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Alt 05.11.2017, 17:32   #1
Manu_Ela
Neuling
 
Registriert seit: 2017
Beiträge: 2
Standard Unsere Katze wird immer aggressiver

Hallo :-)

Wir haben die Hoffnung uns kann jemand helfen oder uns Tipps mit unserer Katze geben.
Unsere Katze Molly 2 1/2 Jahre alt (Unruhestifter zu Hause) und unser Kater Balou 1 1/2 Jahre alt (Liebster Kater auf der Welt ).
So fing die Geschichte an:

Wir entschieden uns für eine Katze, die Mutter von Molly ist eine Wildkatze die aber seit einem Jahr bei der Familie drinnen lebte. Molly kam mit 9 - 10 Wochen zu uns. Wir wohnten damals im 1 OG auf 70 qm und Molly musste drinnen bleiben, nachdem sie uns oft zeigte das ihr langweilig war (Müllsäcke kaputt machen, Essen vom Tisch ins Bett bringen, aber auch schlimmere Sachen wie aufs Sofa machen obwohl sie stubenrein war ) wurde uns klar : diese Katze muss Freigang haben. Wir sind daraufhin in die Wohnung unten (etwas kleiner aber dafür mit Freigang gezogen). Molly war zu dem Zeitpunkt ein Jahr alt und NOCH der Typ Katze: nicht immer kuscheln aber auf dem Arm nehmen ist okay, du darfst mir nahe sein, ich tu dir nichts.
Als Molly Freigang hatte war sie glücklich, war aber auch fast nicht mehr zu Hause, vielleicht 3-4 Stunden am Tag. Als sie 1 1/2 Jahre alt war entschieden wir uns für einen Kater (Balou). Er kam als Baby 9 Wochen zu uns und auf Anhieb war auch Molly mehr drin, nach etwas fauchen und gezicke verstand sie sich relativ schnell mit ihm, spielte mit ihm, zeigte ihm Grenzen und ging weg wenn es zu viel wurde.

Und dann irgendwann begann es: Molly fing erst an mich anzufauchen.. immer dann wenn sie raus wollte und ich noch sitzen blieb und nicht sofort aufsprang. Sie knurrte sah mich an. Wenn ich dann zur Tür bin knurrte sie mich weiter an. Am Anfang fanden wir es noch okay. Irgendwann wurde es immer schlimmer, sie fauchte mich IMMER an wenn sie vor der Tür stand, auch wenn ich sofort hin bin. Später auch meine Partnerin. 2 mal wollte sie mich sogar anspringen, da wurde es auch mal lauter - aber NEIN unsere Katze wurde nicht von uns geschlagen. Die üblichen Methoden mit Wasserpistole machten sie nur noch wütender. Auch unseren kleinen Kater ließ sie zum Schluss links liegen.
Umzug! Wir kauften uns ein Haus auf einem Dorf, viel viel Platz und Molly musste mit! Nachdem wir sie mit 3 Leuten und einer Decke einfangen konnten ging es los! ( man konnte sie vorher schon nicht mehr auf den Arm nehmen). Nach dem Umzug war alles anders.. Balou freute sich und Molly nach etwas Eingewöhnungsphase auch. Auch die Katzen verstanden sich wieder super. Putzen sich ab und zu gegenseitig, spielten. Molly knurrte NICHT mehr! Alles schien perfekt, als hätte ihr das unsanfte in den Käfig sperren gezeigt wer der ^Chef^ ist.

