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Nierenerkrankungen Chronische Niereninsuffizienz (CNI), ...

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 26.05.2019, 11:50
  #1
KristinaS
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KristinaS
 
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Hallo Ihr Lieben, viele von Euch haben ja - wie wir - eine älteres Katzenmodell zuhause - und damit kommen ja auch die ganzen Zipperlein.

Heute will ich von Schnuffi und ihren diversen Baustellen berichten. Seht es als eine Art Blog. Die viele 'Aufs' und 'Abs', die Tierarztbesuche und die Medikamente. Die Sorgen und Hoffnungen. Schildert auch Eure Erfahrungen.
Es geht mir nicht um Laborwerte oder so, sondern hauptsächlich darum, wieviel und was wir unseren Mitbewohnern noch zutrauen und zumuten. Jedes Tier und sein Besitzer sind anders - aber ich denke, wir können uns gegenseitig gute Tipps geben und uns eine Stütze sein, wenn es mal wieder zu einem Tiefpunkt kommt.

Schnuffi ist jetzt im Juni 17 Jahre alt. Wir bekamen sie mit 14 Wochen aus dem Tierheim - und sie brachte uns gleich einen heftigen Katzenschnupfen mit. Den überstand sie gerade mal so. Er schlug ihr auf den Darm, so dass wir fast 8 Jahre brauchten, bis sie endlich keinen Durchfall mehr hatte. Vor einigen Jahren hatte sie dann eine Tumor auf dem Kopf und durch die OP-Voruntersuchungen wurden Herzgeräusche und eine SDÜ entdeckt. Der Tumor war zum Glück gutartig und die SDÜ ist gut eingestellt.

Schnuffi bekommt seit mittlerweile zwei Jahren täglich eine Tablette Carbimazol 15 mg von Vidalta gegen ihre SDÜ - eine recht hohe Dosis, aber sie kommt gut damit klar.

Anfang Dezember 2018 wurden dann ihre Nierenwerte schlechter - klar, das Alter - aber auch die SDÜ - hinterlassen irgendwann Spuren. Eine grosse Hilfe waren hier das Forum, die Yahoo-Gruppe für Nierenkranke Katzen https://de.groups.yahoo.com/neo/grou...nke_Katze/info und Tanyas Handbuch https://www.felinecrf.info/. Und ganz wichtig: Hinterfragen!!! TÄ folgen oft einem ganz bestimmten Muster - wahrscheinlich vom Studium oder irgendwelchen Fortbildungen her! Das muss nicht schlecht sein, aber jede Katze ist nun mal anders. Und wir kennen unsere Fellnasen besser als jeder andere und können einschätzen, was ihnen gut tut. Denn Stress ist für jede Krankheit schlecht!

Zurück zu Schnuffi: Die Ernährung haben wir umgestellt. Verschiedene Nierennassfutter (die sie zum Glück gerne futtert), zwischendurch aber immer mal eine kleines Goodie in Form einer Kaustange oder einer Fingerspitze voll mit Halbfettmargarine (die liebt sie sehr)! Dann bekommt sie alle drei Tage den SUCH-Komplex von Heel oral und auch der scheint ihr gut zu schmecken (sie steht extra auf, wenn ich mit der Spritze ins Zimmer komme und maunzt mich an). Zweimal täglich bekommt sie 2 mg SEB-Sirup gegen Übelkeit und Sodbrennen. Abends dann ihre SDÜ-Tablette und Zeel wegen einer beginnenden Arthrose in den hinteren Kniegelenken.

Manche denken jetzt vielleicht: So viel? Aber solange Schnuffi die Medis beinahe freiwillig nimmt (selbst die Tabletten kann ich ihr ohne grosse Komplikationen ins Mäulchen schieben),ist alles gut.

