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Alt 02.02.2020, 12:56
  #1
Usambara
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Usambara
 
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Ausrufezeichen Rolling Skin Syndrom/RSS - Was tun?

Auf Anregung von @pfotenseele möchte ich diesen Thread eröffnen, weil RSS auch felines Hyperästhesiesyndrom genannt gar nicht so selten vorkommt, bzw. m.E. falsch eingeschätzt wird.
Da viele Ursachen für diese Krankheit in Frage kommen, wäre es sinnvoll, dass in diesem Thread Betroffene ihre Fragen, Erfahrungen zu Diagnosen, Therapieansätzen, Behandlungsverläufen usw. teilen.

Da im folgenden Beitrag von Dipl. Tierarzt Sabine Schroll die wichtigsten Informationen zusammen gefasst sind, verlinke ich den in diesen Thread.


Hektisches Zucken mit der Rückenhaut, Schwanz schlagen und mit riesengrossen Pupillen wie von der Wilden Jagd verfolgt durch die Wohnung rasen – so oder ähnlich kann sich diese nach wie vor
rätselhafte Erkrankung der Katze präsentieren.
F. H y p e r ä s t h e s i e S y n d r o m

Die grossen Unklarheiten werden auch schon mit der Bezeichnung Syndrom deutlich – denn ein Syndrom ist im Grunde nur ein grosser Topf, in dem häufig gemeinsam auftretende Symptome zusammengefasst werden, von denen auch nicht endgültig klar ist, ob sie eine gemeinsame Ursache haben oder gar zu völlig unterschiedlichen Störungen gehören.Hyperästhesie bedeutet ganz allgemein Überempfindlichkeit für Reize – entweder von aussen kommende wie Berührungen oder innen kommende wie Missempfindungen.
Zusammengefasst geht es beim FHS um alle Symptome, die einer gesteigerten krankhaften - Empfindlichkeit der Katze zugeordnet werden.

Welches sind die typischen Symptome?
Die Rückenhaut der Katze beginnt wellenartig zu zucken – auch als rolling skin bezeichnet, sie macht peitschende Bewegungen mit dem Schwanz, sieht sich oft nach hinten zur Flanke oder zum Schwanz um, putzt sich hektisch vor allem an der Flanke und am Schwanz, rennt schliesslich panisch davon. Die Pupillen sind oft sehr stark geweitet und einige Katzen haben ganz offensichtlich optische oder geruchli-che Halluzinationen, schnuppern intensiv und wiederholt, starren ihren Schwanz an oder in den Raum. Anstelle der rasenden Flucht kann das Anstarren auch in defensive Aggression mit Fauchen, Knurren, oft sogar Spucken und Angreifen des Schwanzes oder der Flanken übergehen. Wenn man versucht die Katze davon abzuhalten kann sie die Aggression auch gegen den Menschen richten.

Hier weiter lesen...

Geändert von Usambara (12.02.2020 um 20:30 Uhr)
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Alt 02.02.2020, 13:13
  #2
Max Hase
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Dann stelle ich mal das Möhrchen vor.
Geboren 2010, verhuscht und halb verhungert am Stall aufgeschlagen.
2011 kastriert, lebte sie in Kuschelrunde mit Tante Luna und Onkel Alfred.
Alfred starb 2014, sie hat sehr geweint, das war ihr Freund und Raufpartner.

2015 verschwand sie für drei Wochen, passte genau zu den Werksferien hier, kam halb verhungert wieder. Da hat es angefangen, Zuckungen auf dem Rücken teilweise Wellen den Rücken runter gehend, dann auch anfallsartiges hin und her galoppieren. Flohmittel brachten keine Besserung.
Gefüttert wurde Aldi besser (Topic, zucker- und getreidefrei) und Trockenfutter.

2018 verschwand sie wieder, nach 10 Wochen tauchte sie wieder auf, sah aus wie der Tod auf Latschen. Kurz danach war sie wieder weg, kam ein paar Tage unregelmäßig, dann gar nicht mehr. Neu auf dem Hof waren ein junger Rottweiler und ein Hallenbau. Und den dicken Stallkater hat sie nie geliebt.
Durch Zufall fand ich sie wieder am Heulager, zum Hof und Tante Luna wollte sie nicht zurück. Nach ein paar Tagen nahm ich sie mit, weil sie sehr ängstlich war und unregelmäßig kam.

