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Sexualität Rolligkeit, Kastration, ...


Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 09.10.2010, 16:29   #31
*Liz*
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Hallo,

ich muss zugeben ich weiss jetzt nicht genau wie das bei Katzen geregelt ist,aber bei Hunden ist es ja so das "von Natur aus" gar nicht jeder Rüde oder Hündin Nachwuchs bekommen darf,sondern immer nur die Alphatiere.
Somit ist es also natürlich das unkastrierte Tiere nicht "leiden" wenn sie nicht ran dürfen..

Wie ist das bei Katzen? Gibt es da eine ähnliche Rangfolge? Ich könnt mir vorstellen das auch da nur gewissen Tiere sich fortpflanzen dürfen und der rest wohl "frustriert" rumlaufen muss?

In erster Linie geht es mir bei Katzen nur um die Frühkastration die ich nicht in Ordnung finde. Ich kenne übrigens Katzenhalter deren Katzen 2 mal im Jahr rollig werden,nicht gedeckt werden und dennoch gesund sind,keine Gebärmutterentzündung oder ähnliches. Von daher würde ich nicht auf Verdacht Organe entnehmen lassen, erst recht nicht bei unentwickelten Babys. (ausser es handelt sich um Bauernhofkatzen)

LG Liz
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Alt 09.10.2010, 16:49   #32
Eloign
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Je früher die Tiere kastriert werden, desto seltener sind hormonelle Erkrankungen. Wenn die Katzen noch keiner stärkeren hormonellen Belastung (Rolligkeit) ausgesetzt worden sind, erkranken sie seltener an Zysten und besagten Mammatumoren.
Und ich kenne unkastrierte Katzen, die an Mammatumoren gestorben sind.
Die meisten Tumore werden ohnehin erst festgestellt, wenn es bereits zu spät ist und das Tier augenscheinlich gesund war. Nicht jede unkastrierte Katze erkrankt an diesem Tumor. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist ungleich höher.
Eine Katze erreicht mit ca. 4 Monaten ihre Geschlechtsreife, obwohl sie so gesehen noch ein Kitten ist. Auch auf den weiteren Körperwuchs hat die Kastration übrigens keinen Einfluss.
Bei Katzen gibt es keine Alphatiere. Wildlebende Katzen leben einzeln oder in losen Kolonien, die zwar hierarchisch (bzw. matriarchalisch strukturiert sind), aber keinen einzelnen Anführer haben.
Kater paaren sich, mit wem sie wollen. Wenn keine passende Partnerin in der Nähe ist, begibt sich der Kater auf die Suche. (Zu Paarungszeiten werden die meisten unkastrierten Kater überfahren, weil sie eben große Strecken zurücklegen.)

Geändert von Eloign (09.10.2010 um 16:52 Uhr)
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Alt 09.10.2010, 17:29   #33
*Liz*
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Diese hormonelle Entwicklung gehört doch aber dazu zum erwachsen werden.

Gibt es Statistiken die eindeutig belegen das Katzen die ein oder zweimal rollig wurden und erst danach kastriert wurden häufiger an Tumoren erkranken als frühkastrierte?

