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Stoffwechselerkrankungen Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, ...

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Alt 29.12.2018, 21:18   #1
miau08
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Hallo,

meine 11 Jährige Katze hat eine leichte SDÜ Referenzwert geht bis 2,9 sie hat 4,2. Dazu hat sie noch eine teilweise Netzhautablösung auf beiden Augen. Vermutlich von Bluthochdruck.(Das alles wurde vor einer Woche festgestellt)
Sie hat wegen den Augen/Blutdruck Amodip bekommen wovon sie täglich eine halbe Tablette bekommt. Bewegungen nimmt sie jetzt eindeutig wieder besser war sie verfolgt uns auch mit den Augen wenn wir an ihr vorbei gehen. Und die Augen sind auch nicht mehr so groß und reagieren schnell auf Licht. Gut sehen tut sie allerdings noch lange nicht wie vorher. Gegen die Schilddrüsenüberfunktion hat sie Thyronorm verschrieben bekommen davon soll ich 2 mal täglich 0,5 ml geben.
Leider ist sie seit einer Woche sehr sehr müde und schlapp schläft nur noch, das einzige was sie zum Glück noch recht ordentlich macht ist fressen. Kann es sein das das Thyronorm zu hoch dosiert ist für den Anfang?
Leider haben ja zur Zeit alle Tierärzte geschlossen und von jeder Tierklinik wohne ich mindestens 45 min Autofahrt entfernt. Die Katze regt sich schon bei 10min Autofahrt sehr auf weshalb ich ihr die lange Fahrt bislang erspart habe. Über Ratschläge würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank im Vorraus.
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Alt 29.12.2018, 21:47   #2
Maiglöckchen
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Zum Glück habt Ihr den hohen Blutdruck umgehend behandelt, so dass gute Chancen bestehen, dass mit den Augen wieder alles in Ordnung kommt.

Und ja, ich halte die Dosierung vom Thyronorm bei dem T4 für zu hoch. Wenn ich das richtig im Kopf haben entspricht das zweimal täglich 2,5mg Thiamazol.

Wann wurde die SDÜ bei Euch diagnostiziert?

Bei Eurem Wert hätte es aber dicke genügt, mit 1,25mg zweimal täglich einzusteigen. Nur mal zum Vergleich: Meine Hexe hatte bei Diagnose einen T4 von 5,5, wir sind mit der Hälfte Eurer Dosierung eingestiegen und trotzdem hing sie nach knapp vier Wochen schon in einer leichten Unterfunktion. Ich würde also schleunigst den T4 testen lassen.

Geändert von Maiglöckchen (29.12.2018 um 21:52 Uhr)
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Alt 30.12.2018, 11:48   #3
miau08
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Hallo,

vielen herzlichen Dank für die Antwort.
Ich habe gestern abend die Dosis Thyronorm ganz weggelassen, weil sie den ganzen Tag nach der Thyronorm gabe nur noch geschlafen hat und total schlapp war. Heute morgen war sie dann zum Glück 2 Stunden mal aktiv, auch endlich mal draußen auf der Toilette. (sie geht drinnen nicht)
Gerade habe ich ihr die Hälfte der Dosis gegeben also 0,25 ml. Hoffe damit kommt sie jetzt besser zurecht, habe mir gedacht plötzlich heute gar nichts geben ist vielleicht auch nicht gut da kommt dann der Stoffwechsel noch mehr durcheinander????
Was meinen Sie?
Den T4 Wert habe ich am 21.12 erfahren.
Den T4 jetzt testen lassen ist schwierig, Feiertage, Sonntage, da haben alle in der Nähe zu. Und in die Klinik sind es mind 45 min fahrt und für sie sind schon 10min reichlich genug. Sie ist eine Freigängerkatze ist mir vor einigen Jahren zugelaufen.
Viele Grüße

