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engelsstaub 18.10.2012 17:52

Tierkrankenversicherungen
 
Hi,

da der so wirklich wertvolle Thread bezüglich Tierkrankenversicherungen gelöscht wurde, möchte ich gerne einen neuen eröffnen.

Es gibt sicher viele Argumente für und gegen eine in unserem Falle Katzenkrankenversicherung. Ich hatte bisher sehr gute Erfahrungen mit der Versicherung gemacht und alle Katzen versichert.
Mir geht es, wie es in dem Thread mal war, um Beratung, Austausch und Erfahrungen.


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Zum GOT-Satz mag ich das ausführliche Beispiel schreiben:

Also nochmal. Tierärzte rechnen nach dem 1-3 fachen Satz (nach GOT) ab.
Beispiel: Du gehst an einem Dienstag gegen 16 Uhr ganz normal zur Sprechstunde. Eine allgemeine Untersuchung kostet (fiktiv) 10 Euro nach dem 1-fachen Satz, nach dem 2-fachen Satz 20 Euro. In der Regel rechnen Tierärzte in der normalen Sprechzeit nach dem 1-2-fachen Satz ab.

Notfall an einem Sonntag. Du musst zur Notfallsprechstunde, in die Tierklinik, oder was auch immer. Der Satz kann vom 2, wasweißich bis 3-fachen Satz betragen. Beim 3-fachen Satz kostet es dann schon 30 Euro für die allgemeine Untersuchung. Eine Röntgenaufnahme nicht 80, sondern 240 Euro.

Die Versicherung bezahlt den 2-fachen Satz (wenn du das wählst) und die Differenz bezahlst dann du. Macht sich in einem Notfall extrem bemerkbar.


Generell würd ich immer zum 2-fachen Satz versichern. 1-2 facher Satz ist in der regulären Sprechzeit völlig normal. Ich weiß nicht, wie die Tierärzte das festlegen. Bin ja keine TÄ.

JakeJenna 18.10.2012 17:55

Wir haben unsere beiden auch bei der Uelzener Verischert mit der Vollschutzversicherung.
Bis jetzt haben wir sie glücklicherweise noch nicht gebraucht.

*Corinna* 18.10.2012 21:04

Ich kann zwar noch nichts beisteuern, weil ich gerade erst darüber nachdenke, unsere Miez zu versichern (nachdem ich innerhalb einer Woche über 100,- € ausgeben musste), freue mich aber über den neuen thread!

Und natürlich eine Anfängerfrage: Muss ich beim Abschluss angeben, dass die Katze gerade in Behandlung ist?

Lady_Rowena 18.10.2012 21:19

*abonniert*

Danke für das Eröffnen eines neuen Threads, engelsstaub.

Bei uns läuft es wohl auch auf die Uelzener hinaus.
Vielleicht kannst du mir sogar direkt zwei Fragen beantworten?

1. frage ich mich, wie das wohl mit "Vorerkrankungen" z.B. bezüglich Herpesverdach aussieht. Weißt du da etwas drüber oder hattest sogar einen ähnlichen Fall? :)

2. eine allgemeinere Frage:
Beim Vergleich ist mir aufgefallen, dass die Agila Tierversicherung explizit Homöopathie angibt zu übernehmen.
Die Uelzener schweigt sich laut Internetseite hingegen darüber aus.
Übernehmen die das gar nicht? Übernehmen die vllt nur THP nicht? Oder übernehmen die vielleicht die Kosten, wenn es ein eingetragener und praktizierender TA ist, der sich mit Homöopathie auskennt?
Man weiß ja nie, ob man sowas vielleicht mal brauchen könnte... :o


Ansonsten hoffe ich auch auf so einen regen Austausch und viele Informationen wie im alten Thread :)
LG

betty78 18.10.2012 21:44

Hallo ihr,

ich interessiere mich auch brennend für dieses Thema, hab letztens schon mal im Netz quer gelesen.