Bei Hunden gilt auch, wenn man uunbedingt aus eigener Faulheit seine Hündin zb kastrieren lassen will das man damit zumindest warten sollte bis sie 2-3 Jahre alt ist,da erst da ein Hund richtig erwachsen und ausgereift ist,gilt dies für Katzen denn nicht?
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Alt 09.10.2010, 17:53   #34
Eloign
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Gibt leider keine Vielzahl von Studien, die dazu angestellt worden sind, von langfristigen Studien ganz zu schweigen.
Aber lies dich mal zu einer bestimmte Studie hier ein: http://www.lakesides.de/fruehkastration.htm
Und hier: http://books.google.de/books?id=_M0K...page&q&f=false
Klar, es ist sinnlos eine reine Hauskatze im Alter von 7 Wochen kastrieren zu lassen. 5-6 Monate wären dafür eher geeignet. Wird die Katze allerdings Freigänger, ist eine frühe Kastration in meinen Augen unbedingt angebracht. Es ist nicht selten, dass 3-5 Monate alte Katzen schon trächtig werden können.
Geschlechtshormone bei Katzen sind weder für das Knochenwachstum noch für die Organbildung verantwortlich, sondern sind nur Teil des Sexualtriebs und dienen damit nur der Fortpflanzung.
Katzen ticken vollkommen anders als Hunde; sowohl physisch als psychisch.
Noch einmal: Eine Katze erreicht mit 3-5 Monate ihre Geschlechtsreife und ist - was stark nach Rasse variiert - mit ca. einem Jahr ausgewachsen. Doch bis sie ausgewachsen sind, können sie schon hunderte Kitten in die Welt gesetzt haben.
Um das besser illustrieren zu können, sieh dir mal die Graphik am Anfang an. Ich habe eine Maine Coon, welche im Gegensatz zu einer EKH erst mit 3 Jahren ausgewachsen ist. Nun stelle man sich vor, ich hätte sie erst zu diesem Zeitpunkt kastrieren lassen. Sie hätte bis dahin 350 Kitten in die Welt setzen können.

Geändert von Eloign (09.10.2010 um 18:02 Uhr)
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Alt 09.10.2010, 18:25   #35
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Ja die Graphic is ja schon und gut gilt aber nur für Freigänger die die Möglichkeit hätten sich zu vermehren. Hält man eine Wohnungskatze kann eine Katze ja durchaus 3 Jahre unkastriert rumlaufen bis sie ausgewachsen ist.

Ein Hund kann ja auch ab ca. 6 Mon. für Nachwuchs sorgen theoretisch,aber da ist man eben als Halter gefragt das dies nicht passiert.

Bei Katzen sind Geschlechtshormone also nicht für Wachstum oder sonstiges nötig? Bei Hunden,Pferden und Co. schon?

Danke für die Links,die werd ich mir nun mal durchlesen.
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Alt 09.10.2010, 18:31   #36
Eloign
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Spätkastrierte Wohnungskatzen sind a.) aggressiver, b.) erkranken häufiger an Mammatumoren und sind c.) sexuell frustriert. So etwas kann man keiner Katze geschweige denn dem Halter für 3 Jahre zumuten. Und ich wiederhole mich noch einmal: Was tut man, wenn die unkastrierte Wohnungskatze entwischt und draußen gedeckt wird?
Wachstumshormone machen maximal 2% des Körperwachstums aus. Wenn ich jetzt noch die Quelle dazu wüsste…..*suchen geht*
Meine Katze wurde auch frühkastriert. Sie ist zwar dünn, hat aber ein für ihr Alter normale Größe und ein normales Gewicht.
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Alt 09.10.2010, 18:46   #37
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Jetzt habe ich die 2 Links mal durchgelesen.

Da wird ganz deutlich geschrieben das die Frühkastration sehr wohl sich auf das Wachstum ausübt,und zwar in der Hinsicht das die Frühkastrierten länger und höher werden, ist ja wie bei den Pferden...

Und es steht auch ganz klar im zweiten Link: Frühkastration ist KEIN Schutz vor den gefährlichen Mammatumoren bei Katzen,sondern lediglich ein Schutz vor normalen Krankheiten die an den Geschlechtsteilen auftreten können und somit ganz normal behandelt werden können faaalls sie mal auftreten.

Die einzigen "guten" Argumente für die Frühkastration sind,das sie junge Tiere nach der OP schneller erholen,aber das ist für mich kein Befürworter Argument,nochdazu ist die Studie von amerikanischen Tierärzten die sowieso alles kastrieren lassen wollen was nicht bei 3 auf dem Baum ist,dort ist es ja auch üblich Hundewelpen mit 8 Wochen zu kastrieren...ganz grausam.

Das unkastrierte aggressiv wären kann ich nicht bestätigen. Ich hatte 5 Jahre lang 2 weibl.unkastrierte Katzen,die liebsten Katzen der Welt. Sie waren anfangs "normal" rollig, aber leider war es wie bei vielen dann doch so das sie Dauerrollig wurden,und erst dann wurden sie kastriert.
Unser Kater damals,ebenfalls unkastriert,auch ein ganz normal liebes Tier gewesen.