Geändert von miau08 (30.12.2018 um 11:53 Uhr)
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Alt 30.12.2018, 16:12   #4
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Aus der Ferne und ohne die Katze zu kennen, ist das natürlich schwer zu beurteilen. Aber da als Einstiegsdosierung - je nach Schwere der Symptome und Höhe des T4 - 1,25 bis 2,5mg zweimal täglich empfohlen werden, dürftest Du mit dieser Dosierung nichts falsch machen. Du wirst ja nach kurzer Zeit sehen, ob Du mit dem Gefühl richtig lagst, dass die Dosierung zu hoch war (wovon ich nach meiner Erfahrung und angesichts der Expertenempfehlungen auch ausgehe).
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Alt 30.12.2018, 22:06   #5
ferufe
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Zitat:
Zitat von miau08 Beitrag anzeigen
Hallo,

vielen herzlichen Dank für die Antwort.
Ich habe gestern abend die Dosis Thyronorm ganz weggelassen, weil sie den ganzen Tag nach der Thyronorm gabe nur noch geschlafen hat und total schlapp war. Heute morgen war sie dann zum Glück 2 Stunden mal aktiv, auch endlich mal draußen auf der Toilette. (sie geht drinnen nicht)
Gerade habe ich ihr die Hälfte der Dosis gegeben also 0,25 ml. Hoffe damit kommt sie jetzt besser zurecht, habe mir gedacht plötzlich heute gar nichts geben ist vielleicht auch nicht gut da kommt dann der Stoffwechsel noch mehr durcheinander????
Was meinen Sie?
Den T4 Wert habe ich am 21.12 erfahren.
Den T4 jetzt testen lassen ist schwierig, Feiertage, Sonntage, da haben alle in der Nähe zu. Und in die Klinik sind es mind 45 min fahrt und für sie sind schon 10min reichlich genug. Sie ist eine Freigängerkatze ist mir vor einigen Jahren zugelaufen.
Viele Grüße
Hallo,

bei regemäßiger Gabe einer festen Dosierung erst nach ca. 2 -3 Wochen den T4 neu testen lassen. Die Schilddrüse braucht einige Zeit um zu reagieren, Nierenwerte sollten mitbestimmt werden da eine Überfunktion die Werte maskieren kann. Bitte Blutentnahme dann möglichst immer zur gleichen Zeit nach der gabe. Z.B. morgens um 7 Uhr Medi, Blutentnahme um 16 Uhr. Nur dann ist es vergleichbar und auch nicht zu dicht an der Gabe.
Die Gaben sollten möglichst zur gelichen Zeit gegeben werden, plus/minus 1h
VG
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Alt 31.12.2018, 01:31   #6
Maiglöckchen
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Zitat:
Zitat von ferufe Beitrag anzeigen
Hallo,

bei regemäßiger Gabe einer festen Dosierung erst nach ca. 2 -3 Wochen den T4 neu testen lassen. Die Schilddrüse braucht einige Zeit um zu reagieren,
Das kann ich leider so nicht bestätigen. Die Schilddrüse reagiert bei jeder Katze anders, bei manchen Katzen extrem schnell, bei anderen sehr langsam. Die eine knallt nach 14 Tagen bereits in die Unterfunktion, bei der anderen sinkt T4 nach und nach und ganz gemütlich. Pauschale Aussagen sind bei einer SDÜ leider nicht möglich.
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Alt 06.01.2019, 12:31   #7
miau08
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Hallo,