Alles war perfekt bis zu einer Nacht vor ca 2 Monaten.
Wir lagen im Bett / die Katzen dürfen mit aufs Bett wenn sie wollen. Auf einmal hören wir es nur noch schreien und knurren und die Katzen tobten übers Bett. Nachdem wir um 3 Uhr morgens hell wach waren wussten wir nicht was los war - ABER Molly knurrte und wollte raus, seitdem knurrt sie wieder wie früher, unser Kater darf nur beim Essen neben ihr sitzen ansonsten greift Sie ihn an. Springt er aufs Bett auf dem sie liegt fängt er sich gleich ein paar. Kommt er im falschen Moment um die Ecke, fängt er sich ein paar. Es ist total Sünde, unsere Katze hasst unseren Kater.. und er legt sich heimlich zu ihr wenn sie schläft bzw. mag den Raum nicht betreten in dem sie ist und jault dann nur.
Balou war als Baby sehr verspielt und Molly war manches mal genervt, mittlerweile muss man sagen ist er sehr ruhig und will den ganzen Tag nur kuscheln.
Wir wissen einfach nicht weiter, Molly ist wieder sehr aggressiv, knurrt und beißt sogar wenn wir uns im Bett bewegen in die Füße, deshalb hat sie Schlafzimmer verbot. Wir haben einfach Angst, dass sie uns im Schlaf angreift wenn wir nicht mitbekommen das sie raus möchte.
Auch dieses : Man muss der Katze beibringen geduldig zu sein,.. sitzen bleiben oder ignorieren... nach einer Woche ohne Schlaf hält die Katze immer noch durch!
Wir leiden, unser Kater leidet und Molly ist auch verändert.

Beide sind sterilisiert, beide bekommen gutes Futter aus der Tierhandlung (happycat) sind körperlich im gesunden Zustand.
Beim letzten Check up kam die Tierärztin zu uns, legte Molly schlafen und impfte sie etc (anders absolut nicht möglich), noch voller Narkosemittel wollte Molly mich angreifen als ich sie zudecken wollte.
Sie können fast immer raus, haben auch ein großes Haus um sich aus dem Weg zu gehen. Nichts hat sich verändert. Und trotzdem wird’s immer schlimmer..
Manu_Ela ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 05.11.2017, 19:15   #2
potatoiv
Forenprofi
 
Registriert seit: 2016
Beiträge: 1.544
Standard

Hallo!

Also ich denke nicht, dass ihre Mutter eine echte Wildkatze war- habe mich mit diesem Thema eingehend beschäftigt und da mein Bruder Förster ist, weiss ich durch ihn auch einiges darüber: Wildkatzen sind extremst scheu und NIEMALS zahm zu bekommen- auch nicht über jahrlange Gefangenschaft- auch nicht, wenn ihre Jungen und deren Jungen schon in Gefangenschaft geboren wurden- deshalb sind sie nicht zu domestizieren- unsere Hauskatzen stammen auch mehr von der Falbkatze ab- weil eben die europäische Wildkatze nicht zu zähmen ist....man hört das immer wieder von Leuten, über die angebliche Wildkatze, aber das ist wirklich Blödsinn....wahrscheinlich war sie halt eine getigerte Streunerin....das ist sicher nicht der Grund, warum eure Mietze so ist, wie sie ist.
Viel mehr fällt mir auf, dass ihr beide Katzen viel viel zu früh von der Mutter getrennt habt....auch wenn es die Leute nicht gerne hören und es noch immer oft so gehandhabt wird und auch manchmal gut gehen kann- es fehlen eben die entscheidenden Wochen, wo die kleinen Katzen die wichtige Phase der Sozialisation durchmachen- sie lernen da eben den Umgang mit anderen Katzen, aber auch mit Menschen, wenn vorhanden- eben, dass man nicht willkürlich beisst und kratzt und weiss, wann es gut ist....
Dass sie den Kater, als er kleiner war noch akzeptiert hat, ist ja schön, aber leider gibt es oft Probleme zwischen Katze und Kater- und mir sieht es sehr danach aus, als wäre das bei euch der Fall- auch wenn ihr schreibt, eurer Kater ist ein ganz ein lieber....Katze und Kater spielen anders und Katzen können sich durch Kater leicht bedrängt fühlen...deshalb sind gleichgeschlechtliche Paare empfehlenswerter....man weiss auch nicht, was sie draussen im Freien für Erfahrungen mit Katern gemacht hat...auch das kann mitspielen...
Dann fällt mir noch deine Wortwahl auf- mit Wasserspritze " strafen", ihr zeigen, wer der Chef ist....das sagt einfach irrsinnig viel über eure Einstellung und ich kann euch sagen, auch wenn ihr das nicht böse gemeint habt und es natürlich schrecklich für euch ist, wenn eure Katze faucht und knurrt und mal in die Füsse beisst- eure Katze wird euch all das irrsinnig übel nehmen- die merken sich das und das Vertrauen ist für lange oder immer dahin....Katzen sind sehr eigensinnige, eigenständige Tiere, die sich, wie alle anderen Lebewesen auch, nicht so erziehen lassen- ihr macht sie dadurch nur noch aggressiver...
Wenn ihr eine liebe Katze wollt, dann nicht durch Strafen und ihr zeigen, wer der Boss ist, sondern durch liebevollen Umgang ( auch bei Fehlverhalten- liebevoll konsequent unterbinden)....so wie bei Kinder ja auch...ich kenne niemanden, der durch solche Methoden zu einem besseren Menschen geworden ist---eher das Gegenteil....
Mir klingt es irgendwie so, als wäre eure Katze durch irgendetwas traumatisiert- wenn sie mal zahm und lieb war und jetzt nicht mehr und wirklich auch gesund ist, dann kann eigentlich nur irgendetwas passiert sein, warum sie sich so entwickelt hat.
Ihr schreibt, der Tierarzt kam zu euch impfen- ihr solltet sie wirklich einmal gründlichst untersuchen lassen- Aggression kann auch ein Zeichen von Krankheit sein- mit Blutbild und allem drum und dran...
wenn sie dann gesund ist, solltet ihr wirklich versuchen, langsam und liebevoll wieder Vertrauen aufzubauen....eventuell wäre es gut, wenn ihr euch dazu Hilfe von Fachleuten holt- wie einem Tierpsychologen....
Alles Gute,
Eva
__________________
potatoiv ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2017, 22:00   #3
Lotte2001
Erfahrener Benutzer
 
