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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 09.01.2019, 14:52   #1
MinouMaus
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Unglücklich Kleine Miez zieht ein - grosser Kater schwer krank

Hallo zusammen,
Ich brauche dringend Hilfe, denn wir wissen uns nicht zu helfen.
Im August haben wir zu unserem Kater (fast 3 Jahre alt, kastriert, Freigänger) eine kleine Spielkameradin geholt, weil wir voll berufstätig sind und er nicht ganz allein sein sollte. Die Kleine ist aufgeweckt und lieb. Nach 3 Tagen war alles ok. Kein Streit und nix. Er hat ihr den Kopf gelegt etc.(in letzter Zeit hat eher die Kleine den Kopf des Grossen geleckt)
Im Dezember plötzlich wurde der Große schwer krank. Er hatte Wasser im Bauch und wir dachten, das war's. er hat sich mit kortison dann noch mal berappelt, nach absetzen wurde es schlimmer.
Da wir rückblickend feststellen müssen, dass sich sein Verhalten langsam und schleichend mit ihrem Einzug verändert hat, haben wir die Kleine jetzt mal 14 Tage zu Freunden gegeben und siehe da - er ist merklich fiter, auch ohne kortison. Er schnurrt, er rennt, er klettert...

Nun lieben wir die Kleine natürlich auch über alles. Sie ist wundervoll. Noch nicht kastriert (durch den Kampf mit dem Grossen ging das einfach noch nicht), voller Energie. Herzensgut und liebt den Großen... wir wollen sie keinesfalls abgeben. Ihn natürlich auch nicht.

Kennt jemand diese Situation? Meint ihr, wir sollten eine neue Vergesellschaftung versuchen? Wir wollen keinen der beiden verlieren
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Alt 09.01.2019, 16:06   #2
ferufe
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Zitat:
Zitat von MinouMaus Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
Ich brauche dringend Hilfe, denn wir wissen uns nicht zu helfen.
Im August haben wir zu unserem Kater (fast 3 Jahre alt, kastriert, Freigänger) eine kleine Spielkameradin geholt, weil wir voll berufstätig sind und er nicht ganz allein sein sollte. Die Kleine ist aufgeweckt und lieb. Nach 3 Tagen war alles ok. Kein Streit und nix. Er hat ihr den Kopf gelegt etc.(in letzter Zeit hat eher die Kleine den Kopf des Grossen geleckt)
Im Dezember plötzlich wurde der Große schwer krank. Er hatte Wasser im Bauch und wir dachten, das war's. er hat sich mit kortison dann noch mal berappelt, nach absetzen wurde es schlimmer.
Da wir rückblickend feststellen müssen, dass sich sein Verhalten langsam und schleichend mit ihrem Einzug verändert hat, haben wir die Kleine jetzt mal 14 Tage zu Freunden gegeben und siehe da - er ist merklich fiter, auch ohne kortison. Er schnurrt, er rennt, er klettert...

Nun lieben wir die Kleine natürlich auch über alles. Sie ist wundervoll. Noch nicht kastriert (durch den Kampf mit dem Grossen ging das einfach noch nicht), voller Energie. Herzensgut und liebt den Großen... wir wollen sie keinesfalls abgeben. Ihn natürlich auch nicht.

Kennt jemand diese Situation? Meint ihr, wir sollten eine neue Vergesellschaftung versuchen? Wir wollen keinen der beiden verlieren
Hallo,

es it ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Zuzug eine Wasserzubildung hervorruft. Wurden denn irgendwelche diagnostischen Untersuchungen gemacht? Wie sind die Ergebnisse. Sind beide auf FIV und FeLV getestet? Woher kommt die Kleine - könnte sie einen Virus o.ä. mitgebracht haben?

Deine Beschreibung ist im Moment sehr dürftig, bitte nenne die Diagnose des Katers, gibt es ein Blutbild, wurde z.B. ein Herz-US gemacht? Ein US des gesamten Bauchraumes?

VG
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Alt 09.01.2019, 17:20   #3
MinouMaus
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Hallo ferufe,
Da hast du Recht dass die Beschreibung lückenhaft ist. Bin im Moment so aufgeregt und durch den Wind...

