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Alt 18.03.2018, 14:07   #1
Svea_Marie
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Standard Nächtliches Geschrei - Ursachen? Tipps?

Hallo zusammen

ich haben schon ein bisschen das Forum durchstöbert. Es gibt zwar ähnliche Fälle, aber die Hintergrundgeschichten sind dann ja doch immer andere
Also zu meinem „Problem“:
Meine Katze (knapp 14 Jahre, weiblich, kastriert) schreit seit einiger Zeit jede Nacht. Das geht schon seit etwa einem Jahr so und wird immer schlimmer. Teilweise klingt es als würde sie sich heiser schreien. Bei meinem mittlerweile verstorbenen Kater ging es in dem Alter auch mit dem nächtlichen Schreien los. Sie hört mittlerweile kaum mehr etwas, ist aber bis auf eine Diabetes in Remission noch fit. Generell schläft sie mehr als früher, aber das ist vielleicht einfach dem Alter geschuldet.
Hat jemand vielleicht eine Idee, woran es liegen könnte, dass sie nachts schreit?

Meine bisherigen Überlegungen passen nämlich alle nicht so recht zusammen:
- Ich dachte, dass sie vielleicht eine Demenz hat, da das Schreien hauptsächlich nachts auftritt. Aber alle anderen aufgeführten Symptome einer Demenz treffen nicht zu. Könnte es vielleicht dennoch eine im Anfangsstadium sein?
- Könnte sie durch das schwächer werdende Gehör nachts orientierungslos sein? Sehen kann sie allerdings noch sehr gut und auch wenn ich z.B. nachts das Licht anlasse, schreit sie trotzdem.
- Mittlerweile ist sie seit dem Tod meines Katers vor etwas mehr anderthalb Jahren allein. Ich dachte, dass sie vielleicht einsam sein könnte. Aber dazu muss ich sagen, dass sie vom Charakter her ohnehin lieber eine Einzelkatze zu sein scheint. Mit anderen Katzen versteht sie sich nicht, sondern prügelt sich sofort mit ihnen. Auch mit dem Kater ist sie sehr oft aneinander geraten, was so schlimm wurde, dass wir beide nur unter Beaufsichtigung ins gleiche Zimmer ließen. Die Streitereien gingen dabei auch meist von ihr aus.
- Sie ist auch nicht besonders auf mich oder meinen Freund bezogen, sondern generell lieber allein. Das war sie auch schon immer. Wenn sie mal ihre Schmuseminuten hat oder ihr kalt ist, kuschelt sie sich zu einem, aber das währt auch nie lange. Sie legt sich nach einer kurzen Weile wieder auf ihren Lieblingsplatz.
- Wir sind vor einem halben Jahr umgezogen, aber sie hat auch schon in der alten Wohnung nachts geschrien.

Ansonsten vielleicht noch was zu den Wohnumständen: Sie ist nachts im Wohnzimmer, wo auch ihr Futterautomat steht (sie bekommt auch nachts in regelmäßigen Abständen etwas zu fressen, damit ihr Blutzuckerspiegel stabil bleibt). Ich arbeite von zu Hause aus, deshalb ist tagsüber eigentlich immer jemand da. Nur wenn wir abends ins Bett gehen, geht das Theater los. Wie gesagt, hatte ich schon öfter das Licht angelassen, was aber nichts bringt. Wenn ich sie mit ins Schlafzimmer nehme, wuselt sie dort auch nur rum und kommt nicht zur Ruhe. Dann läuft sie irgendwann wieder ins Wohnzimmer und beginnt zu schreien. In manchen Nächten schreit sie nur 2-3 Mal, manchmal jede Stunde und dann sehr lange. Mein Freund macht sie dann meistens mit einer Sprühflasche nass, woraufhin sie ein paar Minuten Ruhe gibt, aber danach weiter schreit (davon bin ich allerdings nicht sonderlich begeistert, weil es ja auch nichts bringt sie zu bestrafen, weil sie vielleicht einfach orientierungslos ist oder sonst was). Wir bekommen in letzter Zeit also sehr wenig Schlaf, was auf Dauer doch ziemlich anstrengend ist. Wenn man sie den ganzen Tag auf Trab hält, ist sie nachts etwas ruhiger. Aber eben auch nicht immer und man hat ja leider auch nicht die Zeit den ganzen Tag darauf zu achten, dass die Katze nicht einschläft. Zumal ich auch denke, dass es für sie in dem Alter auch nicht zuträglich, sondern eher stressig ist, ständig vom Schlafen abgehalten zu werden…
Geht es jemandem ähnlich? Hat jemand eine Idee, was man noch ausprobieren könnte? Bin für jeden Rat dankbar

