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Stoffwechselerkrankungen Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, ...

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Alt 03.12.2018, 15:27   #1
Spessartbiene
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Standard Schwankender T4-Wert??

Hallo zusammen,

ich habe bei Euch sehr viel im Forum gelesen und dabei auch sehr viel gelernt. Nun habe ich mich heute angemeldet, alldieweil ich gerne von Euch "Fachfrauen" einen Rat hätte.
Bei meinem Kater Moritz, 14 Jahre, wurde Ende September 2018 im Rahmen des geriatr. Profils eine SDÜ festgestellt. T4: 10.8, erhöhte Leberwerte
Einstieg mit 2x täglich 1,25mg Felimaz. Hat er nun gut vertragen...
Nachkontrolle 4 Wochen später, also Ende Oktober: T4 von 4,5 (FROI!!) Keine Leberwerte kontrolliert, weil er nicht nüchtern war....
Nun, wieder Nachkontrolle nach 5 Wochen, also am 28.11.: T4 bei 6,1...
Leberwerte ALT + AST verbessern sich langsam, nur der GLDH nicht...
Nun soll ich langsam erhöhen: morgens 2,5mg Felix., abends wie gehabt 1,25mg.

Habe ich nun am Sonntag zu gemacht, aber irgendwie ist mir nicht wohl dabei..
Kann er mit dieser Erhöhung in eine Unterfunktion kommen? Gefressen hat er gestern ganz normal, nur heute Früh war er etwas mäkelig....Ist das"normal"?

Ich bin echt verunsichert....

Viele Grüsse
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Alt 03.12.2018, 15:48   #2
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Standard

Hallo,

solche Schwankungen kommen in der Einstellungsphase recht häufig vor. Und die Erhöhung ist sehr moderat und damit ist es eher unwahrscheinlich, dass er so schnell in die Unterfunktion rutscht.

Die wenigsten Katzen kommen auf Dauer mit 2,5mg am Tag hin und man muss die Dosierung anpassen.

Bei höherer Dosierung steigt aber auch das Risiko von Nebenwirkungen, daher solltest Du das Fressverhalten nun gut beobachten, sollte sich herausstellen, dass er höhere Dosierungen vom Felimazole nicht verträgt, müsste man auf ein anderes Medikament wechseln.
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Alt 03.12.2018, 15:58   #3
Spessartbiene
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Besten Dank für die schnelle Reaktion...

Seit die vorbehandelnde TÄ ihn mit 15mg Vidal. fast über die Regenbogenbrücke gebracht hätte, ist mein Vertrauen diesbezüglich echt erschüttert

Ich werde Moritz genauestens beobachten....
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Alt 03.12.2018, 17:01   #4
Maiglöckchen
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Das kann ich sehr, sehr gut verstehen und Dein Misstrauen ist da auch mehr als berechtigt. Leider passiert das beim Vidalta immer wieder bei dieser hohen Dosierung und leider scheinen viele Tierärzte und auch der Hersteller trotzdem nichts daraus zu lernen.

Bei Fragen - auch zu Alternativen - kannst Du Dich jederzeit melden.
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Alt 03.12.2018, 22:04   #5
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Besten Dank für das Angebot und einen schönen Abend
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Alt 11.12.2018, 16:17   #6
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Hallo zusammen,

ich muß jetzt hier doch noch mal nachfragen, ich habe nämlich leider in anderen Threads nix darüber gefunden:
Ist es sinnvoll die 2x 12-stündige Eingabe -also morgens und abends- von Felimazole in 3x 8-stündigen Abstand zu ändern?
Mein Moritz ist nämlich morgens nach 2,5mg schon echt schlapp und schläft ziemlich viel.
Vielleicht hängt das ja auch mit der Umstellung also mit der moderaten Erhöhung der Dosis morgens zusammen....Ich hab da wirklich die Fragezeichen im Gesicht....
Ich bin auf diese Idee mit der 3-maligen Gabe durch einen Bericht bei den Berliner Stadtkatzen eV gekommen...

Liebe Grüsse in die Runde
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Alt 11.12.2018, 16:23   #7
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Du kannst es durchaus versuchen, wenn Dir das zeitlich möglich ist. Ich weiß auch von anderen Katzenhaltern, die das so praktiziert haben.

In der Anfangszeit der SDÜ-Behandlung bei Katzen wurde das wohl nur so gehandhabt.
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Alt 11.12.2018, 16:29   #8
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Danke für die wieder mal prompte Antwort..
Auf Nachfrage bei der TÄ war deren Antwort leider negativ. Sie würde nix ändern...
Ein Versuch ist es aber wert ....ich muß nur meinen Mann ganz lieb davon überzeugen, denn er müßte Moritz nachmittags die Tablette geben..
Ich kann leider schlecht mal lockere 45 km vom Büro heim fahren und dann wieder ins Büro
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Alt 11.12.2018, 17:03   #9
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Wenn er dann aber trotzdem noch so müde ist, kann es sein, dass er wieder auf dem Weg in die Unterfunktion ist. Das kann leider nach einer Erhöhung der Medis auch recht schnell gehen, jede Katze reagiert da anders.
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Alt 21.01.2019, 22:48   #10
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Guten Abend,
wie schnell kann der Moritz denn in eine Unterfunktion rutschen? Er hatte am Mittwoch einen Kontrolltermin..... alles top! T4 bei 2,7. Leberwerte und Nieren wieder vollkommen ok.
Ich hatte ihn ja auf den 8 std-Rhythmus eingestellt. Das hatte ich der TÄ auch mitgeteilt, was nicht gerade Begeisterung hervorgerufen hat. Ich sollte Moritz vorm kontrolltermin wieder auf die 12 std umstellen , der gleichen Testbedingungen zu den vorangegangenen Kontrollen wegen. Das hat mir schon eingeleuchtet. Jetzt zum Problem: ich soll den 12 std Rhythmus beibehalten. Da das Katerli fit war, schien es kein Problem. Aber...... die vergangenen 3 Tage erscheint er mir müde. Außerdem hat er Durchfall ... das ist doch nicht normal!!! Ich glaube, er verträgt morgens die 2,5 mg nicht☹️☹️ Irgendwie widerstrebt es mir, so als Bauchgefühl, dem armen Kater das weiter anzutun 🙁 muss er denn da wirklich durch? Bin ich da zu panisch???
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Alt 22.01.2019, 19:03   #11
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War er denn mit dem acht-Stunden-Rhythmus besser drauf?

