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Spiel und Spaß ...mit unseren Mitbewohnern

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Alt 23.04.2015, 20:47   #1
Zaphir
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Zaphir
 
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Standard Spielen mit Handicap

Hallo zusammen,

ich brauche mal wieder euren Rat, da ich nicht so recht weiter weiß.

Anfangs dachte ich, dass Sammy ein eher ruhiger Zeitgenosse ist und Tobe-Spiele nicht so mag. Aber der "Laserpointer" hat es ihm wirklich angetan und er spielt sehr gern damit, wenn da nicht ein kleines Problem wäre. Sammy hat auf einem Auge nach einem Verkehrsunfall (das wird zumindest vermutet) nur noch eine sehr geringe Sehstärke, sodass er das Licht auf der Seite nicht wahrnimmt. Dadurch ist er in seinen Reflexen vergleichsweise langsam.

Mein anderer Kater Tom hingegen flitzt durch die Wohnung und kann gar nicht genug von dem Ding kriegen. Totspielen hilft nicht wirklich...weil das bei ihm wohl im wahrsten Sinne des Wortes notwendig wäre. Sammy lässt ihn dann gewähren, weil es ihm einfach zu wild ist, da Tom quasi keine Rücksicht auf Verluste nimmt.

Dann dachte ich mir, dass ich ja dann mit Sammy allein spielen kann, indem ich beide kurzzeitig separiere. Aber das geht auch keine Minute lang gut. Sobald Tom hört, dass ich mit Sammy spiele, macht er Radau. Was wiederum Sammy komplett vom Spielen abhält, da er sich Sorgen um seinen Kumpel macht. Er ist in dieser Hinsicht unglaublich mitfühlend.

Habt ihr Ideen, wie ich auch mit Sammy ordentlich spielen kann?
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Alt 23.04.2015, 21:53   #2
nicker
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nicker
 
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Standard

Meine beiden Piraten bzw. Halbpiraten (Nicki, das Sternchen, war auf einem Auge blind; Moody, unser Halbpirat hat wohl noch etwas Sehkraft auf dem linken, beeinträchtigten Auge) spiel(t)en eigentlich ganz normal.

Nicki hatte sich sehr gut an das zweidimensionale Leben gewöhnt; er lebte bei uns, seit er geschätzte zwei Jahre alt war, und bis er an Krebs verstarb. Da er aus schlechter Haltung stammte, musste er das Spielen mit Katzenspielzeug und Angeln usw. erst lernen, aber er hat bis ins hohe Alter gespielt und mit Begeisterung auch seine drei Weiber gejagt und mit ihnen bei Bedarf gerauft.

Moody ist da deutlich vorsichtiger und zurückhaltender. Er spielt sehr gern und erbeutet und tötet vor allem (die eilige Zweifaltigkeit *gg*) die Dreamiestüten, die Mitkatze Mercy von oben aus dem Regal kippt, so dass beide an die Beute kommen und Leckerlie fressen. Mit der Angel spielt Moody auch gern, aber er springt nicht so waghalsig wie Mercy (= unsere einzige wirklich gesunde und nicht behinderte Katze) von jetzt auf gleich auf das Regal oder den Kleiderschrank, sondern muss optisch taxieren, wo er hinspringt (er kann gut und weit springen, wenn er weiß, wo das Ziel ist!). Moody springt lieber frei nach der Beute, also einfach vom Fußboden hoch und tatzelt dann nach der schwingenden Angel.

Nicki hatte kein Problem, in der Gruppe zu jagen, und Moody hat es eigentlich auch nicht. Moody ist manchmal von Mercy irritiert, die extrem draufgängerisch und mit lautem Miauen ebenfalls auf die Angel losgeht, und zieht sich dann zurück.

Ich frage mich, ob Clickern für Sammy eine Option wäre, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen, auch gegenüber Tom, damit Sammy dann auch die Angelspiele besser meistern kann.

Beispiel:
Als Nicki eingeschläfert werden musste und unsere Katze Nine frisch verwitwet war, also bevor ihr neuer Gatte Moody einzog, habe ich mit Nine viel geclickert in ihrer Tonne. Die Kratztonne hat fünf Löcher und Ebenen innen, die miteinander verbunden sind, also man kann vom untersten Loch der Tonne zum obersten innen hochklettern. Das habe ich mit Nine geübt,und es hat ihr sehr viel über die Trauer hinweg geholfen, und sie macht es immer noch sehr gern.
Seit Moody da ist, ist Nine ohnehin viel mehr aufgelebt, die zwei lieben sich innig und sind unzertrennlich. Aber das ist ja nicht dein Thema.

Ich wüde insofern probieren, ob und was Sammy - allein! - mit Clickern machen mag und ob es ihm mehr Selbstvertrauen auch beim Angeln gibt. Das Clickern sollte sich auf einen Katzenpfad, den du z. B. aus den Stühlen vom Esstisch zusammenbaust, oder übers Sofa oder so erstrecken, also nicht direkt mit der Angel zusammen hängen, sondern mit Klettern/über Bretter gehen/hochspringen. Eben Sachen, die er einäugig gut bewältigen kann.
Ein Beispiel wäre: Sammy springt auf den einen Stuhl, du clickst, er kriegt ein Leckerli, dann springt er auf den daneben stehenden Stuhl, den du in etwas Abstand hingestellt hats, du clickst, er kriegt ein Leckerli, er springt auf den Tisch, du clickst, er kriegt ein Leckerli, er läuft über den Tisch auf die andere Seite, springt runter auf den dortigen Stuhl, du clickst.... usw.

Tom sollte während dieser Zeit ausgesperrt bleiben und ggf. - so vorhanden - von einem anderen Haushaltsmitglied (dein Schatzi?) ähnlich bespielt werden, bis Sammy mit dem Clickern sicher ist und Tom dazu kommen kann. Das kann einige Wochen dauern! Aber während du (dann) Sammy beclickerst, kannst du Tom mit Leckerli ruhig stellen, also dass er was abkriegt (natürlich nur sporadisch, also deutlich weniger als Sammy, einfach als Beschäftigung!), während Sammy sein Clickerprogramm absolviert.

Hört sich vielleicht kompliziert an, ist aber letztlich deutlich einfacher, als es wirkt!

Die Sehbehinderung spielt im Grunde die geringeste Rolle!
Soviel habe ich von meinen Handicats schon gelernt!

LG
__________________
LG
tini & das Ori-Konzert

Handicats: sie sind nicht perfekt, aber glücklich!
(c) handicapkatzen.info
nicker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2015, 05:15   #3
Zaphir
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Zaphir
 
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Standard

Hallo nicker, danke für die Tipps. Aber sie bringen mich leider nicht weiter in dieser speziellen Situation. Wie oben geschrieben kann ich die beiden nicht separieren; könnte ich es, wäre ja mein Problem nicht vorhanden, da ich dann vollkommen unproblematisch mit Sammy Angel- oder Laserspiele machen könnte.
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