Heute war wieder einer dieser Tage, wo es ihr erst nicht so gut ging. Sie hatte keinen Hunger und spuckte zweimal. Nach dem zweiten Mal ging sie aber sofort zum Napf und mampfte wie ein Scheunendrescher.
Sie schläft mittlerweile sehr viel und auch sehr tief (manchmal muss ich sie sogar wecken) und die Medis erfordern eine strategische Planung - die sie natürlich gerne durcheinander bringt.
Unsere Küche sieht aus wie ein Drogenlabor (meint mein Mann ) - leere Spritzen, Glasampullen, Tablettendöschen und einiges mehr.

Ich habe gemerkt: Gelassenheit zahlt sich aus. Ich kann sie nicht heilen - aber ich kann ihr ihre letzte Zeit bei uns so angenehm wie möglich machen.

Geändert von KristinaS (26.05.2019 um 11:53 Uhr)
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Alt 07.07.2019, 11:17
  #2
KristinaS
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Nach den letzten heissen Tagen ist es nun stark abgekühlt und heute weht es kräftig ums Haus: Schnuffis Gesundheit ist ein stetiges Auf und Ab. Gestern und vorgestern wurde ein paar Mal gekotzt. Vorgestern viel Futter und Haare, gestern hauptsächlich Flüssigkeit. Sie trinkt viel und verweigert zur Zeit das Nass-Nierenfutter. Lieber nascht sie von Samiras Fressen und knuspert das Nieren-Trockenfutter.

Gefällt mir das? Natürlich nicht, aber dazu zwingen kann und will ich sie nicht mehr. Das feuchte und kühle Wetter sorgt leider auch dafür, dass sie vermehrt Probleme mit der Arthrose hat. Da muss ich mit der TÄ noch was besseres als Zeel finden.

Sei schläft viel und sehr tief. Manchmal hört sie mich gar nicht und ich muss sie wecken. Da sie auch recht still schläft, hat sie auf ihrem Kopf mittlerweile eine etwas abgeschrabte Stelle (wie bei Babys am Hinterkopf) - sie schläft ja immer eingerollt mit verdrehtem Kopf.

Ich versuche einfach, sie so symptomfrei wie möglich zu halten und ihr Leben trotzdem so angenehm wie möglich zu gestalten.
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Alt 14.08.2019, 15:52
  #3
KristinaS
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Mal wieder ein Besuch beim Tierarzt! Schnuffis Gesundheit geht es soweit gut. Leider leidet sie immer mal wieder an Verstopfungen - sie presst dann stark (kann sich wegen der Arthrose im Knie auch nicht gut absetzten) und davon wird ihr schlecht und sie kotzt. Natürlich nicht ins Katzenklo, sondern über den Rad. Das versuchen wir jetzt erstmal mit Lactose-Sirup "ins Rutschen" zu bringen.

Heute wurde Schnuffi auch mal wieder geröntgt - das rechte Knie ist definitiv im Eimer (O-Ton TÄ).
Jetzt versuchen wir eine Traumeel-Kur incl. aufgelöstem Zeel.

Ich werde jetzt versuchen nur noch zu dieser TÄ in der Klinik zu gehen. Frau B. geht so sanft und liebevoll mit Katzen um - sie konnte Schnuffi ganz relaxt auf dem Arm zum Röntgenraum tragen. Kein Gemaunze, kein Gehechel - eher vorsichtige Neugier.

Schnuffi hat zur Begeisterung aller sogar zugenommen - immerhin 200 Gramm! Es sind die kleinen Dinge ….

Dann gab es noch einen Tipp zur Krallenpflege: Ich muss Schnuffi ja die mittleren Krallen an den Hinterpfoten regelmässig stutzen. Durch die SDÜ wachsen die sehr schnell. Ich soll ihr helfen, die äusseren Schichten abzupulen, da diese zu Nagelbettentzündungen führen können. Also abendliche Pediküre.

Gott sei dank ist Schnuffi eine geduldige Patientin und lässt alles ohne grosse Gegenwehr über sich ergehen.
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Alt 14.08.2019, 20:48
  #4
tiha
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Du bist sicher, dass es Laktose ist? Das würde nämlich Blähungen auslösen, das würde ich nicht geben, sondern Laktulose.

