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Parasiten Flöhe, Giardien, Würmer und Co - Woran erkennt man sie? Was kann man dagegen tun?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 30.10.2013, 12:54
  #16
JuttaM
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Oje, ich habe meine beiden letzten Dienstag mit Effipro behandelt.
Am Mittwoch bekam Foxi abends einen epileptischen Anfall, den ersten seit 7 Monaten wieder.

Ich habe direkt ans Spot-on gedacht, habe es dann aber doch als Zufall abgetan.
War es vielleicht doch keiner?
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Alt 06.01.2014, 12:45
  #17
Syrina
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Syrina
 
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Standard

Ich füge hier auch noch eine schlechte Erfahrung mit Frontline an.

Gremlin (Mama von meinen Bärchen) war allergisch auf Frontline. Sie wurde damit beim Tierarzt behandelt und die Haut wurde ganz rot und wund und sämtliche Haare an der Stelle sind ausgefallen. War auch bestimmt nicht angenehm für sie. Wir haben sie dann mit Salbe behandelt und es hat länger gedauert bis die Haare nachgewachsen sind.
Syrina ist offline  
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Alt 24.03.2014, 13:46
  #18
Katzen Ma
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Idee Vorsicht, Katzenvergiftungsmittel!

Hi,

Mittel wie Frontline oder Stronghold sind hochgiftig.
Ich habe das Stronghold auch mal verabreicht, wobei meine beiden Kater ausflippten. Sie rannten danach wie verrückt durchs Haus und der eine hat dann vor sich hin gefaucht. Weiß der Himmel, wie die beiden das Mittel in seiner Wirkung im Körper spürten, aber sie fühlten sich anscheinend vergiftet.

Beide haben dann eine Woche lang immer wieder gebrochen und zeitweise auch Durchfall gehabt.
Die Ohrmilben sind wiedergekehrt, weil ich das Mittel nicht nochmal verwendet habe und es auch ganz sicher nicht mehr tun werde.

Diese Mittel sind wie hochgiftige Pestizide, so wie RoundUp von Monsanto.
Ich bin sicher, dass sowas Folgeschäden für die Katzen hat - Leberschäden, Allergien oder allgemeine Immunschwäche.

Meine Kater werden sich künftig eher wild kratzen, bevor ich sie nochmals so vergifte.

Ich versuche jetzt ein natürliches Milbenöl einzusetzen, von AniForte.

Ausserdem lege ich auf die Kuschelplätze meiner Kleinen weiche Decken, die ich jede Woche bei 50 Grad und mit Desinfektionsspüler wasche.

Alles vielleicht etwas unbequemer, aber dafür werden sie gesund und giftfrei bleiben.

Wenn jemand noch Tipps für ungiftige Flohbekämpfung hat - her damit!

Liebe Grüße, KatzenMa
Katzen Ma ist offline  
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Alt 24.03.2014, 14:42
  #19
Peikko
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Ich hatte bisher mit keinem von beiden Probleme bei meinen Katzen. Und auch in der Praxis haben wir so gut wie keine Probleme erlebt. Eher bei einem spot on Wurmmittel. Profender.
Peikko ist offline  
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Alt 24.03.2014, 16:52
  #20
JuttaM
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Gut, dass mir dieser thread gerade nochmal über den Weg gelaufen ist.
Hatte eigentlich vor, nächste Woche Spot on zu kaufen, weil jetzt der Frühling da ist und evtl. Floh-Viecher im Garten aktiv werden.
Ich glaube, ich lass es lieber. Meine beiden hatten noch nie Flöhe oder Zecken o.ä.
Ich werde einfach immer besonders gut kontrollieren.
Fixi ist fast weiß und da sieht man Flöhe sicher gut, sollten welche auftauchen.
Der dunkle Foxi geht seltener raus und hat daher vermutlich dünneres Fell. Da sieht man es wohl auch ganz gut.
Er ist seit ein paar Wochen anfallfrei, da riskierte ich lieber nichts.
JuttaM ist offline  
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Alt 25.03.2014, 19:10
  #21
Zugvogel
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Zitat:
Zitat von Katzen Ma Beitrag anzeigen
weiche Decken, die ich jede Woche bei 50 Grad und mit Desinfektionsspüler wasche.
Achtung bei Desinfektionsmitteln, auch die sind nicht das Gelbe vom Ei. Es gehen damit zuviel gute Bakterien der Hautbesiedlung kaputt, das macht dann die Haut wieder anfälliger.

