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Nierenerkrankungen Chronische Niereninsuffizienz (CNI), ...

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 29.07.2017, 15:45
  #1
Marlinjean
Neuling
 
Registriert seit: 2017
Beiträge: 1
Unglücklich CNI erkrankte Katze aus dem Tierheim frisst nicht

Hallo ich hoffe ihr könnt mir helfen. Es tut mir leid wenn ich zu stark ausschweife ich bin mir einfach nicht sicher was wichtig ist und was weniger wichtig.

Erstmal zu meiner Situation ich bin ein junger Mann und habe vor 6 Tagen Jean eine 17 Jahre alte Perserkatzendame aus dem Tierheim geholt. Sie leidet unter Cni vermutlich "erst" im 2. Stadium. (Ich habe nur wenig Informationen zu ihrer Krankheit und des Verlaufs bekommen). Sie ist außerdem taub, Herzkrank (und ist wohl fast blind). Medikamente bekommt sie keine frisst aber das Nierendiätfutter.
Ich habe bisher keine Erfahrung mit Katzen, aber da es ihr so schlecht ging im Tierheim und sie niemand anderes wollte, kann es für sie wenn ich mich bemühe eigentlich nur besser werden.

Im Tierheim wurde mir auch gesagt das sie wohl sehr scheu und launisch ist und ich sie wohl kaum sehen werde. Umso überraschter war ich wie sehr sie sich geirrt haben von Minute 1 an wollte Jean schmusen, läuft mir hinterher und wirkt zufrieden und entspannt. (soweit das krank geht)

Sie möchte aber nicht an den Seiten/Rippen gestreichelt werden und ich glaube auch nicht hochgenommen werden. Ich denke dass sie an der Seite schmerzen hat oder es für sie unangenehm ist weil sie so abgemagert ist. Das war bisher auch kein Problem das einfach zu akzeptieren.

Problematisch ist aber das fressen sie ist eine Perserkatze aber wiegt nur 2kg. Im Tierheim sagten sie mir wünschenswert, aber wohl nicht möglich, wären 5kg.
Ich habe mich belesen und versucht sie mit allen Mitteln zu animieren. Das futter steht hoch und wird frisch gemacht ich biete es ihr immer wieder an und koche ihr Hühnerbrühe passiere es und so weiter. Ich habe allen Nierenfuttersorten die der Markt hergibt hier und jederzeit frisch verfügbar.
Trotzdem frisst sie von Tag zu Tag weniger. Ich habe mich jetzt auch dazu entschieden ihr Ulmenrindenpulver ins Futter zu mischen, weil ich vermute das sie mit der Magensäure zu kämpfen hat.
Naja soweit so uninteressant meine Mutter kam in dieser Woche mehrfach vorbei und für mich auffällig war das Jean von ihr viel eher überredet werden kann zu fressen.
Gestern wollte ich dann das füttern mit der Spritze schon einmal ausprobieren damit sie das gewöhnt ist wenn sich die Lage weiterzuspitzt und assistenzfütterung nötig ist. Meine Mutter hat es einfach mal versucht und Jean hat das super gut angenommen. Sie hat durch die Spritze sehr viel gegessen und sie wurde weder bedrängt noch festgehalten sondern das ganze war scheinbar auch für sie sehr angenehm. Heute morgen hat Jean sich dann das erste mal übergeben, es eine klare Flüssigkeit. Ich war mir nicht sicher ob es Zufall war oder ob sie vllt das slippery elm bark nicht verträgt?
Was mich aber motiviert hier zu schreiben ist ihre Reaktion auf Fütterungsversuche mit der Spritze von mir.
Ich habe es versucht ganz entspannt anzugehen erst auf dem Boden zu kuscheln die Spritze dazuzunehmen etwas auf den Teller zu spritzen damit sie schauen und probieren kann und trotzdem geht sie bei mir sofort weg.
Das klingt bestimmt albern aber das ist für mich sehr frustrierend auch wenn das natürlich nicht von meiner Katze beabsichtigt ist.
Ich gebe mir soviel Mühe mit ihr und es ist mir so wichtig das sie frisst weil ich sie schon so liebgewonnen habe. Meine Mutter hingegen mag sie, aber fühlt nicht so eine starke Bindung zu Jean.
Habt ihr eine Erklärung woran das liegen könnte ? Beziehungsweise was ich besser machen könnte? Liegt es an meiner Verzweiflung und Hoffnung das sie frisst? Ich möchte sie nur sehr ungern zwingen oder festhalten oder anders bedrängen damit sie frisst. Ich möchte ihr frisch gewonnenes Vertrauen nicht verlieren, aber will sie auch nicht verhungern lassen. Wenn ihr einen Tipp oder Ratschlag für mich hättet oder mir sagen könnt wie ihr damit umgegangen seid oder würdet wäre ich wirklich sehr dankbar.

Liebe Grüße
Marlin & Jean
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Marlinjean ist offline  
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Alt 29.07.2017, 16:22
  #2
Manuela48
Forenprofi
 
Manuela48
 
Registriert seit: 2009
Ort: Berlin
Alter: 58
Beiträge: 2.307
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Hallo Marlin,

erstmal ein ganz herzliches Willkommen hier.

Das liest sich so lieb und einfühlsam. Find ich super toll von Dir, dass Du so eine alte und kranke Katze aufgenommen hast.

