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Parasiten Flöhe, Giardien, Würmer und Co - Woran erkennt man sie? Was kann man dagegen tun?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 21.10.2006, 09:52
  #1
Barbarossa
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Barbarossa
 
Registriert seit: 2006
Beiträge: 20.674
Standard Haarlinge? Milben? Wer weiß etwas?

Guten Morgen,

letzte Woche war ich zu Besuch bei meiner Mutter. Sie hat zwei eigene Katzen

"Mäuschen" und "Tommy"

Seit ca. 14 - 15 Jahren kommt auch ein echter Stromer regelmäßig zum Futtern. Der ist leider immer sehr scheu geblieben. Mit den Katzen gibt es keine Probleme, aber sobald sich ein Mensch nähert, faucht er und rennt weg. Ich saß bereits lesend (also still) 3m entfernt auf der Terrasse, als er zum Fressen kam. Das war für ihn in Ordnung. Dabei sah ich auf seinem Rücken überall diese weißen Pünktchen. Schuppen sind es meiner Meinung nach nicht. Ich kann mich täuschen, aber ich habe mal von Haarlingen (?) gelesen. Sind das vllt. welche und lassen die sich vllt. über das Futter bekämpfen? Können sich andere Katzen anstecken? Mäuschen und er begrüßen sich manchmal mit "Küsschen".



Dann hat er ein entstelltes Ohr. Das andere sieht in Ordnung aus, auch nicht schwarz von Milben. Ich vermute, dass er sich mal verletzt hat oder sind das doch Schäden durch Milben? Ich hoffe nicht...





Diesen Kater könnte man höchstens mit einer Falle fangen und das möchte ihm meine Mutter nicht antun. Er ist so ängstlich und recht alt, dass es schön für ihn wäre, wenn man ihn in seiner gewohnten Umgebung ohne Stress behandeln könnte - am besten über sein Futter.

Kennt jemand von euch diese (möglichen) Haarlinge (oder sehen die anders aus) und habt ihr Erfahrungen bei der Bekämpfung?

Am liebsten hätte ich es ja, wenn ihr Entwarnung gebt...

Danke!

PS: Er muss mal gute Zeiten erlebt haben, denn kastriert ist er!
Barbarossa ist offline  
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Alt 21.10.2006, 10:05
  #2
Siv
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Standard

Hallo,

fast alle Ektoparasiten (Flöhe, Läuse, Haarlinge, Milben etc.) verursachen Juckreiz. Durch den Parasitenspeichel kann es manchmal zu einer Überempfindlichkeit( Allergie) kommen. Am besten ist der Weg zum TA, weil nur er genau feststellen kann um welchen Parasiten es sich handelt. Der Nachweis von Milben kann sehr schwierig sein.Es gibt auch einen Milben Bluttest.Bei Milbenbefall , alle Orte wo Katzen sich aufhalten desinfizieren.Aber wie schon gesagt, auch wenn es für den Kater keinen Spass bedeutet würde ich ihn beim TA vorstellen.

LG Sylvia
 
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Alt 21.10.2006, 10:05
  #3
rettungsbunny
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Beiträge: n/a
Standard

guten morgen,
also erstmal wollt ich sagen: ich find es gut, dass deine katzen kein müll sind, und deshalb nicht runtergebracht werden

zum thema haarlinge hab ich das hier gefunden:
Haarlingsbefall [Bearbeiten]
Ein Haarlingsbefall mit Felicola subrostratus kommt vor allem bei verwahrlosten entkräfteten Tieren in den Wintermonaten vor, bei Jungtieren kann auch ein Massenbefall auftreten. Die Ansteckung erfolgt durch direkten oder indirekten (Kämme, Katzenspielzeug, Schlafkorb) Kontakt mit Parasitenträgern. Auch eine Übertragung durch Fliegen oder Mücken, an die sich die Haarlinge klammern, wurde beobachtet [2].

Bevorzugter Sitz der Parasiten sind der Kopf, Hals und Rücken. Da Haarlinge sehr beweglich sind, kommt es durch das Umherkrabbeln der Parasiten zu einer Beunruhigung des Katze und durch die Reaktion auf den Speichel zu Juckreiz. Die Haarlinge selbst ernähren sich von Hautschuppen oder von Sekret aus Hautverletzungen. Für stärkere Hautveränderungen ist vor allem der ausgelöste Juckreiz von Bedeutung, der zum Kratzen, Belecken und Benagen und damit zu einer Selbstverletzung führt. Ein sehr starker Befall kann zur Ausbildung von Ekzemen mit Krustenbildung und zu Haarausfall führen. Betroffene Hautbezirke können durch bakterielle Sekundärinfektion weiteren Veränderungen unterliegen. Es gibt aber auch symptomlose Parasitenträger [2][3].´

Einen Befall mit Haarlingen erkennt man entweder an den Nissen (Eiern) der Haarlinge, die als weißliche Stippchen mit der Größe eines Stecknadelkopfes an den Haaren kleben, oder an den lebhaft beweglichen ca. 1,5 mm großen Haarlingen selber, die man in der Tiefe des Fells laufen sehen kann.

ich hoffe, das hilft dir weiter. *winke*
 
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Alt 21.10.2006, 11:12
  #4
Tiberio
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Beiträge: 887
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Es hat grosse Ähnlichkeit mit den Haarlingen, die Maya hatte, als sie zu uns kam. Haarlinge sehen wie so ganz kleine weiße, ganz leicht ovale Stäbchen aus, wenn man genau hinschaut, kann man sehen, daß sie sich bewegen.