Liebe Grüße und habt noch einen schönen Sonntag!
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Alt 18.03.2018, 14:19   #2
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Wann wurde denn zum letzten Mal ein geriatrisches Blutbild gemacht?

Und nimm bitte Deinem Freund die Sprühflasche weg, das geht - wie Du schon richtig erkannt hast - gar nicht.
__________________
Lieben Gruß von Hexe, Merlin und Haushälterin Silvia und Sternchen Mephisto für immer im Herzen.
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Alt 18.03.2018, 14:55   #3
doppelpack
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doppelpack
 
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Wann war sie das letzte Mal bei einem Tierarzt? Wann wurde das letzte Blutbild gemacht?
Sind dir noch andere Veränderungen aufgefallen z.B. mehr Appetit oder auch Appetitlosigkeit?

Demenz gibt es auch bei Tieren und in genau so vielen Ausprägungen wie beim Menschen. Anfangs ist es ja gerne "nur" eine Schusseligkeit und so kann es auch bei Katzen sein, dass es anfangs nur eine leichte Orientierungslosigkeit oä ist.

Darf sie Nachts nur ins Wohnzimmer, wie ist das am Tag (wie viele Platz hat sie da im Vergleich zur Verfügung) und warum wird das so gehandhabt?

Und auch wenn es nicht angenehm ist: Stell dir mal vor, man würde einem alten, dementen Menschen bei Verwirrtheit immer einen Eimer Wasser drüberkippen. Eine sehr unwürdige Vorstellung, oder? Tritt für dein Tier ein, DU findest es nicht in Ordnung, was dein Partner macht, also sag' ihm das klar und deutlich, wenn nötig mit Konsequenzen. Aktuell duldest du es und somit ist es genau so, als würdest du es selbst tun.
__________________

Mehr Fotos von uns? Guck' doch mal hier: https://www.katzen-forum.net/galerie...mo-feivel.html
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Alt 18.03.2018, 15:30   #4
Catma
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Zitat:
Zitat von Svea_Marie Beitrag anzeigen
Wenn man sie den ganzen Tag auf Trab hält, ist sie nachts etwas ruhiger.
"richtig" ist meistens das, was eine Besserung bringt und von daher vermute ich, dass ihr langweilig ist.
Bitte nicht falsch verstehen, es wäre wichtig, körperliche Ursachen hoffentlich auszuschließen.
Aber ich sage mal einfach, dass 14 kein Greisenalter für eine Katze sein muss . Sicher werden sie mit dem Alter deutlich ruhiger, aber viele Katzen bleiben trotzdem bis ins hohe Alter agil und bewegungsfreudig.

Da sie mit dem Kater nicht so zurechtkam, könnte es evtl sein, dass sie nun da er nicht mehr da ist, mehr Aufmerksamkeit fordert - das kann dann auch nervig sein, bzw ausarten und sich zu einem "negativ-Ritual" entwickeln (immer nachts).
Versucht mal dieses "Negativritual" durch andere Rituale zu ersetzen: einesteils mehr Spielstunden, andernteils in Ruhezeiten konsequenter sein.
"Mehr Spielstunden" bedeutet nicht, dass ihr sie nun nonstop bespaßen müsst. Katzen lieben Rituale, auf die sie sich verlassen können. Also legt "feste Spielzeiten" ein, die zum regelmäßigen Ritual werden.
Es kommt nicht so darauf an, dass sie nun lange bespaßt wid, pro "Spielritual" reichen ca 10 Minuten. ZB vor jedem Füttern, und vorm Schlafengehen so lange, bis sie ausgepowert ist.
Bietet ihr in dieser Zeit Anregung und Abwechslung, lasst sie ner Angel hinterherpesen und wenn sie das nicht so mag, dann animiert sie vorsichtig dazu. Bietet aber auch Intelligenzspiele an oder klickern wäre vielleicht etwas für sie.
Wenn sie diese verlässlichen Rituale hat, fällt es ihr leichter "Ruhezeiten" zu akzeptieren. In diesen Ruhezeiten solltet ihr das Gemaunze dann konsequent ignorieren.