Also: Ultraschall wurde gemacht als es akut war im Dezember. Herz ist in Ordnung.
Geröntgt wurde ebenfalls. Bauch war voll Wasser und ein bisschen in der Lunge. Verdacht auf FIP war dann natürlich sofort da. Blutbild konnte das aber nicht bestätigen.. erhöhte Entzündungswerte waren zwar da, aber sonst nichts. Sonst hätten wir ihn natürlich erlöst..
Er hat aber immer gefressen, ist auch rausgegangen, wenn auch schwerfällig, hat immer aufmerksam geschaut.
Er bekam dann 3 Wochen Antibiotika und Kortison. Es wurde dann merklich besser. Wasser ging zurück. Nach Absetzen des Kortisons war erst mal eine Verschlechterung zu erkennen. Er bekommt jetzt seit Sonntag jeden zweiten Tag ein Mittel, was das Immunsystem unterdrückt. Antibiotika nicht mehr.. etwas Temperatur hat er ab und an noch.

Nun ist er wieder ziemlich fit. Wasser ist auch soweit zurück gegangen.

Ansonsten sind beide gesund.

Dass die Kleine dass mit ihrer Anwesenheit auslöst, ist natürlich unwahrscheinlich, aber vielleicht hat er nur - mal überspitzt dargestellt- eine Blasenentzündung, der Stress mit ihr hat das aber so sehr getriggert, dass das Ergebnis so schlimm war...? So jedenfalls klang es auch beim TA.
Ansonsten ist das alles komplett unspezifisch bei ihm... Es könnte wohl eine Autoimunkrankheit sein... könnte.

LG und Danke

Geändert von MinouMaus (09.01.2019 um 18:05 Uhr) Grund: Ergänzung
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Alt 09.01.2019, 18:19   #4
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Ist denn auch der Urin mal untersucht worden, falls da schon der Verdacht auf eine Blasenentzündung besteht?

Kortison kann auch ziemlich aufputschend wirken, so dass man den Eindruck hat, der Katze geht es besser, aber das kann auch ein Trugschluss ein.

Wichtig wäre wirklich eine konkrete Diagnose. Bei einer bakteriell bedingten BE wäre Cortison z.B. alles andere als gut, dann würde man als Entzündunghemmer eher so etwas wie Metacam geben.

Wenn der TA da ratlos ist, würde ich ggf. eine Zweitmeinung in einer Tierklinik einholen.

Stress kann zwar durchaus eine BE begünstigen oder auslösen, aber dass eine Katze davon Wasser im Bauch bekommt, wäre mir auch neu.
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Alt 09.01.2019, 18:44   #5
doppelpack
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Ich denke nicht wirklich, dass es an der Katze liegt, sondern eher daran, dass dein Kater krank ist. Nach deiner Beschreibung würde ich auch nicht von einer Heilung ausgehen, lediglich von abgemilderten Symptomen. Gerade durch die medikamentöse Behandlung kann das natürlich sein, zudem verlaufen Erkrankungen ja oft in Wellen.
Du sagst, FIP wurde ausgeschlossen, wie genau?
Ohne genaue Diagnose ist es natürlich schwierig, das einzuschätzen.

Den Zusammenführungsstress würde ich nicht als Ursache sehen, wenn so schnell schon alles gut lief, dann liegen da ja 3-4 Monate dazwischen.
Dass eine Blasenentzündung Wassereinlagerungen auslösend soll, habe ich noch nie gehört.

Wie wurde das Herz untersucht, war dieser TA Kardiologe?

