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Miezekätzchen1 07.01.2018 21:51

Scheuer Kater ... wann 2. Katze dazu?
 
Also....ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, einen mittlerweile knapp 8 monatigen Jungkater, seines Zeichens Sohn einer Streunerkatze, welche quasi gemeinsam mit einer 2. Streunerkatze am Hof meiner Mutter geboren haben, bei mir aufzunehmen. Die anderen 4 der insgesamt 5 überlebenden Kitten wurden bereits vermittelt, dieser Kater ist übrig geblieben. Meine Mutter hat eine eigene Hauskatze (ist NICHT die Mutter der Kitten!!) und wollte die Jungen nicht behalten (hatte nur das Pech, dass ihr Hof den Streunern genug Unterschlupf bietet). Sie hat sie alle brav gefüttert und versucht, sie an Menschen zu gewöhnen...was solala gelungen ist.
Da Mitte November nun unser Sonnenschein Cookie (Boxerhündin) mit nur 13 Monaten wegen eines Nierenversagens über die Regenbogenbrücke gegangen ist :reallysad:, könnte ich diesen Kater ev. aufnehmen. Jetzt ist noch die Überlegung, ihm einen Spielkamerad zur Seite zu stellen. Da er aber doch noch ziemlich ängstlich ist (er war immer am ängstlichsten von allen), die Frage, gleich beim Einzug eine 2. Samtpfote dazu, die er ja noch gar nicht kennt. Oder zuerst an uns gewöhnen lassen und dann erst eine 2. dazu? Welche Paarung würdet ihr vorschlagen?
Es ist weder fix, dass ich mir den Kater nehme, noch die 2. Katze dazu....ich weiß aber, dass eine 2. Katze sicher gut für ihn wäre. Also es ist noch nichts fix, möchte mich einfach im Vorfeld schon mal informieren. Mein Herz wäre ja riesengroß, aber der Verstand redet doch auch noch mit *g*.
Danke und LG

Knilch 08.01.2018 00:03

Ich finde die Idee natürlich super :D.

Kannst du den notfalls Freigang bieten? Wenn er die ganze Zeit Freigang gehabt hat ist ungewiss, ob er sich mit Wohnungshaltung zufrieden gibt. Es kann sein, dass ihm die Erfahrung die er als Streuner machen musste schon reicht und er nicht mehr den Drang mach draußen hat, aber das kann dir von der Ferne keiner sagen.

Auch die Idee mit einem Spielkameraden ist gut. So junge Tiere sollten nie alleine gehalten werden, damit sie nicht die Kommunikation mit Artgenossen verlernen. Ich würde eine Mischung von deinen Ideen zur Zusammenführung vorschlagen. Den Streuner zu dir holen, davor tierärztlich durchchecken, kann sein, dass er Parasiten mitbringt und impfen. Wenn er gesund ist und die grundimmunisierung abgeschlossen ist einen Kumpel holen. Das kann ein paar Wochen dauern und er hat Zeit sich an eine Wohnung und an euch zu gewöhnen. Komplett zahm muss er nicht jt sein wenn ein Kumpel einzieht. Ein zahmer Kumpel kann ihm auch dabei helfen die Angst vor dem Menschen schneller zu verlieren.

Wichtig wäre, dass der Spielkameraden ein Kater wird. Kater raufen gerne während Katzen oft lieber fangen spielen mit wenig Körperkontakt. Katzen sind dann oft von dem Raufspielen der Kater überfordert.

Starfairy 08.01.2018 06:22

Wenn er in einer Scheune aufgewachsen ist und gefüttert wurde, ist das kein Streuner, der draußen um sein Überleben kämpfen mußte, sondern eine Hofkatze.
Und es gibt hier keinen Grund, warum er von draußen nichts mehr wissen möche.

Ich würde sagen, es ist fast sicher, das er Freigang brauchen wird.