Bei meinen 2 Katern werd ich das wohl beobachten,wie es ist wenn sie geschlechtsreif werden wie sie sich verhalten,und erst kastrieren lassen wenn es wirklich Gründe dafür gibt das es nicht anders geht.
Das Argument in den Links das kastrierte Katzen anhänglicher wären finde ich ganz schlimm, man lässt Männer auch nicht kastrieren damit sie bei ihrem Frauchen bleiben^^
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Alt 09.10.2010, 19:05   #38
Eloign
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Genau das habe ich auch vorher gesagt. =) Frühkastration ist selbstverständlich kein Schutz, aber sie verringert das Risiko DEUTLICH. Außerdem können kastrierte Katzen durchschnittlich an weniger Krebsarten erkranken, weil Gebärmutterkrebs bzw. Hodenkrebs automatisch wegfällt.

Und mit dem Wachstum wäre auch bewiesen, dass die Hormone keine Rolle spielen. Genauso gut gibt es aber Kastraten die eine relativ normale Größe haben.
Das Problem ist, dass Männer nicht die Wohnung markieren (Zumindest hoffe ich das nicht. ) und sie bei sexueller Frustration eventuelle "Wünsche" umsetzen können.
Man könnte meinen, dass dies nur nebensächlich sei, aber Katerurin stinkt unglaublich und der Geruch verfliegt nur langsam und verbleibt einige Zeit in den Möbeln. Wenn man täglich die Wohnung schrubben muss und diese allmählich bestialisch zu stinken anfängt, belastet das enorm die Psyche des Halters; er wird gestresst. Und der Stress des Halters überträgt sich auf das Tier und so weiter und so weiter. Ein Teufelskreis.
Ich kenne 4 Fälle aus dem näheren Bekanntenkreis von aggressiven unkastrierten Katern. Unser jeweiliger Standpunkt hängt also anscheinend von unseren eigenen Erfahrungen ab.
Aber wir könnten jetzt ewig so weiter diskutieren. Einige wir uns darauf, dass Freigänger so früh wie möglich kastriert werden sollen. =)
Aber noch ein Kommentar zum Kastrationsverhalten von amerikanischen Tierärzten: Jährlich werden in Amerika 20 Millionen Katzen (und Hunde) getötet, weil die Katzenpopulation dermaßen außer Kontrolle geraten ist. Logisch, dass die Tierärzte Tiere so früh wie möglich kastrieren wollen.
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Alt 09.10.2010, 20:18   #39
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Ja wenn ein Kater wirklich unaufhörlich makiert wäre das schon ein Grund,werd das bei meinen Beiden einfach mal testen und sehn wie es sich entwickelt,unser damaliger hatte nicht makiert.

Ja stimmt natürlich das in Amerika soviele Tiere getötet werden,allerdings ist nicht Kastration die Lösung sondern die Amerikaner müssten mal umdenken,leider werden da "drüben" Tiere eher wie Gegenstände behandelt,und solang ein Tier nur ein Gegenstand ist wird mit ihm entsprechend umgegangen...(siehe Krallen ziehen bei Katzen,Stimmbänder durchtrennen bei Hunden,Schönheits Ops für Tiere usw..)
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Alt 10.10.2010, 16:31   #40
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Hallo,

das ist für mich aber kein Argument.
Denn Züchter und auch Tierheime geben /bzw können ihre Tiere mit Schutzvertrag abgeben wo ganz klar drinnen steht das mit den Tieren nicht gezüchtet werden darf.

Das wird immer beliebter unter den Rattenzüchtern,denn da kann man auch nicht auf Teufel komm raus kastrieren lassen,erst recht nicht frühkastrieren.

Das würden nur die meisten Züchter nicht tun,denn erstens springen dann garantiert viele Käufer ab,und 2. müssten sie sich auch noch Jahre danach um das wohl der gezüchteten Katzen sorgen,zb Nachkontrollen machen usw...