Bei Maya waren die meisten allerdings schon tot, weil sie vorher bereits behandelt worden war. Sie hat damals so eine Art Puder aufgestäubt bekommen (so kenne ich das auch vom Meerschweinchen ) Ob es auch Mittel gibt, die über das Futter beabreicht werden können, weiß ich leider nicht. Die Haarlinge fressen ja nur die abgestorbenen Hautschüppchen, deswegen bin ich mir da nicht sicher, ob z.B. eine Wurmkur etwas bringen könnte.

LG,
Tiberio ist offline  
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Alt 22.10.2006, 12:03
  #5
Barbarossa
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Barbarossa
 
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Beiträge: 20.674
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Hallo Sylvia, Nicole und Ute,

vielen Dank für eure Antworten. Leider bestätigen sie das, was ich vermutet habe...

Nun ist guter Rat teuer. Sicher ist es für den armen, kleinen Kerl wichtig, dass er zum TA kommt. Ich habe gehofft, dass ihm dies erspart bleibt. Meine Mutter hat leider keine Möglichkeit, eine Falle in ihr winziges Auto zu laden. Das dürfte aber noch das geringste Problem sein.

Aber der Kater wird max. einmal zu fangen sein. Wie lange dauert denn so eine Behandlung? Wenn er 2 - 3 Tage bei einem TA in einem Käfig sitzen müßte, wäre dass vllt. noch machbar, aber eine lange Behandlung? Er ist wirklich völlig wild und läßt sich auch nach diesen mindestens 14 Jahren (!) niemals anfassen. Und wenn man dann noch bedenkt, dass er ja schon 15 Jahre + alt ist...

Die anderen Katzen hat er bislang nicht angesteckt. Sein Zustand hat sich in letzter Zeit von alleine sehr gebessert. Meine Mutter sagte, er hatte im Frühjahr überall auf der Nase Kratzer. Sicher war das die von euch erwähnte Allergie .

Leider bin ich 500 km weit weg. Ich werde mit ihr telefonieren. Meine Mutter macht ja alles für Katzen. Ihr Mäuschen und den Kampfschmuser Tommy hat sie auch aus traurigen Verhältnissen gerettet. Sie waren Bestandteil eines Restaurantkonkurses und die verantwortungslosen Besitzer wollten sie zurücklassen. Katzen können Mäuse fangen... .

Vielen Dank vorerst. Wenn ich weitere Infos brauche, frage ich euch!!!
Barbarossa ist offline  
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Alt 22.10.2006, 13:34
  #6
rübezahl
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Beiträge: n/a
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Hallo Barbarossa

bei so einem starken Parasitenbefall befürchte ich, dass das Immunsystem des Katers nicht in Ordnung ist. Starker Parasitenbefall gerade durch Haarlinge ist meist ein Zeichen, dass das betroffene Tier krank ist. Wenn er eingefangen wurde, wäre es denn möglich, auch eine Blut- u. Urinuntersuchung durchzuführen ?

Ich drücke dem alten Herrn beide Daumen, dass er noch lange glücklich weiterstromern kann.
 
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Alt 22.10.2006, 14:02
  #7
Barbarossa
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Barbarossa
 
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Beiträge: 20.674
Standard

Hallo Eva,

meine Mutter hat zwar vor Jahren schon eine Schlafhöhle gebaut, aber die benutzt er nicht. Er kommt wirklich nur zum Fressen 1 - 2 x täglich vorbei und verschwindet wieder. Er ist im ganzen Ort präsent, er schlägt sich wirklich durch das Leben und lehnt Kontakte zu Menschen völlig ab.

Hallo "Rübezahl" !!!!

du bist hier! Das habe ich noch nicht mitbekommen... Ich freue mich sehr! Es gefällt mir immer besser hier.

Krank? Mmmh. Ich habe seine ruhige, besonnene Art auf sein Alter geschoben. Er hat einen ungebrochen gesunden Hunger und besteht auf Kitekat . Alles andere rührt er nicht an, sondern zieht weiter. Bei diesem Aktionsradius, den er hat, bekommt er schon irgendwo, was ihm schmeckt. Daher bekommt er seinen Willen. Es gibt über den ganzen Ort (recht dörflich mit viel Grün) verteilt einige Katzenfans, die die Stromer versorgen.

Ja, wenn er gefangen wird, dann wird er gründlich untersucht! Auch die Zähne sollten dann mal angeschaut werden. Die oberen Eckzähne hat er auf jeden Fall schon eingebüßt, unten die sind noch da.

Ich mache mir die größten Gedanken bezüglich der Behandlungsdauer. Diesen Kater kann man nicht für viele Tage in einen Käfig sperren. Schön wäre es, ihm während einer kurzen Einmalaktion Blut abzunehmen und ihm eine Behandlung zuteil werden zu lassen, die nachhaltig ist.

Wenn er sich doch nur anfassen ließe!!!
Barbarossa ist offline  
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haarlinge, katzen, milben, schuppen

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