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Orthopädie Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates


Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 28.06.2018, 09:55   #1
PechMarie
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Standard Hundebiss ins Sprunggelenk

Hallo ihr lieben,

Mein Kater Teddy wurde letzte Woche von einem Hund ganz unglücklich ins Sprunggelenk gebissen.
Das Bein ist innerhalb eines Tages auf die doppelte Größe angeschwollen. Leider habe ich es auch da erst bemerkt.

Bin zum TA - der erst einmal Penicillin und Schmerzmittel gegeben hat. Er sagt, es sei nichts gebrochen.
Soweit so gut. Das Bein ist nach der 2. Penicillin Spritze auch merklich abgeschwollen. Gebe im Moment noch AB in Tablettenform und Schmerzmittel. Die Bisswunde ist sofort abgeheilt.

LEIDER ist immer noch eine Kirschengroße Schwellung direkt am Sprunggelenk und jetzt wo er sein Bein belastet, sehe ich, dass es sich etwas nach außen beugt, beim aufsetzen. Es sieht nicht natürlich aus. Sieht aus wie O-Beine von Fußballern. Aber er hat schon noch Halt im Bein, ist jetzt nicht so, dass es total hin und her schlackert.

Jetzt wird er gleich geröntgt und ich habe solche Angst, dass er für immer behindert bleibt


Was kann denn noch alles passiert sein? Können die ganzen Bänder abgerissen sein? Oder kann es auch sein, dass nur das Gelenk noch entzündet ist? Passt das zu diesem komischen "auftreten"?

Ich meine ich gehe ja gleich zum TA, aber ich mache mir solche Sorgen. Hatte eure Katze das schon mal, dass sie komisch gelaufen ist, nach so einer Verletzung?



Meine netten Nachbarn haben mir übrigens 3 Tage später Bescheid gesagt, dass zu 99% ein Hund war, der zu Besuch war und sich von seinem Besitzer nicht abrufen ließ. Da muss wohl ziemlicher Tumult gewesen sein und Teddy ist in Panik geflüchtet.
(Danke liebe Nachbarn, dass ihr sofort Bescheid sagt)
Habe mit dem Hundebesitzer telefoniert, weil Teddy schwer verletzt ist und evtl operiert werden muss. Antwort war "unser Hund beißt nicht, zwischen Hund und Katze war 1m Sicherheitsabstand, der kann das nicht gewesen sein"

Ich bin sauer, weil Teddy mit den Nachbarshunden gut aus kommt. Jetzt kommt dieser Jagdhund das erste mal zu Besuch und es ereignet sich direkt ein Zwischenfall und zufälligerweise ist mein Kater seit diesem Besuch auch verletzt.
Komische Zufälle. Wie würdet ihr reagieren?
Mir geht es nicht mal ums Geld sondern eher um, im Recht sein und Recht bekommen. Vor allem wenn Teddy jetzt eine Behinderung davon trägt.
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Alt 28.06.2018, 10:15   #2
Piepmatz
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Standard

So lange das niemand wirklich gesehen hat oder es aussagt wirst du kaum recht bekommen. Egal ob es wirklich passiert ist oder doch nicht ein anderer Hund war.

Und selbst wenn Du recht bekommen würdest - die Wunde wird davon nicht besser. Ist nicht böse gemeint! Kümmere dich einfach um deinen Kater - da hat er mehr davon.

Ich würde evtl vermuten das sich da eine Entzündung vielleicht eingekapselt hat beim anheilen? Warte mal auf das Röntgen - dann kann der TA sicher mehr dazu sagen.

Gute besserung für deinen Kater!
Piepmatz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2018, 10:22   #3
Mary 86
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Mary 86
 
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Ich find die "Schuldfrage" bei Vollfreigängern immer sehr schwierig. Letztlich kann man ja auch argumentieren, dass Dein Kater da rumgelaufen ist. Nicht falsch verstehen, ich habe hier selber Vollfreigang, aber genau solche Situationen sind eben auch das Risiko, das man damit eingeht.

Deswegen würde ich den Ärger eben auch runterschlucken, wo man die Kausalkette beginnt, lässt die Schuld-/rechtfrage eh in unterschiedlichem Licht erstrahlen und mich jetzt auf die Pflege und Genesung des Katers konzentrieren.
Mary 86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2018, 11:59   #4
Motzkatze
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Wenn die Nachbarn das beobachtet haben, hättest du Zeugen für den Biss, sofern sie wirklich gesehen haben, dass der Hund zugebissen hat.