LG Liz
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Alt 10.10.2010, 16:38   #41
Gwion
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Zitat:
Zitat von *Liz* Beitrag anzeigen
Ja stimmt natürlich das in Amerika soviele Tiere getötet werden,allerdings ist nicht Kastration die Lösung sondern die Amerikaner müssten mal umdenken,leider werden da "drüben" Tiere eher wie Gegenstände behandelt,und solang ein Tier nur ein Gegenstand ist wird mit ihm entsprechend umgegangen
Das ist nicht nur im bösen Amerika so ..

Kastration ist da sehr wohl eine Lösung - nicht die einzige, das stimmt. Aber schneller und leichter durchsetzbar, als Gesinnungsänderung.
Im Idealfall gibt es dann kein kostenloses Überangebot mehr, mit dem man nach Belieben umspringen und für das man problemlos Ersatz besorgen kann.

Und würden potente Rassekatzen schon als Kitten so richtig ordentlich kosten, ließen auch viele Möchtegern/Einmal-Wurf-"Züchter" die Finger davon.
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Alt 15.10.2010, 22:30   #42
Kaoru77
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Hi Katzenfreunde,

ich hab hier einiges durchgelesen und finde die Aussage "unkastrierte Katzen nur zu seriösen Züchtern geben" irgendwei eigenartig. Kann ein Katzenliebhaber der nicht zu einem Verein gehört nicht genauso gesunde, sozialisierte usw Kitten bekommen? Der kann genauso darauf achten, dass alles sauber ist, die Mutter nur 2x pro Jahr gedeckt wird, die Kitten und die Mutter geimpft, entwurmt und hochwertige Nahrung kriegen, auch dass der Vater einwandfrei ist. Die können auch genauso die Blutverträglichkeit testen ect.

Klar machen das die meisten nicht, aber mir gefällt es nicht, dass man nur erst ein echter Katzenliebhaber ist, wenn man ZÜCHTER ist. Ich kenne so einige "seriöse" Züchter in einem Verein, die kontrolliert werden, aber keine gut sozialisierten Katzen abgeben, die sich zb. am Schwanz rumkauen oder sich das eigene Fell abfressen. Oder da gabs auch mal einen Züchter der im Falle, dass eine Katze sich am Schwanz kaut man WASCHPULVER rausmachen soll, damit sie es nicht mehr anrührt... Mir kommts schon hoch, wenn diese Leute einerseits mit top Stammbaum und den besten Linien werben, aber zb. in der Wohnung rauchen und die Zuchtkatzen, die Kitten vergiften damit. Es ist das Gleiche als würde ich einem Menschenbaby direkt in Gesicht den Rauchqualm pusten oder einer hochschwangeren Frau. Nee, aber bei Katzen isses ja egal, sind ja nur Tiere.
Natürlich gibts auch gute Züchter, aber ich muss aus meiner Erfahrung sagen: SEHR SELTEN!

Ich bin klar dafür, dass man nicht blöd vermehren soll, sondern einfach mal sein Verstand einschaltet und auch ohne Vereinangehörigkeit (wo bei den meisten die Katzen auf Ausstellungen mitgeschleppt werden, in Käfige rein und alle glotzen das arme Ding an, Klatschen, fotografieren ect...) auf Gesundheit, Sozialisierung, ordentliche Weitervermittlung, Beratung der neuen Besitzer ect. übernehmen kann.
Ich selbst will zwar mit meinen beiden OKH keine Kitten, sodass ich sie schon kastriert habe, aber ich bin der Überzeugung, dass man die Leute die ohne Vereinsangehörigkeit sind einfach zu schnell als dreckige "Vermehrer" abstempelt. Braucht man erst eine Organisation die einen kontrolliert, bevor man den Verstand anschaltet und sich infomiert ect? Und diese Organisation/Verein ist nicht mal eine Garantie dafür, dass alles in Ordnung ist.