Ehrlich gesagt würde ich mit den Befunden eine Zweitmeinung einholen. Dafür brauchst du zunächst nichtmal den Kater vorstellen, sondern einfach mal besprechen, welche Untersuchungen dort für angebracht gehalten werden.
Letztlich bleibt es jetzt aber auch noch einige Zeit abzuwarten, ob wieder eine Verschlechterung eintritt oder der Kater gesund ist.
Dies sollte er dann sein, wenn ihr die Katze wiederholt, da du leider von einer erneuten Zusammenführung ausgehen musst, was wiederum Stress bedeutet.
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Alt 09.01.2019, 19:21   #6
MinouMaus
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Hallo ihr Lieben,
Danke, dass ihr euch so viel Zeit nehmt. Bin ganz gerührt. Schlafe seit Wochen nicht...
Also vorab - das mit der Blasenentzündung war jetzt nur ein Beispiel.. irgendwas eigentlich halbwegs harmloses, was durch den Stress so ausufern könnte..
FIP zeigt wohl im Blutbild, wenn akut, einen Wert, der dann üblicherweise bzw. häufig erhöht ist, was bei ihm nicht der Fall war. Ein neues Blutbild müssen wir noch abwarten, da das Kortison und das Antibiotikum die Werte verfälschen könnte..

Ansonsten ist Kortison natürlich immer mit Vorsicht zu genießen.. aber es wurde vor über einer Woche abgesetzt und es geht trotzdem weiter bergauf. Auf das Wasser im Bauch wird immer weniger. Es ist kaum noch was vorhanden..

Das Herz wurde geschallt. Im Röntgen hat man nur gesehen, dass der Bauch voll Wasser ist und die Lunge ebenfalls, wenn auch ganz wenig, Wasser hatte. Herz war jeweils unauffällig.

Mein Tierarzt ist wirklich genial, das muss man dazu sagen. Es liest sich natürlich jetzt nicht so, aber auch er ist überrascht, weil eben alles unspezifisch ist und wenig Sinn macht.
Er sagte aber auch, dass er den Großen auch ethisch nicht einschläfern kann, weil er einfach leben will. Und das sieht man. Niemand der ihn sieht, denkt, dass er krank ist..

Als Katzenmama ist das natürlich eine Katastrophe..
Vor allem in den Wissen, dass ihn 99% aufgrund des Röntgen bildes sofort eingeschläfert hätten. Ohne das Blutbild hätte das auch unser TA gemacht - er meinte ja, wir sollen uns verabschieden.. da traut man sich ja kaum irgendwo hin.. FIP ist ja auch leider eine Diagnose, die schnell getroffen wird..

Ist alles schwierig. Man selbst zweifelt, ob man das Richtige tut oder man ihn quält.. und im nächsten Moment geht er raus und buddelt ein Loch von der Größe eines Fußballs, steckt den Kopf in den Modder, freut sich, macht rein und buddelt alles wieder zu.. obwohl man gestern noch dachte er stirbt.. Ich such mal ein Bild von heute raus..

Lieben Dank für euer Ohr!
So viele Leute verstehen das nicht, wie man an seinem Tier hängt..
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Alt 09.01.2019, 19:28   #7
MinouMaus
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Hier ein aktuelles Bild von heute. - etwas pummelig war er allerdings schon vorher... sollte ich vielleicht erwähnen.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 20190109_182605.jpg (309,7 KB, 46x aufgerufen)

Geändert von MinouMaus (09.01.2019 um 19:28 Uhr) Grund: Ergänzung
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Alt 09.01.2019, 23:40   #8
doppelpack
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doppelpack
 
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Dann meinst du wahrscheinlich den A/G-Quotienten.

Die Flüssigkeit wurde aber nicht punktiert, sondern man ging davon aus, dass es Wasseransammlungen waren? Bekam er dann Entwässerungstabletten und darauf wurde es besser?

Ja, schon sehr traurig, dass manche so voreilig reagieren. Umso schöner für euren Kater, dass er bei der richtigen Familie lebt, die erstmal eine Diagnose will, bevor man finale Schritte überdenkt.

Ein niedliches Kerlchen.
doppelpack ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2019, 00:18   #9
MinouMaus
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Ne, zum Entwässern hat er nie was bekommen und punktieren wollte der TA nicht.
Er sagte, dass das alles so unspezifisch ist, dass er ihm jetzt nicht zusätzlich noch eine Wunde zuführen oder ihn stressen möchte.. wir wissen ja nicht, wie er dann darauf reagiert...

Naja, nicht mal nur, dass so viele Menschen dann die kranke katze "einfach" einschläfern, sondern man bekommt auch teilweise wenig Verständnis, dass man so mitleidet. Nach dem Motto "Was hast du denn ? Ist doch nur ein Tier". Schlimm
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