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JennyD84 09.08.2019 11:54

Hilfe und Rat gesucht...
 
Hallo zusammen :)

Aus Verzweiflung bin ich auf dieses tolle Forum gestossen. Ich hoffe, mein Beitrag ist hier richtig.
Schonmal vorab Danke fürs lesen :)

Wir haben 3 Katzen...(reine Wohnungskatzen) Eine davon (8) macht uns seit kurzer Zeit große Sorgen...
Sie hatte innerhalb sehr kurzer Zeit stark abgenommen. Es waren wirklich wenige Tage gewesen...Und da sie sowieso eher klein ist und der Bauch trotz der Abnahme noch da ist, ist das leider nicht so schnell aufgefallen! Als es so heiß war, hat man sie zudem kaum zu Gesicht bekommen... Nunja, wir haben dann natürlich genauer geschaut und festgestellt, dass sie wenig frisst und sich kurz danach übergeben muss. Sind dann direkt zum Tierarzt. Er stellte erhöhte Temperatur, leichter Druckschmerz am Bauch und entzündeten Hals fest. Sie bekam eine Antibiotikaspritze...Leider hatte sich nichts verändert und nach 3 Tagen ging es wieder direkt hin...Entzündung im Hals war weg, alles andere unverändert. Wir haben dann eine Entwurmung,Buscopan und etwas gegen Sodbrennen bekommen...Hatten den Eindruck, es verbessert sich ein wenig... Hielt aber nur kurz an. Wieder nach 3 Tagen vorstellig gewesen...Erhöhte Temperatur weg und er hat uns ein Schmerzmittel mitgegeben um zu schauen, ob sie damit dann frisst und es ihr besser geht. Gefühlt ging es 3 Tage bergauf. Sie fraß nicht soviel wie früher, aber mehr als die ganzen letzten Tage...Dazwischen gab es natürlich auch eine Blutuntersuchung. Er hatte wg gewisser Werte den Verdacht auf Leukämie und meinte, er hätte noch nie eine Katze gesehen, die mit so einem Wert überlebt. Wir waren fertig mit der Welt...Er hat dann eine Nachuntersuchung im Labor angefordert auf Katzenaids und Leukämie. Waren beide negativ!
Nachdem sie das Schmerzmittel übers Wochenende bekommen hatte und es etwas besser klappte mit dem fressen, haben wir wie abgesprochen Montags angerufen und berichtet. Er meinte, wir sollen nochmal kurz kommen und nochmal von dem Schmerzmittel abholen. Ab dem Telefonat ging es wieder bergab. Kaum was gefressen...Nun waren wir Mittwoch dort und er meinte, es sieht nicht gut aus. Er fühlte Wasser im Bauch und die komplette Muskulatur hat extrem abgebaut. Er könnte uns in eine Tierklinik schicken, wo sie das volle Programm abziehen...Er meinte aber, da wären wir einen Haufen Geld los und ständen am selben Punkt. Er hat ihr eine Cortisonspritze gegeben, die sich nach 1 Woche langsam abbaut und damit 2 Wochen wirkt. Wenn die nichts bewirkt, könne er eigentlich nichts mehr tun und er vermutet einen Tumor....
Leider frisst sie immer noch kaum...Wir probieren wirklich alles. Leider mag sie vieles nicht, was Katzen eigentlich sonst mögen...Aber an der Auswahl kann es nicht liegen, haben alles da, wie sonst auch und viel neues angeboten aus Verzweiflung...
Sie schläft viel, ansonsten läuft sie aber rum, schnurrt, schmust, sonnt sich und gestern konnte ich ein bisschen mit ihr spielen.
Wir standen noch nie vor solchen Entscheidungen.Unsere anderen beiden Katzen (Geschwister) sind nun 16 Jahre, aber noch topfit.
Sollte ich eine zweite Meinung einholen? Habe eine klinikähnliche Praxis gefunden...
Unser Tierarzt ist sehr human und versucht nicht, einem nur Geld aus der Tasche zu ziehen. Er macht immer nur das, was wirklich nötig ist. Hatten vor ihm 2 andere Tierärzte, da hatten wir für selbe Leistungen teilweise das doppelte gezahlt und man hatte das Gefühl, es wird einem einiges aufgequatscht...
Ums Geld geht es mir nicht, wenn ich 1000€ bezahlen muss, dass es ihr wieder gut geht, würde ich das tun! Aber ich möchte ihr nichts zumuten, was unnötig ist und sie stresst...Ich weiß einfach nicht, was richtig ist!
Ist es normal, dass bei Verdacht auf Tumor oder eben unklare Ursache, kein Ultraschall oder ähnliches gemacht wird, um das heraus zu finden?
Ich hab einfach Angst, wenn das nicht besser wird und wir spätestens Montag wieder hingehen, dass er dann sagt, es bleibt nur einschläfern. Obwohl es vielleicht etwas sein könnte, wo man was dagegen tun könnte, wenn man genauer schaut. Versteht jemand, wie ich das meine??

