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BananaRama 23.05.2019 12:30

Tierpsychologe o.ä. in Kiel und Umgebung
 
Hallo ihr Lieben,
ich hoffe mein Thema ist hier richtig. Ich bin auf der Such nach einem Tierpsychologen, Verhaltensexperten o.ä., der sich meine Wohnung ansehen würde und mir sagen könnte, was evtl. Stressauslöser für meine Katze sind, die leider seit längerem eine ideopathische Blasenentzündung hat :sad:.
Kennt hier jemand einen aus Kiel oder Umgebung und hat vll eigene Erfahrungen gemacht? Oder kann jemand allgemein seine Erfahrungen zu dem Thema schildern? Hat es etwas gebracht?
Wäre super, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte :)

Petra-01 23.05.2019 19:02

Ich kenne mich grundsätzlich recht gut mit Blasenentzündungen und Harngries aus.
Du kannst ja mal ausführlicher beschreiben wie die Symptome sind, was an Behandlung und Diagnose bisher gemacht wurde.
Auch Alter der Katze und Umgebung und ob sie alleine und in Gesellschaft lebt und alles was dir sonst einfällt.
Dann schau ich gerne mal was mir dazu einfällt.

BananaRama 24.05.2019 12:08

Hallo :), danke erstmal für deine beiden Antworten, ich schreibe nachher ausführlich zurück, sobald ich am PC bin, am Handy ist das immer so unübersichtlich, aber ich kann schonmal sagen, dass sie eine ideopathische Blasenentzündung hat, weshalb ich eine Weg suche, mögliche Stressquellen zu beseitigen und die Psyche zu unterstützen, ohne sie "zuzudröhnen", das wäre meiner Meinung nach der falsche Weg. Zylkene bekommt sie momentan einmal täglicheine Tablette übers Futter das scheint zu helfen, aber nicht genug. Bekommt sie jetzt über 2 Wochen, da sollte ja eigentlich der Effekt schon da sein :confused:

BananaRama 27.05.2019 14:53

Zitat:

Zitat von Petra-01 (Beitrag 6420814)
Ich kenne mich grundsätzlich recht gut mit Blasenentzündungen und Harngries aus.
Du kannst ja mal ausführlicher beschreiben wie die Symptome sind, was an Behandlung und Diagnose bisher gemacht wurde.
Auch Alter der Katze und Umgebung und ob sie alleine und in Gesellschaft lebt und alles was dir sonst einfällt.
Dann schau ich gerne mal was mir dazu einfällt.

Hallo,
jetzt habe ich Zeit, das ausführlich zu beantworten. Also laut Laboruntersuchung hat sie Sturvitkristalle, die waren auch später beim Ultraschall sichtbar und insgesamt wurde auch bei jeder Urinuntersuchung (oder Zuhause mit eigenen Teststreifen) Blut nachgewiesen. Auf Ratschlag der ersten Tierärztin habe ich sie dann mit mineralarmen Futter von VetConcept gefüttert, aber das Blut ging nicht weg und auch ihr Verhalten hat sich nicht geändert. Sie wurde inzwischen mehrmals mit Antibiotikum (erfolglos) und Entzündungshemmer (nur hilfreich während der Anwendungsdauer, Probleme kommen danach wieder).
Bin dann mit ihr in die Tierklinik, dort wurde die Blase punktiert und festgestellt, dass im Urin keine Bakterien sind und es sich um eine sterile (ideopathische) Blasenentzündung handelt. Mir wurde dann empfohlen ihr ihr normales Futter wieder zu geben und zusätzlich Zylkene. Zylkene scheint zwar etwas zu helfen, aber als ich das letzte Mal eine Probe auffangen konnte (konnte ich leider nicht ins Labor bringen, weil Sonntag war und die ja frisch sein muss), war weiterhin Blut nachweisbar.
Zu der Lebenssituation: sie lebt mit einem Kater zusammen (beide sind kastiert) seit sie klein ist, die beiden spielen zusammen und kuscheln, aber ich habe das Gefühl er ist manchmal (momentan nachts) etwas grob, da faucht sie ihn auch mal an und im Moment glaube ich, ist das ein Stressfaktor, ich weiß aber auch nicht, warum er das plötzlich so oft macht, da ich es allerdings nie sehe und nur höre, weiß ich nicht sicher, ob er wirklich so grob ist oder sie schnell gereizt ist, aber das kommt sich wohl aufs selbe raus. Sie wohnen in einer Zweizimmerwohnung mit Balkon, Freigang ist hier leider nicht möglich, sind sie aber so gewöhnt. Charakterlich ist sie sensibel und sehr vorsichtig/zurückhaltend.
Die letzten Tage scheint es etwas besser zu sein (sie macht wieder brav in ihr Katzenklo, nicht in die Badewanne und meckert weniger, aber ich musste ihr Anfang letzter Woche nochmal drei Tage Metacam geben, weil es ihr wieder schlechter zu gehen schien, ist immer schwankend). Kennst Du vll noch andere Mittel, die man dauerhaft zur Stärkung der Nerven geben kann? Also etwas Ähnliches wie Zylkene?