Tante Luna wohnte inzwischen auch bei mir, dazu ein 12jähriger Kater und eine sehr alte, aber gut sozialisierte Katze. Sie fügte sich gut ein und mutierte innerhalb von sechs Monaten zur Kuschelkatze - Bei mir. Andere sehen sie nicht da sitzt sie 2,30 Meter hoch im Regal.
Sie geht raus, aber nur nachts heimlich und nicht weit.
Die Häufigkeit der Anfälle sah ich jetzt erst, aber sie wurden weniger. Gefüttert wurde damals Bozita, später Hühnchen plus Supplement.

Den letzten Anfall hatte sie im Oktober, als ich ins Krankenhaus musste. Und jetzt, als ich in großer Sorge um den dicken Stallkater war.
In solchen Situationen klaut sie auch meine Socken, sonst nicht.


Da ich sie nur sediert in eine Tierarzt Praxis bekomme, und die befreundete Pferdedoktorin sie wie andere Besucher auch nicht zu sehen bekommt, lasse ich es mit stressarmem Ambiente und Barf erst mal laufen.
Das Ableben des Katers und der Katze und meinen Stress in dem Zusammenhang sowie den Neuzugang eines Opikaters hat sie ohne Verschlechterung weggesteckt.

Geändert von Max Hase (02.02.2020 um 13:29 Uhr)
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Alt 02.02.2020, 18:33
  #3
pfotenseele
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Ich stelle meinen Atreyu vor:

- ALTER: fast 3 jahre alt

- RASSE: vermutlich Coonie-Mix, langhaarig

- VORERKRANKUNGEN:
- Chronisches Reizdarmsyndrom, Bindemittelunverträglichkeit, z.z. unter Kontrolle, keine Symptomatk
- Herpes in Augen seit 1 Jahr, oft rezidivierend, Schübe alle 1-2 Monate
- RSS seit ein paar Monaten, vermehrtes Auftreten nach einem Herpes-Schub

- CHARAKTER: massiv überempfindlich auf Geräusche, sehr stressempfindlich und sensibel, z.T. ängstlich
Sehr enge Bindung und Vertrauen zu mir, reagiert auch auf meine Emotionen/Stress

- HALTUNG: lebt mit einem anderen Kater zusammen, sehr harmonisch. Gesichertes grosses Freigehege im Garten

- BERUEHRUNGSEMPFINDLICHKEIT: keine, auch nicht am Rücken

- BISHERIGE MASSNAHMEN:
- Homöopathie
- Zylkene (hochdosiert 2 Kapseln/Tag) gegen Stress
- striktes Einhalten seiner Rituale, fester Tagesablauf

Atreyu war seit Kittenzeit gesundheitlich belastet. Ueber 1 Jahr habe ich gegen sein Reizdarmsyndrom gekämpft, das jetzt im Griff ist. Atreyu reagiert auf alle Medikamente mit Durchfall, dazu macht er sog. paradoxe Reaktionen auf fast alle Mittel.
Vor einem Jahr landeten wir dann das erste Mal im Notfall mit komplett zugeschwollenem Auge. Er wurde zuerst fehldiagnostiziert, es folgten weitere Notfälle bis dann die Diagnose schwerer Herpes in den Augen mit massiven Hornhautläsionen stand. Ein halbes Jahr habe ich um sein Augenlicht gekämpft, was bedeutete, dass ich 9 Mal pro Tag seine Augen lokal behandeln musste. Das bedeutet natürlich Stress pur, auch wenn er sehr tapfer und kooperativ ist. Herpes ist auch sehr schmerzhaft und da er auf 2 Schmerzmittel allergisch reagierte, bekommt er jetzt bei einem Schub Morphium, was er gut verträgt (im Gegensatz zu Tolfedine und Metacam).
Vor ein paar Monaten fing das das RSS an und zwar heftig. Richtige Anfälle mit Panik, wie verfolgt rasen, beissen in Hinterläufe, hektisches Lecken und Putzen, Schwanzzucken (ein Rollen des Felles sieht man nicht, da er langhaarig und extrem plüschig ist). Wenn Atreyu einen Anfall bekommt, rast er sofort vom Garten in die Wohnung. Nach einem Anfall legt er sich erschöpft hin.
Zuerst bekam er so alle 2-3 Tage einen Anfall, dann jeden Tag, dann mehrere pro Tag bis zu 5. Atreyus Homöopathin verordnete dann ein neues Mittel für ihn und ein Akutmittel. Die Anfälle nahmen dann stark ab und er hatte sogar eine Zeit lang Ruhe.
Nun hat es wieder eingesetzt. Ich beobachte das RSS im Zusammenhang mit einem Herpes-Schub; wenn er einen Schub hat und ich auch wieder dementsprechend viel seine Augen behandeln muss, tritt das RSS wieder auf.
Es werden ja multiple Faktoren/Auslöser für das RSS vermutet. In Atreyus Fall sehe ich einen neurologischen Zusammenhang; das Herpes sitzt ja in den Nervenbahnen und vielleicht sind auch andere Nerven wie z.B. die Rückennerven betroffen. Zudem ist der Stress und die Schmerzen eines Herpes-Schubs und die leider wieder dazugehörenden Behandlungen der Augen auch wieder Stress.