Wir hängen grad nur noch da, heulen alle und sind verzweifelt...Wir versuchen natürlich, Schnurri (so heißt sie) das nicht spüren zu lassen. Schenken ihr wesentlich mehr Aufmerksamkeit als sonst, versuche immer wieder, dass sie wenigstens einen Happen isst oder was zu sich nimmt...Ich möchte nicht, dass sie leidet...Katzen zeigen das ja leider oft nicht...

Vielleicht weiß jemand Rat, kann aus Erfahrung sprechen oder sonst Tipps geben.

Herzlichen Dank! Liebe Grüße Jenny

doppelpack 09.08.2019 12:00

Die Einstellung des TA finde ich unmöglich. Aktuell wird eure Katze auf gut Glück „therapiert“ ohne ganz grundlegende Untersuchungen. Wenn man so natürlich Tiere „therapiert“, dann empfindet man eine Tierklinik auch als „Abzocke“.
Ich kann dir nur sagen, was ich schon längst getan hätte, Katze einpacken inklusive aller Unterlagen und ab in die Tierklinik und dort mal eine richtige Diagnose betreiben. Wenigstens Röntgenbilder und Ultraschall sollte man machen, dann sieht man auch, ob dort wirklich Flüssigkeit vorhanden ist. Diese kann man dann wiederum auch beproben.
Auch beim Blutbild hilft oft eine zweite Meinung.

Mir wäre der aktuelle Stand einfach zu wenig und wenn die Katze stirbt, würde ich mich immer fragen, ob man nicht fehlerhaft gehandelt hat. Aber ich kann nur für mich sprechen.
Ein guter TA ist für mich jemand, der seine eigenen Grenzen kennt und Hand in Hand mit externen Fachärzten zusammenarbeitet. Gute TA überweisen ihre Patienten und schüren keine Panik.

Der Den Katzen Dient 09.08.2019 12:28

Hallo Jenny,
ich würde es genau wie doppelpack machen und die Lüdde sofort in eine Tierklinik bringen.
Die haben doch andere Möglichkeiten der Diagnostik als dein TA.
Wenn es denn tatsächlich ein Tumor sein sollte, könnt ihr immer noch entscheiden was zu tun ist.
Ich hoffe dass es nicht so schlimm ist und es Schnurri bald besser geht!

Gruß Henry

kisu 09.08.2019 12:32

Zitat:

Zitat von doppelpack (Beitrag 6454606)
Ich kann dir nur sagen, was ich schon längst getan hätte, Katze einpacken inklusive aller Unterlagen und ab in die Tierklinik und dort mal eine richtige Diagnose betreiben. Wenigstens Röntgenbilder und Ultraschall sollte man machen, dann sieht man auch, ob dort wirklich Flüssigkeit vorhanden ist. Diese kann man dann wiederum auch beproben.
Auch beim Blutbild hilft oft eine zweite Meinung.

Ich sehe es ganz genau so wie doppelpack. Bitte verliert keine Zeit mehr und stellt die Katze am Besten noch heute in einer Tierklinik vor, zusammen mit allen Befunden und einer Aufstellung der verabreichten Medikamente.
Ich drücke die Daumen, dass ihr geholfen werden kann! Alles Gute für euch!

Petra-01 09.08.2019 13:16

Zitat:

Zitat von doppelpack (Beitrag 6454606)
Die Einstellung des TA finde ich unmöglich. Aktuell wird eure Katze auf gut Glück „therapiert“ ohne ganz grundlegende Untersuchungen. Wenn man so natürlich Tiere „therapiert“, dann empfindet man eine Tierklinik auch als „Abzocke“.
Ich kann dir nur sagen, was ich schon längst getan hätte, Katze einpacken inklusive aller Unterlagen und ab in die Tierklinik und dort mal eine richtige Diagnose betreiben. Wenigstens Röntgenbilder und Ultraschall sollte man machen, dann sieht man auch, ob dort wirklich Flüssigkeit vorhanden ist. Diese kann man dann wiederum auch beproben.
Auch beim Blutbild hilft oft eine zweite Meinung.