Wenn Du die Decken immer wieder ein paar Tage in den Tiefkühler legst, evtl. vorher mit Neem besprühst, kannst Du auch sicher sein, daß kein Floh überlebt.



Zugvogel
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Alt 27.07.2014, 18:40
  #22
tscso
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Registriert seit: 2010
Beiträge: 4
Standard Was tun und was nicht gegen Parasiten

Fipronil ob als spot-on oder als Spray (Frontline, EffiPro, Broadline, und diverse Weitere) führt zu massiven neurologischen Schäden der Katze, sobald auch nur kleinste Mengen davon vom Fell in den Organismus gelangen, also z. B. Durch lecken oder putzen.

Diese Ausfälle können trotz korrekter Dosierung sogar zum Tod der Katze führen, ich musste diese Erfahrung nun bereits zum 2. Mal machen, da der TA meiner 3jährigen Katze Broadline (Merial, auch Hersteller von Frontline) auftrug wegen eines erheblichen Befalls von Linognathus (Haarlinge), einer winzigen Laus die zu heftigen Kratzreaktionen der Katze führt und deren Kot ggf. Darmparasiten befördert.

Der TA sagte es sein ein ganz neues Produkt, speziell für kleine (kleine, nicht junge) Katzen. Ca 12h später begannen die anfallartigen Symptome:
  • Ataxie (Bewegungsstörungen, Taumeln, Stolpern)
  • Unkontrolliertes Wackeln mit dem Kopf
  • Zucken der Lefzen und Schnurrhaare
Das Ganze war vor ca 36h, sie wurde daraufhin gewaschen um alle Reste des (leider fast Wasserunlöslichen!) Fipronils zu beseitigen, und blieb einige Stunden am Tropf. Mittlerweile haben wir sie wieder zuhause, es sah gut aus, aber heute morgen gingen die Anfälle wider los, zur Zeit kommen die Anfälle ca alle halbe Stunde. Nervenzerfetzend.


Ich bat unverzeihlicherweise den TA erst nach der Erst-Behandlung um den Beipackzettel und fand den mir bereits bestens bekannten Wirkstoff Fipronil. Es handelt sich bei Broadline lediglich um ein leicht abgewandeltes Frontline und nicht wie ich dachte -und der TA gesagt hatte- um einen neuen Wirkstoff.

Wir stellten fest dass unsere Katzen durchaus in der Lage sind mit der Zunge den Punkt zwischen den Schulterblättern zu erreichen, dazu kommt dass das spot-on oft entlang der Wirbelsäule aufgetragen wird, was die Erreichbarkeit für die Katze massiv erhöht. Sollten mehrer Katzen zusammenleben ist ein gegenseitiges Waschen durch Lecken und eine dadurch erfolgende Vergiftung praktisch unausweichlich.

Dazu kommt dass die Läuse nach 24h nur an den direkt beträufelten Stellen starben, nach wie vor hat die Katze Befall, was nun wahrlich ihr kleinstes Problem ist.

Was also gegen Flöhe und Zecken tun?

Zunächst einmal: fast alle Katzen haben Flöhe, die Flöhe lassen aber den Menschen fast immer in Ruhe, weshalb meist erst ein schwerer Befall auffällt. Ein leichter Befall ist schlicht harmlos, auch bei im Haus lebenden Katzen. Ein ganz anderer Fall ist der Hundefloh, auch gerne bei Schafen anzutreffen, einer von diesen Flöhen im Haus kann einen zum Wahnsinn treiben. Wir haben seit 7 Jahren 4 im Haus lebende Katzen mit beschränktem Freigang sowie ein gutes Dutzend frei lebende (gefütterte und versorgte) auf unserem grossen Gelände in unmittelbarer Nähe, ich denke wir wissen wovon wir reden.

