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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 07.03.2019, 20:55   #1
paschosch
Neuling
 
Registriert seit: 2011
Beiträge: 22
Standard Kragen nach Kastration - Mitkatzen nicht amüsiert

Meine sechs Monate alte Katze, reine Wohnungskatze, wurde gestern kastriert. Ich habe sie morgens in die Klinik gebracht und dann am Nachmittag abgeholt. Sie ist nicht meine erste Katze, daher war ich recht überrascht als man mir eine Halskrause mitgab, die sie jetzt 10 Tage tragen soll. Zusätzlich zu diesem Kragen muss ich ihr noch zehn Tage lang zweimal am Tag ein Antibiotikum geben. In zehn Tagen soll ich dann zum Fäden ziehen wieder in die Praxis kommen.
Zuhause habe ich sie erstmal von meinen drei Katern, mit denen sie sehr glücklich zusammenlebt, separiert. Sie war total fertig und hat dann die ganze Nacht relativ bewegungslos auf ihrem Schlafplatz verbracht. Den Kragen hat sie nach ein paar Minuten akzeptiert, aber ich finde ihn relativ groß. Fressen und trinken ist damit relativ umständlich und unterm Sofa bleibt sie stecken und muss gerettet werden.
Heute Morgen habe ich dann die Tür aufgemacht. Sie ist noch recht benommen, aber vor allem total steif durch die Wohnung gestakst und hat eine totale Panik bei meinen Katern ausgelöst. Sie haben sie überhaupt nicht erkannt und ich hatte schon befürchtet ich muss eine neue, umständliche Zusammenführung machen. Da ich die „Zusammenführung“ nicht weiter beaufsichtigen konnte, habe ich sie erstmal wieder separiert und bin zur Arbeit.
Heute Abend, sie war eigentlich immer noch recht schlapp, habe ich ihr den Kragen abgemacht und die Tür geöffnet. Sie lief ein paar zaghafte Runden durch die Wohnung, argwöhnisch beäugt von ihren Katerfreunden, und hat sich dann erstmal länger geputzt, auch in der Nähe von der Naht. Allerdings zieht sie nicht an den Fäden in der Wunde. Am liebsten würde ich Ihr den Kragen einfach ersparen. Meine vorherige Katze Jahre wurde damals vor 18 Jahren einfach kastriert und ich habe sie wieder mit nach Hause genommen. Bald ging es ihr wieder besser und gut war es.
Muss das wirklich sein, dass ich sie jetzt 10 Tage mit diesem Kragen quäle? Auch scheint es mir als ob meine Kater sie mit dem Kragen nicht erkennen. Sie reagierten heute relativ aggressiv auf sie, fauchten und schlugen auch nach ihr. Das ist das totale Gegenteil von sonst. Sie ist eigentlich der heimliche Boss meiner Katzengruppe und die Kater sind wirklich total nett zu ihr. Mit Kragen – das totale Gegenteil.
Auch mache ich mir ein bisschen Sorgen, dass sie immer noch so schlapp ist. Der Kragen ist jetzt zwar gerade ab, aber jetzt liegt sie schon wieder völlig erschöpft in ihrem Korb und gefressen hat sie seit gestern wenn überhaupt nur mikroskopisch kleine Mengen. Obwohl ich ihr ja in den letzten zehn Stunden vor Operation weder Futter noch Wasser geben durfte.
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Alt 07.03.2019, 22:08   #2
Polayuki
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Polayuki
 
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Beiträge: 1.127
Standard

Huhu!

