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Sexualität Rolligkeit, Kastration, ...

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 05.08.2010, 11:07
  #1
Lilith
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Standard Orientalen kastrieren - wann?

Mein Thai-Siam-Mix Tía wird nächste Woche nun ein halbes Jahr alt - also wird es auch langsam Zeit, sich mit dem Thema Kastration zu befassen

Ich habe bisher alle meine FWW-Katzen in diesem Alter kastrieren lassen - aber wenn ich mir Tía so anschaue, kommt sie mir noch viel zu klein und zierlich dafür vor.

Tía wog beim letzten Wiegen vor ca. 3 Wochen 1,8 kg - mit viel Glück hat sie also jetzt langsam die 2 kg-Marke geknackt (ich wieg sie am Wochenende nochmal genau). Rollig war/ist Tía bis jetzt nicht (es sei denn, sie rollt still, was ich mir bei der Quasselstrippe irgendwie nicht vorstellen kann ). Aber so langsam kommt sie tatsächlich in die Pupertät, macht meine große Lillith an und flegelt altersgemäß rum ...

Auf Nachfrage bei meinem TA sagt der mir, es gäbe keine "Gewichtsuntergrenze" für eine Kastra - wenn die Katze 6 Monate alt sei, könne man sie auf jeden Fall kastrieren. Ich vertraue meinem TA auch sehr, allerdings dachte ich, es könnte nicht schaden, weitere Meinungen von Orientalenhaltern einzuholen.
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Alt 05.08.2010, 13:38
  #2
gisisami
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Hallo,
wo soll der Unterschied sein, bei OKH'S und EKH'S und Persern und FWW Katzen?

Der TA hat Recht.Ab einem bestimmten Alter können die Kater und Katzen Junge produzieren und wenn man keine möchte sollte man vorher kastrieren.
Und zwar früh genug.

Und falls Du darauf anspielst; Körpergröße,Kopfform usw.

dann schau mal hier bitte:
Zitat:
Auch gibt es aus medizinischer Sicht keinen einzigen Grund, das Tier einmal rollig oder gar trächtig werden zu lassen. Das Gegenteil ist der Fall: Beides schadet der Gesundheit Ihrer Katze. Entgegen anderslautender Gerüchte muss nicht erst die komplette körperliche Entwicklung abgewartet werden, bevor das Tier kastriert werden kann. Langzeitstudien haben gezeigt, dass die Hormone keinerlei Einfluss auf das Wachstum von Katze und Kater haben, sondern dass Größe und Körperbau ausschließlich genetisch bedingt sind.
LG

Geändert von gisisami (05.08.2010 um 13:47 Uhr)
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Alt 05.08.2010, 13:46
  #3
Peikko
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Ich machs auch am liebsten erst mit 2 kg. Hat einfach Narkosegründe. Je niedriger das Gewicht, desto schwieriger wirds, die Narkose vernünftig auszubalancieren.
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Alt 05.08.2010, 13:50
  #4
gisisami
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Warum laßt ihr dann keine Inhalatiosnnarkose machen?

Einfacher, schneller und schonender gehts doch garnicht.
Zitat:
Die schonendste und sicherste Narkoseform ist die in der Humanmedizin häufig verwendete Inhalationsnarkose. Das Narkosegas wird im Gegensatz zu den Injektionsnarkotika, die in der Leber abgebaut und über die Nieren ausgeschieden werden, direkt über die Atmung wieder aus dem Körper transportiert. Außerdem hat der Anästhesist die Möglichkeit, die Tiefe der Narkose während der Operation zu steuern und im Notfall abzubrechen.
Die Patienten wachen sehr schnell aus der Narkose auf. So ist z.B. ein gesundes Tier, das kastriert wurde, im Normalfall nur etwa eine Stunde nach der Operation wieder auf den Beinen.


Bevor ein Patient in Narkose versetzt wird, legen wir bei Hunden einen Venenzugang. In diesen wird ein Kurznarkotikum gespritzt, welches für etwa 5 Minuten Schlaf ausreicht.

Während dieser Zeit legen wir einen Tubus (ein Gummischlauch) in die Luftröhre, durch welchen später das Narkosegas strömen kann. So wird erstens gewährleistet, dass sich der Patient nicht verschluckt und zweitens, dass das Narkosegas auch wirklich in der Lunge ankommt.

Katzen erhalten vor der Intubation eine Sedation und Narkosegas zunächst über eine Maske.Die Menge des Narkosegases kann während der Operation an den Zustand des Patienten angepasst werden.


