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Nierenerkrankungen Chronische Niereninsuffizienz (CNI), ...


Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 15.08.2009, 14:23
  #1
mütze
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mütze
 
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Standard CNI - Austauschthread

Hallo,

da sich doch zwischenzeitlich einige CNIchen im Forum tummeln, würde ich hier gerne einen Erfahrungs-Austauschs-Thread machen, in dem betroffene Dosis diskutieren und Anfänger sich informieren und Tips holen können.

Vorgeschichte:
Unser Kater ist derzeit 13,5 Jahre alt und vor 1,5 Jahren würde eine SDÜ diagnostiziert.
Diese wird mit Tabletten behandelt und die entsprechenden Werte sind superstabil
Nun kann es vorkommen, daß eine SDÜ eine CNI maskiert, und genau das ist nun diese Woche bei Blut- und Urintest herausgekommen.
Seitdem durchforste ich das gesamte Netz auf Informationen, allen voran natürlich den allseits bekannten Seiten wie z.B. Tanyas.

Behandlung TA:
Mein TA hat eine Nierendiät vorgeschlagen sowie einen Phosphatbinder auf Calziumbasis (Ipakitine).

Ernährung:
Einer Nierendiät stehe ich etwas kritisch gegenüber.
Mal davon abgesehen, daß der Kater das Diätfutter sowieso nicht mag, habe ich auch die Erfahrung einer Bekannten, deren CNI-Katze davon Protein-Mangelerscheinungen bekam.
Also dann hochwertig füttern, getreidefrei, wenig Fisch, möglichst nur eine leicht verdauliche Kohlehydratquelle, richtig ?
Vor längerer Zeit haben wir sowieso auf TigerCat, TigerMenü, TerraPura, Ropocat Sensitive und Mac´s (FeinschmeckerMenü) umgestellt, spricht etwas dagegen, das weiterzufüttern und die Ipakitine unterzumischen ?

Phosphorbinder:
Wie ist das überhaupt mit Ipakitine - auf der Dose steht "die Anwendung kann bis zu sechs Monate erfolgen".
Und dann ? Wenn der Binder weggelassen wird, entgleisen doch wieder die Phosphorwerte, oder ?

Begleitmittel homöopatisch:
Aus mehreren Foren habe ich auch Erfahrungsberichte mit SUC.
Dieses homöopathische Mittel möchte ich auf jeden Fall ausprobieren.
Mein TA rät mir zu, hat mit dem Mittel allerdings keinerlei Erfarungswerte.
Wie machen die erfahrenen CNI-Dosis das ?
Wie weiß ich, in welcher Dosierung ich die Mittel anwenden muss ?
Meist wird es ja ins Mäulchen gespritzt.
Spricht etwas dagegen, es ins Futter zu mischen ?


LG

Geändert von mütze (23.08.2009 um 11:27 Uhr)
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Alt 15.08.2009, 17:49
  #2
Gwion
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Ein Austauschthread ist zwar gut gemeint, wird aber nur bedingt funktionieren. Max. für die täglichen Sorgen und Freuden im Leben mit CNI ..

Alles andere sollte IMHO in einem Einzelthread angesprochen/gefragt werden.

Da erfahrungsgemäß auch wichtig gepinnte Informationsthreads ignoriert werden, macht es IMO kaum Sinn die grundlegenden Infos und Links zusammenzutragen .. *schultrzuck*

Eines würde ich mir allerdings wünschen - daß jeder mit CNI-Diagnose mind. 2 Blutbilder machen läßt. Und die (nierenrelevanten) Werte samt Referenzwerten einstellt.

Zu Deinen konkreten Fragen:
Zitat:
Also dann hochwertig füttern, getreidefrei, wenig Fisch, möglichst nur eine leicht verdauliche Kohlehydratquelle, richtig ?
Im Prinzip ja. Achte auf das Ca/Ph Verhältnis.

Zitat:
Vor längerer Zeit haben wir sowieso auf TigerCat, TigerMenü, TerraPura, Ropocat Sensitive und Mac´s (FeinscheckerMenü) umgestellt, spricht etwas dagegen, das weiterzufüttern und die Ipakitine unterzumischen ?
Nein.
Wenn Du Ipakitine für richtig hältst, kannst Du es untermischen.