Sie hatte jahrelang einen Kumpel und ist von daher artgenössische Gesellschaft gewöhnt. Sie würde sich bestimmt über eine passende Kumpeline freuen und wäre dann auch ausgeglichener. Wichtig wäre, dass "die Neue" dann auch gut zu ihr passt, also gleiches Alter, gleiches Geschlecht, gleiches Wesen - je mehr sie gemeinsam haben, desto mehr können sie miteinander anfangen.

Aber wie gesagt, wichtig wäre abzuklären ob nicht doch etwas organisches dahinterstckt.

Geändert von Catma (18.03.2018 um 15:38 Uhr)
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Alt 18.03.2018, 17:57   #5
Svea_Marie
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Hallo
Zunächst einmal vielen Dank für die Antworten und Ratschläge!

Also sie selbst war im vergangenen Oktober das letzte Mal beim Tierarzt. Ich hatte noch etwas länger darüber hinaus via Mail Kontakt zu ihm, bis die Blutzuckerwerte wieder in Ordnung waren (hatte ihm regelmäßig die BZ-Werte vom Homemonitoring übermittelt) und wir das Insulin absetzen konnten. Das große Blutbild müsste Anfang Oktober zuletzt gemacht worden sein. Sonstige Symptome zeigt sie eigentlich keine. Ihr Appetit ist wie immer, auch ihre Hinterlassenschaften sind unauffällig (bzw. unauffälliger – als die Diabetes noch akut war, hat sie extrem viel Urin gelassen, verbunden mit ständigem Trinken. Das hat sich zum Glück mittlerweile normalisiert). Da bald die nächste Impfung ansteht, bin ich bald ohnehin mit ihr wieder beim Tierarzt. Da werde ich ihn auch nochmal auf das nächtliche Schreien ansprechen. Als ich meine vorherige Tierärztin mal danach gefragt habe, war die Antwort, von so etwas hätte sie noch nie gehört…

Im Moment ist sie nachts nur im Wohnzimmer, weil dort ihre Näpfe und das Katzenklo stehen und wir die Türen derzeit wegen der Heizperiode noch geschlossen halten. Wenn es wärmer ist, kann sie sich frei in der kompletten Wohnung bewegen. Tagsüber kann sich auch in die anderen Zimmer. Allerdings bleibt sie auch bei geöffneten Türen meistens von sich aus im Wohnzimmer und schläft auf ihrem Sessel. Die Wohnung ist ca. 55qm groß und sie ist seit über 10 Jahren eine reine Wohnungskatze.

Zum Spielen animieren lässt sie sich nur sehr schwierig, da sie noch nie sonderlich verspielt war (sie ist ehrlich gesagt, die unverspielteste Katze, die ich kenne XD). Deswegen stelle ich mir feste Spielzeiten bei ihr auch etwas schwierig vor. Ich habe früher eine Zeit lang mit ihr geklickert, aber mittlerweile hört sie das Klicken nicht mehr wirklich. Und ich habe noch keine Leckerlies gefunden, die getreide- und zuckerfrei sind. Vielleicht hat da ja auch jemand eine Idee?
Sie in den Ruhezeiten zu ignorieren, versuche ich auch. Nur mein Freund tut immer so als würde sie das extra machen und macht sie dann nass :/ werde ihn bzgl. der Sprühflasche aber auch (nochmal) ansprechen. Dass ihr langweilig sein könnte, kann ich mir allerdings auch vorstellen. Allerdings spielt sie wie gesagt auch nicht wirklich gern. Ich hatte ihr auch schon mal ein Fummelbrett gebastelt, aber statt da mit den Pfoten etwas rauszuholen, versucht sie direkt das Ding umzuwerfen, damit alles rausfällt und sie weniger Arbeit hat Werde mich nochmal hinsichtlich Leckerlies umschauen und versuchen ein paar Rituale einzubauen. Mit einer Zweitkatze bin ich mit mir noch im Zwiespalt, weil sie auf andere Katzen einfach nicht gut zu sprechen ist. Egal welches Alter. Aber vielleicht war auch einfach nie die richtige dabei

Nochmal vielen Dank für die Ratschläge!