MASSNAHMEN bei einem RSS-Anfall: ich arbeite mit Ablenkung. Wenn er ganz panisch ist, wirkt es nicht sofort, erst wenn es langsam abebbt. Ich nehme Leckerchen und werfe sie in seine Richtung, sodass die Aufmerksamkeit und der Jagdtrieb aktiviert wird.

NEUE MASSNAHMEN/THERAPIE-ANSATZ: Ich habe seit einer Woche den Versuch gestartet mit CBD-öl. Atreyus extreme Stressemfindlichkeit bekomme ich nur mit Zylkene nicht in den Griff. Ich sehe im Stress-Management ein grosses Potential, was sowohl den Herpes wie auch das RSS anbetrifft. Atreyu bekommt z.z. 1 Tropfen CBD-öl/Tag, die Dosierung ist noch sehr gering. Ich denke mir, dass er morgens und abends 1 Tropfen braucht. Das CBD für Katzen sollte keine Terpene und Phenole enthalten und da hab ich eines spezifisch für Katzen gefunden.
Zudem bekommt er jetzt ein neues homöopathisches Mittel.
Zur generellen Stärkung der Nerven bekommt er wieder Vitamin B-Komplex und etwas Katzenkralle-Tee ins Futter.

Geändert von pfotenseele (02.02.2020 um 18:47 Uhr)
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Alt 02.02.2020, 20:12
  #4
Max Hase
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@ Pfotenseele
Stimmt, nach einem Anfall ist Möhrchen auch immer erschöpft, braucht aber einen Moment, bis sie zur Ruhe kommt, schläft dann ausgiebig.
Ablenken kann ich sie nicht. Das verhuschte Huhn hat vor allem Angst. Anderer Klang des Schlüsselbundes, Aufschlagen des Müllbeutels, ich in Mantel statt Jacke usw.
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Alt 02.02.2020, 22:07
  #5
pfotenseele
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Da haben wir mal eine erste Gemeinsamkeit; die extreme Geräusch-Empfindlichkeit.
Atreyu reagiert auch sogar wenn ich eine andere Hose anhabe.
Ich führe jetzt wieder Protokoll. Das finde ich wichtig, um einen Ueberblick zu haben und auch, ob und wieviel ein neuer Therapie-Ansatz bringt.
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Alt 02.02.2020, 22:12
  #6
Usambara
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Zitat:
Zitat von pfotenseele Beitrag anzeigen
Da haben wir mal eine erste Gemeinsamkeit; die extreme Geräusch-Empfindlichkeit.
Atreyu reagiert auch sogar wenn ich eine andere Hose anhabe.
Ich führe jetzt wieder Protokoll. Das finde ich wichtig, um einen Ueberblick zu haben und auch, ob und wieviel ein neuer Therapie-Ansatz bringt.
Sehr interessant...Maja faucht zum Teil ungewohnte Dinge an.
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Alt 02.02.2020, 23:04
  #7
pfotenseele
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reagiert Maja "nur" auf optische Dinge? Hatte sie das von klein auf (falls du sie schon als Kitten adoptiert hast)?
Atreyu war schon als Kitten so extrem empfindlich auf Geräusche. Der Fratz liegt z.b. in ca. 30 Meter Luftlinie im Garten und schläft tief. Ich gucke oben zum Fenster hinaus (ohne einen Mucks natürlich) und Atreyu wacht sofort auf und guckt direkt zu meinem Fenster! Kein suchender Blick, er weiss, wo er hingucken muss und das aus dem Tiefschlaf. Deutet schon auf eine sehr schnelle Reizleitung des Nervensystems, oder?
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Alt 03.02.2020, 07:23
  #8
Max Hase
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Geräuschempfindlich ist Möhrchen im Sinne einer allgemeinen Wachsamkeit. Die ist ständig mehr unter Strom als die anderen und nimmt halt kleinste Veränderungen als besorgniserregend wahr.