Zitat:
Phosphorbinder:
Wie ist das überhaupt mit Ipakitine - auf der Dose steht "die Anwendung kann bis zu sechs Monate erfolgen".
Und dann ? Wenn der Binder weggelassen wird, entgleisen doch wieder die Phosphorwerte, oder ?
Guck mal auf Tanyas Seite, dort wird es genau erklärt. Auch das Stichwort Ipakitine in der Stichwortsuche hier im Forum wird Dir ein paar Ergebnisse bringen.

Zitat:
Mein TA rät mir zu, hat mit dem Mittel allerdings keinerlei Erfarungswerte.
Dann sollte er die Fa. Heel oder Dr. Ulrich konsultieren.
Zitat:
Wie weiß ich, in welcher Dosierung ich die Mittel anwenden muss ?
Das sagt Dir der TA.
Zitat:
Meist wird es ja ins Mäulchen gespritzt.
Spricht etwas dagegen, es ins Futter zu mischen ?
SUC kann auch subkutan gespritzt werden, die übliche Therapie beginnt mit Injektionen.
Du kannst es ins Futter mischen, solltest aber darauf achten, daß das so präparierte Futter vom CNI-Patient möglichst komplett gefressen wird. Vor allem zu Beginn der Therapie.

Blutbildkontrolle nach einigen Wochen.
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Alt 15.08.2009, 21:15
  #3
mütze
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Zitat:
Zitat von Gwion Beitrag anzeigen
Da erfahrungsgemäß auch wichtig gepinnte Informationsthreads ignoriert werden, macht es IMO kaum Sinn die grundlegenden Infos und Links zusammenzutragen .. *schultrzuck*
Sorry - ich gehe immer von mir selbst aus, und ich nutze die gepinnten Threads durchaus.
Natürlich gibt es immer solche und solche User.
Jedoch machen die gepinnten Threads meiner Meinung nach durchaus Sinn.

Zitat:
Zitat von Gwion Beitrag anzeigen
Eines würde ich mir allerdings wünschen - daß jeder mit CNI-Diagnose mind. 2 Blutbilder machen läßt. Und die (nierenrelevanten) Werte samt Referenzwerten einstellt.
*kopfnick*
Ja, das ist mir beim Duchklicken durch diverse CNI-Threads azwischenzeitlich auch aufgefallen.
Nützen Dir in diesem konkreten Fall auch unsere aktuellen?
Die Werte wurden die letzten 1,5Jahre ja ständig kontrolliert, schon wegen der SDÜ. Aber erst jetzt gibt es Auffälligkeiten.


Zitat:
Zitat von Gwion Beitrag anzeigen
Zu Deinen konkreten Fragen:

Achte auf das Ca/Ph Verhältnis.
Sollte das genauso sein wie bei einer gesunden Katze ?


Zitat:
Zitat von Gwion Beitrag anzeigen
Wenn Du Ipakitine für richtig hältst, kannst Du es untermischen.
Gibt es eine Alternative zum Phosphatbinder allgemein ?


Zitat:
Zitat von Gwion Beitrag anzeigen
Blutbildkontrolle nach einigen Wochen.
Das versteht sich für mich persönlich von selbst
mütze ist offline  
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Alt 15.08.2009, 22:55
  #4
Gwion
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Zitat:
Zitat von mütze Beitrag anzeigen
Nützen Dir in diesem konkreten Fall auch unsere aktuellen?
Nützen nicht (bin ja kein TA ), aber ich finde sie schon interessant.
Vor allem macht es halt Unterschied ob die Werte leicht erhöht sind oder himmelschreiend jenseits von Gut und Böse.
Zusammen mit dem Alter des Tieres, seinem Befinden, dem Verlauf aus den letzten Blutbildern usw. kann man da schon Schlüsse draus ziehen.

Zitat:
Sollte das genauso sein wie bei einer gesunden Katze ?
Ca:Ph sollte 1,5: 1 sein.