Mir wäre der aktuelle Stand einfach zu wenig und wenn die Katze stirbt, würde ich mich immer fragen, ob man nicht fehlerhaft gehandelt hat. Aber ich kann nur für mich sprechen.
Ein guter TA ist für mich jemand, der seine eigenen Grenzen kennt und Hand in Hand mit externen Fachärzten zusammenarbeitet. Gute TA überweisen ihre Patienten und schüren keine Panik.

Genau auf den Punkt gebracht.
Da schließe ich mich voll an.

JennyD84 09.08.2019 13:19

Danke euch für die Antworten!
Ihr bestätigt das, was ich gedacht habe! Habe einen Termin für 17.30 heute bekommen!
Ich hoffe so, ihr kann geholfen werden...

Unser Tierarzt meinte, wenn er uns in die Klinik schickt, sind wir gleich 1000€ los und es hilft nichts... Deswegen die Zweifel. Man vertraut den Ärzten ja, vorallem, wenn man noch nie in so einer Situation gewesen ist...
Dabei möchte ich nur, dass sie nicht leidet und ihr geholfen wird.

Danke für die Hilfe!

kisu 09.08.2019 13:29

Super!
Ich drücke euch so sehr die Daumen!! Alles Gute für Schnurri, bitte berichte weiter!

jasmine 09.08.2019 13:29

Sehr gut, das Ihr einen Termin in der Klinik gemacht habt.

Kann Euren Tierarzt nicht verstehen, denn wenn man seine Kosten mal zusammenrechnet, kommt da bestimmt auch eine gute Summe zusammen. Ihr wart doch jetzt fast jeden dritten Tag bei Ihm und er hat eigentlich nur mal ins Grüne behandelt ohne eine ausführliche Diagnostik.

Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, das es Eurer Katze bald besser geht.

JennyD84 09.08.2019 13:42

Danke fürs Daumen drücken! Ich hoffe es so sehr!!!

Werde heute Abend berichten!

Irmi_ 09.08.2019 13:43

Ich drücke auch die Daumen.

PS: ich war noch nie auf einmal 1000€ in der TK los.

kisu 09.08.2019 13:47

Zitat:

Zitat von Irmi_ (Beitrag 6454671)
PS: ich war noch nie auf einmal 1000€ in der TK los.

Pssst *flüster*...ich schon :D Das geht schnell. Gescheite Diagnostik + gleich Anbehandlung, das geht gut ins Geld. Aber wenn der Miez dadurch geholfen wird, ist das ja nebensächlich.

kisu 09.08.2019 21:49

Wie ist es gelaufen?

EmpireDiablo 11.08.2019 11:38

Ich wünsche euch ganz viel Kraft und hoffe, dass es eurer kleinen bald besser gehen wird!

JennyD84 14.08.2019 06:55

Hallo ihr Lieben, ich wünsche euch einen schönen Guten Morgen!

Tut mir leid, dass ich mich erst jetzt nochmal melde. Es ging ein wenig drunter und drüber, da mein Mann nun Urlaub hat, Kind hat noch Schulferien etc.

Wir waren ja Freitags in der Tierklinik. Die Chefärztin war in einer Not-Op, somit kam ich in die Sprechstunde zu einem älteren, aber sehr netten Herrn. Ich habe alle Unterlagen über verabreichte Medikamente der letzten Zeit und die Laborergebnisse der Blutuntersuchung vorgelegt.
Er schaute sich Schnurri gründlich an und durch meine Erzählungen meinte er, eventuell könnte es Fip sein. Aber auch das mit dem Tumor kann er nicht ausschließen. (Das mit dem Tumor sagte unser eigentlicher Tierarzt zuletzt auch). Da sie ja eine Depot-Cortisonspritze einen Tag zuvor erhalten hatte, konnte er nicht viel für sie tun und ihr nichts zum aufpäppeln geben, da es nicht wirken würde. Er riet uns, ein Ultraschall zu machen, um zu schauen, was im Bauch los ist...
Nunja, er meinte dann, aber er muss dazu sagen, wenn da ein Tumor gefunden wird, kann er mir nicht viel Hoffnung machen, weil sie ja so sehr abgebaut hat...Es täte ihm leid etc... Stand dann erstmal heulend da...