Oben werden Punkte genannt, die für eine Kastration sind. Finde ich gut. Allerdings gefiel mir die Aussage nicht besonders "Die Katzenmutter hat nicht so emotionale Bindung wie wir Menschen zu unseren Kindern". Also pauschal kann man das nicht sagen. So einige Katzenmütter sind liebevoller zu ihren Kitten als manch Menschenmütter zu ihren Kindern. Und auf beiden Seiten gibts Kindermord, meist aus zu wenig Erfahrung, Unsicherheit, Angst. Zudem kann man das schlecht behaupten, eine Katze kann man nicht fragen wie emotional die gebunden ist zu ihrem Kind.

-----Kaoru
Kaoru77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2010, 11:15   #43
shantira
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shantira
 
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Zitat:
Zitat von Kaoru77 Beitrag anzeigen
Hi Katzenfreunde,

ich hab hier einiges durchgelesen und finde die Aussage "unkastrierte Katzen nur zu seriösen Züchtern geben" irgendwei eigenartig. Kann ein Katzenliebhaber der nicht zu einem Verein gehört nicht genauso gesunde, sozialisierte usw Kitten bekommen? Der kann genauso darauf achten, dass alles sauber ist, die Mutter nur 2x pro Jahr gedeckt wird, die Kitten und die Mutter geimpft, entwurmt und hochwertige Nahrung kriegen, auch dass der Vater einwandfrei ist. Die können auch genauso die Blutverträglichkeit testen ect.

Klar machen das die meisten nicht, aber mir gefällt es nicht, dass man nur erst ein echter Katzenliebhaber ist, wenn man ZÜCHTER ist. Ich kenne so einige "seriöse" Züchter in einem Verein, die kontrolliert werden, aber keine gut sozialisierten Katzen abgeben, die sich zb. am Schwanz rumkauen oder sich das eigene Fell abfressen. Oder da gabs auch mal einen Züchter der im Falle, dass eine Katze sich am Schwanz kaut man WASCHPULVER rausmachen soll, damit sie es nicht mehr anrührt... Mir kommts schon hoch, wenn diese Leute einerseits mit top Stammbaum und den besten Linien werben, aber zb. in der Wohnung rauchen und die Zuchtkatzen, die Kitten vergiften damit. Es ist das Gleiche als würde ich einem Menschenbaby direkt in Gesicht den Rauchqualm pusten oder einer hochschwangeren Frau. Nee, aber bei Katzen isses ja egal, sind ja nur Tiere.
Natürlich gibts auch gute Züchter, aber ich muss aus meiner Erfahrung sagen: SEHR SELTEN!

Ich bin klar dafür, dass man nicht blöd vermehren soll, sondern einfach mal sein Verstand einschaltet und auch ohne Vereinangehörigkeit (wo bei den meisten die Katzen auf Ausstellungen mitgeschleppt werden, in Käfige rein und alle glotzen das arme Ding an, Klatschen, fotografieren ect...) auf Gesundheit, Sozialisierung, ordentliche Weitervermittlung, Beratung der neuen Besitzer ect. übernehmen kann.
Ich selbst will zwar mit meinen beiden OKH keine Kitten, sodass ich sie schon kastriert habe, aber ich bin der Überzeugung, dass man die Leute die ohne Vereinsangehörigkeit sind einfach zu schnell als dreckige "Vermehrer" abstempelt. Braucht man erst eine Organisation die einen kontrolliert, bevor man den Verstand anschaltet und sich infomiert ect? Und diese Organisation/Verein ist nicht mal eine Garantie dafür, dass alles in Ordnung ist.

Oben werden Punkte genannt, die für eine Kastration sind. Finde ich gut. Allerdings gefiel mir die Aussage nicht besonders "Die Katzenmutter hat nicht so emotionale Bindung wie wir Menschen zu unseren Kindern". Also pauschal kann man das nicht sagen. So einige Katzenmütter sind liebevoller zu ihren Kitten als manch Menschenmütter zu ihren Kindern. Und auf beiden Seiten gibts Kindermord, meist aus zu wenig Erfahrung, Unsicherheit, Angst. Zudem kann man das schlecht behaupten, eine Katze kann man nicht fragen wie emotional die gebunden ist zu ihrem Kind.

-----Kaoru

Es gibt einfach viele schwarze Schafe, auch bei den Züchtern.