Zitat:
Gibt es eine Alternative zum Phosphatbinder allgemein ?
Es gibt zumindest unterschiedliche Phosphatbinder.
Ist halt die Frage, ob man der Überzeugung ist bzw. die Werte einem nahelegen, daß man welche geben soll.
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Alt 16.08.2009, 08:57
  #5
mütze
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Die entgleisten Werte sind Folgende:
Harnstoff-N ++ Serum: 60,3mg/dl (normal 10-33)
Krea: 2,7mg/dl (normal 0-2)
Phosphat + Serum: 2,4mmol/l (normal 0,8-1,9)
Cholesterin + Serum: 196mg/dl (normal 70-150)
Thrombozyten ++ EDTA-Blut: 737 G/l (normal 150-550)

Alle anderen Werte sind absolut unauffällig, selbst Kalzium, auch liegt kein Eiweiß im Urin vor.
Das Verhalten des Katers ist normal, einzig er trinkt und uriniert sehr viel.
Kein Erbrechen, kein Durchfall.
Mit dem Fressen haben wir ein wenig Probleme, aber das kann auch eine nebenwirkung des Schilddrüsenmedikaments sein.

Der TA selbst schätzt sein Befinden etwa auf "Stufe 2-2,5" von 4 möglichen, ich sehe das eigentlich ähnlich.
Darum habe ich die Hoffnung, noch einiges tun zu können, damit er noch möglichst lange ein schönes Leben hat.

Darf ich Dich noch ein wenig mit Fragen löchern ?
Wie geschrieben wurstele ich mich derzeit durch viele Threads und viele Sites, da ist man froh, wenn man jemand mit Erfahrung trifft

Auf Tanyas Site ist auch das Kapitel Vitamine angeführt.
Leider gibt es keine Vitaminpräparate, die tatsächlich nur die wasserlöslichen Vitamine beinhalten. Selbst in den Gimpet-Flocken ist auch Vitamin E drin.
Ist es trotzdem sinnvoll, Vitamine (in kleinen Maßen) zuzufüttern ?

Wie machst Du das mit dem Futter ?
Achtest Du auf einen bestimmten Proteingehalt ?

Zu den Phosphatbindern habe ich bisher gefunden, daß es die auf Kalziumbasis und die auf Aluminiumhydroxidbasis gibt.
Wenn ich mir die Nebenwirkungen bei längerfristigem Gebrauch anschaue, halte ich die Kalziumbasis für das kleinere Übel.
Ich dachte mir, daß ich den Binder jetzt erst mal gebe, und nach der Kontrollblutentnahme dann schaue, ob ich ihn nicht reduzieren oder sogar weglassen kann (natürlich in Absprache).
Aber wird das dann nicht ein ständiges Hin und her ?
Das Phosphat wird ja in der Niere nicht abgebaut, kann sich doch dann im Blut wieder anreichern, oder ?


LG
mütze ist offline  
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Alt 16.08.2009, 13:17
  #6
Gwion
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Zitat:
Zitat von mütze Beitrag anzeigen
Auf Tanyas Site ist auch das Kapitel Vitamine angeführt.
Leider gibt es keine Vitaminpräparate, die tatsächlich nur die wasserlöslichen Vitamine beinhalten. Selbst in den Gimpet-Flocken ist auch Vitamin E drin.
Ist es trotzdem sinnvoll, Vitamine (in kleinen Maßen) zuzufüttern ?
Das würde ich, ehrlich gesagt, den TA fragen. Da ja auch eine SDÜ vorliegt (zu der ich kaum was weiß), ist das ja etwas komplizierter als mit nur 1 chronischen Erkrankung.

Ich persönlich gebe keine Vitamine extra.

Beim Futter muß man die Balance finden, zwischen dem, was wirklich gefressen wird und dem Versuch, gutes Futter zu geben.
Von daher versuche ich möglichst hochwertiges Futter zu geben, wobei leider nur ein Teil akzeptiert wird.
Ich barfe zwar nicht, aber einmal, zweimal die Woche gibt es rohes Fleisch oder auch mal Fisch.

Zitat:
Ich dachte mir, daß ich den Binder jetzt erst mal gebe, und nach der Kontrollblutentnahme dann schaue, ob ich ihn nicht reduzieren oder sogar weglassen kann (natürlich in Absprache).
Bei den Werten würde ich das wohl ähnlich machen.

Die größeren Hoffnungen würde ich aber auf SUC oder ähnliches setzen.