Samstag dann auf einmal...Schnurri wie ausgewechselt. Sie hat endlich wieder gefressen und nicht nur bisschen Soße geschlabbert. Sie war aktiv, lief unserer anderen Katze wie eh und je auf Schritt und Tritt hinterher, wollte schmusen und "redete" wieder mit einem. (man kann sich quasi mit ihr unterhalten und bekommt immer eine Antwort) :yeah:
So ging es weiter bis gestern. Wir haben Hoffnung geschöpft, denn wir merkten auch körperlich an ihr, dass sie etwas zu Kräften gekommen ist. Sie wetzte sich sogar die Krallen, was sie die letzten 3-4 Wochen gar nicht mehr gemacht hatte und dazu führte, dass sie ständig an Bettdecke etc hängen blieb.
Gestern war dann der Termin zum Ultraschall.... Leider hatten wir die Unterlagen nicht nochmal mitgenommen (ich ging davon aus, sie hatten sich das Freitag kopiert), deswegen war es für die Ärztin schwierig, auf die Laborergebnisse etc nochmal einzugehen. Ich solle die nun aber nachreichen und sie ruft mich dann nochmal an.
Der Ultraschall fiel leider gar nicht gut aus....:(:(:( Sie hat ein Lymphom und das schon recht groß (4x2cm), am Darm ist an einigen Stellen die Darmwand viel zu dick, was alles für Krebs spricht...Sie hat sich wirklich viel Zeit genommen und das schallen hat sicher ca 30min gedauert. Schnurri hat es super mitgemacht!
Nunja, letztendlich sagte sie...Feuchtes Fip kann sie definitiv ausschließen und eben das Lymphom und die partielle Verdickungen der Darmwand hat sie gefunden....Wir hätten nun 2 Möglichkeiten...Entweder, palliativ schauen, dass es Schnurri so lange wie möglich gut geht und sie schmerzfrei ist (so wie nun derzeit durch das Cortison) und wenn dies nicht mehr der Fall ist, sie erlösen...Oder man macht eine Biopsie um mehr herauszufinden über das Lymphom und dann je nach Ergebnis eine Chemo oder es könnte auch sein, dass selbst die keinen Sinn macht...Sie sagte, durch die Chemo gewinnt man meist 1-2 Jahre...
Sie möchte sich aber dennoch die Blutergebnisse noch anschauen, ich soll sie heute einscannen und rüber schicken...

Nunja, was soll ich sagen. Wir waren geschockt. Dadurch dass es ihr plötzlich so gut ging, hatten wir die Hoffnung, dass es doch nur ein Infekt o.ä ist. Man klammert sich halt an die Hoffnung.

Wir haben lange geredet...Wir möchten, dass Schnurri nicht leidet und nicht noch 100x zum Tierarzt muss, da das purer Stress für sie ist...Das mit der Biopsie, Chemo etc möchten wir ihr gerne ersparen. Zumal sie ja in keinem guten Zustand ist und aktuell noch viel zu dünn...(was sich nun hoffentlich durch das Fressen wieder bessert) Das Geld wäre mir total egal...(die Ärztin meinte, inkl. Chemo etc kommt da ein vierstelliger Betrag zusammen mit mind. einer 2 vorne) Wenn ich wüsste, es hilft ihr, es geht ihr dann gut, sie leidet nicht monatelang etc... Aber ich glaube (und bin da gespannt auf eure Meinung), dass es einfach nur egoistisch wäre, für 1-2 Jahre, sie das alles durchmachen zu lassen... Da möchte ich ihr lieber noch ein paar schöne Wochen und Monate (wie lange das gut gehen würde, kann die Ärztin natürlich nicht vorher sehen) bereiten und wenn es ihr nicht mehr gut gehen sollte, sie dann gehen lassen. Wir denken, es ist die richtige Entscheidung, auch wenn sie uns weiß Gott nicht leicht fällt...:(

Sorry für den langen Text!

Grüße Jenny

Asmara 14.08.2019 08:32

Liebe Jenny,

es tut mir so leid, dass Ihr so eine furchtbare Diagnose bekommen habt.

Ich finde Eure Entscheidung richtig und hätte ebenso entschieden. Für mich war immer klar, ich mache, was ich kann, aber in einem verträglichen Ausmaß.

Die Katze meiner Freundin hatte ein Lymphom und meine Freundin hat sich für die Chemo entschieden, weil sie doch noch relativ jung war und es ja noch eine Zweitkatze gab und die beiden zusammengehörten und erst frisch bei ihr waren. Das Jahr, das sie noch hatte, war nicht einfach. Es war viel Stress für alle und sie hat ihr ganzes Leben nach den Chemo-Terminen ausgerichtet, wohlwissend, dass die Heilungschance gering war. Auch wenn Katzen Chemo besser als wir Menschen vertragen, hat es die Kleine doch auch mitgenommen.

So schwer die Entscheidung für Euch auch ist, ich finde sie richtig und hoffe, Ihr könnt noch einige schöne Wochen oder sogar Monate mit Schnurri genießen.

Ganz liebe Grüße


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