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dine731 03.07.2019 13:52

Ich bin verzweifelt und bitte um Hilfe!
 
Hallo Zusammen,

ich bin mir nicht sicher, ob ich unter diesem Thema richtig bin, aber ich habe den Eindruck, dass etwas mit den Zähnen/Ohren/Hals meines 12 jährigen Katers Henry nicht stimmt. Vor ca. 5 Wochen wurde er mäkelig mit dem Futter, was allerdings keine Seltenheit ist. Ich habe ihn gut beobachtet. Der er Spondylosen und Arthrose hat, dachte ich, er habe vielleicht Schmerzen im Bewegungsapparat. Ich gab ihm daraufhin Traumeel und als keine Besserung eintrat habe ich ihm 2 Tage Metacam gegeben.

Vor drei Wochen bin ich dann mit Henry zum Tierarzt, damals hatte er bei einem Blut Schnelltest einen Kreatininwert in Höhe von 2,6. Die Vermutung lag bei CNI. Ich war darauf in der Woche bei meiner anderen Tierärztin, die Henry wegen seiner Wirbelsäuleprobleme akkupunktiert. f Weil mir das mit den Blutwerten keine Ruhe gelassen hat, habe ich sie gebeten ein großes Blutbild anfertigen zu lassen.

Das Ergebnis des Blutbildes war ein Schock. Er hat im Prinzip sehr markant zu wenig Leukozyten. Der Krea war wieder bei 1,6, von daher gehe ich davon aus, dass das evtl. ein tagesaktueller Ausreißer war, evtl. durch das verabreichte Metacam. Da ich diese Geschichte ja schon von meinem anderen Kater kenne, der zu Beginn des Jahres krank war und zu wenig Leukos hatte, kenne, bin ich direkt mit Ihm in die
Tierklinik und habe dort einen Herz und Organultraschall machen zu lassen.

Das Ergebnis war erstmal niederschmetternd:
Hermuskel ist altersgemäß verdickt, aber nicht extrem und die Leber wies mehrere Zysten auf. Der Arzt vor Ort sagte mir, man könne eine Biopsie machen lassen, um festzustellen, ob sich dahinter Tumore verbirgen, aber bei dem schlechten Blutbild würde er ihn nicht in Narkose legen wollen.

Daraufhin wurde ihm wiederl Blut abgenommen, um zu checken, ob die Leukos wieder angestiegen sind. Das war allerdings erst 6 Tage nach dem letzten Blutbild. Sie waren da mittlerweile von 1200 auf 2000 gestiegen. Der Arzt meinte daraufhin, dass wir in 7 Tagen wieder zur Blutkontrolle kommen sollen. Ich war zuerst wegen der evtl. Lebertumore fix und fertig, aber mittlerweile muss ich sagen, dass ich daran nicht so richtig glaube, dass dies die Hauptursache für sein schlechtes Befinden und sein Fressverhalten ist.

Zudem habe ich ihn in den letzten Tagen sehr genau beobachtet. Er hat großen Hunger, aber linksseitig scheint ihm das Ohr, der Hals oder die Zähne enorm weh zu tun. Ich meine auch, dass der linke Lymphknoten angeschwollen ist. Er lässt sich auch am linken Ohr nicht anfassen. Er schlackert immer wieder mit seinem Kopf, speichelt sehr viel und Futter lässt er stellenweise aus dem Mund fallen. Wenn er frisst schaufelt er eher mit der Unterlippe Futter rein. Heute Nacht hat er fast unentwegt seine Pfoten abgeleckt und er frisst von Tag zu Tag weniger. Wenn er schluckt, hört man regelrecht, dass ihm das schwer fällt. Es ist zumindest mit einem lauteren Schluck-Geräusch verbunden. Drei Ärzte sagen aber, dass die Zähne augenscheinlich nicht so schlimm sind und sein Befinden nicht damit zusammen hängen kann. Ich weiß aber von seinem Bruder, dass das sehr wohl der Fall sein kann. Auch die geringen Leukos hingen bei dem Bruder vermutlich mit den Zähnen zusammen. Er hatte aber noch wesentlich mehr, als Henry.

Hat vielleicht hier jemand eine Idee, was ich noch mit ihm machen kann? Was ist, wenn es die Zähne sind? Ich kann ihn doch mit diesen geringen Leukozyten nicht narkotisieren lassen, um ein Dentalröntgen zu veranlassen. Gibt es evtl. eine Möglichkeit ihm die Schmerzen zu nehmen (außer Metacam und Cortison) und ihn irgendwie zu stabilisieren, damit er diese Untersuchung überleben würde? Wäre es möglich, dass er eine Ohr/Hals Entzündung hat, ohne dass man etwas sieht von außen?

Hatte schon mal jemand ähnliche Erfahrungen oder hat eine Idee, was noch hinter den desaströsen Leukozyten-Werten stecken könnte?

Ich bin für jeden Tipp und jede Hilfe unendlich dankbar.