Jona bekommt SUC und ACE-Hemmer, keine Diät, und hat damit zuletzt normale Werte - auch wenn das ein individueller Fall und nur ein einziges Ergebnis ist, denke ich, daß das für ihn so paßt.

Jede Katze ist anders und bei jeder kann etwas anderes wirken. Ich wünsche Dir jedenfalls, daß Du rasch das Richtige findest.
Gwion ist offline  
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Alt 16.08.2009, 18:39
  #7
mütze
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mütze
 
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Danke, Gwion, das ist lieb von Dir
Ich habe zwischenzeitlich auch die Fa. Heel angeschrieben, ich hoffe, zusammen mit ihr und dem TA einen Weg zu finden, ihm zu helfen.

Daß jede Katze anders reagiert und jeder Krankheitsverlauf unterschiedlich ist, und es so nicht "den einzig richtigen Weg" gibt, ist mir logisch.
Eben genau darum bin ich dankbar für jeden Tip, wie es andere handhaben, da ich denke, es hilft nur Ausprobieren...

Nur so zur Info am Rande, falls es Dich interessiert:
wenn eine SDÜ im Griff ist, kann die Katze "normal" weiterleben, d.h. sie braucht zwar täglich ihre Tablette, muss aber sonst nichts beachten.
Insofern spielt es für die CNI eher eine nicht relevante Rolle, sofern die unterstützenden Maßnahmen nicht auf die Schilddrüse gehen.

Gibst Du den ACE-Hemmer gegen den Bluthochdruck ?
Kann man den überhaupt mit einer geschädigten Niere wieder ein wenig in den Griff bekommen ?


LG
mütze ist offline  
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Alt 16.08.2009, 19:05
  #8
Huibuh70
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Hallo,

unsere Momo jetzt 18 seit 2 Jahren CNI, bekommt SUC derzeit jeden 2. Tag, am Anfang haben wir es alle 3 Tage gegeben man merkt aber deutlich das es zuwenig war, du kannst es sogar täglich geben

bei Momo merkt man am nächsten Tag deutlich mehr hunger, Blick ist klarer vorher war es so das am 3. Tag die Augen teils verklebt waren und man einfach an ihr gemerkt hat sie braucht es wieder, Trinkverhalten hat sich auch gebessert und auch Urin lässt sie unter der Dosierung 2 mal täglich (vorher öfter)

die Ärzte der Fa Heel sind übrigens sehr nett, aber du musst deinen Kater genau beobachten und dann merkst du auch was für ihn die richtige Dosis ist

neigt er zu erbrechen? dann wäre SEB zu überlegen

für den Harnstoffwert gibt es auch etwas homöopathisches

Momo bekommt kein Nierendiätfutter, sondern Futter mit hochwertigen Proteinen, kein Weizen, kein Zucker zudem noch Frischfleisch

kein Trofu, ab und an erwischt sie zwar mal ein Körnchen aber generell nicht

LG
Carmen
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Alt 16.08.2009, 19:25
  #9
Gwion
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Ja, Jona kriegt einen ACE-Hemmer. Er soll vor allem langfristig die Nieren etwas entlasten.
Auch da reagieren Katzen recht unterschiedlich und man muß genau beobachten.

Drum würde ich versuchen, nicht zuviele Sachen gleichzeitg anzufangen, sondern erst mal gucken, wie z.B. SUC wirkt.
Wenn das paßt, wie ein ACE-Hemmer wirkt usw. Sonst läßt sich schwer abgrenzen, ob eine Katze nun z.B. auf SUC oder den Hemmer negativ reagiert.

Die Erfahrung des TA muß da mit der Beobachtung Hand in Hand gehen.
Gwion ist offline  
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Alt 17.08.2009, 13:31
  #10
Gwion
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Zitat:
Zitat von Kirschblüte Beitrag anzeigen
da ich auch noch auf seine Zuckerwerte aufpassen muss. Da hatte er auch schon mal probleme.
Einmalig? Wurde das anhand von Glucose oder Fructosamin festgestellt?

Zitat:
Ich versuche aber eine Mischung aus Nierendiät und hochwertigem Futter zu halten.
Das wundert mich nun aber sehr.
Das sind zwei gänzlich unterschiedliche Ansätze/Meinungen, wozu mischen?