Weißt was die Nachbarn genau beobachtet haben?
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Alt 28.06.2018, 14:59   #5
PechMarie
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Liebe Katzenfreunde,

danke für die Antworten. War gerade beim TA.

Erstmal zu Teddy
Teddy hat einen Zeh angebrochen, das Sprunggelenk angebrochen, dann hat sich der eine Beinknochen (Katzen haben ja 2, wie in unserem Unterarm) vom anderen gelöst und vermutlich ist das Kreuzband durch.

Mein Tierarzt sagt, dass es wieder verheilt, man das Kreuzband aber operieren KÖNNTE. Er würde es aber bei seiner eigenen Katze nicht tun, da es oft nicht hält und die anderen Muskeln die Aufgabe gut übernehmen können.
Außerdem müsste ich Teddy dann wochenlang im Käfig halten.
Wir röntgen in 4 Wochen noch einmal und schauen, ob alles gut verheilt ist. Im "Worst Case" versteift sich sein Sprunggelenk etwas.


Zu den Nachbarn
Mein TA sagt, dass diese massive Verletzung nicht durch einfaches Schnappen zustande gekommen ist. Der Hund muss ihn festgehalten und geschüttelt haben, sonst wäre es nicht zu diesen Verletzungen gekommen.

Die Nachbarn saßen im Garten, als sich der Vorfall ereignet hat, die Nachbarn daneben haben Teddy schreien hören, den Besitzer, der verzweifelt seinen Hund zurück ruft und dann gesehen, dass Teddy panisch nach Hause gerannt ist.
Im Endeffekt ist mir egal, ob die das der Versicherung melden. Evtl. wird die sich auch streuben, weil Teddy in einem fremden Garten war.
Mir ist hier wichtig, dass wenn man sieht oder vermutet, dass ein Tier verletzt wurde, die Eier in der Hose hat und mich informiert.

Ich habe die starke Vermutung, dass die das gesehen haben und nichts gesagt haben, weil die dachten, vll. kommen dann keine Forderungen.

Das ist der erste Punkt, der mich tierisch ärgert.

Der zweite Punkt ist, dass der Hundebesitzer lügt. Ich habe ihn ja angerufen gehabt und er sagt "mein Hund macht sowas nicht".
Unverständlich sowas.

Vor allem in der Nachbarschaft.


Mein Fazit:
Teddy wird jetzt versichert bei der Uelzener, da der Hund ja sicher öfter zu Besuch kommt und ich nicht sicher weiß, ob Teddy aus dem Vorfall gelernt hat.
Den Nachbarn werde ich noch einen Brief schreiben und einfach mal formulieren, wie ich mich fühle, dass ich sehr verwundert darüber bin, dass es diesen Zwischenfall gab und mich keiner informiert.
Außerdem werde ich die Kosten da noch mal zusammenfassen.

Ich werde keine Forderungen stellen, aber vielleicht haben sie ja ein wenig Courage.






LG
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Alt 28.06.2018, 15:12   #6
Birkenreh
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Du wirst nach Vorerkrankungen gefragt werden. Sollte von dem Biss etwas zurückbleiben, gehört das auch dazu und weitere Behandlungen der Folgeschäden würde die Versicherung nicht übernehmen. Trotzdem ist eine Tierkrankenversicherung gut.
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Alt 28.06.2018, 19:23   #7
Motzkatze
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Du könntest auch den Hundehalter verklagen, dann müsste er wahrscheinlich die Hälfte der Tierarztkosten zahlen.
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Alt 28.06.2018, 20:43   #8
Annemone
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PechMarie,
das tut mir leid. Hoffentlich wird das wieder heile.
So eine Situation ist echt doof - man will ja eigentlich eine gute Nachbarschaft.

Aber so scheint das heute zu sein.
Als ich im letzten Jahr vesehentlich ein Auto beschägigt habe, habe ich sofort die Polizei verständigt, damit die Halterin ausfindig gemacht werden konnte und meine Haftpflicht ihr den Schaden zahlt. Die haben mir auch erzählt, dass sowas kaum noch einer macht. Die meisten hauen einfach ab.

Ich denke immer: Passieren kann uns das allen, aber wichtig ist es schon, auch dazu zu stehen und es wieder gut zu machen - soweit es möglich ist.

Ich glaube nicht, dass eine Klage für Dich viel bringt. Alleine die Gerichtskosten werden vermutlich die Kosten für den TA übersteigen.
Aber ich finde, Du solltest ruhig Deine Enttäuschung über die "Nicht-Reaktion" zum Ausdruck bringen. Vielleicht regt das dann doch mal dazu an, darüber nachzudenken, was da falsch gelaufen ist.
Annemone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2018, 21:21   #9
PechMarie
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Huhu

nein die Versicherung ist nur für spätere Unfälle. Ich habe nur gemerkt, dass man sich selbst helfen muss, sonst hilft einem keiner.