Dass deine Kater sie nicht erkennen kann aber auch einfach am Tierarztgeruch liegen. Sie riecht nach dem verhassten Tierarzt (und glaub mir, wenn du nicht selbst dort warst riechst selbst du als Mensch das an der Katze), einen Geruch den die meisten Katzen nicht ausstehen können und weshalb die Kater vermutlich so aggressiv auf sie reagieren. Muss nicht zwingend etwas mit der Halskrause zu tun haben.

lg
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Alt 07.03.2019, 23:06   #3
ottilie
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ottilie
 
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Beiträge: 6.783
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Du hast nichts von Schmerzmitteln geschrieben. Hat sie welche bekommen? Das wäre doch nötig bei einer Katzenkastration
Ansonsten vielleicht eine Runde Notfallglobuli für alle Katzen täglich
Mein einer Kater wurde am Wochenende auch operiert, sollte einen Kragen tragen. Es ging einen Tag gut, dann hat er sich so aufgeregt dass er gekotzt hat. Ich habe den Kragen ab gemacht, dann war er fast wieder der alte
Und an der Narbe geputzt hat er sich gar nicht viel
Wenn es nicht besser wird, würde ich die Katze mal für ein bis zwei Tage separieren, dass sie sich erholen kann
Gute Besserung für die Miez
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Alt 07.03.2019, 23:34   #4
Freewolf
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Zitat:
Zitat von ottilie Beitrag anzeigen
Du hast nichts von Schmerzmitteln geschrieben. Hat sie welche bekommen? Das wäre doch nötig bei einer Katzenkastration
Ansonsten vielleicht eine Runde Notfallglobuli für alle Katzen täglich
Mein einer Kater wurde am Wochenende auch operiert, sollte einen Kragen tragen. Es ging einen Tag gut, dann hat er sich so aufgeregt dass er gekotzt hat. Ich habe den Kragen ab gemacht, dann war er fast wieder der alte
Und an der Narbe geputzt hat er sich gar nicht viel
Wenn es nicht besser wird, würde ich die Katze mal für ein bis zwei Tage separieren, dass sie sich erholen kann
Gute Besserung für die Miez
Oft bekommen sie etwas gespritzt und ich habe bisher keiner Katze irgendwelche Schmerzmedis geben müssen nach einer Kastra. Und ich hatte viele.
Freewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2019, 07:11   #5
Fanny
Erfahrener Benutzer
 
Fanny
 
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Alter: 36
Beiträge: 507
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Ich möchte dir jetzt keine Empfehlung aussprechen. Nur schreiben wie es bei uns war.
Auch unsere 6 Monate alte Katze wurde am Mittwoch kastriert. Sie bekam keinen Kragen verpasst. Ich hatte eher damit gerechnet, dass sie da einen bekommt, da der Hundewelpe meiner Eltern einen hatte. Ich hab unsere Tierärztin dann gefragt und sie meinte das Katzen eher keinen bräuchten, dass es nur ganz ganz selten wäre z.B. wenn sie auf die Fäden reagieren. In der Regel gehen sie aber wohl nicht bei. Ich soll nur einmal am Tag auf ihren Bauch gucken. Sie soll auch noch nicht so viel rumspringen und wie wild durch die Gegend laufen, was bei ihr nicht so einfach ist. Ich sag immer, sie ist wie ein Flummi.

Auch als ich sie abgeholt hatte, begrüßte sie mich schon mauzend in der Box, als ich den Raum betrat. Sie war fit, auch zu Hause ist sie rumgelaufen und durfte schon essen.
Gestern, ein Tag nach der Op, hat sie tagsüber noch etwas auf "ihren" Stuhl gelegen und lief zum Abend aber wieder rum und lässt sich so nichts anmerken. Sie geht auch an die Fäden nicht ran, was ich jetzt so sehen kann.
Schmerzmittel haben auch wir nicht bekommen. Wäre sie anders drauf hätte ich wohl nochmal angerufen, aber laut Tierärztin nicht unbedingt nötig, nur wenn sie auffällig ist. Das ist sie aber nicht. Sie bekam aber auch ein Schmerzmittel gespritzt nach der Op.
Das sie nun gestern tagsüber auf ihren Stuhl lag, ist bei ihr auch kein schlechtes Zeichen, sie hat sich tagsüber sonst in den Ecken versteckt gehabt. Daher ist es eher ein Fortschritt, dass sie da gelegen hat. Sie ist auch erst seit heute 6 Tagen bei uns.