Lotte2001
 
Registriert seit: 2015
Beiträge: 248
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Hallo,

du schreibst "beide sind sterilisiert".
Sind die beiden tatsächlich "nur" sterilisiert und nicht kastriert?

Ich könnte mit vorstellen, dass die Katze dann evtl. auch aus hormonellen Gründen so schlecht auf den Kater zu sprechen ist!?
Lotte2001 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2017, 08:48   #4
Irmi_
Forenprofi
 
Irmi_
 
Registriert seit: 2017
Ort: Vorarlberg
Beiträge: 3.311
Standard

Hi.

Ich habe den Eindruck, dass Molly gelernt hat: Knurren und böse sein -> ich bekomme, was ich will
Das hat sich leider schon über die Jahre eingeschliffen, Umlernen wird sehr langwierig werden.
Jetzt muss sie lernen: Knurren bringt nix.
Ich würde von heute auf morgen auf Knurren und böse sein nie wieder reagieren. Wenn sie aufgehört hat mit Knurren noch ein bisschen warten und erst dann bekommt sie was sie will. Wenn sie tätlich wird, müsst ihr Euch besonders am Anfang schützen, z. B. Geschlossene Hausschuhe und dicke Hose anziehen.

Außerdem würde ich an Eurer Stelle über eine Katzenklappe nachdenken. Es gibt auch Chipklappen, die nur die eigenen Katzen reinlassen und man kann die meisten Katzenklappe auch auf "nur raus" usw. stellen. Für Passivhäuser gibt es auch besonders gut isolierte.
__________________
Grüße,
Magdalena mit den Plüschies und der tollen Patenkatze GroCha's Irmi


Einzelkatzen-Erfahrungen
Irmi_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2017, 10:38   #5
Goldeneye
Forenprofi
 
Registriert seit: 2016
Ort: Am Bodensee
Beiträge: 1.100
Standard

Naja scheinbar wird die Katze immer agressiver weil sie bestraft wird.
Eine Katzenklappe finde ich auch nicht schlecht, jedoch würde ich ihr auch draußen einen Schlafplatz einrichten damit sie Abstand bekommt und sich wieder beruhigen kann.

Waren die Vorfahren Wildkatzen oder verwilderte Katzen?
Nicht dass man sich da nur falsch ausgedrückt hat.
Goldeneye ist offline   Mit Zitat antworten
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