Bei Reptilien oder sehr kleinen Heimtieren wird das Narkosegas meist in eine Narkosekammer eingeleitet, oder das Kurznarkotikum direkt in die Vene gespritzt. Wir intubieren fast alle Reptilienpatienten.
Bei all unseren Katzen in der gesamten Famile...9 im Moment , haben wir mit dieser Narkoseart nur gute Erfahrungen gemacht.

LG
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Alt 05.08.2010, 13:59
  #5
Peikko
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Bei Katzen KANN es beim Intubieren zum Laryngospasmus kommen. Sprich die Kehle krampft sich zusammen und die Katze kann nicht mehr atmen. Mach ich deshalb nur ungern.
Das Narkosegas ist ausserdem nicht ausreichend schmerzlindernd. Die Kosten für die OP würden noch dazu in die Höhe schnellen. Und zwar ordentlich. Eine Inhalationsnarkose kostet an die 35 Euro (ohne Mwst.), dazu noch den Venenkatheter (etwa 13 Euro) und eine Injektionsnarkose (15-20 Euro). Wie soll man da noch für 100 Euro kastrieren ohne die GOT zu unterschreiten? Und hier wird sich ja regelmäßig über die hohen Tierarztkosten beschwert.
Eine Inhalationsnarkose ist längst nicht mehr das Nonplusultra. Es gibt mittlerweile Injektionsnarkosen, die mindestes genauso sicher sind.
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Alt 05.08.2010, 14:09
  #6
gisisami
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Zitat:
Es gibt mittlerweile Injektionsnarkosen, die mindestes genauso sicher sind.

Sicher doch:
Zitat:
Injektionsnarkose
Bei der "klassischen" Injektionsnarkose ("Billignarkose") wird dem Patienten das Narkotikum in die Muskulatur oder direkt in die Vene gespritzt.
Die Wirkung setzt nach etwa 5-15 Minuten ein und hält etwa 30-60 Minuten an.
Danach beginnt der Aufwachvorgang, der Stunden dauern kann.

Auffallend ist in dieser Zeit das mehr oder weniger orientierungslose Umhertaumeln.
Diese Narkoseform verwenden wir nur bei jüngeren Katzen, die für kleinere Eingriffe - z.B. Kastration - zu uns kommen und gelegentlich bei der Rüdenkastration (nur auf speziellen Wunsch des Besitzers zur Kostenreduzierung).


Diese "klassische" Injektionsnarkose sollte streng von der sogenannten "Totalen intravenösen Anästhesie" abgegrenzt werden!

Diese stellt eine echte Alternative zur Inhalationsnarkose dar, da nur hochwertige, kurz wirksame Narkosemittel in die Vene gspritzt werden.

Der Unterschied zwischen der Totalen intravenösen Anästhesie und der Inhalationsnarkose besteht darin, dass Narkosegas nahezu keinerlei Belastung für Lerber oder Nieren darstellt, sondern direkt über die Lungen wieder ausgeschieden wird, während intravenöse Narkotika von Leber und Nieren verstoffwechselt werden müssen.

LG
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Alt 05.08.2010, 14:23
  #7
Peikko
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Ich weiß. Trotzdem bin ich bei kurzen Eingriffen wie einer Kastration kein Freund von Inhalationsnarkosen. Von Inhalationsnarkosen über Maske sowieso nicht (Belastung fürs Personal im OP, die Dinger sind einfach nicht zu 100% dicht). Wenn, dann wird bei mir auch intubiert. Dafür brauchts eine Narkose. Das kurz wirksame Propofol und dann ans Gas hängen mach ich nicht, weil wie gesagt das Gas nicht gegen Schmerzen wirkt. Da bräuchte ich dann Gaskonzentrationen, die hemmend auf Atmung und Kreislauf wirken. Ich hab mit meiner Art Injektionsnarkose sehr gute Erfahrungen gemacht und kann die Katzen nach der OP wieder aufwecken, wenn ich das möchte.

Wie auch immer. Es gibt auf beiden Seiten immer ein pro und contra. Aber immer auf Inhalationsnarkosen zu pochen ohne große pharmakologische und anästhesiologische Kenntnisse zu haben ist meiner Meinung nach nicht richtig. Ich will um Himmels willen keinen angreifen. Aber hier liest man so oft "Bestehe auf Inhalationsnarkose!!!". Jedes mal geht mir da die Hutschnur hoch. Denn zu entscheiden, welche Narkose für das jeweilige Tier die sicherste ist, sollte dem Tierarzt überlassen bleiben. Denn der kennt sich mit den Anästhetika und ihren Wirkungen/Nebenwirkungen aus und hat seine eigenen Methoden, mit denen er gute Erfahrungen gemacht hat. Und Erfahrung ist für Anästhesien unabdingbar. Eine Narkose mit suboptimalen Anästhetika, mit denen der Tierarzt seit 20 Jahren seine Narkosen macht und genau weiß, wann und wie dosieren muß bei welchen Tieren ist wesentlich sicherer als eine High-End-Narkose, die der Tierarzt zum ersten mal macht.
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Alt 05.08.2010, 14:39
  #8
gisisami
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Zitat:
sollte dem Tierarzt überlassen bleiben
Leider sind viele aber garnicht in der Lage, eine andere - sprich mehrere Narkosearten anzubieten.