Nachdem ich letztes Jahr für Fussel schon allein 2000 Euro TA- bzw. TK-Kosten hatte, überlege ich, ob ich vielleicht doch mal Anfragen stelle. Fussel weiß ich gerade nicht, wie alt sie ist. Sie dürfte jetzt 3 Jahre alt sein.

Wie ist das eigentlich, da sie ne reinrassige ist (ohne Papiere) - weiß da wer, ob sie als Rassekatze oder als Hauskatze zählt?

Resl ist 5 seit Juli und bis jetzt topfit.

Letztes Jahr hatten wir Calici - ist aber bis jetzt nicht wieder aufgetreten.

Gibts da irgendwelche Erfahrungen?

Kastallia 18.10.2012 22:04

Ich hätte da auch eine Frage, da ich im Moment auch am überlegen bin eine Katzenversicherung abzuschließen.
Man kann zu Beginn angeben welche Laufzeit der Vertrag hat. Wenn ich nun 10 Jahre Laufzeit habe, aber meine Katze nach 2 Jahren stirbt, wie läuft das dann?

engelsstaub 18.10.2012 23:56

Zitat:

Zitat von Lady_Rowena (Beitrag 3410384)
*abonniert*

Danke für das Eröffnen eines neuen Threads, engelsstaub.

Bei uns läuft es wohl auch auf die Uelzener hinaus.
Vielleicht kannst du mir sogar direkt zwei Fragen beantworten?

1. frage ich mich, wie das wohl mit "Vorerkrankungen" z.B. bezüglich Herpesverdach aussieht. Weißt du da etwas drüber oder hattest sogar einen ähnlichen Fall? :)

2. eine allgemeinere Frage:
Beim Vergleich ist mir aufgefallen, dass die Agila Tierversicherung explizit Homöopathie angibt zu übernehmen.
Die Uelzener schweigt sich laut Internetseite hingegen darüber aus.
Übernehmen die das gar nicht? Übernehmen die vllt nur THP nicht? Oder übernehmen die vielleicht die Kosten, wenn es ein eingetragener und praktizierender TA ist, der sich mit Homöopathie auskennt?
Man weiß ja nie, ob man sowas vielleicht mal brauchen könnte... :o


Ansonsten hoffe ich auch auf so einen regen Austausch und viele Informationen wie im alten Thread :)
LG

Oh...gleich so viele Fragen. Mich freut es, dass das Thema interessant ist.

Bei der Uelzener wird Homöopathie übernommen, wenn diese von einem vet.med. verordnet wird! Nicht von einer/einem THP verordnet. Kann ich bestätigen, da meine TÄ auch homöpathische Mittel verabreicht.

Bezüglich Herpes würden vermutlich Folgeerkrankungen ausgeschlossen. Ich hab hier das Beispiel Bruno. Er leidet unter Asthma. Laut telefonischer Auskunft werden alle Erkrankungen bezüglich Asthma ausgeschlossen.
Das schließt aber eine bakterielle Inkfektion nicht aus! Ich weiß aus Erfahrung, dass von den Tierärzten bzw. Tierkliniken Berichte angefordert werden. Das sind dann Einzelfallentscheidungen.
Das war bei Josie der Fall. Sie wurde frühzeitig genug bei einem TA vorgestellt, untersucht und keine Vorerkrankung war ursächlich für den Krebs. Das war nachvollziehbar, dokumentiert und bestätigt. Trotz Giardien nebst Behandlung wurden die Kosten beglichen.

Generell: Telefoniert bitte mit den Versicherungen und gebt aktuelle Erkrankungen und Vorerkrankungen an. Ihr werdet dort gut beraten. Tarzan war wirklich ein Ausnahmefall. HCM, Epilepsie und zweifacher Bandscheibenvorfall sowie Herpes...das wird sich keine Versicherung "ans Bein binden". Verständlich!
Ich wurde immer sehr nett und ehrlich beraten. Es gab keine komischen Klauseln im Vertrag. Ihr bekommt erst mal schriftlich einen Vertrag, den ihr durchlesen könnt. Bei Unsicherheiten, immer nachfragen und ggf. alles schriftlich fixieren lassen. Ich wurde halt wirklich bei der Uelzener noch nie enttäuscht oder gelinkt.