Und mach dir nicht zuviel Hoffnung mit Traumeel und Zeel. Wenn etwas ganz kaputt ist, dann macht Homöopathie da nicht mehr viel.

Versucht es mal mit Hyalutidin und Collagen (Lunderland z.B.).
Schau bitte mal hier, da gibt's es etliche Tipps Schmerzmanagement bei Spondylose

Alles Gute für das Ömchen!
tiha ist offline  
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Alt 14.08.2019, 21:02
  #5
Quilla
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Ich hoffe, euer Weg geht noch lange zusammen ....

Bezüglich Arthrose/Schmerzen - - - da wir auch 3 Senioren haben und zwei davon mit Malessen und eine davon mit sehr vielen Baustellen - - - mit 17 wäre mir das wurscht, da gebe ich zur Not auch Metacam. Was soll das mit späteren Leberschäden noch?
Mir ist es lieber, die Zeit die verbleibt, ist so schmerzfrei wie möglich und hat Lebensqualität.
(so würde ich es als Mensch auch gern haben wollen - und Katzen haben ja keinen Begriff von "Zukunft / Zeit")
Quilla ist offline  
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Alt 15.08.2019, 08:48
  #6
KristinaS
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Zitat:
Zitat von tiha Beitrag anzeigen
Du bist sicher, dass es Laktose ist? Das würde nämlich Blähungen auslösen, das würde ich nicht geben, sondern Laktulose.

Und mach dir nicht zuviel Hoffnung mit Traumeel und Zeel. Wenn etwas ganz kaputt ist, dann macht Homöopathie da nicht mehr viel.

Versucht es mal mit Hyalutidin und Collagen (Lunderland z.B.).
Schau bitte mal hier, da gibt's es etliche Tipps Schmerzmanagement bei Spondylose

Alles Gute für das Ömchen!
Danke, Tiha! Lactulose - da hast Du recht (da kann so oft Korrektur lesen, wie man will … ).
Das mit dem Collagen werde ich mir mal anlesen.
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Alt 15.08.2019, 08:51
  #7
KristinaS
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Zitat:
Zitat von Quilla Beitrag anzeigen
Ich hoffe, euer Weg geht noch lange zusammen ....

Bezüglich Arthrose/Schmerzen - - - da wir auch 3 Senioren haben und zwei davon mit Malessen und eine davon mit sehr vielen Baustellen - - - mit 17 wäre mir das wurscht, da gebe ich zur Not auch Metacam. Was soll das mit späteren Leberschäden noch?
Mir ist es lieber, die Zeit die verbleibt, ist so schmerzfrei wie möglich und hat Lebensqualität.
(so würde ich es als Mensch auch gern haben wollen - und Katzen haben ja keinen Begriff von "Zukunft / Zeit")
Das Hauptproblem sind ja Schnuffis Nieren. Zur Zeit haben wir sie gut im Griff, die Werte sind stabil. Und leider hat Metacam gerade als Dauergabe nierenschädigende Eigenschaften.

Ich werde trotzdem mal alles aufschreiben und mich da einlesen. Danke Euch!!!
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Alt 15.08.2019, 22:45
  #8
tiha
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Gegen Schmerzen wirkt auch sehr gut Goldakupunktur. Da wird ein ganz kleiner Goldstrang an einen Akupunkturpunkt implantiert. Das sorgt dafür, dass es zu keiner Schmerzweiterleitung mehr kommt. Ich kenne zwei Katzenhalter persönlich, die da haben machen lassen und den Katzen ging es danach richtig richtig gut
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Alt 25.09.2019, 15:57
  #9
KristinaS
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Zitat:
Zitat von tiha Beitrag anzeigen
Gegen Schmerzen wirkt auch sehr gut Goldakupunktur. Da wird ein ganz kleiner Goldstrang an einen Akupunkturpunkt implantiert. Das sorgt dafür, dass es zu keiner Schmerzweiterleitung mehr kommt. Ich kenne zwei Katzenhalter persönlich, die da haben machen lassen und den Katzen ging es danach richtig richtig gut
Ich hatte auch schon mal daran gedacht, weil die Hündin meiner Cousine das auch für ihre Knie bekommen hat - aber dann müsste Schnuffi in Narkose gelegt werden und ich bin mir nicht sicher, wie gut sie das noch verkraften würde. Das Traumeel schläft auf jeden Fall an - gestern hat sie nach Monaten mal wieder ihre irren fünf Minuten bekommen und sie wechselt wieder häufiger die Schlafpositionen (sonst lag sie immer wie tot stundenlang in einer Haltung).