Liebe Grüße
Svea_Marie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2018, 21:01   #6
pizzicato
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Hallo,
ein wenig Erfahrung habe ich auch mit einer älteren, zurückgezogenen, schreienden Katzendame gemacht. Wenn es nichts Körperliches ist, tippe ich tatsächlich auf Einsamkeit und Langeweile. Und evtl. auf Hörverlust (wenn sie das Klickern nicht mehr hört).
Während unserer Catsitting-Zeit mit der o.g. Katzendame haben wir abendliche Rituale eingeführt. Wir haben mit ihr geredet, uns langsam angenähert und ja, wir haben auch nicht allzu gesunde Snacks geworfen, aber das hat ihr mehr geholfen als geschadet. Sie ist richtig aufgetaut und hat nach und nach immer mehr mitgespielt (auch wenn sie klapprig war) und irgendwann auch mehr Schmuseeinheiten zugelassen. Evtl. kannst Du auch ein Stückchen rohes Putenfleisch / BARF an eine Spielangel binden, das fand meine alte (inzwischen verstorbene) Katze so klasse.

Versucht es mal - und bitte interveniere bei der "Bucket Challenge", das geht gar nicht.

Halt mich nicht für verrückt, aber wie wäre es mit Katzen-TV? Es gibt youtube-Videos mit Vogelfütterungsszenen, die unsere Katzen sehr spannend finden (nicht alles taugt, es muss viel Geflatter und keine Musik dabei sein). Vielleicht kann man damit ein wenig die Langeweile vertreiben.
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Alt 18.03.2018, 21:07   #7
pizzicato
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Zitat:
Zitat von Catma Beitrag anzeigen
Es kommt nicht so darauf an, dass sie nun lange bespaßt wid, pro "Spielritual" reichen ca 10 Minuten. ZB vor jedem Füttern, und vorm Schlafengehen so lange, bis sie ausgepowert ist.
Bietet ihr in dieser Zeit Anregung und Abwechslung, lasst sie ner Angel hinterherpesen und wenn sie das nicht so mag, dann animiert sie vorsichtig dazu. Bietet aber auch Intelligenzspiele an oder klickern wäre vielleicht etwas für sie.
Wenn sie diese verlässlichen Rituale hat, fällt es ihr leichter "Ruhezeiten" zu akzeptieren. In diesen Ruhezeiten solltet ihr das Gemaunze dann konsequent ignorieren.

Sie hatte jahrelang einen Kumpel und ist von daher artgenössische Gesellschaft gewöhnt. Sie würde sich bestimmt über eine passende Kumpeline freuen und wäre dann auch ausgeglichener. Wichtig wäre, dass "die Neue" dann auch gut zu ihr passt, also gleiches Alter, gleiches Geschlecht, gleiches Wesen - je mehr sie gemeinsam haben, desto mehr können sie miteinander anfangen.

Aber wie gesagt, wichtig wäre abzuklären ob nicht doch etwas organisches dahinterstckt.

Huch, hier steht ja schon Einiges dazu, lese ich jetzt erst! Sehe ich auch so Und es reichen oft wirklich nur 10-15 Minuten, um einen Unterschied zu machen ...
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Alt 18.03.2018, 21:14   #8
Maiglöckchen
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Zitat:
Zitat von Svea_Marie Beitrag anzeigen
Hallo
Zunächst einmal vielen Dank für die Antworten und Ratschläge!