Wie dem aus sei; unserennTieren st diese Art der Narkose bsher nur gut bekommen.
Und zwar auch die Tiere, die älter, krank oder schwach sind.
Oder eben Leichtgewichtig....

LG
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Alt 05.08.2010, 14:45
  #9
Peikko
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Ich kann mir kaum vorstellen, daß es viele Tierärzte gibt, die kein Gerät für Inhalationsnarkosen haben. Die Teile bekommt man aus der Humanmedizin inzwischen ja fast hinterhergeworfen und sie sind für längere Eingriffe FAST unverzichtbar.

Edit: Muß gleich wieder zur Arbeit.
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Alt 05.08.2010, 17:19
  #10
Zugvogel
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Eine Zeitlang konnte man viel davon lesen, daß speziell Maskenkatzen sehr empfindlich auf Narkose reagieren, deswegen sehr vorsichtig und gar geringer dosiert (?) alle Narkotika eingesetzt werden sollten.

Gibt es dazu neuere Erkenntnisse?

Zugvogel
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Alt 05.08.2010, 17:28
  #11
Peikko
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Würde mich auch mal interessieren. Das erste mal hab ich davon was in einem Internetforum gelesen. Wissenschaftliche Erkenntnisse darüber habe ich bisher nirgens finden können und meinen Erfahrungen nach sind "Maskenkatzen" nicht empfindlicher als andere. Hab da nie einen Unterschied bemerkt bei meinen Narkosen und das auch ehrlich gesagt nie wirklich beachtet, weil ich davon wie gesagt vorher noch nie was gehört hab.
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Alt 05.08.2010, 18:37
  #12
Peikko
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Zitat:
Point Katzen kann ein gewissen Gen fehlen,was eine eträglichkeit einer Injektionsnarkose herunter setzt.
Wo kann man das nachlesen?

Zur Gegenspritze: Würde ich nicht kritiklos einsetzen. Das Medikament verdrängt das Narkosemittel von den Rezeptoren. Es kann immer wieder zum "Rebound" kommen, so daß die Katze wieder einschläft. Ab und zu kommt es auch zu äußerst überschießenden Reaktionen, so daß das liebste Kätzchen zum Minipuma mutiert. Je nach gewählten Narkosemitteln und in der Gegenspritze enthaltenen Wirkstoffen, kann es sein, daß die Narkose nur teilweise aufgehoben wird und andere Stoffe ihre Wirksamkeit behalten. Im Falle von Ketamin kann das für die Katze sehr unangenehm werden (lies mal in diversen Drogenformen nach, was Ketamin für unangenehme Trips macht).
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Alt 05.08.2010, 18:48
  #13
doppelpack
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Lilly wurde mit 5einhalb Monaten und 1,2 Kilo kastriert... hat nicht geschadet.
Feivel wurde mit 4Monaten, aber immerhin 2,6 Kilo kastriert.

Ich denke, 6 Monate ist schon ziemlich alt, die Kastra sollte wohl auf jeden Fall gemacht werden, unabhängig vom Gewicht

Ich habe mal gelesen, dass Oris angeblich sehr frühreif sind... ob das stimmt, ka.

Lilly hat im Übrigen auch keine Aufwachspritze bekommen und die normale Narkose (Inha gibts hier nur in der TK).
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Alt 05.08.2010, 19:55
  #14
Peikko
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An sich eine schöne informative Seite. Allerdings stört mich auch hier die grobe Unterteilung Injektionsanästhesie = schlecht, Inhalationsanästhesie = super.
Peikko ist offline  
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Alt 05.08.2010, 20:00
  #15
gisisami
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So würde ich das nicht sehen wollen.

Wir können doch nur berichten, welche Narkoseform wir für unsere Tiere wählen und warum.

Ich z.B. bin von der InhaNarkose überzeugt.
Nicht nur weil die Tiere sehr,sehr schnell wieder völlig klar sind - sondern auch, weil es mich überzeugt hat.
Es ist die Form, die den Körper von Mensch und/oder Tier am geringsten belastet.

Unser alte Freigängerin erhielt nur die "Nadel" und das, bis sie fast 20 Jahre alt war.
Damals gab es keine andere Narkoseform.


LG
gisisami ist offline  
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