Flöhe und die Floheier (Nissen)
lassen sich vorzüglich mit einem Flohkamm fangen. Es handelt sich um einen kleinen ca 5cm breiten und mit sehr engem Maschenabstand versehenen Kamm, der gerade einmal ein bis zwei Haare durchlässt. Die Flöhe bleiben im Kamm hängen wobein man sie schnell zwischen Daumen und Zeigefinger festhält. Für Anfänger empfielt es sich nun über dem Waschbecken etwas reinen Alkohol zwischen die beiden Finger mit Floh zu träufeln, dann sollte man den Floh ins angefeuchtete Waschbecken expedieren und dort mit etwas hartem wie z.b. einem Kuli oder einem Nagel knacken. Geht nach etwas übung sehr gut.

Ein untrügliches Zeichen für Flohbefall ist wenn kleine verlaufende rote Flecken im nassen Waschbecken beim säubern des Flohkammes sichtbar werden. Es sind zunächst schwarze, winzig kleine kügelchen (letztlich koaguliertes Blut in Form von Floh-Kot) die bei Berührung mit Wasser dieses rot färben.

Zecken: Auch hier ist die Wirkung von Fipronil minimal, aber es ist einfach (nachdem man sich mal überwunden hat) Zecken mit einer Zeckenzange oder einer Pinzette herauszudrehen. Drehrichtung ist egal, aber beim reinen Ziehen kann der Kopf der Zecke in der Haut verbleiben, was manchmal zu Problemen führt. Die so abgesammelten Zecken in in Wasser mit etwas Spüli geben, dort ertrinken sie wegen der vom Spüli zerstörten Oberflächenspannung des Wassers. Keinesfalls Öl, Benzin oder sonstiges draufträufeln, man entfernt die Zecke am Besten lebend. Ggf nach Entfernen die Stelle desinfizieren.

Diese Floh- und Zeckentips sind Tips aus der Praxis, hunderte Male von uns erfolgreich angewendet.

Was Fipronil (Frontline, Effipro, Broadline, etc) angeht fasse ich zusammen, und sehe Beschwerden durch den Hersteller gelassen entgegen:

Spot-on Produkte, die Fipronil enthalten sind neurologisch auch für die meisten Säugetiere hochtoxisch und können sogar bei korrekter Anwendung den Tod der Katze als Folge haben. Dazu kommt dass ihre Wirksamkeit nur bei unmittelbarem Kontakt mit dem Insekt erfolgt, was dazu führt dass nur ein sehr kleiner Teil des Befalls reduziert wird.

Es gibt übrigens kein Gegenmittel bei Fipronilvergiftung, lediglich Sonneneinstrahlung scheint das Mittel abzubauen.

Im unten erwähnten Buch von Peterson steht dass meistens die Vergiftungserscheinungen innerhalb von 24-72h zurückgehen. 36h sind schon um, Bufi geht es schlechter, Tinta starb.

Hoffentlich nicht umsonst.


Quellen, abgesehen von trauriger eigener Erfahrung:
Parasitipedia (englisch)
Wikipedia (englisch)
Buch, (auch englisch): Small Animal Toxicology von Michael E. Peterson,Patricia A. Talcott. Zu finden u.a. bei Google Books. Lesenswert!

Ich möchte hier nicht rumjammern, ich schreibe dies ausschliesslich um anderen Katzen und deren Haltern das zu ersparen was wir hier durchmachten und noch durchmachen.

Geändert von tscso (27.07.2014 um 18:52 Uhr) Grund: fehlende links
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Alt 27.07.2014, 19:42
  #23
Zugvogel
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Danke für die ausführlichen Informationen.