Wenn Du der Überzeugung bist, daß proteinreduziertes Futter hilft, solltest Du das möglich konsequent durchziehen.
Wenn Du der Ansicht bist, daß das nicht der Fall ist, gibt es keinen Grund für Diätfutter.
Außer, es wäre das einzige was eine Mäkelkatze frißt ..

Naja, ich hoffe, Deinem kleinen Helden geht es noch möglichst lange möglichst gut.
Gwion ist offline  
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Alt 18.08.2009, 19:52
  #11
mütze
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mütze
 
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Zwischenzeitlich habe ich die Antwort der Fa. Heel.
Huibuh, Du hast Recht, die sind wirklich sehr nett dort.
Vielen Dank auch für deinen Erfahrungsbericht.
Der bestätigt mir meine Gedanken zur Dosierung von SUC

@Huibuh
etwas Homöopathisches für den Harnstoffwert - was wäre das eventuell ?
Ich möchte zwar nicht alles gleichzeitig anfangen, aber die Information würde mich sehr interessieren, vielleicht brauche ich sie ja später noch.

Wird mit SUC nicht auch der Harnstoffwert beeinflusst ?

@Gwion
Klar, nicht alles gleichzeitig.
ich neige einfach dazu, wenn ich mich in eine Sache reinbeiße, möglichst viele Informationen zu sammeln, um sie im Ernstfall schnell anwenden zu können.
Über ACE-Hemmer habe ich zwischenzeitlich gelesen, daß sie mindestens am Anfang den T4-Wert beeinflussen können.
Das ist bei SDÜ natürlich nicht so gut.

Sollte der Blutdruck weiter hoch bleiben, möchte ich eher versuchen, ihn homöopathisch zu beeinflussen.
Hat dazu jemand Erfahrungen ?

@Kirschblüte
was für eine Infusionstherapie machst Du ?
Solange nur diese zwei Werte leicht erhöht sind, würde ich persönlich nicht unbedingt Nierendiät geben, sondern auf die Qualität der Proteine im Futter achten.



LG
mütze ist offline  
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Alt 18.08.2009, 20:14
  #12
Gwion
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Zitat:
Zitat von mütze Beitrag anzeigen
Sollte der Blutdruck weiter hoch bleiben, möchte ich eher versuchen, ihn homöopathisch zu beeinflussen.
Wurde denn schon (mehrmals) Blutdruck gemessen? Soweit ich weiß, ist das zeimlich umständlich, oder? Und wie weit ist so eine (bzw. mehrere Messungen) beim TA aussagekräftig?
Wirkt sich SDÜ nicht auch auf den Blutdruck aus?
Gwion ist offline  
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Alt 19.08.2009, 08:16
  #13
mütze
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mütze
 
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Zitat:
Zitat von Gwion Beitrag anzeigen
Wurde denn schon (mehrmals) Blutdruck gemessen? Soweit ich weiß, ist das zeimlich umständlich, oder?
Wirkt sich SDÜ nicht auch auf den Blutdruck aus?
Doch, eine unbehandelte SDÜ wirkt sich auf den Blutdruck aus.
Der Körper läuft sozusagen ständig auf Höchstleistung.
Wird sie aber erfolgreich behandelt, wird im Körper alles wieder auf Normalfunktion zurückgeschraubt.

Anscheinend ist es doch ziemlich umständlich, den Blutdruck zu messen.
Leider war bisher nur immer mein Mann dabei, mich interessiert das sehr, ich muss schauen, daß ich auch mal mit dabei bin.

Da bisher selten der Blutdruck gemessen wurde, und es nun hieß, er hätte einen ziemlich hohen Blutdruck (Wert möchte ich mir noch geben lassen, zum Vergleich für die nächsten Male), wollte ich auch nicht sofort dagegen vorgehen. Erst mal abwarten, ob es das nächste Mal wieder so ist.
Und dann sanft einsteigen.


LG
mütze ist offline  
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Alt 19.08.2009, 10:44
  #14
Gwion
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Zitat:
Zitat von mütze Beitrag anzeigen
Erst mal abwarten, ob es das nächste Mal wieder so ist.
Waren die hohen Werte vor oder nach der erfolgreichen Einstellung der SD?

Ich kann mir nicht so recht vorstellen, daß die Werte beim TA wirklich aussagekräftig sind.

