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Alt 13.02.2012, 20:27
  #1
Samsara
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Standard Pica-Syndrom und kein Ende in Sicht

Problem durch geduldiges austesten der "Verführungsstoffe" gelöst. Wohnung entsprechend eingerichtet.

Geändert von Samsara (03.04.2016 um 14:06 Uhr)
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Alt 13.02.2012, 20:31
  #2
Quasy
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In welcher Situation nagt er bevorzugt?
Wo / an welchen Objekten nagt er bevorzugt?
Wie sieht die Beschäftigung genau aus?
Wie sieht es mit Kauknochen aus?

Zu 1-3 muss eine noch detailliertere, genaue Beschreibung her. Wirklich sehr sehr penibel beobachten. Viele Katzen fallen in gewissen Situationen in das Verhaltensmuster.

Ich kann noch einige Tipps geben (hatte selbst einige Kandidaten, die allerdings 'nur' an Plastik gingen/gehen), aber keine Wunder vollbringen.

Darum wäre es eine Überlegung wert, eine Tierpsychologin in Verbindung mit einer THP zu konsultieren, die Euch und v.a die Katze genau persönlich kennen lernt.

Grüße
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Alt 13.02.2012, 20:34
  #3
taggecko
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Bei einem so ausgeprägten Pica Syndrom würde ich über den Einsatz von Psychopharmaka wie Clomicalm nachdenken. Wenn Du willst kann ich Dir eine Literaturstelle für Deinen TA raussuchen.
Mein Kater hat auch etwas Pica, als er Jung war hat er gerne Wolle gefressen und jetzt wird er manchmal rückfällig, einen Kashmirpulli darf ich nicht liegen lassen, sonst sind Löcher drin.
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Alt 13.02.2012, 20:44
  #4
Samsara
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In welcher Situation nagt er bevorzugt?
> Ich erkenne da kein Muster. Er macht es, wenn wir nicht daheim sind, aber er frisst auch ebenso Socken an, die man noch an den Füßen trägt.

Wo / an welchen Objekten nagt er bevorzugt?
> Das scheint zu wechseln. Es sind ausnahmslos Dinge aus Stoff, er scheint sich eine Sache zu suchen, doch sobald wir diese entfernen, wird nach kurzer Zeit "eine neue Quelle erschlossen". Dann greift er auch zu Dingen, die bisher unattraktiv zu sein schienen (die Tischdecke z.B.) Zunächst waren es grobere Stoffe (Socken, Decken...), aber die Tischdecke ist schon etwas feiner. Der Tischläufer wird auch zerbissen und das ist ein ganz feiner, transparenter Stoff.

Wie sieht die Beschäftigung genau aus?
> Spiel mit der Federangel/Laserpointer und einem "Foodball".

Wie sieht es mit Kauknochen aus?
> Die gibt es in Form von Hühnerhälsen.

Punkte 1 - 3:

1. NaFU in Verbindung mit Rohfleisch am Stück + Katzengras

2. Ich habe in meiner Verzweiflung bereits Essig auf ein ausrangierbares Kissen gekippt. Das interessiert ihn nicht mehr, aber ich kann nunmal nicht meine Sitzmöbel in Essig tränken - Deo scheint nicht abschreckend genug.

3. Siehe Punkt: Beschäftigung

Ich bin für jeden Tip dankbar.


EDIT: Ja, es wäre nett, wenn du die Stelle raussuchen könntest. Vielleicht sollte man auf so etwas zurückgreifen, wenn es gar nicht anders geht. Bringen Bachblüten etwas? Ich habe keine Erfahrung mit Tier-HPs...

Geändert von Samsara (13.02.2012 um 20:46 Uhr) Grund: Zweiten Beitrag gelesen
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Alt 13.02.2012, 20:49
  #5
twented
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twented
 
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Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es auch eine Bachblüte, die helfen könnte. Falls du interessiert bist, kann ich gerne nachsehen.
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Alt 13.02.2012, 20:57
  #6
Quasy
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Es gibt ganz viele, sogar Mischungen, die helfen könnten. Dazu bräuchte man aber jemand, der sich damit sehr gut auskennt und eine ausführliche Anamnese macht.
Ich lehnte damals die Angebotenen Mittel (waren Beruhigungsmittel) einer Tä ab und nahm das Angebot von THP wahr. Damit bekamen wir es in den Griff. Allerdings habe ich keine Erfahrung mit so ausgeprägten Symptomen.

Spontan würde ich versuchen ihn noch mehr mental zu beschäftigen. z.B Apportieren, richtige Fummelbretter, Clickern.

Dann würde ich versuchen, sein Verhalten nur auf einen Punkt zu lenken. Also eine Decke, die Knabberfest ist (im Hundebreich findet man solche Sachen). Alles andere ist strikt Tabu. In wie weit man in diesem Fall mit "Negativerfahrungen" arbeiten kann, wage ich nicht einmal einzuschätzen. Da muss wirklich ein Profi dran, der die Katze kennt; ansonsten ist das ein Schuss nach hinten.

Ich muss nochmal in Ruhe nachdenken, vielleicht kommt ja eine "zündende" Idee.

Ansonsten kann ich raten: Nach einer guten THP umsehen. Am Besten eine, die auch Verhalten ansich studiert hat und dementsprechend sicher kombinieren kann.

Den Weg mit Medikamenten würde ich erst gehen, wenn keine Option mehr bleibt. Mir bereiten die Nebenwirkungen immer Bauchschmerzen.

Grüße
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Alt 13.02.2012, 20:58
  #7
Samsara
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Prinzipiell bin ich erstmal an allen Möglichkeiten interessiert. Das Psychopharmaka wäre für mich eine Option, aber eher die "Notlösung", wenn nichts anderes funktioniert. Wie gesagt, mit THPs habe ich keine Erfahrung, aber wenn jemand positive Erfahrungen mit Bachblüten oder irgendwelchen anderen Alternativmethoden hat, nur her damit. Mittlerweile würden wir wohl alles versuchen, langsam ist ein Punkt erreicht, an dem wir merken, dass unsere anderen beiden Katzen uns momentan "lieber sind", wir kommen nach Hause und der erste Gedanke ist: "Okay, was hat er jetzt schon wieder gemacht..." Und dann folgt ein obligatorischer "Rundgang". Das ist Gift für das Verhältnis zu ihm.

EDIT: Okay, hier in Hamburg wird sich sicherlich ein THP finden - gibt es bestimmte "Qualitätsmerkmale", an denen ich erkennen kann, ob jemand kompetent ist?
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Alt 13.02.2012, 22:48
  #8
taggecko
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taggecko
 
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hallo Samsara

hier die links über Pica oder Zwangsstörung bei Tieren, leider auf Englisch

http://www.2ndchance.info/acral-Luescher2000.pdf

und das jetzt bei Hunden

http://ukpmc.ac.uk/abstract/MED/7744...TxcXYzNyc9E.23
taggecko ist offline  
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