Bruno mit seinem Asthma wurde vollschutzversichert. Bisherige Behandlungen auch bezahlt. Leonard mit Giardien in seiner Biografie wurde komplett versichert und auch die folgende Behandlung bezüglich Giardien wurde übernommen. Ebenso weitere Durchfallerkrankungen. Das ist schon sehr kulant, finde ich.

Am Telefon sicherte man mir zu, dass die Berichte der Tierärzte sehr genau geprüft werden. Ist eine Vorerkrankung nicht ursächlich für die Behandlungen, wird bezahlt. Das kann ich einfach nur zu 100% bestätigen. Giardien waren die Ausnahme---> Parasiten!

engelsstaub 18.10.2012 23:57

Zitat:

Zitat von Kastallia (Beitrag 3410484)
Ich hätte da auch eine Frage, da ich im Moment auch am überlegen bin eine Katzenversicherung abzuschließen.
Man kann zu Beginn angeben welche Laufzeit der Vertrag hat. Wenn ich nun 10 Jahre Laufzeit habe, aber meine Katze nach 2 Jahren stirbt, wie läuft das dann?

Bei der Uelzener bist du sofort ab dem Todestag raus aus dem Vertrag und die monatliche Zahlung, die evtl. bereits geleistet wurde, wird zurückbezahlt. War bei Josie so. Der Vertrag wurde für 10 Jahre abgeschlossen. Ich hatte noch nicht mal gekündigt; die Uelzener hatte mich angeschrieben nach dem Bericht und den Vertrag von sich aus gekündigt und sehr nette Worte gefunden für den Verlust.
Leider lief der Vertrag für sie nicht annähernd 10 Jahre. :sad: Ich wurde da 0 übers Ohr gehauen!

engelsstaub 19.10.2012 00:09

Zitat:

Zitat von betty78 (Beitrag 3410440)
Hallo ihr,

ich interessiere mich auch brennend für dieses Thema, hab letztens schon mal im Netz quer gelesen.

Nachdem ich letztes Jahr für Fussel schon allein 2000 Euro TA- bzw. TK-Kosten hatte, überlege ich, ob ich vielleicht doch mal Anfragen stelle. Fussel weiß ich gerade nicht, wie alt sie ist. Sie dürfte jetzt 3 Jahre alt sein.

Wie ist das eigentlich, da sie ne reinrassige ist (ohne Papiere) - weiß da wer, ob sie als Rassekatze oder als Hauskatze zählt?

Resl ist 5 seit Juli und bis jetzt topfit.

Letztes Jahr hatten wir Calici - ist aber bis jetzt nicht wieder aufgetreten.

Gibts da irgendwelche Erfahrungen?

Ob Rassekatze oder Hauskatze...das ist egal.

engelsstaub 19.10.2012 00:33

Zitat:

Zitat von *Corinna* (Beitrag 3410339)
Ich kann zwar noch nichts beisteuern, weil ich gerade erst darüber nachdenke, unsere Miez zu versichern (nachdem ich innerhalb einer Woche über 100,- € ausgeben musste), freue mich aber über den neuen thread!

Und natürlich eine Anfängerfrage: Muss ich beim Abschluss angeben, dass die Katze gerade in Behandlung ist?

Ja. Das sollte angegeben werden und wird auch erfragt. :)

Mikesch1 19.10.2012 07:29

Ich habe meine auch bei der Uelzener. Bin ebenfalls zufrieden.

