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Arwena 13.05.2016 17:43

Kitten musste allein zu früh von der Mutter weg, was nun?
 
Hallo, ich habe folgendes Problem :

Am Montag war ich auf einem Bauernhof um mir dort geborene Kitten(ca 3 Woche alt zu dem Zeitpunkt, also habe ich damit gerechnet erst in 8 Wochen zwei kleine mitzunehmen ) anzuschauen, die abgeben werden sollten.
Nun ist mir aufgefallen das eines der kleinen der dürr war und extrem geschwollene und verkrustete Augen hatte. Ich schloss in dem Moment auf eine schwere Katzen schnupfen Infektion.
Da sich von dem Bauern aus nicht um die kleinen gekümmert wurde, habe ich dem Kleinen kurzerhand mitgenommen, weil ich seine Überlebenschancen sehr gering einschätzte.
Da ich schon mal einen Findlingswurf aufgezogen hatte wusste ich auch was da auf mich zu kommt.
Am nächsten Tag war ich direkt beim TA und dort wurde mir gesagt das der Kleine kurz davor war seine Augen zu verlieren. Der TA verschrieb dann augensalbe und ein Antibiotikum.
Mittlerweile sieht er schon viel besser aus, nimmt die Flasche gut an und tollt durch das improvisierte Gehege.

Nur ist das allein sein natürlich überhaupt nicht gut für ihn(er will umbedingt spielen aber mit Menaschen geht das natürlich nicht so gut) und ich überlege schon jetzt ein weiteres Kitten aus dem Wurf dazu zu holen. (Auch die anderen hatten leicht verklebte Augen aber wahren zumindest fit).
Mein Dilemma dabei ist nur ein weiteres Kitten viel zu früh von der Mutter zu trennen ist natürlich überhaupt nicht gut. Anderseits würde ich das zweit schwächste nehmen und es hier besser behandeln können.

Erst ein Mal entschuldige für den langen Text, aber weiter Meinungen würden mir sehr weiterhelfen!

Vielen Dank im Voraus

Barbarossa 13.05.2016 17:51

Kauf dem Bauern schnellstens die arme Katze ab und nimm die anderen zwei Kleinen auch mit. Dann hast du wirklich Gutes getan und musst kein schlechtes Gewissen haben. Klar, das kostet. Ich jedenfalls könnte das gesehene Elend nicht einfach so ausblenden.

Ein Gang ins TH wäre letztlich preiswerter gekommen... Wer billig kauft, legt meistens drauf.

Arwena 13.05.2016 18:02

Darüber habe ich auch nachgedacht, der Bauer meinte jedoch am Mittwoch war ein TA da und hätte die anderen behandelt. Ob das so vertrauenswürdig ist weiß ich jedoch nicht.
Im Tierheim war ich vorher schon, die hatten jedoch nur 4 Katzen da (zum Glück) die waren aber alle nur reine Wohnungskatzen , da ich aber sehr abgelegen auf dem Land wohne möchte ich einen Freigänger.

Um die Kosten geht es mir sowie so nicht. Sonst hätte ja auch kein krankes Tier mitgenommen.

Mir ging es eher darum, dass eine Trennung von der Mutter vor der 12 Woche möglichst vermieden werden sollte.

nikita 13.05.2016 18:20

Wenn es dir nicht um die Kosten geht, nimm doch vorübergehend die Mama mit allen Kleinen bei dir auf. Dann könntest du alle Äuglein behandeln, die Kleinen mit 12 Wochen vermitteln und die Mama kastriert zurückgeben.

Sulaika2005 13.05.2016 18:24

Ja, genau so wie Nikita schrieb, würde ich das auch machen! Wenn es dir nicht um die Kosten geht, was hindert dich?

Arwena 13.05.2016 18:26

Das würde ich ja machen, aber die Mama ist total wild lässt sich überhaupt nicht anfassen und reagiert aggressiv, auch wenn sie nicht in der Nähe der Kleinen ist. So kann ich die einfach nicht aufnehmen.

Würdet ihr mir denn empfehlen alle ohne die Mutter mitzunehmen? Eines müsste ich dann leider weiter vermitteln.

coinean 13.05.2016 18:46

Leih Dir eine Falle vom nächsten TSV!