Wenn ja, dann würde ich ehrlich gesagt auf die Meinung der TÄ sch****. Dein Kater, Deine Verantwortung.

Oder mir eben einen anderen TA suchen, der in der Lage ist, auch mal über den Tellerrand zu schauen.

Wir haben bei FB eine SDÜ-Gruppe und da gibt es durchaus auch Katzenhalter, die mit dem 8-Stunden-Rhythmus besser gefahren sind. Es gibt bei SDÜ keine Standard-Behandlung, jede Katze reagiert anders auf die Medikamente. Nur leider scheint das bei den meisten TÄ nicht angekommen zu sein.

Wenn Du generell das Gefühl hast, dass er das Felimazole nicht so gut verträgt, dann wäre ggf. auch ein Wechsel auf ein besser verträgliches Medi zu überlegen. Zum Beispiel auf das humane Carbimazol. Oder auf die Thiamazol-Salbe, die man in die Ohrmuschel einmassiert. Beide Medis lassen sich deutlich feiner als das Felimazole dosieren, so dass du morgens und abends die gleiche Dosis geben könntest. Alternativ kann man Thiamazol auch spritzen, was ebenfalls eine sehr feine Dosierung möglich macht. So therapiere ich jetzt schon die zweite Katze.

Durchfall kann durchaus auch eine NW des Felimazole sein.

Derzeit ist wohl eine kommerzielle Thiamazol-Salbe in der Entwicklung, was ein echter Fortschritt in der SDÜ-Behandlung wäre, da die dann die veterinärmedizinische Zulassen hätte und man nicht immer diesen Eiertanz mit den TÄ hätte.

Geändert von Maiglöckchen (22.01.2019 um 19:06 Uhr)
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Alt 22.01.2019, 22:31   #12
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Liebe Sylvia,
im 8 std Rhythmus ging es Moritz gut...ich stelle ihn darauf auch wieder ein! Warum sollte ich ihm diese Nebenwirkung Durchfall antun, wenn ich weis anders geht’s auch😬 falls das nix fruchtet, dann muss ich über deine Vorschläge der Alternativen nachdenken.... ne ne ne... ich dachte echt, nun ist alles im Lot😬 wie kann ich denn Kontakt zu der SDÜ -Gruppe aufnehmen? GN ist nicht weit von FB entfernt 🤣🤣🤣
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Alt 22.01.2019, 22:37   #13
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Gut so, ich gebe Dir da völlig Recht, wenn es ihm so besser geht, wäre es Quark, auf die TÄ zu hören.

Es sind halt sehr unterschiedliche Dosierungen über den Tag, morgens das Doppelte wie abends, das ist schon ein ziemlicher Unterschied. Ich hatte bislang GsD nur Medis, die man genau mit der gleichen Dosierung morgens und abends geben konnte, aber mittlerweile wird es immer schwieriger, diese Medis zu bekommen - mit Ausnahme des Thyronorm.

Die Facebook-Gruppe findest Du unter Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen, da gibt es nur eine. Ich schalte Dich dann ganz schnell frei

Geändert von Maiglöckchen (22.01.2019 um 22:40 Uhr)
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Alt 22.01.2019, 23:06   #14
Spessartbiene
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Ehrlich gesagt, ich habe mich wegen der unterschiedlichen Dosis morgens und quasi der Hälfte am Abend auch gewundert! Da bietet alle 8 std eine Gabe meiner Auffassung nach einen kontinuierlichen Level an hormönchen😊 da ich ihm zeitversetzt auch noch 1/4 Blutdrucksenker und 1/4 ace-Hemmer gebe, hoffe ich nur, dass sein Magen das mit macht!
Leider bin ich nicht auf Facebook registriert... das müsste ich dann wohl mal in Angriff nehmen😊
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Alt 22.01.2019, 23:21   #15
Maiglöckchen
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Wie schon gesagt, die meisten TÄ kennen sich da nicht so gut aus. Und selbst von Internisten hört man da so manch Kurioses. Hilfreich fand ich es immer, auch mal im Humanbereich bei Schilddrüsenpatienten zu lesen, da sieht man dann sehr schnell, wie unterschiedlich das einfach ist.

Es gibt auch sehr unterschiedliche Wohlfühlwerte bei Katzen. Der einen geht es bei einem T4 von 1,5 super, während die anderen da schon in den Seilen hängen. Meinem Merlin hingegen ging es bei Werten zwischen 3 und 4 am besten, obwohl das schon am Rand der Überfunktion war.

Wieso bekommt Moritz Blutdrucksenker und ACE-Hemmer? Wer hat das verordnet, wart Ihr da bei einem Kardiologen? Oder wurde das wegen der SDÜ verordnet?
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