Also sie selbst war im vergangenen Oktober das letzte Mal beim Tierarzt. Ich hatte noch etwas länger darüber hinaus via Mail Kontakt zu ihm, bis die Blutzuckerwerte wieder in Ordnung waren (hatte ihm regelmäßig die BZ-Werte vom Homemonitoring übermittelt) und wir das Insulin absetzen konnten. Das große Blutbild müsste Anfang Oktober zuletzt gemacht worden sein. Sonstige Symptome zeigt sie eigentlich keine. Ihr Appetit ist wie immer, auch ihre Hinterlassenschaften sind unauffällig (bzw. unauffälliger – als die Diabetes noch akut war, hat sie extrem viel Urin gelassen, verbunden mit ständigem Trinken. Das hat sich zum Glück mittlerweile normalisiert). Da bald die nächste Impfung ansteht, bin ich bald ohnehin mit ihr wieder beim Tierarzt. Da werde ich ihn auch nochmal auf das nächtliche Schreien ansprechen. Als ich meine vorherige Tierärztin mal danach gefragt habe, war die Antwort, von so etwas hätte sie noch nie gehört…
Wurde ein großes oder ein geriatrisches Blutbild gemacht, das ist nämlich ein Unterschied und das würde ich schnell mal in Erfahrung bringen.

Impfen lassen würde ich ältere, kranke Tiere nicht mehr unbedingt und jährlich schon gar nicht, das ist sowieso überholt.
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Alt 19.03.2018, 16:45   #9
Catma
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Zitat:
Zitat von Svea_Marie Beitrag anzeigen
Zum Spielen animieren lässt sie sich nur sehr schwierig, da sie noch nie sonderlich verspielt war (sie ist ehrlich gesagt, die unverspielteste Katze, die ich kenne XD). Deswegen stelle ich mir feste Spielzeiten bei ihr auch etwas schwierig vor.
Führ diese "feste Zeiten" trotzdem ein Wie gesagt, es kommt gar nicht so darauf an, dass sie nun eifrig mitspielt und wenn du merkst, sie mag nicht so recht mitmachen, animiere sie nicht zu sehr, sonst wirds stressig für sie. Es kommt nur darauf an, dass sie sich an die Rituale gewöhnt, in denen sie Deine volle Aufmerksamkeit hat und dann reichen anfangs 5 bis 10 Minuten wirklich.
Erwarte anfangs nicht viel - wenn du bemerkst, sie guckt "nur" aber interessiert, wie du zB mit ner Stofffmaus unterm Teppich raschelst, ist das auch schon etwas Manche Katzen lauern gern ausgiebig, bevor sie loslegen. Man meint dann, sie guckt nur und da tut sich nichts weiter und bricht zu schnell ab. Gerade ältere Katzen lauern oder beobachten gern ausgiebig...
Also einfach entspannt und nett diese Rituale immer wiederholen. Du kannst in dieser Zeit alle möglichen "Spiele" austesten, aber pro "Einheit" nur ein oder zwei anbieten, sie wird irgendwann schon mitmachen... Rege ihre Sinne an, zB bring mal lange Gräser und Zweige von draußen mit, vielleicht mag sie denen dann hinterherwetzen und wenn nicht, pfötelt sie vielleicht gern ein bissl damit herum oder zumindest gibts was neues zu erschnuppern, das reicht auch schon fürs erste...
Es kann gut sein, dass wenn Du regelmäßig am Ball bleibst, sie nach und nach ihre Lust am Spielen entdeckt und von ganz allein etwas steigern möchte - und wenn nicht, wird diese Zeit eben zur Bürste- oder Extra-Schmusezeit...
Achte darauf, dass auch wenn sie nicht mitmacht, Du diese "Zeiten" immer "positiv beendest", also ein Abschlussritual zB ein Leckerli geben oder mit Worten loben, das macht neugierig aufs nächste Mal.
Zitat:
Zitat von Svea_Marie Beitrag anzeigen
Ich hatte ihr auch schon mal ein Fummelbrett gebastelt, aber statt da mit den Pfoten etwas rauszuholen, versucht sie direkt das Ding umzuwerfen, damit alles rausfällt und sie weniger Arbeit hat
auch schlau Manchen Katzen muss man regelrecht zeigen, was sie mit Fummelbrettern anstellen können. Bastle ihr mal ein ganz simples "Fummelbrett", zB einfach 2 leere Klorollen zusammenkleben, auffällig mit Leckerli befüllen und wenn sie nur komisch guckt, angelst du sie raus und lässt sie gucken... Wenn sie gepeilt hat, worum es geht kannst du den Schwierigkeitsgrad etwas steigern. Also bei spielfaulen Katzen ganz einfach und simpel anfangen und später langsam steigern. Evtl liest sich das nach viel Aufwand, aber 5 - 10 Minuten reichen wirklich erstmal.