Liebe Grüße

Nadine mit Henry! :massaker:

little-cat 03.07.2019 15:31

Wurde der Kopf überhaupt geröngt? Es können die Zähne sein aber auch ein Tumor (zum Beispiel PEK kann im Kiefer aber auch Zunge auftreten). Ohrenentzündung ist auch nicht ausgeschlossen usw.

Mehr Diagnostik ist schlicht weg nötig.

insom5 03.07.2019 15:45

Klingt ja wie ein Teufelskreis: Schlechte Blutwerte, daher keine Narkose, daher keine ordentliche Diagnose...
Kommt mir komisch vor...
Es gibt ja auch Tierärzte, die Inhalationsnarkose machen, die weniger belastend sein soll. Vielleicht so jemanden suchen und Dentalröntgen machen lassen????

insom5 03.07.2019 15:48

Was sagen die Ärzte zum Thema "Krebs"?

dine731 03.07.2019 16:33

Hallo Little Cat,

erstmal vielen, lieben Dank für Deine Antwort. Der Kopf wurde nicht geröntgt. Die Ärzte meinten ja alle, es kann nicht an den Zähnen/Ohren/Hals liegen. Ich bin aber bei all den Symptomen davon überzeugt.

Was müsste denn als nächstes an Diagnostik her? Röntgenaufnahme vom Schädel und evtl. ein Abstrich vom Hals und von den Ohren? Ich werde versuchen für übermorgen einen Termin beim Zahntierarzt zu bekommen, dass da mal jemand mit professionellem Blick drauf schaut.

Gibt es sonst noch etwas, das ich untersuchen lassen könnte?

Liebe Grüße

Nadine und Henry

dine731 03.07.2019 16:36

Zitat:

Zitat von insom5 (Beitrag 6440324)
Was sagen die Ärzte zum Thema "Krebs"?

Bisher nicht viel. Sie haben mir eine Biopsie der Leber vorgeschlagen, aber das sei zu riskant wegen der Narkose sagen sie. Ich glaube auch nicht wirklich daran, weil seine Leberwerte eigentlich gut sind. Die Leukos sind auch wieder etwas gestiegen. Ich soll nun nochmal zur Kontrolle kommen.

Er wirkt auch ganz ehrlich nicht wie eine todkranke Katze. Ich weiß, wie er ist, wenn er kurz vor dem Sterben ist. Ich habe das bisher zwei Mal erlebt. Er ist einfach nur schlapp, müde und frisst schlecht, weil er das Futter nicht richtig reinschaufeln kann. (Meiner Meinung nach)

dine731 03.07.2019 16:37

Zitat:

Zitat von insom5 (Beitrag 6440323)
Klingt ja wie ein Teufelskreis: Schlechte Blutwerte, daher keine Narkose, daher keine ordentliche Diagnose...
Kommt mir komisch vor...
Es gibt ja auch Tierärzte, die Inhalationsnarkose machen, die weniger belastend sein soll. Vielleicht so jemanden suchen und Dentalröntgen machen lassen????

Ja, das mache ich. Ich mache mir morgen früh einen Termin bei einem Zahntierarzt. Der soll einfach mal draufschauen. Vielleicht muss die Narkose zum Röntgen nicht so dramatisch sein.

little-cat 03.07.2019 16:46

Zitat:

Zitat von dine731 (Beitrag 6440335)
Hallo Little Cat,

erstmal vielen, lieben Dank für Deine Antwort. Der Kopf wurde nicht geröntgt. Die Ärzte meinten ja alle, es kann nicht an den Zähnen/Ohren/Hals liegen. Ich bin aber bei all den Symptomen davon überzeugt.

Was müsste denn als nächstes an Diagnostik her? Röntgenaufnahme vom Schädel und evtl. ein Abstrich vom Hals und von den Ohren? Ich werde versuchen für übermorgen einen Termin beim Zahntierarzt zu bekommen, dass da mal jemand mit professionellem Blick drauf schaut.

Gibt es sonst noch etwas, das ich untersuchen lassen könnte?

Liebe Grüße

Nadine und Henry

Ja der Zahntierarzt ist gut. Erstmal dies.

Ich wurde auch die Lunge röntgen, wegen Krebsverdacht - Metatasen, falls er so eine Diagnose vermutet. Sicher ist sicher.

pfotenseele 04.07.2019 09:20

wurde ihm denn schon mal richtig in den hals geschaut??
bei einer hals/kehlkopfentzündung wird auch nicht gefressen. da wegen den schmerzen luft abgeschluckt wird, kommt es zusätzlich noch zu bauchweh.
bei einer leukopenie (zu wenige leukozyten) liegt oft ein virusinfekt zugrunde

Lehmann 04.07.2019 11:17

Stimme mit Pfotenseele überein. Ist die Katze schon mal auf FIV getestet worden? Da gehen die Leukos allmählich in den Keller, natürlich auch bei anderen Infekten. Niedrige Leukos bedeuten immer, dass das Immunsystem wegen eines Infektes angeschlagen ist.


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