Helfen kann ich Dir leider nicht, da ich keine Erfahrung damit habe, aber ich wünsche dir und Jean eine noch sehr lange Zeit.

Du wirst hier bestimmt noch gute Tipps bekommen.

Alles Gute!

LG Manuela
Manuela48 ist offline  
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Alt 29.07.2017, 16:23
  #3
Ayleen
Erfahrener Benutzer
 
Ayleen
 
Registriert seit: 2011
Beiträge: 935
Standard

Hi,

schön, dass du dich dieser alten Kätzin angenommen hast.
Weniger schön, dass dich das TH anscheinend zu wenig über den Krankheitsverlauf u/o ev. Medigaben informiert hat

Ich würde die Süsse einem kompetenten Tierarzt vorstellen, der sie mal richtig untersucht und dich beraten kann.

Kann schon sein, dass es der Kleinen übel ist und sie daher nicht fressen mag.
Teller erhöht hinstellen hilf manchmal, oder etwas Leberwurst über das Futter geben (mögen viele Katzen). Aufpassen muss man jedoch, dass die Katze nicht austrocknet (was der TA feststellen kann).

Infos über CNI findest du auch unter http://www.felinecrf.info

Alles Gute!

Geändert von Ayleen (29.07.2017 um 16:25 Uhr)
Ayleen ist offline  
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Alt 30.07.2017, 08:45
  #4
mautzekatz
Forenprofi
 
mautzekatz
 
Registriert seit: 2013
Beiträge: 2.698
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Ich würde mir auch einen kompetenten TA suchen (evt.Tierklinik) und sie dort einmal vorstellen.
Evt. braucht sie doch Medikamente fürs Herz oder den Blutdruck. Bluthochdruck kann sehr gefährlich werden für die Maus.
Auch das sie am Bauch nicht angefasst werden möchte, deutet auf Schmerzen hin und gerade in dem Alter sollte man es mit Schmerzmitteln versuchen, damit sie die letzten Jahre entspannter und schmerzfrei verbringen kann.
Kann hier wirklich nur dringend raten sie dem TA vorzustellen.

Ansonsten machst du schon sehr viel und gibst dir große Mühe.
Zur Ulmenrinde - besser wäre es, sie 1/2 Stunde vor dem Essen zu geben damit sie ihren Magenschutz besser entfalten kann. Zuerst Ulmenrinde dann legt sich diese schützend um die Magenschleimhaut und danach erst füttern.

Wie gebt ihr die Ulmenrinde? Kocht ihr sie zu einem Sirup? Das ist wesentlich effektiver und schmeckt auch etwas besser. Im Internet findet man das rezept.
mautzekatz ist offline  
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Alt 30.07.2017, 11:48
  #5
tiha
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Registriert seit: 2010
Alter: 54
Beiträge: 9.583
Standard

Herzlich Willkommen Marlin

Herz und Nieren hängen oft zusammen und da brauchts dann auch Medikamente. Bitte geh unbedingt zu einem CNI-erfahrenen TA. Lass dir grundsätzlich alle Untersuchungsergebnisse (Blut, Urin etc.) schriftlich geben, ebenso wie Diagnose und Medikamente. Und ich würde dir sehr empfehlen, dich in der Yahoo-Group für nierenkranke Katzen anzumelden. Dort sind Menschen, die sich sehr gut auskennen, oft besser als ein 0815-TA und die dir dort gut zur Seite stehen und Empfehlungen geben können.

Alles Gute für deinen Schatz und auch für dich! Und ein ganz großes Dankeschön, dass du dem Ömchen ein Zuhause gegeben hast
tiha ist offline  
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Alt 30.07.2017, 12:33
  #6
cindy55
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cindy55
 
Registriert seit: 2012
Ort: Oberbayern
Alter: 59
Beiträge: 4.259
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Da habe ich echt Respekt, dass du so eine alte und kranke Katze adoptiert hast. Sie ist aber wirklich süß. Ich habe ja auch Persermixe. Vorher hatte ich auch zwei tolle Ladies, die auch diese Krankheiten hatten. Das mit dem Fressen ist oft wechselnd im Verlauf der Erkrankung. Ich habe ihnen immer Reconvales Paste dazu gegeben, mein Name dafür: Päppelpaste. Ausserdem habe ich sie fressen lassen was sie wollten, würde aber keine Spritzenzwangsernährung machen. Einmal habe ich auch Sandy gezwungen- ich fand das so unwürdig und habe es wieder gelassen. Es kommen auch Tage, wo sie wieder besser fressen. Aber ich kann dich verstehen, es ist so schlimm für einen selber, wenn das Hundertste Futter nicht angerührt wird. Das Einzige, was ich gespritzt habe bei Cindy war zuletzt Tee mit Zucker, als sie eine Woche vor ihrem Tod kaum noch gefressen hat. Das hat sie dankbar genommen. Beide hatten zuletzt auch nur 2 bzw. Cindy 1,5 kg.

Ich würde erst mal das Vertrauen aufbauen, auch einen Tierarzt aufsuchen, ob sie medikamentös alles hat was sie braucht. (Wir hatten übrigens Erfolg mit SUCC Ampullen, den ACE Hemmer hat Sandy nicht vertragen)
Alles Gute für die Süße!
cindy55 ist offline  
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cni, fressen, spritze, tierheim

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