Ich verstehe es ganz und gar nicht, daß ich wirklich heftigst angegangen werden, wenn ich z.B. Kieselgur als Flohbekämpfung empfehle, das sei 'brandgefährlich', und wenn jemand ein Fipronilmittel empfiehlt, kommt höchstens der einschränkende Hinweis, daß sehr viele Flöhe bereits resistent sind. Die Gefährlichkeit wird nicht erwähnt - ein fataler Fehler!
Auch Fogger mit Wirkstoff Pyrethrum wird immer wieder wärmstens empfohlen, weil es so 'rasch für Beseitigung aller Flöhe sorgt'. Die Belastung durch dieses Gift für den Katzenstoffwechsel beachten die wenigsten, und das scheint mir, als sei die Belastung für die Tierhalter durch die Flöhe wesentlich höher bewertet als die Gesundheit der Katzen, die in ihrer Obhut sind.

Bei Haarlingen hilft sowohl Kieselgur als auch Neem, beides systemische Mittel, die bei allen Insekten mit Chitinpanzer wirken.
Sorgfältig angewandt, schaden sie lediglich den Parasiten, aber nicht den Trägertieren.


Zugvogel

Geändert von Zugvogel (27.07.2014 um 19:47 Uhr)
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Alt 28.07.2014, 12:57
  #24
JuttaM
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Ich bin dankbar für diesen thread hier.
Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal kein Frontlein oder ähnliches benutzt und siehe da: es geht auch ohne.
Letztes Jahr hatte Foxi ein paar Tage nach der Spot-on-Gabe einen epileptischen Anfall.
Erst durch eure Beiträge kam mir der Gedanke, es könne durch das Spot-on kommen.
F.und F. Hatten noch nie Flöhe oder Zecken, sind aber auch nur im Garten, wenn sie rausgehen.
Jetzt kontrolliere ich einfach regelmässig das Fell.
Die beiden haben heute Geburtstag. 9 Jahre alt sind sie jetzt.
JuttaM ist offline  
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Alt 28.07.2014, 15:39
  #25
Barbarossa
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Barbarossa
 
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Zitat:
Zitat von Zugvogel Beitrag anzeigen
Ich verstehe es ganz und gar nicht, daß ich wirklich heftigst angegangen werden, wenn ich z.B. Kieselgur als Flohbekämpfung empfehle, das sei 'brandgefährlich'
Ist es aufgewirbelt und eingeatmet auch. Da kannst du gleich Asbest empfehlen, wirkt wahrscheinlich auch. Ebenso wurdest du von mir wegen deines gefährlichen Tipps, Paraffin oral zu verabreichen, "angegangen". Ich würde es in beiden Fällen auch immer wieder tun. Genauso gebetsmühlenhaft, wie ich seit Jahren strikt von Frontline & Konsorten abrate, dafür Program und Capstar empfehle.

Frontline, Stronghold & Co. werden seit mind. 2004 von Ökotest aufgrund gefährlicher Inhaltsstoffe regelmäßig als miserabel bewertet. Aber das interessiert keinen. "Tests sind ja immer so eine Sache..."


PS tscso: Alles Gute für Bufi. Hoffentlich erholt sie sich schnell. Und künftig nie mehr etwas unbesehen vom TA aufschwatzen lassen. Das gilt gleichermaßen für z. B. manche Schmerzmittel und AB.

Geändert von Barbarossa (28.07.2014 um 15:42 Uhr)
Barbarossa ist offline  
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Alt 28.07.2014, 17:09
  #26
Zugvogel
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Zitat:
Zitat von Barbarossa Beitrag anzeigen
Ist es aufgewirbelt und eingeatmet auch. Da kannst du gleich Asbest empfehlen, wirkt wahrscheinlich auch. Ebenso wurdest du von mir wegen deines gefährlichen Tipps, Paraffin oral zu verabreichen, "angegangen". Ich würde es in beiden Fällen auch immer wieder tun. Genauso gebetsmühlenhaft, wie ich seit Jahren strikt von Frontline & Konsorten abrate, dafür Program und Capstar empfehle.

Frontline, Stronghold & Co. werden seit mind. 2004 von Ökotest aufgrund gefährlicher Inhaltsstoffe regelmäßig als miserabel bewertet. Aber das interessiert keinen. "Tests sind ja immer so eine Sache..."