Gestern Morgen lag ein Schlappen von mir auf dem Kopf, schwarze Sohle oben. Form und Farbe so für sie nicht zuzuordnen. Katzen sind ja Bewegungsseher.
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Alt 03.02.2020, 10:52
  #9
pfotenseele
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Ja, wenn ein Katzi viel mehr wahrnimmt und dazu noch als bedrohlich empfindet, steigt die konstante Wachsamkeit. Und das bedeutet auch einen stetig hohen Stresspegel.
Gestern Abend bekam Atreyu wieder einen Anfall, mittel schwer. Diesmal hab ich mit Geräuschen abgelenkt, ein feines Trommeln mit meinen Fingernägeln gegen den Tisch. Hat ganz gut funktioniert, nach ein paar Sekunden kam er runter. Dann bekommt er danach immer etwas leckeres Futter
Was mir noch auffällt, Atreyu bekommt seine Anfälle nur abends/nachts

Geändert von pfotenseele (03.02.2020 um 13:33 Uhr)
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Alt 03.02.2020, 19:47
  #10
Usambara
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Zitat:
Zitat von pfotenseele Beitrag anzeigen
reagiert Maja "nur" auf optische Dinge? Hatte sie das von klein auf (falls du sie schon als Kitten adoptiert hast)?
Atreyu war schon als Kitten so extrem empfindlich auf Geräusche. Der Fratz liegt z.b. in ca. 30 Meter Luftlinie im Garten und schläft tief. Ich gucke oben zum Fenster hinaus (ohne einen Mucks natürlich) und Atreyu wacht sofort auf und guckt direkt zu meinem Fenster! Kein suchender Blick, er weiss, wo er hingucken muss und das aus dem Tiefschlaf. Deutet schon auf eine sehr schnelle Reizleitung des Nervensystems, oder?
Ja, so, wie du sein Verhalten beschreibst, klingt das sehr danach.

Nein, nein, bei uns ist es ganz anders....ich glaube, dass ich das schon in dem anderen Thread geschrieben hätte?

Maja hat diese Anfälle seit ca. einem Jahr und ich habe sie überhaupt nicht als RSS eingeordnet, mich auch nie damit befasst.
Vor einem Jahr hat sie ihren Raufkumpel in unserer Katzengruppe verloren und ich habe das darauf geschoben, dass sie unterfordert und gelangweilt ist, weil sie insgesamt ruhiger geworden ist, seit Manni nicht mehr da ist.

Das Fellrollen hat sie eigentlich immer schon, nur kamen im letzten Jahr die Rennanfälle dazu....sie rollt und zuckt mit dem hinteren Rückenfell, rennt pötzlich nach draußen in die offenen Diele, rennt mehrfach den Kratzbaum in der Diele hoch und runter, gibt tiefe Töne von sich, Ohren hinter, leicht irrer Blick und putzt sich dann hektisch.
Beobachten konnte ich das ca. 2 x die Woche. (während ich zu Hause war)

Seit einiger Zeit (paar Wochen) stellte ich fest, dass sie aus dem Stand nicht mehr, bzw. unsicher hoch sprang.. (Küchenplatte, Kratzbaum vom Boden aus)
Termin beim Tierarzt gemacht und zwischendurch hat es bei mir Klick gemacht, dass das Verhalten keine Macke ist, sondern auf RSS hinweist.
Hab dann einiges darüber gelesen und mir fiel es wie Schuppen von den Augen.

Beim Tierarzt habe ich alles genau beschrieben, der hat mir dann erstmal verschiedene Ursachen genannt....(Vorstufe zur Epilepsie, Toxoplasmose...die konnte ich aber auschließen, da wir vor 4 Jahren einen Test gemacht haben)
Ok, ich wollte ja sowieso röntgen und Blutwerte ermitteln lassen.

Nieren, Entzündungswerte wurden sofort genommen, alles ok.

Röntgen hat dann leider die Ursache an Tageslicht gebracht....

Spondylose an der Wirbelsäule.
Ein bereits überbrückter, reaktionsloser steifer Wirbel im HWS-Bereich und ein aktiver Bereich im hinteren LW, sowie eine Absprengung im mittleren LW Bereich.
Die hintere Spondylose ist damit aller Wahrscheinlichkeit nach der Auslöser für diese Anfälle, die ich leider völlig falsch eingeschätzt habe.