Petra-01 27.05.2019 19:36

Ich würde eher noch mal schauen ob der Harngries inzwischen aufgelöst und weg ist.

Wann wurde der Urin das letzte mal auf Harngries getestet?
Hast du je selber den ph vom Urin zuhause gemessen?
Wie war das letzt Ergebnis?
Hast du den Urin angesäuert um den Harngries aufzulösen?

Wenn weiter Harngries vorhanden ist und nicht entsprechend behandelt wurde ist es kein Wunder daß Blut im Urin ist.
Und durch die ständige Reizung der Blasenwand kommt es natürlich immer wieder zu Entzündungen.

Mineralarmes Futter löst das Problem nicht.
Wenn man Struvit auflösen will muß man den Urin ansäuern, z.B. mit Guardacid Tabletten.
Und man muß regelmäßig messen wie hoch der ph ist.

Bitte noch mal Werte nachreichen und meine Fragen oben bitte noch beantworten.

Und zu Zylkene, da berichten viele daß man das wesentlich höher dosieren soll und muß um einen Effekt zu sehen. Ich würde da die zwei bis dreifache Menge geben wie angegeben.

BananaRama 28.05.2019 21:57

Harngries wurde das letzte Mal in der Klinik untersucht, das war vor ca 3 Wochen. Habe es seitdem nicht mehr geschafft, eine Probe aufzufangen, da sie momentan brav ins Katzenklo, aber nicht, wenn die Spezialstreu drin ist. Wobei das Benutzen der Katzentoilette bei ihr ein gutes Zeichen ist.
Den pH-Wert Zuhause messen habe ich versucht, allerdings ist wirklich schwer zu erkennen, welcher pH-Wert exakt vorliegt (nur, dass er wohl irgendwo zwischen 5,2 und 6,0 liegt), obwohl das Indikatorpapier schon relativ genau den Bereich abdeckt. Und genau, ich hatte ihn mit dem Nassfutter von VetConcept, das speziell dafür konzipiert ist angesäuert, wobei die TA ja meinte, das wäre nicht weiter nötig (und da das ja durch Reduzierung des Magnesiums geschieht, in Zylkene aber extra Magnesium enthalten ist, würde das ja auch irgendwie sinnlos sein)
Das Blut kommt nicht vom Harngries. Am 26.3. wurde es festgestellt, da heißt es im Laborbefund "Kristalle (Struvit): +", also geringfügig vorhanden. Im Ultraschall einige Tage später war es auch zu erkennen, allerdings nur schwach. Am 29.4. waren keine Kristalle mehr im Urin, laut Labor und auch kurz darauf in der Tierklinik konnten keine Kristalle festgestellt werden, weder im Ultraschall, noch im Urin (durch Punktieren gewonnen), allerdings waren in jeder Probe, punktiert oder aufgefangen viele ("massenhaft" :() Erythrocyten. Blut wurde zweimal abgenommen, beide Male völlig in Ordnung.
Willst du noch spezielle Werte wissen?
Ich werde es mal versuchen, etwas höher zu dosieren, allerdings findet sie es nicht gerade lecker.
Welche Fragen habe ich übersehen? Habe versucht alle zu beantworten.
Und danke schonmal fürs Durchlesen und Tipps geben :).

Petra-01 29.05.2019 21:05

Der ph von 5,2 bis 6 ist zu niedrig!!
Bitte weniger ansäuern bzw. wieder normale Futter geben.
Der ph darf nicht unter 6,3 fallen weil dann statt Struvit Oxalat ausfällt. Das ist gefährlicher weil es sich nicht auflösen läßt.

Deshalb ist es immer wichtig daß man den ph regelmäßig mißt wenn man ein Spezialfutter gibt oder ansäuert.

Versuch mal mit Uralyt-u von Madaus zu messen, das hat einen Bereich von 5 bis 8 und zeigt eigentlich ziemlich genau an.

Und du kannst probieren wenn sie pinkelt den Teststreifen einfach noch schnell dazwischen zu halten. Mit etwas Übung geht das bei den meisten Katzen ganz gut.

BananaRama 02.06.2019 00:59

Oh, ich habe mich etwas vertan, ich meinte zwischen 6,2 und 6,8. Das ist tatsächlich auch das pH-Papier, das ich habe.
Das mit dem Testen, wenn sie auf die Toilette geht wird einiger Übung bedürfen, sie sitzt meist mehr oder weniger auf der Streu und freut sich nicht über Ablenkung.
Habe vor zwei Tagen wieder etwas auffangen können (natürlich leider wieder nicht zu Tierarzt-Zeiten), der Teststreifen hat wieder stark auf Blut und Leukozyten angeschlagen :(. Aber wenigstens hatte es augenscheinlich eine normale Farbe, also es ist wohl weniger, aber es geht einfach nicht weg.


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