Geändert von Catma (20.03.2018 um 00:47 Uhr)
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Alt 20.03.2018, 08:03   #10
pizzicato
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@catma Genau so würde ich es machen, und es reichen wirklich nur ein paar Minuten, die den Unterschied machen. Nicht zu früh aufgeben, 10 min. lassen sich bestimmt in den Alltag einbauen, mach es wirklich zu einem festen Ritual. Am Besten, Du beschäftigst Dich immer zur gleichen Uhrzeit - vielleicht vor dem Zubettgehen - ausgiebig mit der Katzendame. Viel Glück!


Probier mal das als "Snack" aus, meine lieben die (2 Stück pro Tag - halbiere sie, so hast Du 4 St. als Snack. Ist eigentlich ein Nahrungsergänzungsmittel, das das Immunsystem unterstützt. Wirkt sehr gut! Vielleicht vorher mit dem Arzt beratschlagen (wg. Diabetes):


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(bei amazon, lies Dir auch die überwiegend positiven Rezensionen durch - kann ich meinerseits bestätigen)

Geändert von pizzicato (20.03.2018 um 08:32 Uhr)
pizzicato ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2018, 18:49   #11
Svea_Marie
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Schönen guten Abend ihr Lieben

Vielen lieben Dank nochmals für die zahlreichen Ratschläge.
Ich wollte euch nochmal ein kleines Update da lassen:

Mittlerweile hat sich die Lage extrem entspannt Seit 5 Nächten gab es kein Geschrei mehr. Ich tippe auch darauf, dass ihr einfach Abwechslung und mehr Struktur gefehlt hat. Vielleicht war das nächtliche Schreien einfach nur aus Frust.
Ich hatte nochmal ausgiebig mit meinem Freund über seine Aktion mit der Wasserspritze gesprochen und er hat sich einsichtig gezeigt. Also kein Nassspritzen mehr! Zusätzlich habe ich mit ihm ausgemacht, dass er die Katze nicht den ganzen Tag über immer wieder weckt (weil sie dann abends völlig am Ende und quengelig ist und/oder aggressiv wird - wer ist schon gern übermüdet?).

Zusätzlich habe ich den Tag mehr durchstrukturiert. Vor dem Fressen macht sie jetzt "Sport". Da Spielen für sie nur interessant ist, wenn es mit Futter verbunden ist, habe ich mich nochmal nach Leckerlies umgesehen und in der Hundefutterabteilung eine Trainingswurst gefunden, die von den Inhaltsstoffen her diabetikergeeignet ist. Da die Wurst schnittfest ist, kann ich sie in Würfelchen schneiden und der Katze zuwerfen, sie die Wurststücke fangen lassenoder sie rennt ihnen hinterher oder ich stecke sie in einen Ball, aus dem sie die Stückchen rausholen muss. Ein Fummelbrett wollte ich die Tage auch nochmal basteln.
Danach bekommt sie ihr Nassfutter und kann noch ein bisschen durch die Wohnung wuseln (so lange sie wach ist, lassen wir die Türen jetzt auf). Nach dem Füttern lassen wir sie aber komplett in Ruhe. Sie kann dann noch ein wenig durch die Wohnung schleichen oder sich zum Schlafen hinlegen. Sie wird ja jetzt auch nicht mehr vom Freund geweckt
Seit der Umstrukturierung des Tagesablaufs und dem Verbannen der Wasserspritze, wirkt sie wesentlich ausgeglichener und aktiver. Sie schmust auch mehr, was bei ihr schon fast ungewöhnlich ist.
Von daher scheint es bergauf zu gehen

Habt noch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße!
Svea_Marie ist offline   Mit Zitat antworten
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maunzen, nachts, nächtliches geschrei, schreien

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