Im Moment bekommt sie von mir Zylkene und vom TA eine 4 wöchige Hyalutidin Kur.
Dann werden wir sehen, was wir weiter tun.
Die letzten Tage hatte sie keinen Anfall, ich habe aber auch 3 Tage Onsior(Freitag bis Sonntag) gegeben, um zu sehen, ob sich etwas ändert.
Was ich bemerke, dass ihr die Zylkene sehr gut tun. (an verschiedenen Verhaltensänderungen)

Vorrangig gilt es jetzt für uns, die Spondylose in den Griff zu bekommen.

Geändert von Usambara (03.02.2020 um 20:09 Uhr)
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Alt 04.02.2020, 11:05
  #11
pfotenseele
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Das ist natürlich eine heftige Diagnose
Somit dürfte die Ursache/Auslöser bei euch bekannt sein.
Der Unterschied zwischen Maja und Atreyu bei einem Anfall ist die Lautäusserung. Atreyu miaut nie, das läuft alles still ab (abgesehen von den lauten Geräuschen des Schlagens der Hinterläufe auf den Boden, er klopft dann wie ein Hase).
Atreyus Augen sind sich am erholen und ich kann seit 4 Tagen die Augenbehandlungen reduzieren (auf 3-4/Tag). Sein RSS intermittiert seither; einen Tag RSS, einen Tag kein Anfall.
Wenn ich deinen Post so durchlese, überlege ich mir mal, beim nächsten Herpes-Schub über mehrere Tage Schmerzmittel zu geben (ist halt heftig, weil er nur Morphium verträgt). Hat er dann weniger Anfälle, steht vielleicht die Schmerzsymptomatik mehr im Vordergrund als der Stress (bzgl. RSS)

Geändert von pfotenseele (04.02.2020 um 11:09 Uhr)
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Alt 07.02.2020, 21:31
  #12
pfotenseele
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Laut meinem Protokoll hatte Atreyu seit 5 Tagen kein RSS
Ich hatte fast gleichzeitig ja wieder begonnen, seinem Futter Vitamin B komplex beizufügen angesichts der starken neurologischen Komponente.
Ob es einen Zusammenhang gibt, ist zwar nicht bewiesen, aber ich denke, das Vitamin B tut ihm sehr gut
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Alt 25.03.2020, 12:09
  #13
Delora
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Bei Frieda ist es ähnlich wie bei Atreyu. Sie klopft aber nur selten, meist putzt sie sich sehr gestresst (inkl. leichtem beißen) in der Flanken und Schwanzregion und peitscht dann durch den Raum, kehrt wieder zurück, beißt und leckt wieder, rennt wieder los.

Ich kann sie mit Leckerli-Werfen ablenken, maunzen tut sie dabei nicht. Ich finde halt keinen Auslöser. Gerade hatte sie wieder eine Attacke (wobei die immer nur eine Minute dauern), Lotti liegt derweil schlafend an der Heizung und ich sitze hier am Computer. Kein ungewohntes Geräusch, keine Bewegung, kein Geruch... die Gartentür ist tagsüber immer geöffnet, seitdem es sonnig ist, daher ist es etwas kälter als gewöhnlich. Frieda war heute früh aber schon draußen und hat die Nacht durchgeschlafen. Nachts hat sie diese Attacken eher nicht, aber oft eine Nachmittags und eine Vormittags.

Ich werde wohl mal Vitamin B-Complex versuchen.

Sie hatte letztens eine FORL-OP und ich hatte eigentlich gehofft, dass die Anfälle nun weniger werden, da sie jetzt keine Schmerzen mehr hat. Aber leider hat das gar nichts geändert.
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Alt 25.03.2020, 13:10
  #14
Usambara
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Hallo Delora,
wie alt ist Frieda?
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Alt 25.03.2020, 13:44
  #15
Delora
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Sie müsste dieses Jahr 5 werden. Ob man das aber so genau sagen kann? Ist eine ehemalige Herrenlose, die schon durch mehrere Stellen gegangen ist. Sie ist seit Mai bei uns. In der letzten Pflegestelle hat sie das auch gezeigt.
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Alt 25.03.2020, 15:21
  #16
Usambara
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Usambara
 
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Ok, das dürfte zwar noch jung für Probleme im Bewegungsapparat sein, unmöglich ist das jedoch nicht.
Wenn du das nächste mal beim Tierarzt bist, lass sie mal genau untersuchen.
Bei meiner Maja haben diese Anfälle deutlich nachgelassen, nachdem die Spondylose behandelt wird.
Der Arzt testet bestimmte Triggerpunkte, macht weitere Tests, bei Schmerzen reagiert die Katze sehr deutlich.
Es kommen jedoch noch andere Dinge in Betracht die zum RSS führen können.
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