PS tscso: Alles Gute für Bufi. Hoffentlich erholt sie sich schnell. Und künftig nie mehr etwas unbesehen vom TA aufschwatzen lassen. Das gilt gleichermaßen für z. B. manche Schmerzmittel und AB.
Ist zwar auch immer wieder von mir betont und im Flohbekämpfungsthread auch OT, aber eine einmalige Gabe von Paraffin ist nicht belastend, zumindest nicht so, wie es ein Fremdkörper oder eine massive Verstopfung sein kann. Von Paraffin als Dauermedikament rate ich auch dringend ab!

Bei Kieselgur weise ich ebenso immer wieder drauf hin, daß es vorsichtig ausgebracht wird, um Stäuben zu vermeiden. Und selbst, wenn ein wenig Staub entsteht, ist das immer noch nicht so sehr belastend wie Insektenbekämpfung mit den auch von Dir genannten Mitteln, bzw. Wirkstoffen. Zumal Kieselgur aufgrund seiner Struktur nicht zum aufwirbeln neigt.

Natürlich sind die User, die voller Einfalt auf Frontline & Co. zurückgreifen, gewiß nicht alle Forenmitglieder, i.d.R. eher die Neuen, aber auch die sollten m.E. immer wieder auf die Belastung vieler handelsüblicher Mittel hingewiesen werden.
Ich erinnere mich, daß sogar Du höchstpersönlich mich dringend drauf aufmerksam gemacht hast, daß Zeckenhalsbänder eines bekannten Herstellers (Bob Martin) zwar eine unbedenkliche Wirksubstanz haben, dafür bei den Trägerstoffen so'n Zeug drin, daß die ganze Sache dann wieder zu belastend für die Tiere macht.
Dafür danke ich Dir noch heute


Zugvogel
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Alt 28.07.2014, 18:51
  #27
Barbarossa
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Barbarossa
 
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Wir sind ja auch oft genug einer Meinung Eva. Und du hast mir auch schon viele gute Tipps geliefert.

Aber bei Paraffin bleibe ich dabei: Auch die einmalige Gabe kann die Lebensqualität dauerhaft herabsetzen, wenn eine zappelnde Katze oder ein ungeschickter Besitzer dafür sorgen, dass das Zeug aus Versehen in die Lunge gelangt. Niemals sollte auch nur einmal damit experimentiert werden! Auch nicht durch einen TA, der "ach so viel Erfahrung" damit besitzt.

Zitat:
Zitat von Zugvogel Beitrag anzeigen
aber eine einmalige Gabe von Paraffin ist nicht belastend, zumindest nicht so, wie es ein Fremdkörper oder eine massive Verstopfung sein kann. Von Paraffin als Dauermedikament rate ich auch dringend ab!
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Alt 28.07.2014, 19:42
  #28
Zugvogel
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Daß auch Paraffin sehr besonnen und richtig gegeben werden muß, ist hoffentlich selbstverständlich.
Paraffin ist geschmacksneutral, läßt sich in den meisten Fällen unters Futter mischen, ohne daß es sonderlich bemäkelt wird.
So wie jedes Mittel nicht nur per se schaden oder nützen kann, ist auch die 'Beibringung' auch stets ein Kriterium. Man denke nur an die Qual der Miezen, wenn was eingeflößt werden muß, wenn Augen- oder Ohrentropfen zu geben sind, bis zum Zwangsklammergriff wurden wohl schon alle quälerischen Maßnahmen getroffen.
Welche Medikamente dann allein durch die mangelhafte Darreichung mehr Schaden als Nutzen bringen, kann man sich vielleicht ausmalen?

Ich kenne einige Miezen, die mit Paraffin behandelt wurden, leider auch etliche auf Rat des TA hin schon über lange Zeit, doch keine davon hat je etwas davon verhustet und in die Lunge bekommen.



Zugvogel
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Alt 28.06.2016, 22:54
  #29
KimbaCP
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Registriert seit: 2016
Beiträge: 1
Standard Broadline - Finger weg

Ich kann mich dem Beitrag von tscso nur anschließen, mein Tier ist gestern durch Broadline verstorben.

Sie ist 12h nach der Applikation apathisch geworden, hat sich nicht mehr bewegt oder gegessen, gefolgt von epileptischen Anfällen und hat es nach einer Woche schließlich geschafft. Schreckliche Geschichte.