Gute Besserung


Liebe Grüße
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Alt 08.03.2019, 10:29   #6
GroCha
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Beiträge: 1.875
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Wie gehts der Maus denn heute?

Also, ich hab noch nie gehört, dass man ner Katze nach der Kastra ein AB geben muss.
Is zwar schon lange her, dass ich das machen lassen musste, weil unsere immer bereits kastriert zu und kommen, aber die Zwerge von ner Freundin sind letzten Monat kastriert worden und da war auch keine Rede von Kragen oder AB.
Höchstens einen Body, sollten sie an die Nähte gehen. Haben sie nicht getan, also alles gut. Den ersten Tag waren sie weng schlaff, aber ab dem zweiten war nichts mehr zu merken und sie waren quirrlig wie immer.

Ich würde das Tierchen evtl. mal zu nem anderen TA bringen und hören, was der dazu sagt. Irgendwie kommt mir diese Sache mit dem AB merkwürdig vor.
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Alt 08.03.2019, 17:28   #7
paschosch
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Hallo, danke für all die Antworten. Ich will Euch jetzt mal ein Update geben.
Also, der Katze geht es langsam besser. Sie hängt zwar immer noch ein bisschen in den Seilen schläft viel und frisst wenig, aber man merkt schon eine Verbesserung zu gestern.
Eigentlich wollte ich ihr gestern Abend den Kragen wieder anziehen, aber bevor ich dazu kommen konnte , sah ich wie sie sich über den Kratzbaum auf die Kofferbrücke unter der Decke angelte und hinter Kisten verschwunden war. Ich hätte eine Leiter gebraucht um sie da rauszukriegen, aber natürlich war die verliehen. Ich habe mir totale Vorwürfe gemacht, dass ich den Weg nach oben nicht versperrt hatte und sah sie schon dort oben die Nähte aufknabbern und jämmerlich sterben. Hysterie Alarm! Aber heute Morgen saß sie dann am Rand der Brücke, ich hatte vor Sorge echt schlecht geschlafen, und hat sich von mir runterheben lassen.
Die Nähte sehen super aus, nichts ist entzündet, sie geht da glaube ich auch nicht dran. Ich denke ich lasse das mit dem Kragen, danke auch für Eure Einschätzung. Ich denke meine Tierärztin ist da vielleicht etwas übervorsichtig. Ich kann mir vorstellen, dass sie auch immer wieder Kunden hat, die nicht so auf den Heilungsprozess der Wunden bei ihren Tieren achten und sie deswegen auf Nummer sicher gehen will. Einzig und allein, dass sie noch ein bisschen schlapp ist und auch keinen rechten Appetit macht mir Sorgen. Immerhin hat sie aber vorhin etwas Trockenfutter gefressen, mit Dosenfutter kann man sie gerade gar nicht locken. Vielleicht liegt das aber auch am Antibiotikum, ich werde meine Ärztin nach dem Wochenende nochmal anrufen und nachfragen. Ich finde es schon ein wenig komisch, dass ich ihr das Antibiotikum geben soll, obwohl das wohl bei Euch allen gar nicht die Regel ist.
Schmerzmittel hat mir die Tierärztin übrigens nicht mitgegeben, vielleicht hat sie ihr etwas gespritzt? Vermutlich wäre das aber auch kontraproduktiv, wenn sie voller Schmerzmittel wäre und sich vielleicht dann gerade deswegen die Nähte aufknabbern würde.
Die anderen Katzen scheinen zu merken, dass sie gerade etwas angeschlagen ist. Sie sind wieder total nett zu ihr, machen aber keine Spielaufforderungen wie sonst. Danke für all Eure Ratschläge und Erfahrungen, ich hoffe sie ist bald wieder die Alte.
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