Und die 2. Katze so schnell wie möglich dazu. Scheu gegenüber Menschen heißt keinesfalls, das eine solche Katze auch scheu gegenüber Katzen ist. Im Gegenteil, solche Katzen orientieren sich dann oft an den anderen Katzen und schauen sich ab, das Menschen gar nicht so gruselig sind.

Ein weiterer Kater, ca. gleiches Alter, und menschenbezogen wäre das beste als Partner. Und am allerbesten, wenn sie gleichzeitig einziehen könnten.

Miezekätzchen1 08.01.2018 06:33

Guten Morgen!
Danke für die Tipps. Wir wohnen hier ebenfalls auf einem stillgelegten Bauernhof, der Hof wäre einigermaßen ausbruchssicher, in die Umgebung mit Wiesen und Felder und Wald hinterm Haus kann/will ich ihn nicht recht lassen, da wir direkt vor der Haustür eine doch mehr befahrene Straße liegt.
Spielkamerad: nicht weit von mir würde bei einem Tierarzt zb ein "jugendliches schwarzes einäugiges Kätczchen" auf eine neue Familie warten, nachdem es von einem Auto angefahren, notoperiert und gleichzeitig kastriert wurde. Das würde mein mitleidiges Herz gleich aufnehmen wollen...sofern es noch wirklich eher jung ist...ich weiß nicht, wie lange man von "jugendlich" sprechen kann....halbes Jahr, 1 Jahr oder sogar 2 Jahre? Im November hab ich das 4. seiner Katzenkumpels vermittelt...ein Mädchen, an der ist er doch gehangen. Denn obwohl er sonst scheu war, ist er zu ihrer Transportbox gelaufen, obwohl ich in der Nähe war. Und ja, ein Tierarzt meinte auch, dass 2 kastrierte Kater wohl am besten zusammenpassen würden. Wie lange nach dem Einzug könnte ich mit der 2tkatze kommen?

Medizinischer Check: ja, da wäre gleich die nächste Frage: alles inkl. Kastration noch vor dem Einzug machen, damit ich ihn in der Eingewöhnungsphase nicht wieder rausreißen und "schockieren" muss?

LG

Knilch 08.01.2018 12:11

Einigermaßen ausbruchsicher ist bei jungen Katzen die die Welt endecken wollen so eine Sache:). ich glaube nicht, dass man einen kompletten bauernhof ausbruchsicher gestalten kann. Ausbruchsichere Gärten werden in der Regel mit einem 2 m hohen Netz/Zaun mit Überkletterschutz eingezäunt. Unten muss das so gesichert werden, dass Katze das Netz nicht einfach ausbuddelt. Bäume/Sträucher/sonstige Erhöhungen müssen im bereich des Zaunes beseitigt werden.

Also enweder schauen, dass der Hof ausbrichsicher wird oder mit kompletten Freigang rechnen. Wenn ihr eine befahrene Straße in der Nähe hat, kommt es darauf an ob die beiden Autos kennen, wie vorsichtig sie dabei sind und wie hoch das Verkehrsaufkommen ist. Und ob er sich überhaupt mit einem gesicherten Freigang zufrieden gibt wenn er kompletten Freigang kennt.

Katze/Kater kann sehr gut funktionieren wenn er kein raufbold ist und sie nicht so zimperlich. Den Charakter kannst du am besten einschätzen. Ansonsten musst du damit rechnen, den kater mehr auszulasten, damit er die Katze in Ruhe lässt.

Bei einem gemischten Pärchen auf jeden Fall vorher kastrieren. und den Jungsprund in jedem Fall schnell kastrieren, der ist schon geschlechtsbereit und kann auch jetzt schon decken.

Miezekätzchen1 08.01.2018 12:34

Der Innenhof ist mit Mauer und hohem Tor auf der einen Seite, mit Wohnhaus und Garagen auf 2 weiteren Seiten und einer Holzscheune auf der 4. Seite begrenzt....einzig die Holzscheune auf der 4. Seite könnte durchlässig sein - das müssten wir noch checken. Ansonsten dicht. Grün gibt es hier halt nicht, das gibt es nur außerhalb der Gebäude.