Ich würde dieses Mittel nie wieder verwenden und rate auch dringend jedem anderen dazu dem was an seinem Tier liegt.
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Alt 23.08.2016, 10:47
  #30
KingLuisMama
Benutzer
 
Registriert seit: 2013
Beiträge: 74
Standard Finger weg von Bravecto!

Ich bin auch immernoch in einer ziemlich heiklen Geschichte, vermutlich anfangs ausgelöst durch Frontline. Gefolgt waren epileptische Anfälle, aber noch relativ 'harmlos' im Vergleich zu dem was noch folgen sollte, als die Tierärzte in der Tierklinik ihr Bravecto verschrieben... Auf meine erste Frage ob Frontline die ersten Anfälle ausgelöst haben könnte wurde ich abgeschmettert, das wäre nicht der Auslöser. Folgend verschrieben sie meiner kleinen Mimi Luminaletten und behandelten auf Epilepsie. Als Mimi's Lymphknoten anfingen erheblich anzuschwellen, behandelten sie auf Krebs. Jedoch waren Punktierung und Biopsie ergebnislos. Da es Mimi vor Gabe des Frontlines super ging, gehe ich davon aus, dass sie keinen Krebs hat.

Leider hatten sie wie gesagt Frontline als Auslöser ausgeschlossen. Und ich war erstmal zu treudoof und da der Flohbefall immer noch vorhanden war, lies ich es zu dass sie Mimi Bravceto gaben. Danach war hier die Hölle los. Krampfanfälle alle 2 Stunden über 3 Tage hinweg, bis ich sie dann bis dato zu ihrem 3.stationären Aufenthalt bringen musste innerhalb eines Monats. (Man muss dazu sagen, dass sie zwischenzeitlich 3 Wochen anfallsfrei war nach dem Frontline und dass erst die Gabe des Bravecto noch heftigere Anfälle ausgelöst hat.) Nachdem sie mir dann klar wurde woran es hängt und als sie mich dann dazu bewegen wollten die Katze einzuschläfern, da sie sie auch noch überdosiert und vollgepumpt haben mit anderen Medikamenten woraufhin Leberwerte und Stammzellen des Knochenmarks natürlich sich immens verschlechtert haben, habe ich die Katze dann aus der Klinik geholt und eine Entgiftung auf homöopatischer Basis begonnen unterstützt von einer Tierheilpraktikerin.

Soweit so gut, Dienstag genau vor 2 Wochen habe ich Mimi dort rausgeholt. Sie hat zwar noch geatmet, aber das war's auch schon. Alle nicht homöopatischen Mittel wurden umgehend eingestellt, da sie diese wie gesagt auch nicht vertragen hat und ihre Leber gar nicht hinterherkam mit dem Abbau... nun war sie letzte Woche wieder so fit, dass sie gespielt hat, geschmust, gefressen... ich hatte eigentlich gedacht das schlimmste sei überstanden. Leider heftet sich der Wirkstoff von Bravecto direkt ans Blut und hat eine Wirkzeit von 3 Monaten(!!) Dass mir die Tierklinik bei einem Kätzchen, von dem sie ja selbst vermutet haben, es sei Epileptikerin (Was ich nicht denke) so eine Chemiekeule auftragen... einfach unglaublich, zumal es wohl auch sehr neu und unbekannt bei den Spotons für Katzen ist...

Nun hatte Mimi nach 2 Wochen wieder letzte Nacht und heute morgen einen Krampfanfall... bekommt nun wieder Kuren zur Entgiftung der Leber und zum Entkrampfen...

Ich werde NIE wieder Spotons verwenden... Ich hoffe sehr, dass keine dauerhafte Schädigung bleibt und es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir den Wirkstoff hoffentlich aus ihrem Körper raus haben... solange muss ich die zeit überbrücken mit entkrampfungsmitteln und auf das beste hoffen...

(Hier berichte ich über Mimi: Flohmittel löst epileptischen Anfall aus?)
KingLuisMama ist offline  
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fipronil frontline, flöhe

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