Gissie 13.05.2016 19:02

Mit der Falle die Idee ist ja ganz gut, aber was dann? In die Wohnung kannst du sie nicht sperren, vermutlich hat sie auf dem Bauernhof maximal ne Scheune. Schwierig die jetzt umzusiedeln. Schon gar nicht in geschlossene Räume. Gibt es bei dir in der Nähe vielleicht einen Katzenschutzverein, wo du dir Hilfe holen könntest?
Vielleicht bin ich auch zu ängstlich,aber wenn sie sowieso schon wild ist, mit Umzug und Kitten, nicht daß sie noch aggressiver wird.

coinean 13.05.2016 19:13

Zitat:

Zitat von Gissie (Beitrag 5597974)
Mit der Falle die Idee ist ja ganz gut, aber was dann? In die Wohnung kannst du sie nicht sperren, vermutlich hat sie auf dem Bauernhof maximal ne Scheune. Schwierig die jetzt umzusiedeln. Schon gar nicht in geschlossene Räume. Gibt es bei dir in der Nähe vielleicht einen Katzenschutzverein, wo du dir Hilfe holen könntest?

Nein, das ist mit Verlaub gesagt, komplett falsch.

Was glaubst Du, wieviele Katzen an Futterstellen weggefangen werden müssen und auf Pflegestellen oder ins Tierheim müssen, weil sie nicht dorthin zurück können?
Bei uns gibt es das in rauhen Mengen.

Arwena 13.05.2016 19:35

Also dank der Hilfe meiner Mitbewohnerin und meines Freundes ist es machbar neben Beruf (wo ich zum Glück zum Teil zuhause arbeiten kann) Kitten per Hand aufzuziehen, auch wenn mit Schlafmangel ect. Aber eine wilde, aggressive Katze die keinerlei Wohnung gewohnt ist zu den Kitten aufzunehmen ist da nicht mehr möglich.

Ich werde jetzt wahrscheinlich die anderen beiden morgen holen gehen. Der TA hat mir morgen einen Termin eingeräumt.

Maiglöckchen 13.05.2016 20:00

Dann fang die Mutter wenigstens mit der Falle ein, um sie kastrieren zu lassen, sonst nimmt das Elend ja nie ein Ende.

Arwena 13.05.2016 20:03

Da die Katze offiziell im Besitz des Bauers ist, kann ich da recht wenig machen. Dazu wäre die Zustimmung dieses nötig, und als ich ihm das am Montag riet war er dagegen . Leider gibt es immer noch kein Gesetz zur Kastration in Deutschland.

Barbarossa 13.05.2016 21:10

Zitat:

Zitat von Arwena (Beitrag 5597944)
Eines müsste ich dann leider weiter vermitteln.

Warum? Du hast Platz und genügend Geld. Du kannst auch drei Katzen ein schönes Zuhause bieten.

Dennoch ist es am wichtigsten die Mutter zu kastrieren, bevor sie die nächsten kranken Kätzchen bekommt.

PS: Und du meinst, der Bauer merkt, dass eine wilde Katze kastriert wurde? Sie bekommt keinen Nachwuchs mehr, das wird er vllt. noch mitbekommen. Mehr nicht.

Maiglöckchen 13.05.2016 21:12

Zitat:

Zitat von Arwena (Beitrag 5598061)
Da die Katze offiziell im Besitz des Bauers ist, kann ich da recht wenig machen. Dazu wäre die Zustimmung dieses nötig, und als ich ihm das am Montag riet war er dagegen . Leider gibt es immer noch kein Gesetz zur Kastration in Deutschland.

Das stimmt nicht so ganz. Viele Landkreise haben bereits eine Kastrationspflicht. Sollte Euer Landkreis dazu gehören, könntest Du das nutzen, um Druck auf den Landwirt zu machen. Oder Du holst eine Tierschutzorga ins Boot, die bei dem Herrn mit etwas Nachdruck auftritt.

Du hast dem Bauern zur Kastration geraten, aber ihm nicht angeboten, sie zu bezahlen? Das wäre noch einen Versuch wert.

Gissie 13.05.2016 21:37

Zitat:

Zitat von coinean (Beitrag 5597997)
Nein, das ist mit Verlaub gesagt, komplett falsch.

Was glaubst Du, wieviele Katzen an Futterstellen weggefangen werden müssen und auf Pflegestellen oder ins Tierheim müssen, weil sie nicht dorthin zurück können?
Bei uns gibt es das in rauhen Mengen.


Ok, deshalb ja mein Vorschlag mit Katzenschutzverein.
Die haben die Möglichkeiten auch wilde Katzen sicher unterzubringen und vor allem die Erfahrung damit.
Ich persönlich würde es mir nicht zutrauen eine erwachsene,wilde Katze samt Kitten hier aufzunehmen, obwohl mein Eddie auch keine Menschen kannte.


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