Ob er ein Raufbold ist kann ich nicht sagen. Derzeit teilt er sich den Platz mit der um rund 1 Jahr älteren Katze meiner Mutter, die ebenfalls Freigängerin ist. Ich glaub, dass sich die beiden nicht so schlecht verstehen, sie fressen auch zusammen - zumindest seh ich das, wenn ich sie mal füttere. Meine Mutter sieht das a bissal anders...ich weiß halt nicht, wie objektiv das ist, denn sie wollte die jungen Katzen eben weghaben weil fürchtet, dass die jungen ihre Katze vertreibt - diese Erfahrung hat sie nämlich in der Vergangenheit schon gemacht. Da haben Streuner, die sich eben auf ihrem Hof eingenistet haben, 2 total zutrauliche Kater vertrieben. ... alles nicht so einfach...

fairydust 08.01.2018 13:24

Schön dass Du dem jungen Herren ein sicheres Plätzchen bieten möchtest. :pink-heart:
Ich würde dazu tendieren ihm direkt einen Gefährten dazu zu setzen, also Einzug beider Katzen am selben Tag bei euch.
Der Gefährte sollte ebenfalls männlich und zwischen 8 Monaten und maximal anderthalb Jahren alt sein. Dann sollte das super passen.

Man sagt so allgemeinhin "einmal Freigang, immer Freigang", also Katzen die draussen geboren und aufgewachsen sind, lassen sich nicht zu reinen Wohnungskatzen machen und bestehen auf ihren Freigang.
Das wäre auch meine Erfahrung (meine Katzen sind alle draussen geboren und aufgewachsen), aber ich sehe deutliche Unterschiede im Verhalten meiner Katzen.
Ich habe Hardcore-Freigänger die bei Wind und Wetter unterwegs sind - gerne auch mal tagelang und ich hab Stubenhocker, die maximal die Pfoten vor die Türe setzen, ein wenig im Garten spazieren gehen und dann schnell wieder reinkommen.
Kann Dir natürlich keiner sagen, wie sich Dein Schützling entwickeln wird. Aber Freigang wirst Du ihm bieten müssen nach einer Eingewöhnungszeit.
Solange er nicht drängelt, würde ich ihn eh nicht rauslassen. Aber wenn er es einfordert, mach nach ca 6 Wochen die Türen auf.

Miezekätzchen1 08.01.2018 13:36

Also, mittlerweile weiß ich, dass das jugendliche, schwarze, einäugige Kätzchen ein Kater ist und seit Freitag im Tierheim untergebracht ist, da sich keine Besitzer gemeldet haben und es im Käfig des Tierarztes einen Lagerkoller bekommen hat. Der Tierarzt kann nicht so genau sagen, ob und wie scheu der Kater grundsätzlich ist, da er bei ihm ja nur schmerzhafte Erfahrungen gemacht hat (OP, Nachbehandlungen, Spritzen), glaubt aber, dass er grundsätzlich Menschen kennt, er hat sich von den Leuten, die ihn gebracht haben, hochheben lassen. Also ev. passt das Katzerl ja. Durch die Einäugigkeit ist er sicherlich ein bisschen eingeschränkt, sodass uneingeschränkter Freigang eh nicht ginge....also halb Haus- halb gesicherte Innenhoffreigangskatze dann.
LG

fairydust 08.01.2018 15:00

na das klingt doch nach dem perfekten Duo :D
Ich drück die Daumen dass alles nach Deinen Wünschen und Vorstellungen läuft.
Und freu mich schon mal auf Bilder von den beiden jungen Herren.... *hust*

Miezekätzchen1 08.01.2018 21:38

ich lass euch wissen, wie ich mich dann entschieden habe und wenn ich beide Samtpfoten nehme, gibt es auch mal ein Foto, wenn ich das mit dem Hochladen schaffe.
LG


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