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Orthopädie Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates

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Alt 13.08.2018, 11:04   #1
Sheila70
Neuling
 
Sheila70
 
Registriert seit: 2013
Ort: NRW
Beiträge: 23
Standard Cauda Equina Syndrom

Hallo liebe Foris,
mein Kater Chester hat das CE Syndrom.
Angefangen hat alles Ende Januar, da kam er von draussen rein und hat wie verrückt mit dem linken Hinterlauf geschlagen.
Das nahm erst mal kein Ende und er wollte mich nich an die Pfote lassen.
irgendwann kam er dann zur Ruhe.
Eine Woche später ist mir aufgefallen, dass seine Nickhaut zu sehen war, laut Google ein Zeichen von Schmerzen, also auf zum TA.
Der tippte erstmal auf Wurmbefall und hat ihn entwurmt, weil er auch kleine Mengen Kot verloren hat.
Während der Untersuchung meinte er aber schon, dass er evtl. Probleme mit dem Rücken hat und wir das im Auge behalten sollen.
Nach einer Woche war die Nickhaut immer noch zu sehen und ich wieder zurück.
Nun hatte ich eine andere Tierärztin (gleiche Praxis) und sie meinte sofort, er hat Rückenscherzen. Eine Woche Metacam und wenn es nicht besser wird, soll ein Röntgenbild gemacht werden.
Am 3. Tag (Metacam) bekam Chester schlimmen Durchfall und ich musste das Metacam nach Absprache wieder absetzen. Allgemein hatte ich aber schon das Gefühl, dass es ihm etwas besser geht.
Das hielt allerdings ohne Schmerzmittel nicht lange an, ich also wieder zurück und die 3. Tierärztin tippt auf Cauda Equina. Das Röntgenbild bestätigte ihre Vermutung und sie spritze für 4 Tage Kortison Depot. Wenn er das vertragen könne, sollte ein 4 Wochen Depot gespritzt werden. Das Kortison half und wie es half, noch am selben Tag wurde Chester viel aktiver und nahm wieder normal am Leben teil. Ich merkte sofort, als nach 3,5 Tagen die Wirkung nachließ.
Also wieder zum TA zurück und laut TA das schwächste Kortison (sollte 4 Wochen halten) gespritzt.
An diesem Tag war er sehr ruhig und hat viel geschlafen, am nächsten Tag war er wieder wie eh und je und richtig fit.
dieser Zustand hielt neun Wochen an, an diesem Tag kam er laut jammernd von seinem Freigang zurück und lief nur auf 3 Beinen, den rechten Hinterlauf hielt er angezogen am Körper.
Nachdem das jammern nicht besser wurde und er sich zurückzog bin ich zum TA zurück.
Dort tippte die TÄ, dass er sich versprungen hat und verabreichte ihm die nächste Kortison Depotspritze.
Sie meinte, dass er nun den Rest seines Lebens auf Kortison angewiesen sein wird, um ein artgerechtes und schmerzfreies Leben führen zu können.
Da ich da nicht ganz so glücklich mit war (Chester ist 7) habe ich nach Physiotherapie gefragt. Das wäre auf jeden Fall eine zusätzliche Option meinte die TÄ.
die zweite Depot-Spritze hat Chester gar nicht gut vertragen, es ging ihm zusehends schlechter und er schlich den Rest des Tages umher. Leider verbesserte sich die Situation auch in den nächsten Tagen nicht. Nach telefonischer Absprache mit der TÄ meinte sie dann, wenn er sich versprungen hat, dann hat er ggf. noch Schmerzen und das Kortison reicht nicht aus.
Sie meinte, ich soll ihm ein paar Tropfen Novalgin geben, zusätzlich. Tropfen in der Praxis geholt, aber das muss so eklig geschmeckt haben, dass Chester die Tropfen komplett verweigert hat. dann bin ich zur Tierheilpraktikerin in meiner Nähe gefahren und habe ihr die Situation erklärt. Sie hat mir dann Globuli mitgegeben und die haben bei ihm gut angeschlagen. Dann habe ich einen Termin bei der Physiotherapie gemacht und bin mit Chester in der darauf folgenden Woche dorthin gefahren.
Zuerst mal sehr skeptisch, wie reagiert er auf die Situation und auf die für ihn unbekannten Menschen?
Er bekam eine Lasertfrequenztherapie nach Vinja Bauer und eine Massage und er hat sehr gut mitgemacht. Ausserdem ging es ihr nach zwei Tagen um einiges besser, auch ohne Kortison.
Ich war Ende der letzten Woche zum 2. Mal bei der Therapie und da hat Chester sich sofort sehr entspannt und ich konnte sehen, dass es ihm sehr gut getan hat.
Die letzte Kortison Spritze ist nun 11 Wochen her und Chester geht es soweit ich das beurteilen kann sehr gut. Eine Op ist laut TÄ nicht nötig und ich glaube, solange es ihm so gut geht wie im Moment kommt das auch nicht in Frage.
Eigentlich wollte ich nur meine Erfahrung über die Krankheit und die Therapiemöglichkeiten berichten und nun ist doch ein Roman daraus geworden...
Mich interessiert einfach mal, wie sind eure Erfahrungen, habt ihr auch eine Katze mit Causa Equina und wie war euer Weg mit der Krankheit?
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