Schon beim Mensch, der die Situation rationell abschätzen kann und sich beim Arzt sicher weniger aufregt als eine kleine Katze, spricht man vom Weißkittelsyndrom.
Bei einer Blutdruckbehandlung werden (bzw. sollten) die zu Hause in Ruhe gemessenen Werte zugrundegelegt und auch da eine Serie von Werten.

Aber wie Du sagst, mal abwarten.
Gwion ist offline  
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Alt 19.08.2009, 12:46
  #15
Stärnli
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Beiträge: 340
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Hallo mütze und hallo an alle

Gwion hat mich per PN auf Deine "Sorgen" aufmerksam gemacht mütze. Ich versuche daher auch mal zu antworten, obwohl Dir Gwion (hat tolles Wissen in der CNI-Sache) schon ganz viel Gutes gesagt hat. Bitte entschuldige wenn einiges doppelspurig läuft, ich hab das meiste bloss überflogen.

Ich habe gesehen, dass Heel Dir geantwortet hat. Die Antwort kenne ich nicht, aber ich lege Dir mal den Behandlungsplan bei, den Dr. Ulrich oft ans Herzen legt:

1. Woche
2 x täglich SUC Mischspritze subkutan (unter die Haut) gespritzt
(morgens und abends je 0,5 ml pro Mittel)

(falls es der Katze sehr schlecht geht, emfpiehlt Dr. Ulrich die ersten beiden Tage ne stationäre Behandlung mit Infusion i.v.)

2. Woche
jeden 2. Tag, 2 x täglich SUC-Mischspritze subkutan (unter die Haut) gespritzt

ab. 3. Woche
2 x wöchentlich, 2 x täglich SUC-Mischspritze oral (Spritze ohne Nadel, Mittel ins Mäulchen)

ab 8. Woche
1 x wöchentlich SUC oral

zusätzlich empfiehlt Dr. Ulrich ab der 3. Woche 2 x wöchentlich je 1 ml Hepar compositum (für die Leberunterstützung).

Begonnen haben wir wie Dr. Ulrich uns das gesagt hat (ich habe ja zwei CNI-Tier auf einmal). Bleiben tun wir beim SUC 2 x wöchentlich. Ich verabreiche es jedoch mittlerweile nicht mehr 2 x täglich sondern verabreiche So und Mo-Abend je 1,5 ml (0,5 ml pro Mittel) und dann Mi und Do-Abend das gleiche. Meinen Katzen geht's so am besten! Gemäss Dr. Ulrich kann man sich das weitgehend selber richten.
Das Hepar comp. gebe ich nicht solange die Leberwerte i.O. sind. Dies in Absprache mit meiner TÄ und Wissenssammlung in Foren.

Nach heutigem Stand meines Wissens und Erfahrung, wäre ich mit der Verabreichung (glaub ist gar analog Tanja's Infozentrum) von Fortekor vorsichtig, wenn keine Proteinurie vorliegt und die Krea-Werte über 300 sind. Zudem sollte Fortekor wenn irgendmöglich nur gemeinsam mit SUC verabreicht werden, da Fortekor erwiesenermassen den Krea-Wert in die Höhe treibt (sagt Novartis selber). Meinen Katzen ging's mit Fortekor alleine himmellausig.
Bei Dr. Ulrich gehört Fortekor nicht zur Standardbehandlung einer CNI, sondern SUC und allenfalls Infusionen.
BD-Hochdruck ist keine alleinige Begründung vor die Verabreichung von Fortekor (s. Tanja's Infozentrum). Es gibt BD-Mittel.

Zitat:
Mit dem Fressen haben wir ein wenig Probleme, aber das kann auch eine nebenwirkung des Schilddrüsenmedikaments sein.
Wird mit der Verabreichung von SUC wahrscheinlich besser, zumindest war's bei meinem Davy klar der Fall (ca. nach 2 Wochen).

Zitat:
Leider gibt es keine Vitaminpräparate, die tatsächlich nur die wasserlöslichen Vitamine beinhalten. Selbst in den Gimpet-Flocken ist auch Vitamin E drin.
Ist es trotzdem sinnvoll, Vitamine (in kleinen Maßen) zuzufüttern ?
Vitamin-B-Komplex von Ratiopharm enthält bloss die wasserlöslichen B-Vitamine wund wird sowohl von Helen (Autorin Tanja's Infozentrum) wie auch auf der Liste für nierenkranke Katzen empfohlen.