also die Annahme mit der zu hohen Dosierung war richtig. Vielen Dank für den Tipp. Habe ihr die letzte Woche jetzt immer die Hälfte gegeben, also 2 mal täglich 0,25 ml. Wir waren am Donnerstag nochmal bei der Tierärztin und der Wert ist zum Glück im Moment im Normalbereich d.h. bei 1,9.(bei der Kontrolle vor 2Wochen war er bei 4,2) Ich soll ihr weiter 2 mal täglich 0,25ml geben.
Frage: ist dass nicht immernoch ein bischen viel?
Denn der Wert sollte ja nach Möglichkeit so bleiben. Die letzen 2 Tage war sie endlich mal wieder agiler hat mehr gefressen, sich mehr geputzt und war auch mehr draußen, allerdings habe ich ihr da probehalber ein bischen weniger als die 0,25 ml gegeben. Weil sie vorher immer noch oft schlapp war, Treppensteigen ging zwar besser aber noch lange nicht so schwungvoll wie vorher. Soll ich das so beibehalten? Oder ist das generell zu wenig?
Auch die anderen Werte im Blutbild sind gut. Außer ein Entzündungswert aber auch der ist niedriger geworden. Die Augen sind auch besser, reagieren wieder viel besser auf Licht, hoffe die werden noch besser. Auch das Herzklappengeräusch das die TÄ gehört hat ist wohl nicht mehr so stark wie beim letzten mal.

Geändert von Administrator (06.01.2019 um 21:13 Uhr) Grund: Anpassung Zeichenkodierung
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Alt 06.01.2019, 15:08   #8
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Dann versuch es doch einfach mit 0,2ml. 1,9 ist gut, aber wenn sich der Wert irgendwo bei 2 bis 3 einpendelt, ist das für die meisten Katzen auch absolut okay. Du musst dabei immer beachten, dass dieses Labor keinen Graubereich hat, der bei anderen Laboren zwischen 3 und 4 oder sogar zwischen 3 und 4,5 liegt.
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Alt 15.01.2019, 22:05   #9
ferufe
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Das kann ich leider so nicht bestätigen. Die Schilddrüse reagiert bei jeder Katze anders, bei manchen Katzen extrem schnell, bei anderen sehr langsam. Die eine knallt nach 14 Tagen bereits in die Unterfunktion, bei der anderen sinkt T4 nach und nach und ganz gemütlich. Pauschale Aussagen sind bei einer SDÜ leider nicht möglich.
Hallo,
ist jetzt schon einige Tage her und trotzdem:
natürlich ist jede Katze anders. Ob du es bestätigen kannst ist dabei unerheblich, denn ich kann z.B. aus Erfahrung!! sagen: mein Kater braucht zur Einstellung zwischen 3-4 Wochen, mindestens. Da ist eine pauschale Aussage also absolut unerheblich, da medizinisch nicht begründet.
Eine Orientierung braucht man und da muss man sich eine eigene rote Linie machen. Verunsicherung bringt dabei nicht weiter.
Meine Aussage war schon richtig, auch die dazugehörenden Anmerkungen.
z.B.: ein Graubereich - ist mir zumindest nicht bekannt - ist keine wissenschaftliche Aussage.
Wichtig sollte sein, möglichst immer beim gleichen Labor messen zu lassen, nur so ist es vergleichbar und auch der Zeitpunkt. Denn letztlich sind Abweichungen von ...hinter dem Komma nicht die Relevanz.

VG
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Alt 15.01.2019, 22:57   #10
Maiglöckchen
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Zitat:
Zitat von ferufe Beitrag anzeigen
natürlich ist jede Katze anders. Ob du es bestätigen kannst ist dabei unerheblich, denn ich kann z.B. aus Erfahrung!! sagen: mein Kater braucht zur Einstellung zwischen 3-4 Wochen, mindestens. Da ist eine pauschale Aussage also absolut unerheblich, da medizinisch nicht begründet.
Eine Orientierung braucht man und da muss man sich eine eigene rote Linie machen. Verunsicherung bringt dabei nicht weiter.
Meine Aussage war schon richtig, auch die dazugehörenden Anmerkungen.
z.B.: ein Graubereich - ist mir zumindest nicht bekannt - ist keine wissenschaftliche Aussage.
Ein Blick in die Laborbefunde von Synlab, Idexx etc. werden Dir sicherlich schnell weiterhelfen, was den Graubereich angeht. Dort ist der Graubereich explizit angegeben, das wird ja sicherlich einen Grund haben.

Ebenso dürfte ein Blick in die Arbeiten von Mark E. Peterson weiterhelfen, was Grauzonen nach unten und auch nach oben angeht. Ich hoffe, der ist Dir dann wissenschaftlich genug.

