symptome.

Und nicht als Nebenwirkung vom Medikament.


Also beziehe ich mich mit meiner Beschwerde nicht auf irgendwelche Nebenwirkungen, sondern auf die Nicht-Wirkung des Medikaments .
Und das sollte man von einem Medikament schon erwarten können.

Zumal ich gelesen habe, dass Felidale das "Haupt" Medikament ist und Felimazole Generika davon. Die Generika wirkt bestens und das ursprüngliche Medikament ist für die Tonne, das ist doch suspekt.


Außerdem halte ich das für einen Teufelskreis. Denn wenn der Darm eine starke Hypermotilität durch die SÜ hat, wird ja das Medikament per se schon schlechter resorbiert. Felimazole durchbricht den Teufelskreis aber trotzdem super und Felidale nicht. Aber sie hatten auch keine Erklärung dafür als ich am Telefon nachfragte.

Ist ja im Prinzip auch egal, ich nehme nie wieder Felidale und nur noch Felimazole, dann ist ja alles gut Wollte es nur wissen, da es mir unbegreiflich war, dass der selbe Wirkstoff Unterschiede aufweist, aber vermutlich kommt das durch das 4-Hydroxybenzoesäuremethylester, da dies der einzige Unterschied zwischen den Medis ist.

Geändert von Felimajoris (01.02.2019 um 13:30 Uhr)
Felimajoris ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2019, 12:42   #12
ferufe
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Hallo,

es gibt auch ein flüssiges Präparat: Thyronorm, wäre evtl. eine Alternative.
Oder die Salbe die man ins Ohr reibt - stellen nur ganz wenige Apotheken her. Ich weiss gerade nicht welche.

VG
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