Wenn Deine Katze nicht an Proteinurie leidet würde ich im Augenblick jedoch von der Verabreichung derselben absehen. Lass im kommenden BB auch die Vit. und Mineralstoffe testen. Auf der oben erwähnten Liste wird Vit. B empfohlen wenn die Katze an Proteinurie leidet, ansonsten gemäss BB od. Absprache mit dem TA.

Enthalten die Gimpet-Flocken nicht Hefe? Wenn ja, nicht geeignet weil der Phos-Wert von Hefe hoch ist.

Zitat:
Zu den Phosphatbindern habe ich bisher gefunden, daß es die auf Kalziumbasis und die auf Aluminiumhydroxidbasis gibt.
Gut recherchiert mit einer Ausnahme und die heisst Renalzin. Gemäss Bayer hat sie keine Nebenwirkungen (enthält Kaolin, Langtharenol, alpha-Tocopheroli sowie Konservierungsstoffe). Renalzin ist auf dem Markt der neuste Phos-Binder. Ich habe ihn zu Beginn benutzt habe dann jedoch meinem Bauchgefühl nachgegeben und gewechselt und bin heute froh darüber. Renalzin enthält einen bedenklichen Konservierungsstoff und ist in einigen europäischen Staaten verboten (Quelle: Tanja's Infozentrum).
Helene empfiehlt Alu-Hyd. Ich hab's zu Hause aber noch nicht angewendet.
Meine Katzen kriegen mittlerweile Ipakitine weil das beim Kater einer Forine einen zusätzlich positiven Effekt hatte: Ipaktinie hält nicht nur den Phos-Wert in Schranken, es wirkt sich auch positiv auf den Harnstoff aus, bzw. es kann diesen senken. Daher mein Rat: verwende Ipakitine. Die Zusammensetzung gefällt mir von allen Phos-Bindern auch am besten (Lactose, Mineralstoffe, Weich- und Krebstiere, Sojaproteinkonzentrat). Das Pulver ist geschmacklos und wird sogar von meinen Ober-Mäckel-Onkel problemlos mit dem Futter eingenommen.

Bezüglich der Fütterung hat Gwion Dir bereits viel gesagt. Ich halte ihr Wissen hier für tip top. Einem guten Premium-NaFu ist der Vorzug vor allem anderen zu geben, ausser man sei erfaherender BARFER (persönliche Ansicht). Am allerwichtigsten ist jedoch, dass die Katze frisst. Meine beiden kriegen einfach das Futter, das sie fressen, versehen mit Ipaktine. Mittlerweile kriegen sie sogar hie und da wieder etwas TroFu. Mir dient alles gesunde Futter nicht, wenn sie das nicht fressen wollen. TroFu gebe ich übrigens das Nierendiätfutter von Vet-Concept.

So, das ist ellen lang geworden, ich hoffe, es dient Dir. Falls Du noch Fragen hast: ich stehe zur Verfügung. Ich war und bin immer froh, wenn andere mir auch helfen. Mir scheint, dass man bei CNI nie ausgelernt hat und es immer wieder extrem schwierige, tränenreiche Tage gibt.

Liebe Grüsse
Stärnli

Entschuldigt, ich muss noch was anfügen weil ich erst grad den Beitrag von Kirschblüte gesehen habe. Wenn Deine Katze (an Mütze) nicht dehydriert ist würde ich von eine Infusion absehen; ich sehe den Grund nicht beim Stadium, das Deine Katze hat.
Ich kann Dir hier noch soweit helfen wie ich Info von Dr. Ulrich habe: er hat Klienten die lassen ihren cats monatlich/zweimonatlich ne Dauerinfusion i.v. zukommen eben um die Nieren zu spülen.
Soweit ich weiss lassen die meisten erfahrenen Foris ihren cats erst regelmässig Infu zukommen wenn sie dehydriet oder deren Zustand sonst nicht gut ist.

Geändert von Stärnli (19.08.2009 um 12:51 Uhr)
Stärnli ist offline  
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