Und ob Dein Kater 3-4 Wochen zur Einstellung braucht ist ebenso pauschal wie die Aussage, dass eine Veränderung sich erst nach zwei bis drei Wochen manifestiert. Es wäre also nett, wenn Du darauf verzichten würdest, anderen Pauschal-Aussagen vorzuwerfen, die Du selbst tätigst.

Warum also tätigst Du jetzt schon zum wiederholten Mal pauschale Aussagen?

Ich habe mitterweile genug Katzen erlebt, die innerhalb von zwei bis drei Wochen bereits in die Unterfunktion geknallt sind und daher möchte ich Dich darum bitten, Deine Erfahrung nicht als absolut und allgemeingültig darzustellen, das sind sie nämlich nicht.

Ich stelle gerade die dritte Katze ein und jede hat komplett anders auf die Medis reagiert

"Medizinisch begründet" - da bin ich ja mal sehr gespannt, was Du da hoffentlich für Infos oder links für uns hättest.

Ich weiß nicht, ob Du Dich schon jemals mit Menschen unterhalten hast, die eine Überfunktion, Unterfunktion oder einen Hashimoto oder was auch immer hattest? Spätestens dann hinterfragst Du das "medizinische Begründete" doch normalerweise.

Geändert von Maiglöckchen (16.01.2019 um 00:12 Uhr)
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Alt 18.01.2019, 12:15   #11
miau08
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Hallo,
also die Einstellungmit Thyronorm scheint nicht ganz so einfach zu sein, jedoch war unsere Anfangsdosis mit 2 mal Täglich 0,5 ml definitiv zu hoch. Die Katze war nur noch schlapp. Und die Kontrolle nach 2 Wochen medikament die erste Woche mit 0,5 ml die 2. mit 0,25 ml je 2mal täglich ergab einen T4 Wert von 1,9.
Im Moment erhält sie 2 mal täglich 0,2 ml.
Leider ist meine Katze immer noch nicht wirklich fitt, die schlappheit ist besser jedoch frisst sie schlecht. Sie bettelt öfters, dann stelle ich ihr was hin was dann nur angeschnuppert wird oder nur 2 Bissen davon gefressen werden...Ist das Futter (Nassfutter) mal einen halben Tag offen mag sie es grundsätzlich nicht mehr. Trockenfutter frisst sie gar nicht (hat sie noch nie so sehr gemocht).
Manchmal überlege ich mir ob das nicht fressen aber eigentlich doch fressen wollen eine Nebenwirkung vom Thyronorm sein kann?
Habe in einer starken Woche mit ihr einen Termin beim Kardiologen Kirsch zum Herzultraschall hoffe der kann der Katze weiterhelfen. Hat jemand hier erfahrungen zu Nebenwirkungen bei Thyronorm und Amodip?
miau08 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2019, 14:42   #12
Maiglöckchen
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Hallo,

das kann in der Tat eine Nebenwirkung vom Thyronorm sein, manchen Katzen schlägt das furchtbar auf den Magen. War bei uns auch so. Sprich bitte mit dem Tierarzt mal darüber, ob ihr auf die Thiamazol-Salbe wechseln könnt, die wird in die Ohrmuschel einmassiert und belastet den Magen-Darm-Trakt nicht. Die Salbe kannst Du bei der Römer Apotheke in Herrenberg beziehen. Dafür braucht es allerdings ein Rezept des Tierarztes, der muss also mitspielen.

Alternativ gäbe es auch noch die Möglichkeit, Thiamazol zu spritzen. Das kennt nur kaum ein Tierarzt.

Hier mal ein link dazu:

https://vetline.de/therapie-einer-hy...0/3216/103586/

Die Autorin arbeitet meines Wissens bei Idexx, das ist also eine Quelle, die ein TA eigentlich ernst nehmen sollte.

Der aktuelle T4 sieht ja eigentlich schon ganz gut aus.
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