Nur mit der Toiletten haben wir mittlerweile ein Problem. Sie pinkelt häufiger daneben, weil sie sich nicht mehr ordentlich hinhockt - sie pieselt dann über den Rand. Katzenklo mit hohem Rand hat in der Regel auch einen hohen Einstieg - das fällt also auch weg. Ich suche noch nach einer Lösung - vorallem nachdem sie mir heute morgen auf den Fuss gepieselt hat! Ich stand am Waschbecken und auf einmal wurde mein Fuss nass! Es schien ihr wahnsinnig leid zu tun. Während ich erstmal die Zahnpasta ausspucken musste, schippte sie mir netterweise noch ein wenig Katzenstreu rüber.

Ach, mein Ömchen!
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Alt 25.09.2019, 16:06
  #10
tiha
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Nimm doch ein Katzenklo mit hohem Rand und säg einen Einstieg rein. Gut, wenn sie genau da pinkelt ist's natürlich doof, aber die Chance ist durchaus gegeben, dass das eine merkliche Erleichterung bringt. Ich drück die Daumen!
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Alt 25.09.2019, 18:46
  #11
Quilla
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Zitat:
Zitat von KristinaS Beitrag anzeigen
Nur mit der Toiletten haben wir mittlerweile ein Problem. Sie pinkelt häufiger daneben, weil sie sich nicht mehr ordentlich hinhockt - sie pieselt dann über den Rand. Katzenklo mit hohem Rand hat in der Regel auch einen hohen Einstieg - das fällt also auch weg.
Ich weiss nicht, wieviel Geld du investieren würdest, aber wir haben maßgeschneiderte Katzentoiletten machen lassen (vorrangig deshalb, um vorhandenen Platz ausnutzen zu können bzw. weil es 1 m Katzenklo nicht käuflich zu erwerben gab) ........ dort kann man die Maße aller vier Seiten einzeln festlegen.
Wir haben z.B. zwei Toiletten, die auf 3 Seiten sehr hoch sind und vorne aber einen niedrigen Einstieg haben - kann man auch noch niedriger machen, dann muss man halt öfter Streu wechseln, wäre aber sicher eine Überlegung.

Wenn du magst, kann ich dir per PN gern die Adresse schicken von dem Hersteller.
Quilla ist offline  
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Alt 20.11.2019, 14:24
  #12
KristinaS
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Das Toilettenproblem haben wir jetzt gut in den Griff bekommen. Wir haben ein Haubenklo gefunden das einen niedrigen Einstieg aber hohe Seitenwände hat (wird aber ohne Haube verwendet). Und für den Fall, dass Schnuffi mal wieder vergisst, sich nach dem Einsteigen umzudrehen, liegt unter dem Klo eine Inkontinenzauflage!

Heute ist ein anstrengender Tag mit ihr - sie folgt mir seit zwei Stunden auf Schritt und Tritt und schreit mich an. Ihre Demenz schreitet voran. Nachts war es eine Zeit lang ganz schlimm. Sie sass irgendwo in der Wohnung und schrie einfach. Anscheinend verliert sie nachts häufiger die Orientierung. Aus dem Grund (bitte steinigt mich nicht) stellen wir jetzt nachts das Katzenklo ins Wohnzimmer und schliessen die Tür. Das scheint ihr Sicherheit zu geben und beide Katzen schlafen ruhig und friedlich.

Körperlich geht es ihr gut - sie bekommt jetzt flüssiges Zeel - das schlägt bei ihr besser an als der Versuch mit den Tabletten vor einigen Monaten.
KristinaS ist offline  
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