Ich habe die Versicherung online abgeschlossen. Bei meinen ersten, Ole, Miezi und Lilly, musste die TA ein Attest über den Gesundheitszustand ausstellen. Ole leidet an sozusagen chronischem Zahnstein und muss jedes Jahr entsprechend behandlet werden. Das haben die dann ausgeschlossen:( Da sowohl Miezi als auch Lilly zu dem Zeitpunkt deswegen in Behandlung waren, aber erst 1 bzw. 1,5 Jahre alt waren, wollte die Vers. dieses auch bei den Mädels ausschließen. Habe dann mit ihnen verhandelt, weil es ja eine einmalige Sache war (hoffentlich) und sie wurden nur 1 Jahr in der Beziehung ausgeschlossen. Ole war zu dem Zeitpunkt ja schon 5 oder 6 Jahre alt, das blieb dann leider so. Nachdem Miezi verstarb :( haben die mich auch angeschrieben und die Vers. wurde sofort beendet.

Meine Mäuse Polly und Maya habe ich ebenfalls online versichert und musste keine Gesundheitsatteste mehr abgeben. Es wurden auch keine Gesundheitsfragen im Antrag gestellt.

Im Frühjahr habe ich sogar meine 18 Jahre alte Pflegekatze über die Tochter ihres verstorbenen Dosivaters versichern können. Es waren auch keine großen Vorerkrankungen da und die alte Dame ist fit. Und das GsD bis heute. :)

Uelzener hatte für mich den Pluspunkt, dass es da keine jährlichen Limits gibt, wie es bei anderen z. B. der Fall ist.

Upserle 19.10.2012 07:31

Meine sind auch bei der Ulzener versichert und ich war z.T. schon recht froh darüber, denn ich hatte mal eine Phase wo sie sich gegenseitig angesteckt habe und dann mal für ein Quartal monatlich ca. 300-400 TA-Kosten.

Aber als Anmerkung unseren Päppelkater haben die auch früher versichert, man muss dabei dann nur anrufen oder zu einem Versicherungsbüro gehen.

Die Versicherung ist echt Top, aber sie zahlt auch nicht alles, daher gut die Bedingngen lesen, Laborkosten ohne anschl. Behandling werden nämlich nicht übernommen, ich hatte so einen Fall.

Inge59 19.10.2012 08:02

Zitat:

Zitat von Kastallia (Beitrag 3410484)
Ich hätte da auch eine Frage, da ich im Moment auch am überlegen bin eine Katzenversicherung abzuschließen.
Man kann zu Beginn angeben welche Laufzeit der Vertrag hat. Wenn ich nun 10 Jahre Laufzeit habe, aber meine Katze nach 2 Jahren stirbt, wie läuft das dann?

Dann erlischt die Versicherung. Jedenfalls ist das bei der Uelzener Vers. so.
Mecki und Mieki habe ich dort beide in der Vollversicherung und bin sehr zufrieden.

locke1983 19.10.2012 08:11

Meine drei sind bei der Uelzener vollversichert.

Bis jetzt wurde alles anstandslos gezahlt. Und ich habe gerade dieses Jahr einiges gehabt (Schwanzabriss bei Wookie, Hautprobleme bei Piper, Zahn OP bei Luna). Ok, Lachsöl wurde mal nicht übernommen. Aber damit kann ich leben.

Meine Tierklinik stellt mir eine Rechnung mit Zahlungsziel aus - so brauche ich noch nicht mal in Vorkasse zu treten ;)

Ich habe die drei versichert, als sie noch kein Jahr waren. Fragen zum Gesundheitszustand hat die Uelzener der Tierklinik nicht gestellt.

Gwion 19.10.2012 08:15

Zitat:

Zitat von Upserle (Beitrag 3410745)
Laborkosten ohne anschl. Behandling werden nämlich nicht übernommen

Sprich, eine Vorsorgeuntersuchung kann man selbst zahlen?
Oder gilt Labor plus "Inspektion" vom TA als Behandlung (bzw. wenn der TA dann halt Krallen kürzt oder sonst "behandelt")?


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