Ich persönlich würde mir niemals eine Rassekatze kaufen, die nicht ordentliche Papiere von einem Zuchtverband hat. Denn wenn ich eine Rassekatze kaufe, dann möchte ich auch nachweislich eine solche und keine Lookalike. Und das kann nur mit Papieren dokumentiert werden.

Außerdem: Ich bin dafür, daß alles an Katzen und Katern kastriert wird, werden muß, was draußen frei herumläuft.
Jeden Tag aufs neue ärgere ich mich hier zum Beispiel über einen Kater, von dem keiner im Umkreis von 5 Straßenzügen weiß, wohin er gehört, der bei mir durch die Katzenklappe ins Haus rennt und wenn ich nicht zufällig daheim bin und schneller als er, das Sofa anpisst.
Wenn ich den mal richtig erwische, dann sitzt er ne halbe Stunde später im Tierheim, ganz klar. Aber leider gabs die Situation noch nicht. Außerdem verdrischt er bei jeder sich bietenden Gelegenheit mein Mädchen, das nicht die Kraft hat, gegen ihn anzukommen und hört nur auf, wenn meine beiden Kater angerannt kommen, weil sie mein Mädchen schreien hören und "großer Bruder" spielen.
shantira ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2010, 23:59   #44
Kaoru77
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Hallo Katzenfreunde,

also da muss ich Recht geben, dass man ALLE Freigänger frühstmöglich kastrieren sollte. Denn da ist nichts mit sicheren Kontrollen seitens des unbekannten anderen Freigänger, der sich an das Gegengeschlecht ranmacht.

Ich weiß sehr wohl, wie ein Zuchtverband funktioniert und dass Ausstellung einen "Sinn" haben. Klar muss zb. ein Zuchtkater in ein Papier mit der Note "Vorzüglich" drinstehen haben, sonst darf man mit ihm nicht züchten.

Also, dass mit dem Fachwissen, dass man als Leihe nicht rankommt, finde ich unwahr. Es gibt etliche Lektüren darüber, und Genetik, Aufzucht ect. ist nicht die Welt. Man muss sich einfach auch mit erfahrenen Leuten zusammentun und sie um Rat fragen. Vielleicht, besonders am Anfang, um Beistand, zb. erster Wurf, bitten und sich ausreichend infomieren. Wenn man seine Katzen liebt, wird man das auch gerne machen.
Man kann auch als vereinsloser Züchter die Katze auf Erbkrankheiten untersuchen lassen. Klar kostet das alles unmengen von Geld, was selten Leute für Stammbaumlose (also "wertlose") Katzen ausgeben würden. Der Hauptteil ist wohl zurecht als "Vermehrer" zu beschimpfen, jedoch wollte ich nur gesagt haben, dass man nicht alle auf einen Haufen werfen kann und sie sofort als Tierquäler oder so beschimpfen sollte.

(Zb. hatte ich meine ersten Katzen auch von einem "Vermehrer", es waren 2 Siamesen in Farbe Blue und Foreign white. Sie hat ihre foreign white Siamkatze audiometrisch untersuchen lassen und da sie ein optimales Gehör hatte, hat sie mit ihr einen Wurf gemacht. Meine Katzen waren beide nicht taub (oder hatten andere Erbkrankheiten), gesund, geimpft ect und gut sozialisiert Die Frau hat ihre Katzen sehr geliebt und war auch immer mit ihrer Tierärztin in Verbindung, zb. beim Wurf, falls Komplikationen aufkommen. Also ich muss sagen, sie war nicht einfach ein "Vermehrer", sondern nicht schlechter als gute Züchter. Denn sie hat sie auch, besonders wegen der Weißzucht, über die Genetik infomiert und siehe da, die Katzen waren auch gesund.)

-----
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Alt 25.10.2010, 09:44   #45
Gwion
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Herrschaften, vielleicht ist es euch nicht aufgefallen, aber dieser Thread heißt nicht "Züchterbashing". Auch nicht "Züchter vs. Vermehrer".

Es geht hier nur um eines:
Argumente für eine Kastration

Lagert euer OT bitte aus.
Gwion ist offline   Mit Zitat antworten
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