Habe heute ein schreiben aufgesetzt, in dem ich beschreibe wie es Teddy geht - dass er evtl eine Behinderung davon tragen wird. Auch wie ich mich fühle, wie bestürzt ich bin über die ganze Situation und dass ich enttäuscht bin von dem Verhalten der Nachbarn.
Auch, dass ich weiss, dass der Zwischenfall passiert ist usw.


Die sollen einfach wissen, was sie angerichtet haben und was ich davon halte. Jetzt geht es mir schon besser.
Das Geld ist mir egal. Wenn sie Courage haben, entschuldigen sie sich wenigstens.
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Alt 01.07.2018, 06:00   #10
Lehmann
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Und, gab's schon irgendeine Reaktion?
Ich finde das übrigens gut, wie du es gemacht hast! Gute Besserung für den pelzigen Pechvogel...
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Alt 16.10.2018, 17:00   #11
PechMarie
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oh huhu

melde mich ein bisschen spät.
Als Reaktion kam ein Anruf "unser Hund macht so was nicht" - wie gehabt. Einfach gelogen!

Ich habe jetzt jeglichen Kontakt zu den Nachbarn abgebrochen. Kein "Grüßen" nichts mehr. Schade, aber ich kann das unter solchen Umständen nicht.
Mit ging es auf jeden Fall sehr viel besser, als ich den Nachbarn den Brief gegeben habe.


Teddy geht es auch besser. Sein Sprunggelenk ist wie der TA schon befürchtet hat versteift. Er geht ein bisschen "unrund" aber kann wieder Ratten fangen und springen. Das ist die Hauptsache.

Ich habe so das Gefühl, dass er sich damit gut hilft, aber dass es ab und zu weh tut, kann ich nicht ausschließen. Es wird aber meiner Meinung nach immer besser. (aber langsam)
Habe so ein bisschen Angst, dass sich durch die von außen zugeführte Entzündung eine Art Arthrose gebildet hat. Und das mit 2 Jahren . Oder dass er irgendwann Probleme mit der Hüfte bekommt, weil er nicht so ganz rund läuft. Aber was soll man machen.

Er ist halt jetzt ein kleiner behinderter Kater. Wichtig ist, dass er gut klar kommt und sein Katerleben führen kann zur Not auch irgendwann mit Schmerzmitteln.
Aber ich denke so lange er Ratten fangen kann, ist alles in Ordnung für ihn. Als alles noch sehr frisch war, lag er nur rum und war traurig.
PechMarie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2018, 10:45   #12
Lehmann
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Sehr schade, dass. Und das mit einer späteren Athrose halte ich auch für sehr wahrscheinlich
Die Tendenz bei den Leute geht leider dahin, für nichts mehr Verantwortung zu übernehmen. Im grossen ( Politker, Chefs von Autofirmen etc. ) wie im kleinen ( man macht irgendetwas kaputt, ist es aber dann nicht gewesen ) sinkt die Moral und nur das eigene "Glück" ist Daseinszweck.
Ätzend, aber leider läuft es vermehrt in die Richtung und man ist verwundert, bzw. erstaunt, wenn mal jemand zu seinen "Taten" steht und irgendetwas zugibt.
Ich wünsche deinem Kleinen alles Gute, vll wird es ja noch ein bisschen besser...
Lehmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2018, 11:54   #13
PechMarie
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Danke

Ich denke ich werde das Gelenk jetzt zwischendurch einfach mal röntgen lassen und wenn ich denke, dass wir eine Schmerztherapie benötigen, damit beginnen.

Ich glaube ich sollte froh sein, dass nichts schlimmeres passiert ist und Teddy macht sich eh die wenigsten Gedanken darum
PechMarie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2018, 18:39   #14
PechMarie
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So!

Kommen gerade vom Tierarzt, da Teddy ja zu hause nur im Holzbeingang durch die Gegend humpelt.

Wollte wissen, ob ich Schmerzmittel geben soll oder wir noch irgendetwas machen können.


Und auf einmal konnte Teddy NORMAL laufen und sogar auf den super hohen Praxistisch springen.

Der TA denkt sicher wieder ich habe nen Dachschaden , aber ich bin so froh. Er sagt das Gelenk ist beweglich und für die massiven Verletzungen ist alles ganz toll verheilt. JUHUUUUU
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